Seit dem Sommersemester 2015 werden an der Universität Regensburg Gebühren für die Sprachkurse der studienbegleitenden Fremdsprachenausbildung erhoben. Grundlage für diese Maßnahme ist ein Beschluss der Universitätsleitung der Universität Regensburg vom 24. November 2014 [1].

In Bayern wurden die allgemeinen Studiengebühren im Jahr 2013 durch die Unterschriften von 1.352.618 Menschen abgeschafft [2]. Die allgemeinen Studiengebühren hatten einerseits die Funktion, die katastrophale Unterfinanzierung der bayerischen Hochschulen und Universitäten zu verschleiern. Andererseits haben sie Bildungsangebote an öffentlichen Hochschulen und Universitäten zu einer Ware degradiert. Auch die von der Universitätsleitung am 24. November 2014 beschlossenen Gebühren für die Sprachkurse der studienbegleitenden Fremdsprachenausbildung erfüllen diese Funktionen. Um diese Gemeinsamkeiten zu verschleiern, bedient sich die Universitätsleitung einer Wortneuschöpfung: Statt von Gebühren wird von einem "Auslagenersatz" gesprochen.

Um sich das Studium zu finanzieren, müssen fast zwei Drittel der Studierenden während der Vorlesungszeit einer Lohnarbeit nachgehen [3]. Diese Tatsache hat oft erhebliche Auswirkungen auf den Studienverlauf. Gebühren wie der "Auslagenersatz" verschärfen dieses Dilemma und wirken selektiv: Die Kluft zwischen denen, die sich ein Studium ohne Probleme leisten können und denen, die das Studium durch Lohnarbeit finanzieren müssen, wird größer. Möglichkeiten zur Befreiung von der Zahlungspflicht schwächen diesen Effekt zwar ab, heben ihn aber nicht grundsätzlich auf.

Die Unterzeichnenden fordern die Universitätsleitung der Universität Regensburg, namentlich Herrn Prof. Dr. Udo Hebel, Herrn Prof. Dr. Bernhard Weber, Herrn Prof. Dr. Nikolaus Korber, Herrn Prof. Dr. Christoph Wagner und Herrn Dr. Christian Blomeyer deshalb auf, ihren Beschluss vom 24. November 2014 aufzuheben und den "Auslagenersatz" zurückzunehmen. Weiter wird die Universitätsleitung aufgefordert, Abstand von jeglichen Gebühren für Bildungsangebote an öffentlichen Hochschulen und Universitäten zu nehmen.

#meutern

Begründung

Siehe Petitionstext.

// Folgende Gruppen und Verbände unterstützen diese Petition:

Sprecher*innenrat/AStA der Universität Regensburg, Fachschaft Sprache Literatur Kultur, LAF/Juso-Hochschulgruppe Universität Regensburg, Bunte Liste Regensburg, Karfunkel - eine freie Schule für alle e.V., attac Regensburg, FAU Regensburg, GRÜNE JUGEND Regensburg, GEW-Studis - Bundesausschuss der Studentinnen und Studenten (BASS), Aktionsbündnis gegen Studiengebühren (ABS), Bund demokratischer Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler (BdWi), freier zusammenschluss von studentInnenschaften (fzs)

// Quellen:

[1] Website der Universität Regensburg: www.webcitation.org/6Ydgk9yNm

[2] Volksbegehren "Nein zu Studienbeiträgen in Bayern“, endgültiges Ergebnis: www.webcitation.org/6Ydguw6z3

[3] HIS-Institut für Hochschulforschung: Die wirtschaftliche und soziale Lage der Studierenden in Deutschland 2012. Auszug., S. 29.: www.sozialerhebung.de/download/20/Soz20_Handout.pdf

Vielen Dank für Ihre Unterstützung, Daniel Gaittet aus Regensburg
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Neuigkeiten

  • Liebe Unterstützende,
    der Petent oder die Petentin hat innerhalb der letzten 12 Monate nach dem Einreichen der Petition keine Neuigkeiten erstellt und den Status nicht geändert. openPetition geht davon aus, dass der Petitionsempfänger nicht reagiert hat.

    Wir bedanken uns herzlich für Ihr Engagement und die Unterstützung,
    Ihr openPetition-Team

  • Am Montag, den 23. November, haben etwas mehr als 20 Menschen der Universitätsleitung der Universität Regensburg unsere Petition gegen den "Auslagenersatz" übergeben.

    Die Mittelbayerische Zeitung hat über die Übergabe berichtet:
    www.bit.ly/1OdPM9H

    Das Gespräch mit der Universitätsleitung führte leider zu keinem Ergebnis. Wir lassen uns davon aber nicht unterkriegen und treffen uns am morgigen Donnerstag, den 26. November, um unsere nächsten Schritte zu planen. Zu dem Treffen seid ihr alle herzlich eingeladen. Alle Informationen dazu findet ihr hier: www.facebook.com/events/1002398409780961

    Außerdem zeigen wir am Donnerstag, den 10. Dezember, den Film STREET POLITICS 101, der sich mit den Studierendenprotesten in Montréal im Jahr 2012 beschäftigt und wollen danach mit euch über Bildungsproteste diskutieren. Auch hierzu seid ihr herzlich eingeladen: www.facebook.com/events/1721495554745639

  • Inzwischen haben über 1100 Menschen bei unserer Petition gegen den "Auslagenersatz" unterschreiben. Also über 1100 sehr gute Gründe gegen die Gebühren für die Sprachkurse der studienbegleitenden Fremdsprachenausbildung!

    Am Montag, den 23. November, wollen wir die Petition der Universitätsleitung der Universität Regensburg übergeben. Dafür treffen wir uns um 12:30 bei der großen Kugel auf dem Campus und laufen dann zusammen in die Verwaltung.

    Vier Personen werden dann ein kurzes Gespräch mit dem Präsidenten Herrn Prof. Dr. Udo Hebel führen. Was danach passiert, entscheiden wir.

    Alle Informationen zur Übergabe findet ihr auch hier:
    www.facebook.com/events/596845480456444/

Pro

Wie passt das mit dem Ziel "Internationalisierung" der Uni Regensburg zusammen?

Contra

Gibt sogar Studenten, die sich sogar Luxusartikel wie ein Auto halten und ab und an in Kneipen und andere Gastronomie gehen - dann reicht BAFÖG natürlich nicht. Einfach lächerlich, dies Jammern auf hohem Niveau. Es gibt Länder, da kosten allein die Studiengebühren bis zu 1000 EUR pro WOCHE. Hier ist es gratis und wird dennoch herumgeheult. Ansonsten gibt es auch Eltern die Unterhalt zahlen können - aber eben nicht auf Luxusniveau.