Region: Melsungen
Erfolg

60 Meter Einbahnstraße in der Schweriner Straße sofort entfernen

Petition richtet sich an
Stadt Melsungen, Bürgermeister Timo Riedemann

197 Unterschriften

Der Petition wurde entsprochen

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Der Petition wurde entsprochen

  1. Gestartet Oktober 2025
  2. Sammlung beendet
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Petition richtet sich an: Stadt Melsungen, Bürgermeister Timo Riedemann

Die 60 Meter Einbahnstraße in der Schweriner Straße führen in meinen Augen zu einer absurden Verkehrsumlenkung im Wohngebiet auf dem Galgenberg. Eine Umfahrung von mindestens 800 Metern und mehr ist notwendig, um zum Ziel zu gelangen. Weder Schüler noch Anwohner profitieren davon.

Man soll nicht meckern, ohne Alternativvorschläge zu machen. Hier kommen sie:

  • Zebrastreifen im Kreuzungsbereich Schweriner Str. / Tannenwäldchen
  • Verkehrsberuhigung als Spielstraße zwischen 7:45 und 8:15 Uhr
  • Einsatz von Schülerlotsen zwischen 7:45 Uhr und 8:15 Uhr

Jede einzelne dieser Maßnahmen würde ausreichen und wäre, meiner Meinung nach, besser geeignet als eine Einbahnstraßenregelung!

Begründung

Ein sicherer Schulweg der Kinder sollte im Interesse jedes Bürgers sein. Eine Verkehrsschau führte in der Nähe der Christian-Bitter-Schule zu einem absurden Ergebnis. Der kürzeste Weg über Tannenwäldchen, Schweriner Str. und Breslauer Str. zum Schulgelände der Gesamtschule, Geschwister-Scholl-Schule und der Radko-Stöckel-Schule sowie für die Braunianer im Stadtwald wurde zur Einbahnstraße erklärt - auf einer Länge von 60 Metern.

Das gleicht beim morgendlichen Verkehr einer Straßensperrung, die keinem etwas bringt. Stattdessen wird der Verkehr durchs Wohngebiet auf die Laufwege der Schüler umgeleitet. Die kürzeste Umfahrung, um vom Fuße der Schweriner Str. zur Breslauer Str. zu gelangen, ist 800 Meter länger - über Tannenwäldchen und Schweriner Str. Eine Alternative Route verläuft über die Königsberger und Dresdner Str., die - je nach Ziel - mit einem noch größeren Umweg verbunden ist und ebenfalls die Laufwege der Kinder beeinträchtig.

Als Anwohner und Vater eines Kindes in der Christian-Bitter-Schule kann ich die Einbahnstraßenregelung nur mit aller Entschiedenheit ablehnen. Der Hauptverkehr zum Schulgelände ist bereits durch, wenn Schüler der Christian-Bitter-Schule unsere neue Pseudo-Einbahnstraße überqueren, denn Schulbeginn der weiterführenden Schulen ist bereits um 7:50 Uhr, während es an der Christian-Bitter-Schule erst um 8:10 Uhr losgeht.

Durch 60 Meter Einbahnstraße wird auch Umwelt durch längere Fahrwege mehr belastet und der Schulweg kein bisschen sicherer.

Diese Einbahnstraßenregelung schadet in meinen Augen mehr als sie bringt und muss sofort entfernt werden!

Vielen Dank für Ihre Unterstützung, Alexander Klement, Melsungen
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Angaben zur Petition

Petition gestartet: 30.10.2025
Sammlung endet: 29.04.2026
Region: Melsungen
Kategorie: Verkehr

Neuigkeiten

  • Liebe Unterstützende,

    bereits heute Morgen wurde die Einbahnstraße beseitigt. Ich zitiere hier mal eine Anwohnerin des Galgenberges: "Es war ein Genuss, heute wieder den Berg hochzufahren."
    Ob der Zustand von Dauer ist, muss sich erst noch zeigen. Bürgermeister Timo Riedemann behält sich sowohl in der Mail als auch im heutigen HNA-Artikel die Wiedereinsetzung vor.
    www.hna.de/lokales/melsungen/melsungen-ort45520/wende-im-melsunger-einbahnstrassenstreit-regelung-wird-aufgehoben-94187534.html

    Der nächste Verkehrsversuch läuft bereits. Durch die Engstelle, die nicht zwei Fahrzeuge gleichzeitig passieren können, soll eine Einhaltung der Geschwindigkeitsbeschränkung erreicht werden. Hierbei wird absichtlich kein Vorrangzeichen für eine Seite aufgestellt, damit man sich von beiden Seiten mit erhöhter Aufmerksamkeit nähert. Da in dem Zusammenhang auch von einer Verkürzung der Querungsstrecke für die Fußgänger - und vor allem die Schulkinder - gesprochen wird, ist es wohl so gedacht, dass diese in der Mitte der beiden Barrieren die Straße überqueren sollen. Hier gibt es meiner Meinung insofern noch Kommunikationsbedarf, dass den Kindern dies auch mitgeteilt werden müsste, denn selbsterklärend ist das nicht.

    Da der Petition entsprochen wurde, wird diese jetzt geschlossen. Den Antrag auf Einsichtnahme in die Verkehrsschau, die Stellungnahme der Polizei und die Begründung der Einbahnstraße habe ich dennoch aufrecht erhalten. Da Fakten von Seiten der Stadt bis heute nicht veröffentlicht wurden, bleibt weiterhin unklar, welche objektiven Kriterien zur Einbahnstraße geführt haben und wie diese begründet wurde. Auch im Hinblick auf eine eventuelle Wiederbelebung der Einbahnstraße im kommenden Jahr bleiben diese Daten wichtig.

    Wir bedanken uns ganz herzlich für Ihre Unterstützung und freuen uns, dass die Stadt dem Kern der Petition entsprochen hat. Auch wenn jetzt schon wieder der nächste Test läuft - die beidseitige Befahrbarkeit ist gegeben. Und das ist das Wichtigste.

    Viele Grüße
    Alexander Klement
  • Liebe Unterstützende,

    heute Vormittag erreichte mich und andere die Nachricht, dass die Einbahnstraße morgen entfernt und durch eine andere, bauliche Maßnahme ersetzt wird. Die Durchfahrt sollte also in den kommenden Tagen wieder in beide Richtungen möglich sein. Hier der Wortlaut der Mail:

    Sehr geehrte Damen und Herren,

    vielen Dank für Ihre E-Mails und Ihre offenen Rückmeldungen zur Einrichtung der Einbahnstraßenregelung in der Schweriner Straße.

    Ich möchte ausdrücklich betonen, dass ich Ihre Hinweise und Bedenken gut nachvollziehen kann. Bereits im Vorfeld wurden verschiedene
    Lösungsansätze intensiv geprüft. Leider standen nach Abwägung aller Faktoren nur wenige umsetzbare Alternativen zur Verfügung.

    Die bisherigen Auswertungen zeigen, dass die Einbahnstraßenregelung grundsätzlich zu einer Verbesserung der Situation beitragen kann.
    Dennoch nehmen wir Ihre Anregungen sehr ernst und möchten eine weitere mögliche Variante prüfen.

    Aus diesem Grund wird die Einbahnstraßenregelung zum 26.02.2026 vorübergehend aufgehoben. Stattdessen werden wir eine provisorische
    bauliche Veränderung vornehmen, um die Verkehrssituation – insbesondere für die Schulkinder – sicherer zu gestalten.

    Diese Maßnahme verstehen wir ausdrücklich als Testphase. Bis voraussichtlich Ende des Jahres werden wir die Erfahrungen auswerten und
    sorgfältig prüfen, ob der Schulweg dadurch dauerhaft sicherer wird. Auf Grundlage dieser Ergebnisse wird dann eine abschließende Entscheidung getroffen.

    Die Polizei spricht sich weiterhin für die Einbahnstraßenregelung aus. Dennoch ist es uns als Stadt wichtig, unterschiedliche Lösungswege verantwortungsvoll zu prüfen.
    Gemeinsam mit dem Elternbeirat der Christian-Bitter-Schule, der Polizei sowie den Anwohnerinnen und Anwohnern möchten wir eine tragfähige und sichere Lösung finden.

    Unser oberstes Ziel bleibt die Sicherheit der Kinder in unserer Stadt. Dabei müssen wir als Gesellschaft bereit sein,
    Maßnahmen zu erproben, zu bewerten und – wenn nötig – anzupassen. Entscheidend ist, dass wir handeln, bevor etwas passiert – und nicht erst danach.

    Ich danke Ihnen nochmals für Ihre Geduld, Ihr Engagement und Ihr Verständnis.
    Auch wenn die Stadt nicht alleiniger Initiator der ursprünglichen Maßnahme war, tragen wir Verantwortung für eine sachgerechte und transparente Entscheidung.

    Mit freundlichen Grüßen

    ___
    Timo Riedemann
    Bürgermeister

    In der Mail spricht der Bürgermeister zwar noch von "vorübergehend aufgehoben", aber ich gehe mal davon aus, dass diese nicht wieder zurückkommt, da sie in meinen Augen verkehrsrechtlich nicht haltbar ist.

    Viele Grüße
  • Liebe Unterstützer,

    hier ein kurzes Update. Die Mühlen mahlen sehr langsam. Bürgermeister Riedemann hat auf den offenen Brief vom 23.01.2026 nicht geantwortet. Die Einbahnstraße ist immer noch da. Der nächste folgerichtige Schritt ist die Einsicht in die Unterlagen, die zur Einbahnstraße geführt haben. Hierzu habe ich am 05.02.2026 Ordnungsamtsleiter Frank Werner formlos per Mail angeschrieben und um Einsicht gebeten. Da nach einer Woche keinerlei Reaktion zu verzeichnen war, habe ich heute einen formellen Antrag gestellt (siehe Anlage) und mir den Eingang bestätigen lassen. Dies betrifft folgende Unterlagen:
    • Protokoll der Verkehrsschau
    • Fotodokumentation
    • Stellungnahmen der beteiligten Stellen, insbesondere der Polizei sowie des zuständigen Straßenbaulastträgers
    • Beschluss- bzw. Maßnahmenvermerk zur Einrichtung der Einbahnstraße

    Die Einsichtnahme kann gemäß des Hessischen Datenschutz- und Informationsfreiheitsgesetzes (HDSIG) eigentlich nicht verweigert werden. Trotzdem war eine Einsicht heute nicht möglich. Eine Klärung bezüglich des Antrags zwischen Ordnungsamt und Bürgermeister stehe noch aus, hieß es heute (was sich auf die vor einer Woche übermittelte E-Mail bezog).

    Wir bleiben dran!

    Herzliche Grüße

Da diejenigen, die durch die Einbahnstraßenregelung einen größeren Umweg in Kauf nehmen müssen, rasen, statt fünf Minuten früher loszufahren, ist auf den Alternativstrecken die Unfallgefahr sehr hoch. Der Verkehr in unserem ehemals ruhigen Wohngebiet hat auf jeden Fall sehr stark zugenommen, seitdem es diese Einbahnstraßenregelung gibt. Besonders zu Stoßzeiten ist das hier echt abenteuerlich. Man müsste mal Blitzer aufstellen zum morgendlichen Berufs- und Schulverkehr.

Noch kein CONTRA Argument.

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