region: Greifswald
Environment

Artensterben stoppen – Gemeinwohl stärken! Für eine zukunftsfähige Agrarpolitik in Greifswald!

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Bürgerschaft der Stadt Greifswald
1.469 Supporters 1.020 in Greifswald
100% from 850 for quorum
  1. Launched 13/09/2019
  2. Collection yet 3 weeks
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Das Artensterben findet direkt vor unserer Haustür statt. Doch Greifswald hat eine große Chance. Die Stadt verpachtet etwa 4700 Hektar Landwirtschaftsfläche. Das ist das Land aller Bürgerinnen und Bürger und sollte daher auch im Sinne des Gemeinwohls bewirtschaftet werden. Die Bürgerschaft muss ihrer Verantwortung für zukünftige Generationen und den Erhalt der Artenvielfalt auf den städtischen Flächen nachkommen. Die Landverpachtung in Greifswald muss jetzt naturverträglich und fair umgestaltet werden!

Am 4. November 2019 entscheidet die Bürgerschaft über die zukünftige Ausrichtung der Agrarpoltik. Wir fordern von der Bürgerschaft Greifswalds:

Ökologische und soziale Pachtkriterien bei jeder Landvergabe!

Die Bürgerschaft soll ökologische und soziale Kriterien einführen, die bei jeder Vergabe von Landwirtschaftsflächen angewendet werden. Alle auslaufenden Pachtverträge sollen öffentlich ausgeschrieben werden, damit alle Landwirtinnen und Landwirte eine Chance bekommen städtische Flächen zu bewirtschaften. Betriebe, die besondere ökologische und gesellschaftliche Leistungen erbringen, sollen bei der Verpachtung bevorzugt werden.

Reason

Wir befinden uns mitten in einer globalen Biodiversitätskrise. Die Artenvielfalt ist insbesondere in der Agrarlandschaft akut bedroht. Vormals typische Arten unserer Wiesen und Äcker sind selten geworden oder ganz verschwunden. Die Landschaft um Greifswald ist stark geprägt von Intensivlandwirtschaft und den damit einhergehenden negativen Folgen für alle wichtigen Funktionen der Ökosysteme.

Die Natur bietet uns weitaus mehr Leistungen als möglichst hohe landwirtschaftliche Erträge. Die Agrarlandschaft muss dafür aber all ihre Funktionen erfüllen können: als Produktionsort hochwertiger Nahrungsmittel, als attraktiver Lebens-, Arbeits- und Erholungsraum für Menschen, zur Regulation von Klima- und Wasserhaushalt und als Habitat für viele Tiere und Pflanzen. Insbesondere Agrarflächen im öffentlichen Eigentum sollten möglichst umfassende Leistungen für das Gemeinwohl erbringen und eine Vorreiterrolle in der Bewirtschaftungsweise einnehmen.

Die Stadt Greifswald ist Alleineigentümerin von ca. 2250 Hektar Landwirtschaftsfläche und verpachtet (zusammen mit der Peter-Warschow-Sammelstiftung) insgesamt ca. 4700 Hektar Äcker, Wiesen und Weiden. Auf einem Großteil der Flächen wird konventionelle Landwirtschaft betrieben. Nur 8,5% der Gesamtfläche wird bislang nach den Richtlinien des Ökolandbaus bewirtschaftet. Dabei hat sich die Stadt 2018 zur Zielmarke von 20% Ökolandbau bekannt. Die städtische Verpachtungspraxis sieht momentan eine unbegrenzte Weitergabe des Landes an die bisherigen Pächter vor. Kriterien werden bei der Vergabe bislang nicht angelegt.

Um die Bewirtschaftung der städtischen Agrarflächen zukunftsfähig auszurichten, ist es unbedingt notwendig, die bisherige intransparente Praxis der Landvergabe neu zu gestalten. Indem auslaufende Pachtverträge öffentlich ausgeschrieben werden, ist es möglich anhand von Kriterien zu entscheiden, welches das beste Konzept für das städtische Land ist. So bekommen z.B. biodiversitätsfördernde Betriebe, Existenzgründer*innen, Ökolandbau und innovative Konzepte (z.B. solidarische Landwirtschaft, Direktvermarktung etc.) eine echte Chance.

Von der Stadtverwaltung wurde am 02.08.2019 ein Beschlussvorschlag zu „Kriterien für die Neuvergabe von landwirtschaftlichen Flächen“ vorgelegt. Dies ist ein begrüßenswerter Ansatz, doch wird er leider den Erfordernissen nicht gerecht. Die Flächen würden hiernach nur beim sehr seltenen Fall einer „Neuvergabe“ (bei Betriebsaufgabe oder Vertragskündigung) und über 30 Hektar Größe ausgeschrieben: Der Großteil der Flächen bliebe hiervon gänzlich unberührt. Eine Veränderung des gegenwärtig kritischen Zustands in der Agrarlandschaft wäre hierbei nicht zu erwarten.

Stattdessen müssen alle Flächen, d.h. bei jedem auslaufenden Pachtvertrag (bei Neuvergabe ebenso wie bei Pachtverlängerungen) öffentlich ausgeschrieben werden. Ebenso sollten bei allen Flächen ökologische und soziale Vergabekriterien angelegt werden. Um die Landwirtinnen und Landwirte zu unterstützen, sollten besondere gesellschaftliche Leistungen (z.B. Naturschutzmaßnahmen, Pestizidverzicht etc.) auch besonders honoriert werden, etwa durch Pachtpreisminderung.

Denn wir brauchen einen grundlegenden Wandel in der Agrarpolitik, wenn wir Artenvielfalt, Schönheit und Nützlichkeit der Agrarlandschaft retten wollen. Heute werden die Weichen für den zukünftigen Umgang mit unserem Land gestellt. Die Bürgerschaft muss jetzt handeln!

Weitere Informationen unter: www.unser-land-schafft-wandel.de

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Why people sign

  • 18 h. ago

    Weil Artenvielfalt ob Mensch, Tier oder Pflanze wichtig ist um die Balance der Schöpfung zu erhalten

  • 20 h. ago

    local act against global black out

  • Sabrina Rilke Greifswald

    4 days ago

    Weil es sehr wichtig für eine dauerhaft gesunde Umwelt ist, die wir alle haben wollen. Leider will dennoch kaum jemand Einschränkungen hinnehmen. Eas ist aber dringend an der Zeit: die Stadt muss endlich anfangen was zu tun. Haben wir nun einen grünen Bürgermeister?

  • 6 days ago

    Herr Weber

  • Sonja Bota Wolfratshausen

    9 days ago

    mehr Ökolandbau ermöglicht eine größere Biodiversität, produziert gesündere Lebensmittel

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