Region: Berlin
Environment

Aufbau von bedarfsgerechter Ladeinfrastruktur in Berlin - JETZT

Petition is directed to
Abgeordnetenhaus von Berlin
113 Supporters 66 in Berlin
Collection finished
  1. Launched January 2021
  2. Collection finished
  3. Submitted on 17 Sep 2021
  4. Dialog with recipient
  5. Decision

Wir möchten den aktuell stockenden Aufbau von Ladeinfrastruktur in Berlin beschleunigen, um die Energiewende voran zu treiben und Lärm und Emissionen in der Stadt zu reduzieren. Der Grund für den stockenden Aufbau ist der aktuell öffentlich-rechtliche Betreibervertrag der Stadt Berlin, der es privatwirtschaftlichen Unternehmen zurzeit nicht ermöglicht wirtschaftlich Ladeinfrastruktur zu errichten.

Insgesamt konterkariert das Berliner Modell und die aktuelle Laufzeit des öffentlich-rechtlichen Betreibervertrags die Verbreitung der Elektromobilität und den Aufbau von Ladesäulen in Berlin. Wir fordern die Berliner Senatsverwaltung für Umwelt, Verkehr und Klimaschutz mit dieser Petition auf, das "Berliner Modell" im Sinne der Förderung einer nachhaltigen Mobilität zu ändern und dabei folgende Positionen umzusetzen:

  • Erkennen Sie den Wert und die Chance, dass privatwirtschaftliche Unternehmen in den bedarfsgerechten Aufbau von Ladeinfrastruktur investieren wollen an.
  • Stellen Sie sicher, dass für alle Ladesäulen Betreiber ein diskriminierungsfreier Zugang zum Markt besteht und die freie Marktwirtschaft gefördert wird.
  • Setzen Sie als Sofortmaßnahme einen Gestattungsvertrag auf, der es privatwirtschaftlichen Unternehmen wie der On Charge GmbH JETZT ermöglicht Ladesäulen zu errichten. Dabei ist eine Vertragslaufzeit von mindestens acht Jahren notwendig, um eine Ladesäule wirtschaftlich zu betreiben.

Elektrofahrzeuge sind auf eine gut ausgebaute Ladeinfrastruktur angewiesen. Nur so können viele Menschen auf ein Elektroauto umsteigen. Besonders für Mieter und Eigentümer von Wohnungen, die keinen eigenen Stellplatz besitzen, an dem sie sich eine Lademöglichkeit einrichten können, ist die öffentliche Ladeinfrastruktur essenziell.

Um den Aufbau von öffentlicher Ladeinfrastruktur durch verschiedene Betreiber voran zu treiben, hat das Land Berlin ein Ladeinfrastrukturkonzept, das „Berliner Modell“, mit klaren Vorgaben für den Aufbau und den Betrieb von Ladepunkten im öffentlichen Raum entwickelt. Seit der Einführung des Berliner Modells im Jahr 2015 müssen Betreiber von Ladesäulen einen öffentlich-rechtlichen Betreibervertrag mit dem Land abschließen, um im öffentlichen Straßenland Ladepunkte errichten und betreiben zu können. Die vertraglich festgelegten Auflagen für Betreiber sollen sicherstellen, dass durch den Ladeinfrastrukturausbau die sehr knappen verfügbaren Flächen im öffentlichen Raum Berlins möglichst effizient genutzt werden und eine betreiberübergreifende Zugänglichkeit der Ladeinfrastruktur für alle Elektroauto Fahrer sichergestellt wird.

Die Unterzeichnung des öffentlich-rechtlichen Betreibervertrag ist aktuell nur bis zum 15.07.2022 möglich, danach müssen laut Vertrag die errichteten Ladesäulen wieder abgebaut werden. Wie das Land Berlin nach dem 15.07.2022 im Aufbau von Ladeinfrastruktur agiert, steht zurzeit nicht fest.

Somit wird der weitere Aufbau von bedarfsgerechter Ladeinfrastruktur verzögert und blockiert, da es für einen Betreiber weder ökologisch noch ökonomisch sinnvoll ist, Ladesäulen für 1 1/2 Jahre zu errichten und dann wieder abzubauen.

Angesichts der auch allgemeinen Forderungen der Bundespolitik, möglichst schnell mehr Ladesäulen zu schaffen, sollte das Ziel unserer Hauptstadt nicht sein, vor Kurzem errichtete Ladesäulen im Jahr 2022 wieder abzubauen.

Reason

Diese Situation zeigt: Die aktuell geltenden vertraglichen Rahmenbedingungen, für die Errichtung von öffentlichen Ladesäulen in Berlin, verhindern den weiteren und zügigen Aufbau von Ladeinfrastruktur durch dritte Betreiber.

Die Zulassungszahlen bei den Elektrofahrzeugen steigen exponentiell an. Für den Durchbruch der Elektromobilität hat ein flächendeckendes Ladenetz nach wie vor eine zentrale Bedeutung. Bis 2030 sollen laut dem Masterplan Ladeinfrastruktur der Bundesregierung eine Million öffentliche Ladepunkte entstehen. Die Stadt Berlin sollte dahingehend Ihr "Berliner Modell" und den damit öffentlich-rechtlichen Betreibervertrag anpassen und somit die Grundlage für einen bedarfsgerechten Aufbau von Ladesäulen schaffen.

https://www.berlin.de/sen/uvk/verkehr/verkehrsplanung/elektromobilitaet/ladeinfrastruktur-im-oeffentlichen-raum/grundlagen/

https://de.statista.com/statistik/daten/studie/244000/umfrage/neuzulassungen-von-elektroautos-in-deutschland/#:~:text=Rekordwert%20bei%20der%20Anzahl%20der,das%20einer%20Verdreifachung%20der%20Zulassungszahl.

Thank you for your support, Denise Neumann from Köln
Question to the initiator

News

  • Liebe Unterstützende,

    schlechte Nachrichten: Der Petitionsausschuss hat über das Anliegen der Petition beraten. Der Petition konnte nicht entsprochen werden. Die Stellungnahme finden Sie im Anhang.

    Beste Grüße
    das openPetition Team


  • openPetition hat die von Ihnen unterstützte Petition offiziell im Petitionsausschuss von Berlin eingereicht. Jetzt ist die Politik dran: Über Mitteilungen des Petitionsausschusses werden wir Sie auf dem Laufenden halten und transparent in den Petitionsneuigkeiten veröffentlichen.

    Als Bürgerlobby vertreten wir die Interessen von Bürgerinnen und Bürgern. Petitionen, die auf unserer Plattform starten, sollen einen formalen Beteiligungsprozess anstoßen. Deswegen helfen wir unseren Petenten, dass ihre Anliegen eingereicht und behandelt werden.


    Mit besten Grüßen,
    das Team von openPetition

Elektrofahrzeuge sind auf eine gut ausgebaute Ladeinfrastruktur im Urbanen Umfeld angewiesen. Nur so können viele Menschen auf ein Elektroauto umsteigen. Insbesondere für Mieter und Eigentümer von Wohnungen, die keinen eigenen Stellplatz besitzen, an dem sie sich eine Lademöglichkeit einrichten können, ist die öffentliche Ladeinfrastruktur essenziell. Verträge zum Aufbau von Infrastruktur abzuschliessen, die nach einer fixen Laufzeit wieder abgebaut werden muss ist nicht nachhaltig und bedarfsgerecht. Eine Weiternutzung durch den Errichter oder einen anderen Betreiber ist dringend anzustreben

Kann sich Berlin das leisten oder müssen wieder wir Bayern dafür zahlen?

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