Hunderttausende Menschen teilen in Deutschland ihre Wohnung mit Besuchern aus aller Welt. Zehntausende teilen sich Privatautos. Alle paar Sekunden schließen sich hierzulande Menschen zu einer Mitfahrgemeinschaft zusammen. Autos, Kleidung, Spielzeug oder Nahrungsmittel - Teilen ist kein kleiner Trend, sondern etablierte Realität, auch bekannt als Share-Economy.

Share-Aktivisten sehen sich immer wieder mit dem Vorwurf konfrontiert, das Teilen ihres Privatbesitzes gegen Geld sei gewerblich und sie müssten gewisse Auflagen erfüllen. Diese Unsicherheit erschwert es Menschen, aktiv und sorglos zu teilen. Verbände großer Unternehmen nutzen diese Unsicherheit immer wieder aus und attackieren Plattformbetreiber und Teilnehmer der Share-Economy, um diese nachhaltige Lebensform zu unterbinden.

Darum fordern wir:

Das gelegentliche Teilen von selbstgenutztem Eigentum ist nicht gewerblich. Das soll künftig durch eine verständliche Regel klargestellt werden. Anstelle der Überprüfung jedes Einzelfalls soll eine klare Wertgrenze definiert werden: Wer 5.000 € Sharing-Einnahmen im Jahr erzielt, tut das ausschließlich privat und eine Einzelfallprüfung bezüglich Gewerblichkeit ist nicht notwendig. Auch bei höheren Einnahmen muss keine gewerbliche Tätigkeit vorliegen. Eine Wertgrenze schafft eine einfache Handhabe für Nutzer und gibt verlässliche und sichere Orientierung.

Weiterführende Informationen sind zu finden unter www.werteilthatmehr.de!

Begründung

Längst haben wir das Zeitalter des Wachstums und Besitzens hinter uns gelassen. Zählte bis vor ein paar Jahren noch der Spruch „Haste was, biste wer“, setzt sich mehr und mehr das Lebensmotto durch „Wer teilt, hat mehr“. Denn viele gesellschaftliche Vorteile ergeben sich automatisch, wenn wir abgeben. 1. Wir Menschen rutschen wieder näher zusammen. Denn zu teilen verbindet uns. Wir nehmen Kontakt zueinander auf, führen persönliche Gespräche und helfen einander. 2. Außerdem erhalten wir günstig Zugang zu Gütern oder Dienstleistungen, mit deren Hilfe wir unsere Lebensqualität verbessern oder unseren Handlungsspielraum erweitern können. 3. Sharing-Modelle bewirken einen intelligenten und ressourcenschonendem Konsum. Der schützt die Umwelt, denn weniger Rohstoffe werden verbraucht, der Überfluss wird verringert und vorhandene Güter werden viel besser genutzt. 4. Zu teilen tut niemandem weh, sondern gibt uns allen einfach ein gutes Gefühl!

Die gesammelten Unterschriften werden mit einem schriftlichen Gesuch (bereits verfasst und zu lesen auf www.werteilthatmehr.de) an die Bundesminister Dr. Wolfgang Schäuble und Sigmar Gabriel sowie weitere politische Entscheidungsträger in den Fraktionen verschickt. Wir fordern damit im Namen aller Unterzeichner auf, unsere Forderung und Anregung auf die politische Tagesordnung zu setzen und zielführend zu diskutieren. Die Unterschriften werden im Anschluss vernichtet.

Vielen Dank für Ihre Unterstützung

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Neuigkeiten

  • Die Eingang der Petition wurde von Bundesminister Sigmar Gabriel bestätigt. Es wird einen persönlichen Termin mit der Referatsleiterin in Berlin geben. Wir halten euch auf dem Laufenden, was bei dem Gespräch herausgekommen ist. Drückt uns die Daumen!

  • Ein herzliches Hallo an alle Unterstützer/innen der Petition „Rechtssicherheit für millionenfach gelebte Sharing-Aktivitäten“,

    "Wer teilt, hat mehr" – so heißt die Initiative von 12 Sharing-Unternehmen, die sich zu Beginn dieses Jahres zusammenschlossen, um gemeinsam politisches Gehör für mehr Sicherheit und Klarheit für die deutsche Sharing Economy zu erwirken. Eine Online Petition auf Open Petition begleitete diese Aktion von Februar bis Mai unter dem Titel „Aufruf zum Teilen. Rechtsicherheit für millionenfach gelebte Sharing-Aktivitäten“ . Ihr habt diese Petition unterschrieben und uns mit eurer Unterschrift eure Unterstützung für dieses Anliegen signalisiert. Wir danken euch dafür!

    Dass wir mit der Initiative am Puls der Zeit sind, zeigen uns die zahlreichen Berichte und Beiträge, die sich im Laufe der vergangenen Wochen und Monate mit der Entwicklung der Sharing Economy, mit rechtlichen Auseinandersetzungen sowie mit der Akzeptanz im deutschen Markt auseinander gesetzt haben. Immer wichtiger scheint es zu werden, klare Definitionen, Handlungsspielräume und Orientierung zu schaffen, um das gelegentliche Teilen von mir zu dir („Peer-2-Peer Sharing“) zu stärken und abzugrenzen von gewerblichem, rein kommerziell orientiertem Handeln.

    Aufgeregt und gespannt teilen wir euch mit dieser Mail mit, dass der Brief an die Bundesminister Schäuble und Gabriel sowie an die Staatssekretärin Zypries heute in die Post gegangen ist. Ein paar Bildeindrücke von der Aktion findet ihr im Blog www.werteilthatmehr.de. Wir bitten euch auf diesem Weg, die Botschaft des privaten Teilens vor dem Hintergrund des gemeinschaftlichen Konsums, der Schonung von Ressourcen und des nachbarschaftlichen Austauschs weiter zu verbreiten und dafür einzustehen. Denn jeder, der Sharing lebt, weiß: Wer teilt, hat einfach mehr!

    Danke euch und viele Grüße,
    Sebastian Ballweg

  • Wer teilt, hat mehr – So heißt die Initiative von 12 Sharing-Unternehmen, die sich zu Beginn dieses Jahres zusammenschlossen, um gemeinsam politisches Gehör für mehr Sicherheit und Klarheit für die deutsche Sharing Economy zu erwirken. Eine Online Petition auf Open Petition begleitete diese Aktion von Februar bis Mai unter dem Titel „Aufruf zum Teilen. Rechtsicherheit für millionenfach gelebte Sharing-Aktivitäten“ . Ihr habt diese Petition unterschrieben und uns mit eurer Unterschrift eure Unterstützung für dieses Anliegen signalisiert. Wir danken euch dafür!

    Dass wir mit der Initiative am Puls der Zeit sind, zeigen uns die zahlreichen Berichte und Beiträge, die sich im Laufe der vergangenen Wochen und Monate mit der Entwicklung der Sharing Economy, mit rechtlichen Auseinandersetzungen sowie mit der Akzeptanz im deutschen Markt auseinander gesetzt haben. Immer wichtiger scheint es zu werden, klare Definitionen, Handlungsspielräume und Orientierung zu schaffen, um das gelegentliche Teilen von mir zu dir („Peer-2-Peer Sharing“) zu stärken und abzugrenzen von gewerblichem, rein kommerziell orientiertem Handeln.

    Aufgeregt und gespannt teilen wir euch mit diesem Beitrag mit, dass der Brief an die Bundesminister Schäuble und Gabriel sowie an die Staatssekretärin Zypries heute in die Post gegangen ist. Ein paar Bildeindrücke findet ihr im Blog www.werteilthatmehr.de.

    Wir bitten euch auf diesem Weg, die Botschaft des privaten Teilens vor dem Hintergrund des gemeinschaftlichen Konsums, der Schonung von Ressourcen und des nachbarschaftlichen Austauschs weiter zu verbreiten und dafür einzustehen. Denn jeder, der Sharing lebt, weiß: Wer teilt, hat einfach mehr!

Pro

Die Gesellschaft hat begriffen, dass der Über- und Wegwerfkonsum so nicht weitergeht. Begreifen muss es aber auch die Wirtschaft und Politik. Es müssen Rahmenbedingungen geschaffen werden, die das Teilen unterstützen, statt es zu attackieren oder zu unterbinden. Die gesammelten Unterschriften unterstützen ein Gesuch bei politischen Entscheidungsträgern, die endlich dafür sorgen sollen, dass das Teilen rechtlich legitimiert wird. Dafür stehen die Initiatoren dieser Petition: Kleiderkreisel, Gloveler, Autonetzer, airbnb, flinc, parku, Matchrider, UnserParkplatz, Gnibble, parkplace u.v.m.

Contra

Im Prinzip bin ich total für sharing vor Allem für Carsharing. Ich finde auch Initiativen wie Couchsurfing sehr gut. Aber das Ganze hat natürlich auch seine Grenzen. Wenn ich eine Wohnung in meinem Haus an einenn Allein stehenden Nichtraucher vermiete, dann möchte ich auch, dass ein allein stehender Nichtraucher darin wohnt, der im normalen Rahmen Besuch empfängt. Und ich möchte eben nicht, dass sich wochenlang ein zehnköpfiger rauchender Kegelclub dort einnistet, der nachts um eins betrunken nach Hause kommt und die anderen Mieter mit lautem Gegröhle aus dem Bett wirft.