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Leihmutterschaft & Eizellspende: Anpassung des Embryonenschutzgesetzes...

  • Von: Monika Oster, Katrin Lübke mehr
  • An: Deutscher Bundestag
  • Region: Deutschland mehr
    Kategorie: Bürgerrechte mehr
  • Status: Petition in Zeichnung
    Sprache: Deutsch
  • 326 Tage verbleibend
  • 916 Unterstützende
    871 in Deutschland
    2% erreicht von
    50.000  für Quorum  (?)

Leihmutterschaft & Eizellspende: Anpassung des Embryonenschutzgesetzes an die Lebenswirklichkeit

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English petition

Diese Petition richtet sich insbesondere an alle Frauen im reproduktionsfähigen Alter, die ihre Gebärmutter aufgrund von Krebs verloren haben, ohne diese geboren wurden (Mayer-Rokitansky-Küster-Hauser-Syndrom) oder aus jedem anderen medizinischen Grund nicht in der Lage sind, ein Kind auszutragen. Außerdem richtet sie sich an Frauen, die keine eigenen Eizellen produzieren oder diese nicht nutzen können sowie an gleichgeschlechtliche Paare mit Kinderwunsch.

Aufgrund des vor 27 Jahren verabschiedeten Embryonenschutzgesetzes ist es untersagt „1. auf eine Frau eine fremde unbefruchtete Eizelle“ zu übertragen sowie „eine Eizelle zu einem anderen Zweck künstlich zu befruchten, als eine Schwangerschaft der Frau herbeizuführen, von der die Eizelle stammt“ und es zu unternehmen „innerhalb eines Zyklus mehr als drei Embryonen auf eine Frau zu übertragen“. Es handelt sich hierbei um ein Gesetz, das gemessen am Fortschritt der Zell- und Entwicklungsbiologie, nicht zeitgemäß ist. Dies haben unsere europäischen Nachbarländer (unter anderem Österreich, Niederlande, Tschechische Republik) längst erkannt und haben sowohl die PID (Präimplantationsdiagnostik) sowie die Eizellspende und Blastocystenkultur von allen entnommenen Eizellen legalisiert. Wir fordern daher das Embryonenschutzgesetz der heutigen Zeit anzupassen und nicht an einem Gesetz festhalten, welches vor 30 Jahren erlassen wurde. Eizellspende und nichtkommerzielle Leihmutterschaft soll unter Auflagen legalisiert werden um die medizinischen Möglichkeiten in Deutschland nutzen zu können.

Eizellspende und auch nichtkommerzielle Leihmutterschaft sind in einigen EU-Staaten bereits legal, wodurch die Chancen der Reproduktionsmedizin für die Familiengründung genutzt werden können. Anders in Deutschland, einem Land, welches eine 5 Tage alte, noch nicht in der Gebärmutterschleimhaut eingenistete Blastocyste besser schützt als einen bereits im Mutterleib heranreifenden Embryo. Ein Land, welches die Spermienspende und Embryonenadoption erlaubt, die Eizellspende jedoch verbietet. Versteht man das unter Gleichberechtigung und selbstbestimmten Entscheidungen in Deutschland?

Durch das Festlegen von Rahmenbedingungen kann sowohl das Wohl des zukünftigen Kindes geschützt sowie den Wunscheltern und der Leihmutter rechtliche und medizinische Sicherheit geboten werden. In so gut wie allen Ländern, in denen Leihmutterschaft legal ist, muss die potentielle Leihmutter ihren eigenen Kinderwunsch mit mindestens einem Kind bereits erfüllt haben. Diese Regelung würden wir auch für Deutschland begrüßen, da somit zum einen eine erfolgreiche Schwangerschaft wahrscheinlicher ist sowie die psychische und medizinische Einschätzung der Leihmutter möglich gemacht wird. Ebenso könnte die medizinische und psychologische Beratung und Beurteilung über Chancen und Risiken in Deutschland einen reibungslosen Ablauf gewährleisten. Weiterhin sollte die Leihmutter selbst über das Fortbestehen der Schwangerschaft mit entscheiden und nicht durch die Wunscheltern zur Abtreibung gezwungen werden können (Baby Gammy). Auch in diesem Punkt bedarf es einer Anpassung des Embryonenschutzgesetzes im Sinne unserer Nachbarländer (Blastocystenkultur, PID).

Eizellen dürfen laut Embryonenschutzgesetz nur entnommen werden, wenn diese der gleichen Frau wieder zurückgegeben werden können. Durch die jüngsten Fortschritte in der Gebärmuttertransplantation ist es nun auch uns Frauen ohne Gebärmutter erlaubt Eizellen zu entnehmen und zu kryokonservieren (Social freezing). Jedoch darf dies nur im Hinblick auf die Gebärmuttertransplantation geschehen, welche nur bei gleicher Blutgruppe der Spenderin und Empfängerin möglich ist und so nur einer handvoll Frauen eine Möglichkeit bietet. Anders formuliert ist es nach deutschem Gesetz unter Auflagen möglich zwei gesunde Frauen einer 6-10 stündigen Operation zu unterziehen, die Risiken für Spenderin und Empfängerin birgt und die Einnahme von Immunsuppressiva während der Schwangerschaft nötig macht. Würde jedoch die gleiche Frau, die bereit ist ihren Uterus zu spenden, auch die Bereitschaft erklären das Kind auszutragen, dann wäre dies verboten. Wir bitten an dieser Stelle zu bedenken, ob es wirklich sinnvoll ist, Frauen in diesen Weg zu drängen um auf in Deutschland legalem Wege ein Kind zu bekommen oder ob es nicht doch besser wäre dem Vorbild der Niederlande, Griechenland, Dänemark, Irland oder Großbritannien zu folgen und die nichtkommerzielle Leihmutterschaft in Deutschland zu legalisieren.

Der Staat sollte daher in derart intimen Angelegenheiten keine Verbote und Strafen aussprechen und besser vertretbare Rahmenbedingungen schaffen. Jede Frau und jeder Mann sollte frei selbst bestimmen können, ob sie/er den Weg der Eizellspende und/oder Leihmutterschaft zur Familiengründung gehen möchte, ohne dass dieser durch das deutsche Gesetz oder durch persönliche Äußerungen diffamiert oder kriminalisiert wird.

Join us: www.facebook.com/Reform.Embryonenschutzgesetz/

Begründung:

Anpassung des Embryonenschutzgesetzes vom 13. Dezember 1990 um einen offenen Umgang mit den Möglichkeiten der Reproduktionsmedizin zu erreichen. Schritthalten mit der Reproduktionsmedizin unserer Nachbarländer!

Embryonenschutzgesetz - ESchG: www.openpetition.de/petition/blog/anpassung-des-embryonenschutzgesetzes-an-die-lebenswirklichkeit/6

Erfahrungsbericht Familie Berger: www.bergers-wunschkindauskiew.de/

Unterstützung erhält die Petition auch vom VfLLD e.V.: www.vflld.de

Im Namen aller Unterzeichner/innen.

Würzburg, 16.01.2018 (aktiv bis 15.01.2019)


Neuigkeiten

Anpassung des Embryonenschutzgesetzes vom 13. Dezember 1990 um einen offenen Umgang mit den Möglichkeiten der Reproduktionsmedizin zu erreichen. Schritthalten mit der Reproduktionsmedizin unserer Nachbarländer! Embryonenschutzgesetz - ESchG § 1 Mißbräuchliche ...

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Debatte zur Petition

PRO: Viele Paare müssten dadurch die Behandlung nicht mehr im Ausland durchführen lassen und sich somit an den Rand der Legalität begeben. Ein weiterer Vorteil wäre, dass die Eizellenspenderin bzw. die Leihmutter eine medizinische Versorgung nach deutschen ...

PRO: Durch die Legalisierung der Leihmutterschaft in Deutschland kann gewährleistet werden, dass weder die Wunscheltern noch die Leihmutter ausgebeutet wird. Wenn Leihmutterschaft nur mit einer medizinischen Indikation erlaut wird können auch Paare eine Familie ...

CONTRA: So sehr ich den Wunsch nach Kindern verstehe, sollten wir Menschen nicht alles machen, was technisch möglich ist. Kinder sind keine Ware, die bestellt, hergestellt und geliefert werden sollte. Und niemand sollte Anreize geben, dass Frauen Kinder austragen ...

CONTRA: In den neun Monaten kann viel passieren.Das Kind kann behindert sein. In ausländischen Verträgen steht dann sogar,dass Frauen dann abtreiben sollen. Die Frau kann Komplikationen bis hin zur Lebensgefahr (z.B.Gestose) oder auch lebenslange gesundheitliche ...

>>> Zur Debatte


Warum Menschen unterschreiben

Ich bin der Meinung das das Gesetz veraltet ist den eine Adoption ist auch nicht kostenlos aber legal einziger Unterschied das anstatt an eine privat Person, das Geld ans Amt geht.

Weil ich selber Hilfe brauche das ich schwanger werden kann da es natürlich nicht funktioniert

Ich Bin selbst Betroffen als Trans Person von Mann zu Frau und daher bin ich da für weil das ein Sehr Großer Wunsch ist eigene Kinder zu haben eben so wie Die Frauen wo die Gebärmutter nicht Richtig Funktioniert und sie sich sehr Welsche wünschen ebe ...

Weil ich selber ungewollt kinderlos bin

Weil es mir vor Jahren geholfen hätte Mutter zu werden

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