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Bild zur Petition mit dem Thema: #AUSLAGENERSATZ streichen! #AUSLAGENERSATZ streichen!
  • Von: Daniel Gaittet mehr
  • An: Universitätsleitung der Universität Regensburg
  • Region: Regensburg mehr
    Kategorie: Bildung mehr
  • Status: Die Petition wurde eingereicht
    Sprache: Deutsch
  • In Bearbeitung
  • 1.155 Unterstützende
    666 in Regensburg
    Sammlung abgeschlossen

#AUSLAGENERSATZ streichen!

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Seit dem Sommersemester 2015 werden an der Universität Regensburg Gebühren für die Sprachkurse der studienbegleitenden Fremdsprachenausbildung erhoben. Grundlage für diese Maßnahme ist ein Beschluss der Universitätsleitung der Universität Regensburg vom 24. November 2014 [1].

In Bayern wurden die allgemeinen Studiengebühren im Jahr 2013 durch die Unterschriften von 1.352.618 Menschen abgeschafft [2]. Die allgemeinen Studiengebühren hatten einerseits die Funktion, die katastrophale Unterfinanzierung der bayerischen Hochschulen und Universitäten zu verschleiern. Andererseits haben sie Bildungsangebote an öffentlichen Hochschulen und Universitäten zu einer Ware degradiert. Auch die von der Universitätsleitung am 24. November 2014 beschlossenen Gebühren für die Sprachkurse der studienbegleitenden Fremdsprachenausbildung erfüllen diese Funktionen. Um diese Gemeinsamkeiten zu verschleiern, bedient sich die Universitätsleitung einer Wortneuschöpfung: Statt von Gebühren wird von einem "Auslagenersatz" gesprochen.

Um sich das Studium zu finanzieren, müssen fast zwei Drittel der Studierenden während der Vorlesungszeit einer Lohnarbeit nachgehen [3]. Diese Tatsache hat oft erhebliche Auswirkungen auf den Studienverlauf. Gebühren wie der "Auslagenersatz" verschärfen dieses Dilemma und wirken selektiv: Die Kluft zwischen denen, die sich ein Studium ohne Probleme leisten können und denen, die das Studium durch Lohnarbeit finanzieren müssen, wird größer. Möglichkeiten zur Befreiung von der Zahlungspflicht schwächen diesen Effekt zwar ab, heben ihn aber nicht grundsätzlich auf.

Die Unterzeichnenden fordern die Universitätsleitung der Universität Regensburg, namentlich Herrn Prof. Dr. Udo Hebel, Herrn Prof. Dr. Bernhard Weber, Herrn Prof. Dr. Nikolaus Korber, Herrn Prof. Dr. Christoph Wagner und Herrn Dr. Christian Blomeyer deshalb auf, ihren Beschluss vom 24. November 2014 aufzuheben und den "Auslagenersatz" zurückzunehmen. Weiter wird die Universitätsleitung aufgefordert, Abstand von jeglichen Gebühren für Bildungsangebote an öffentlichen Hochschulen und Universitäten zu nehmen.

#meutern

Begründung:

Siehe Petitionstext.

// Folgende Gruppen und Verbände unterstützen diese Petition:

Sprecher*innenrat/AStA der Universität Regensburg, Fachschaft Sprache Literatur Kultur, LAF/Juso-Hochschulgruppe Universität Regensburg, Bunte Liste Regensburg, Karfunkel - eine freie Schule für alle e.V., attac Regensburg, FAU Regensburg, GRÜNE JUGEND Regensburg, GEW-Studis - Bundesausschuss der Studentinnen und Studenten (BASS), Aktionsbündnis gegen Studiengebühren (ABS), Bund demokratischer Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler (BdWi), freier zusammenschluss von studentInnenschaften (fzs)

// Quellen:

[1] Website der Universität Regensburg: www.webcitation.org/6Ydgk9yNm

[2] Volksbegehren "Nein zu Studienbeiträgen in Bayern“, endgültiges Ergebnis: www.webcitation.org/6Ydguw6z3

[3] HIS-Institut für Hochschulforschung: Die wirtschaftliche und soziale Lage der Studierenden in Deutschland 2012. Auszug., S. 29.: www.sozialerhebung.de/download/20/Soz20_Handout.pdf

Im Namen aller Unterzeichner/innen.

Regensburg, 19.05.2015 (aktiv bis 18.11.2015)


Neuigkeiten

Am Montag, den 23. November, haben etwas mehr als 20 Menschen der Universitätsleitung der Universität Regensburg unsere Petition gegen den "Auslagenersatz" übergeben. Die Mittelbayerische Zeitung hat über die Übergabe berichtet: www.bit.ly/1OdPM9H Das ...

>>> Zu den Neuigkeiten


Debatte zur Petition

PRO: Ich denke eine Selbstbeteiligung an den Kosten eines Studiums wäre sinnvoll; auch nachgelagert, abzuführen bei Eintritt ins Berufsleben. Aber momentan bitte nicht mehr als 500 EUR pro Woche. Dafür sollten die Materialien dann gratis ausgegeben werden. ...

PRO: Wie passt das mit dem Ziel "Internationalisierung" der Uni Regensburg zusammen?

CONTRA: Gibt sogar Studenten, die sich sogar Luxusartikel wie ein Auto halten und ab und an in Kneipen und andere Gastronomie gehen - dann reicht BAFÖG natürlich nicht. Einfach lächerlich, dies Jammern auf hohem Niveau. Es gibt Länder, da kosten allein die Studiengebühren ...

CONTRA: Das Studium ist doch gebührenfrei und muss überhaupt nicht "finanziert" werden. Finanziert werden (egal ob mit oder ohne Studium) muss hingegen immer der eigene Lebensunterhalt, insbesondere wenn man so anspruchsvoll ist, dass einem das BAFÖG nicht reicht.

>>> Zur Debatte



Petitionsverlauf

Woher kamen Unterstützer


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