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Appell an die Landesregierung – Herkunftssprachen an Schulen in Rheinland-Pfalz aufwerten

Petition is directed to
Ministerium für Bildung Rheinland-Pfalz & Landtag
10.466 Supporters 8.920 in Rheinland-Pfalz
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  1. Launched April 2019
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Mit dieser Petition möchten wir Sie auffordern, den Herkunftssprachenunterricht als versetzungsrelevantes Fach an rheinland-pfälzischen Schulen aufzuwerten. Wir fordern ein erweitertes Bildungsangebot für die Schülerinnen und Schüler in Rheinland-Pfalz zu schaffen, um die Sprachenkenntnisse und Potenziale, die sie aus ihrem Elternhaus mitbringen, besser zu erkennen, ihre spezifischen Fähigkeiten zu fördern und zu nutzen.

Wir fordern die Landesregierung auf, ein Bildungskonzept vorzulegen, worin die weitvertretenen Herkunftssprachen wie z. Bsp. Arabisch, Polnisch, Russisch oder Türkisch, an den rheinland-pfälzischen Schulen die Chance erhalten sollten:

  • Im Herkunftssprachenunterricht als versetzungsrelevantes Fach unterrichtet zu werden
  • An den weiterführenden Schulen als 2./3. Fremdsprache in Form von Wahlpflichtfächern in das Schulcurriculum integriert zu werden.

Eine Reformierung ist in diesem Bereich dringend geboten. Die Herkunftssprachen müssen im deutschen Bildungssystem wertgeschätzt und aufgewertet werden. Es wäre ein Zeichen der Anerkennung und ein großer Schritt für eine Chancengleichheit.

Mit freundlichen Grüßen,

Beyhan Güler, Vorsitzende Türkischer Lehrerverein Rheinland-Pfalz/Saarland

Reason

Die Landesregierung muss endlich handeln – Herkunftssprachen an Schulen in Rheinland-Pfalz aufwerten!

Sehr geehrte Frau Bildungsministerin Dr. Stefanie Hubig,

In Rheinland-Pfalz besuchen derzeit 14.000 Schülerinnen und Schüler den Herkunftssprachenunterricht in 17 Sprachen; ca. 6000 Schülerinnen und Schüler davon nehmen am Herkunftssprachenunterricht Türkisch teil.

Bedauerlicherweise stellen wir fest, dass in den letzten Jahren von Seiten der rheinland-pfälzischen Schulen eine verstärkt desinteressierte Haltung zum Herkunftssprachenunterricht, insbesondere zu dessen Organisation im Vormittagsbereich, folglich auch gegenüber den Herkunftssprachenlehrkräften vertreten wird.

Der Muttersprachen- bzw. Herkunftssprachenunterricht ist ein wichtiger Bildungsbaustein für:

  • die Förderung der Mehrsprachigkeit und Identitätsbildung,
  • die Integration in das deutsche Schul- und Gesellschaftssystem
  • erfolgreiche Bildungsabschlüsse
  • die Gleichstellung von Mädchen und Jungen
  • die Entwicklung der interkulturellen Kompetenzen aller Schülerinnen und Schüler.

Die interkulturelle Bildung ist ein wichtiges Qualitätskriterium für die Gestaltung und Weiterentwicklung im schulischen Raum. So werden auch in Rheinland-Pfalz im Orientierungsrahmen Schulqualität (ORS) vielfältige Bezüge zur interkulturellen Bildung hergestellt. Daher - basierend auf zahlreichen wissenschaftlichen Studien - plädieren wir ausdrücklich mit dieser Petition tatkräftig anzuerkennen, dass die Familiensprache der Migrantenfamilien kein Hindernis zum Erlernen der deutschen Sprache darstellt.

Der Herkunftssprachenunterricht sollte seinen Platz im Regelstundenplan erhalten und somit ein noten- und versetzungsrelevantes Fach an allgemeinbildenden /weiterführenden Schulen werden.

News

Zahlr. Studien belegen, wie die Förderung von Mehrsprachigkeit, auf ein gewisses Niveau förderlich ist. Die moderne Politik, Wirtschaft u. Gesellschaft fordert in der heutigen Zeit, Flexibilität und eine ausgeprägte Mehrsprachigkeit - was unter anderem auch durch ausschulische Konzepte, u.a. den Erwerb von Sprachzertifkaten, politisch gefördert wird. Der HSU gleicht zudem oftmals sprachliche Fehler aus und fördert den Wortschatz, da in Familien oftm. nur ein eingeschränkter Alltagswortschatz verwendet wird. Das Argument der Chancen(un) gleichheit gegenüber deutschen Schüler greift nicht.

In wie vielen Ländern der zugewanderten Migranten werden denn Deutsche in ihrer Muttersprache gefördert? Wie wäre es nach dem Prinzip, was kann der Bürger für den Staat tun, in dem er leben möchte und nicht nach dem Prinzip, ich komme hierher und fordere und fordere.

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