• Von: Christoph Sachsenweger (Bürgerinitiative ... mehr
  • An: Bürgermeister Niederhöfer und Ratsmitglieder ...
  • Region: Grünstadt-Land mehr
    Kategorie: Umwelt mehr
  • Status: Die Petition ist bereit zur Übergabe
  • Zeichnung beendet
  • 189 Unterstützer
    96 in Verbandsgemeinde Grünstadt-Land
    Sammlung abgeschlossen

Abschaffung der Konzentrationsfläche für Windkraftanlagen „Am Schützenhaus“ bei Obrigheim

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Keine Windkraftanlagen in Obrigheim!

Die Konzentrationsfläche „Am Schützenhaus“ muss aus dem Flächennutzungsplan entfernt werden!

Begründung:

Auch die aktuelle Änderungsvorlage zum Flächennutzungsplan der Verbandsgemeinde Grünstadt-Land enthält wiederum auf der Gemarkung „Am Schützenhaus“ bei Obrigheim eine für Windkraftanlagen vorgesehene Konzentrationsfläche. Die Gefahr, dass dort tatsächlich Windkraftanlagen errichtet werden, ist sehr real, die Wahrscheinlichkeit dafür nimmt angesichts der immer noch falsch gesetzten politischen Rahmenbedingungen, die sich auch durch den Wahlausgang in Rheinland-Pfalz leider nicht geändert haben, ständig zu. Für die betroffenen Menschen, für die Tierwelt in der Region, vor allem für die Vögel, sowie für die Landschaft Insgesamt ist das Schlimmste zu befürchten.
Die Lebensqualität der in der Nähe der Windkraftanlagen lebenden Menschen wird abnehmen. Der Lärm der sich drehenden Rotoren und der nicht wahrnehmbare tückische Infraschall wird zu gesundheitlichen Problemen führen, wie Unruhe, Schlaflosigkeit, Konzentrationsstörungen, Kopfschmerzen und Herzprobleme. Der von der Landesregierung empfohlene Mindestabstand zu Wohngebieten von ca. 1 km reicht bei weitem nicht aus, wie Untersuchungen in anderen Ländern gezeigt haben (Mindestabstand USA: 2,5 km, EU ohne Deutschland: 2 km, WHO: 2 km).
In der Regel findet eine drastische Wertminderung von Häusern und Grundstücken in der Nähe von Windkraftanlagen statt. Nicht selten sind Wohngebäude in Windradnähe unverkäuflich. Und dafür gibt es keinen finanziellen Ausgleich. Es würde ein starker Verlust der Attraktivität des Ortes im Hinblick auf den wünschenswerten Zuzug neuer Einwohner eintreten. Bereits getätigte erhebliche Investitionen aus Steuermitteln zur Steigerung der Attraktivität wie z.B. die Renaturierung des Eisbaches, die Erschließung neuer Baugebiete, die Unterhaltung einer eigenen Grundschule usw. usf. würden nachträglich ihren Sinn verlieren.

Die Errichtung von Windkraftanlagen auf der vorgesehenen Fläche könnte durch die notwendige tiefgründige Fundamentierung bisher wasserdichte Lehmschichten o.ä. durchstoßen und in Folge den Grund- und Trinkwasserhaushalt nachteilig verändern.

Auch für die Tierwelt gibt es nur schädliche Auswirkungen. Im Bereich der Gemarkung „Am Schützenhaus“ würde eine Reihe von windkraftsensiblen Brutvogelarten gefährdet. Das hat sogar ein Gutachten eines Windkraftprojektors festgestellt. Unmittelbar neben der Gemarkung „Am Schützenhaus“ grenzt die Gemarkung „In der Kranichweide“ an, ein Rastplatz für windkraftsensible Kraniche. Ebenfalls sind hier eine Reihe von Brut- und Aufenthaltsorten vieler weiterer schützenswerter Vögel und anderer Tiere nachgewiesen. Beispielsweise wurde hier ein Sammelplatz von bis zu 80 Weißstörchen beobachtet. Zudem brüten in dem Areal Kornweihe, Wiesenweihe, Kiebitz und Wiedehopf. In diesem Bereich eine Konzentrationsfläche für Windkraftanlagen freigegeben zu wollen, ist mehr als unverständlich.
Windkraftanlagen auf der vorgesehenen Fläche würden die letzte windradfreie Sichtachse in Richtung Süden zur „Sonnenseite“ von Obrigheim verstellen und den freien Blick zur Rheinebene von den nördlich gelegenen Obrigheimer Weinbergen aus beeinträchtigen. Nachts würden rote Blinklichter an den Masten Mensch und Tier irritieren.

Die Feldwege im betreffenden Bereich um die Konzentrationsfläche herum dienen den Obrigheimer Bürgern als Spazierwege. In der kalten Jahreszeit würde Lebensgefahr bestehen durch den möglichen Eiswurf (abfallende Eisbrocken) von den Rotoren. Diese kiloschweren Eisbrocken können leicht mehrere hundert Meter entfernt von den Masten auf dem Boden einschlagen.

Eine gesicherte (kontinuierliche) umweltfreundliche Stromerzeugung lässt sich mit Windrädern prinzipiell sowieso nicht erreichen. Windräder können wegen des zufälligen Windaufkommens keinen grundlastfähigen, d.h. gleichmäßig und zuverlässig verfügbaren Strom erzeugen. Es besteht in absehbarer Zukunft realistisch gesehen keinerlei Aussicht auf marktreife bzw. realisierbare Stromspeichertechnologien in ausreichender Größenordnung und vertretbarer Wirtschaftlichkeit. Es müssen deshalb immer unter hohem Kostenaufwand fossile bzw. nukleare Reservekraftwerke parallel betrieben werden.
Eine scheinbare „Wirtschaftlichkeit“ von Windkraftanlagen speist sich - nüchtern betrachtet - zum größten Teil aus der sozial schädlichen ständig steigenden Belastung der Allgemeinheit / der Stromkunden durch die EEG-Umlage, die Netzentgelten usw.. Jede weitere Windkraftanlage verteuert so effektiv nur den Strompreis in Deutschland für den Endkunden immer weiter und destabilisiert zudem die Stromnetze. Das Risiko für großräumige Stromausfälle (sog. „Blackouts“) steigt. Die fortgesetzte Errichtung von Windkraftanlagen ist deshalb sowohl volkswirtschaftlich als auch energie- und umweltpolitisch äußerst kontraproduktiv und abzulehnen. Die Verschwendung öffentlicher Mittel und eine immer weitergehende Zerstörung und Verschandelung der Landschaft für die Errichtung von Windkraftanlagen ist nicht zu rechtfertigen.

Im Namen aller Unterzeichner/innen.

Obrigheim, 04.05.2016 (aktiv bis 03.08.2016)


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