Regionas: Vokietija
Pilietinės teisės

An die Bundestagsabgeordneten: Schluss mit geheimem Lobbyismus!

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Mitglieder des Bundestags
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  1. Pradėta spalio 2018
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Sie nehmen unsere Abgeordneten im Geheimen ins Visier und arbeiten mit Millionenbudgets: Mindestens 6.000 Lobbyisten beeinflussen in Berlin die Politik für ihre Auftraggeber.

Weil es im Bundestag kein Lobbyregister gibt, erfahren wir Bürgerinnen und Bürger nicht, welchen Einfluss die Lobbyisten auf Politik und Gesetzgebung nehmen und für wen sie arbeiten.

Dass geheimer Lobbyismus brandgefährlich für unsere Demokratie und das Wohl der Gesellschaft ist, hat erst kürzlich der Dieselskandal auf erschreckende Weise gezeigt.

Wir fordern: Lobbyisten müssen in einem Lobbyregister Auskunft über ihre Einflussnahme auf die Politik, ihr Lobbybudget und ihre Auftraggeber geben!

Priežastis

Sehr geehrte Abgeordnete des Bundestags,

Unternehmens- und Wirtschaftslobbyisten setzen Millionenbudgets ein, um Politik im Sinne ihrer Auftraggeber zu beeinflussen. Allein in Berlin sind nach Schätzungen mindestens 6.000 von ihnen unterwegs.

Weil es im Bundestag kein verpflichtendes Lobbyregister gibt, können die Lobbyisten nach wie vor im Geheimen agieren. Welche Gesetze und politischen Entscheidungen sie zu ihren Gunsten beeinflussen, wie hoch ihr Lobbybudget ist und für wen sie arbeiten – wir Bürgerinnen und Bürger erfahren es nicht.

Dabei ist es zwingend notwendig, den Lobbyisten endlich klare Transparenzvorschriften zu machen. Denn wenn politische Einflussnahme hinter verschlossenen Türen abläuft, kann unfaire Vorteilnahme zugunsten zahlungskräftiger Interessengruppen nicht überprüft und ausgeschlossen werden.

Wozu aber geheimer Lobbyismus führen kann und welchen Schaden er an der Gesellschaft anrichtet, hat erst kürzlich der Dieselskandal gezeigt. Über privilegierten und unkontrollierten Zugang zur Politik, konnte die deutsche Autoindustrie jahrelang die Spielregeln bestimmen. Und selbst nach Bekanntwerden des flächendeckenden Skandals, wurden die Verursacher kaum zur Verantwortung gezogen und konnten sogar noch Profit aus dem Skandal schlagen (Stichwort: Umtauschprämie für Dieselautos 2017) – auch das ist Folge der massiven und unkontrollierten Lobbyarbeit der Autoindustrie.

Und erst letzte Woche hat die Affäre um den Abgeordneten Philipp Amthor (CDU) und seine Lobbyjobs erneut gezeigt, wie dringend wir vollumfängliche Transparenz bei diesem wichtigen Thema brauchen.

Dass die Politik bei diesem wichtigen Thema nicht tätig wird, ist unverantwortlich. Dabei gab es schon vielversprechende Vorstöße. So hatten sich Union, Grüne und FDP in ihren Jamaika-Sondierungsgesprächen nach der Bundestagswahl schon auf ein Lobbyregister geeinigt. Und auch Oppositionsparteien wie die Linke setzen sich seit einiger Zeit für ein solches Register ein.

Aus dem Koalitionsvertrag der Großen Koalition aber wurde das Lobbyregister in letzter Minute noch herausgestrichen. Dabei fordert laut Umfragen selbst eine Mehrheit der Lobbyisten mittlerweile ein solches Register[2].

Die häufig vorgebrachten Einwände, ein solches Lobbyregister ließe sich nicht praktisch umsetzen, dürfen nicht gelten!

Zusammen mit interessierten Bürgerinnen und Bürgern, Rechtsexperten und der Organisation Lobby Control hat abgeordnetenwatch.de bereits 2017 einen Gesetzentwurf für ein Lobbyregister erarbeitet und der Politik vorgelegt.

An die Abgeordneten im Bundestag: Engagieren Sie sich jetzt für eine gerechte Politik und schieben Sie geheimem Lobbyismus einen Riegel vor – sorgen Sie dafür, dass Deutschland ein Lobbyregister bekommt!

[1] www.berliner-zeitung.de/berlin/politikberater-in-berlin-arbeiten-etwa-6000-lobbyisten-30141618

[2] www.wiwo.de/politik/deutschland/grosse-koalition-lobbyisten-fordern-lobbyregister/23054978.html

Dėkojame už palaikymą, abgeordnetenwatch.de nuo Hamburg
Klausimas iniciatoriui

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naujienos

  • Liebe Unterstützende,

    die Affäre um den CDU-Bundestagsabgeordneten Philipp Amthor hat die Debatte um den Einfluss von Lobbygruppen auf die deutsche Politik erneut befeuert. Der Bundestag will am Freitag auf Antrag der Linksfraktion in einer Aktuellen Stunde über das Thema Lobbyismus debattieren. Linke, Grüne und FDP hatten bereits vor Monaten eigene Vorschläge für eine Neuregelung der Lobbykontakte vorgelegt, um durchsichtig zu machen, welche Interessengruppen Einfluss auf die Politik nehmen.

    Schon über 277.000 Menschen unterstützen die Petition "Schluss mit geheimen Lobbyismus" von abgeordnetenwatch. Damit noch mehr Menschen von der Petition erfahren und das Thema öffentlich diskutiert wird, hat openPetition ein Aktionsbild auf Facebook... daugiau

diskusija

Einverstanden - solange auch Lobbyorganisationen wie Greenpeace etc hier mit aufgenommen werden. Es ist ja nicht so dass nur die Industrie Lobbying betreiben würde.

Es fehlt der Hinweis, dass Gewerkschaften, Sozialverbaende, NGOs und Umweltgruppen ebenfalls massive Lobbyarbeit ausüben. Wenn hier nur einseitig die Wirtschaftsvertreter kritisiert werden, kann ich mich der Petition nicht anschließen.

Kodėl žmonės pasirašo

  • prieš 23 minutes

    Es soll Politik für das Volk gemacht werden und nicht für Großkonzerne, wo dann zum Schluss die Posten für unsere Politiker warten.

  • Gerd Mertgen Linkenbach

    prieš 29 minutes

    Weil ich die schnautze voll habe von korrupten Politiker die sich am steuerzahler rund um die uhr bedienen können ohne zur rechenschaft gezogen zu werden und als Lobbyisten hervorgehen, um sich auf kosten des Steuerzahler ihre vorteile zu nutzen.

  • Ne viešai Holzkirchen

    prieš 1 H.

    Ich finde Transparenz gerade in der Politik sehr wichtig! Denn ich habe den Eindruck, dass unser Land oftmals nach den Wünschen einiger weniger regiert wird und nicht, um das Gemeinwohl zu fördern (s. Haltung der Muttersauen im Kastenstand und Tierwohl in der Landwirtschaft oder die Kennzeichnung von Lebensmitteln mit entsprechenden Farben bezgl. der Wirkung auf die Gesundheit). - es würde hoffentlich weniger Entscheidungen geben, die auf den Einfluss von Lobbiisten zurückgehen.

  • Ne viešai Altusried

    prieš 2 H.

    Mit Verlaub, sowas kotzt mich nur noch an....

  • Ulrike Elsner Nürnberg

    prieš 2 H.

    Weil Transparenz das Vertrauen in Domokratie stärkt!

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