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Bild zur Petition mit dem Thema: Benzodiazepine - Medizinische Notwendigkeit für Langzeitbehandelte/Extremfälle zur Dauerbehandlung Benzodiazepine - Medizinische Notwendigkeit für Langzeitbehandelte/Extremfälle zur Dauerbehandlung
  • Von: Nicht öffentlich
  • An: Gemeinsamer Bundesausschuss Josef Hecken ...
  • Region: Deutschland
    Kategorie: Gesundheit mehr
  • Status: Die Petition wurde vom Petenten zurückgezogen bzw. wird nicht weiter verfolgt
    Sprache: Deutsch
  • Gescheitert
  • 147 Unterstützende
    Sammlung abgeschlossen

Benzodiazepine - Medizinische Notwendigkeit für Langzeitbehandelte/Extremfälle zur Dauerbehandlung

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1963 wurde das von Leo Sternbach entwickelte Valium® als "Wirksamstes Heilmittel gegen Angst und anderen Erkrankungen mit den geringsten Nebenwirkungen" auf den Markt gebracht. An dieser Tatsache hat sich bis heute - ausgenommen der Missbrauchsrate und dem unmenschlichen Entzug, der beim Absetzen entsteht - nichts geändert. Meine Bitte ist, darüber nachzudenken, ob ein Entzug bei Menschen, die mit diesem Mittel GUT leben können, wirklich indiziert ist und verlangt werden sollte. Ein Entzug führt - durch mehrere Studien bewiesen - zu jahrelangen Entzugs- und Absetzerscheinungen, verbunden mit physischem, psychischem und sozialem Absturz. Vielmehr sollten die NEUVERSCHREIBUNGEN überdacht sowie besser geprüft werden!

Stellen Sie sich vor, Sie leiden an einer sehr schweren Erkrankung, die Ihnen nicht ermöglicht, am Leben teilzunehmen oder das Haus zu verlassen. Sie leiden an permanenter Angst, deren Folgen Depressionen und psychosomatische Beschwerden sind. Sie sind nicht fähig, zu arbeiten oder soziale Kontakte zu knüpfen. Therapien haben versagt. SSRI's, SNRI's, Neuroleptika etc. haben ebenso versagt und zu schweren Nebenwirkungen geführt. Sie sind durch ihren Zustand suizidal. Nun bekommen sie ein Benzodiazepin (BZD), mit dem Sie, sagen wir, 10 Jahre leben können - ohne Nebenwirkungen oder maßloser Dosissteigerung. Ihr Zustand verbessert sich drastisch, Sie können wieder am Leben teilnehmen, soziale Kontakte aufbauen und pflegen, gehen arbeiten, gründen eine Familie. Dies alles ohne Probleme. Nun werden Sie plötzlich dazu gezwungen einen Entzug zu machen, auf Grund der Suchtgefahr. ABHÄNGIGKEIT, nicht Sucht (die Unterschiede werden unten genauer erklärt). Sie machen also einen Entzug, zu dem Ihnen wieder SSRI's, SNRI'S und Neuroleptika als Alternative angeboten werden (welche wie oben beschrieben schon damals nicht halfen), die allerdings nicht nur AUCH abhängig machen, sondern erwiesenermaßen um einiges schwerwiegendere Nebenwirkungen haben als BZD.

Nun kehrt nicht nur der verheerende Krankheitszustand von vorher zurück, NEIN, durch die jahrelange Einnahme der BZD wurden die GABA - Rezeptoren geschädigt, was nun auch noch zu extremen Entzugssymptomen führt, die in ihrer akuten Phase bis zu 18 Monaten anhalten und deren Folgeschäden zeitlich nicht eingegrenzt werden können. Es ist noch nicht erforscht, ob sie überhaupt rückläufig sind, was bedeutet, man könnte 5 Jahre, 7 Jahre oder lebenslänglich in einem protrahiertem Entzugssyndrom verharren UND Sie müssen mit Ihren ursprünglichen Beschwerden, die bis zur seelischen Behinderung geführt haben, leben. Das halte ich nicht nur für Wahnsinn, sondern für unterlassene Hilfeleistung und schwere Körperverletzung.

Die Kosten, die durch nicht hilfreiche Entzugsbehandlungen, REHA's, Therapieaufenthalte und Psychotherapien, sowie vermehrte Arztbesuche und Krankenhausaufenthalte - durch die Angst, an körperlichen Krankheiten zu leiden - die durch den Entzug und psychosomatischen Symptomen der Angsterkrankung entstehen, bis hin zur Arbeitsunfähigkeit, belasten zusätzlich die Krankenkassen, den Rententräger und den Staat.

Man wird von den BZD entzogen und bekommt dafür Mittel, die angeblich nicht süchtig machen, aber um einiges gefährlicher sind. Neuroleptika sind eigentlich für die Behandlung der Schizophrenie gedacht und ich kann nicht verstehen, warum damit so um sich geworfen wird. Alle Neuroleptika haben auf Dauer IMMENSE Nebenwirkungen wie die EPS, eine durch Neuroleptika ausgelöste Krankheit. Das sind für immer bleibende Störungen des Bewegungsapparates: Spastische Bewegungsstörungen, Schmerzen und vieles mehr... ein Foltermittel. Genauso sind Antidepressiva (abgekürzt AD) - deren empirische Wirksamkeit NICHT nachgewiesen ist - Foltermittel und machen ABHÄNGIG! Alles andere ist eine Lüge der Ärzte und Pharmakonzerne. Warum klagt denn jeder der ein AD absetzt über die extremen "BrainZaps", Schlafstörungen, Angstzustände usw. ähnlich wie bei einem Benzodiazepinentzug?!

Der genaue Ursprungsort einer Depression ist immer noch nicht bekannt.

"Man NIMMT AN dass der Mangel an Serotonin der Auslöser IST"

Also ist jede AD Verordnung eine Anwendungsstudie und ein MILLIARDENGEWINN DER PHARMALOBBY.

Dass AD's und Neuroleptika toxischer sind als BZD, ist mittlerweile jedem bekannt.

Begründung:

Man muss AD's nicht steigern, da sie keine Toleranz verursachen. Die 1,9 Millionen Benzoabhängigen in Deutschland sind meist alle "Low- Dose"-Abhängige und steigern ihre Dosis nicht oder kaum. Was ist nun der verdammte Unterschied?

Sucht und Abhängigkeit IST etwas anderes.

Sucht: Einnahme einer Substanz, um einen Rausch zu erzielen oder eine "übergute" Wirkung. In Folge kommt es zu sehr starker Toleranz und Abstürzen mit Hochdosen der Substanz. Der Mensch muss/will immer mehr davon, um den selben Rauscheffekt zu erlangen.

Abhängigkeit: Einnahme einer Substanz mit Abhängigkeitsgefahr gegen ein körperliches oder psychisches Leiden. Einnahme der Substanz, weil die Krankheit schlimmer ist als eine Abhängigkeit. Die Dosis wird regelkonform eingenommen, um eine Krankheit zu lindern.

1,9 Mio Benzoabhängige, Tendenz steigend! 90 % sind nicht süchtig, nehmen seit Jahrzehnten ein und die selbe Dosis.

Ein Arzt kann eine Frau, die seit 10 Jahren 3 mg Lorazepam einnimmt, nicht als süchtig erklären und es wird sogar schwer für den Arzt - wenn das Medikament seit 10 Jahren eine sehr starke Angsterkrankung mit Agoraphobie und PTBS, ausgelöst durch Missbrauch und deren sehr schlimmen Symptomen etc. erfolgreich lindern, sie als Abhängige zu erklären. Geht dann aus der Anamnese noch hervor, dass in den letzten Jahren die Lebensqualität stark angestiegen ist und die Frau sogar seit 7 Jahren arbeitet, alle anderen Mittel (AD's) oder Therapien versagten usw., gibt es keinen Grund, einen Entzug zu machen oder sie dazu zu ZWINGEN. AUßER es wird wegen starker Nebenwirkungen ausdrücklich gewünscht.Alles andere ist Körperverletzung, unterlassene Hilfeleistung, Verstoß gegen den ärztlichen Eid, Verstoß gegen Menschenrechte, Anwendung von unnötigem Zwang, Zerstörung des sozialen Status dieser Frau, etc.

Wenn ein Arzt mit der Aussage :"Absetzen!" oder: "Entzug, SOFORT!" ankommt und es vorher jahrelang verschrieben hat, reagieren die meisten Patienten mit eben genau dem, was der Arzt oder das Krankenhaus als Sucht/Abhängigkeit nach ICD:10 verbinden und die Diagnose "Benzodiazepinabusus mit Syndrom eines süchtigem Verhaltens" ist gestellt.

Das ist fatal und eine falsche Diagnose!!! Die Person reagiert ganz klar mit Unruhe, Angst, Anspannung, weil plötzlich ihr Heilmittel weggenommen werden soll. Daraufhin erfolgt eine Dosissteigerung durch existenzbedrohende, erstmals REALE ANGST. Und erst dann geht die Sucht los!!! Entzug, Rückfall... Ausgelöst durch Menschen, die sich Psychiater oder ARZT nennen.

Es geht mir hier aber ausschließlich um wirkliche Ausnahmen, Notfälle, schwer kranke Menschen, bei denen sonstige Medikamente und Therapien versagt haben und vor allem Langzeitabhängige, denen ein Entzug nicht mehr zuzumuten ist.

Wir fordern: - Substitutionen durch Benzodiazepine bei Menschen mit zwingender Indikation sowie Langzeitabhängigen zulässig zu machen.

  • Keine UNANGEBRACHTEN Regresse! Ärzte haben ihre Approbation ja wohl nicht im Lotto gewonnen, und ich hoffe doch dass sie in ihrer Hilfeleistung nicht unnötig eingeschränkt werden.

  • Junkie oder Patient? Verhindert, dass ein hilfreiches Medikament als Rauschmittel deklariert wird und PATIENTEN als Junkies abgestempelt werden! Sind BZD wirklich Rauschmittel? Nein, Beruhigungsmittel ohne bewusstseinserweiternde Effekte.

  • Alprazolam zur Alternative bei schweren Angststörungen zulassen. Alprazolam ist durch die kaum sedierenden und antikonvulsiven Eigenschaften sowie der kurzen HWZ in den USA immer noch durch die FDA bei der generalisierten Angststörung, der Panikstörung sowie der Sozialphobie zugelassen.

  • Strengere Prüfungen der Neuverschreibungen sowie mehr Kontrolle der Patienten während der Einnahme, um die Missbrauchsrate in Grenzen zu halten.

  • Kein Zwang sondern, Unterstützung! MÖCHTE ein Patient absetzen, so geben Sie ihm Zeit, dies sehr langsam und über Monate zu tun.

  • Ein Überdenken der Toleranzentwicklung! Ist diese wirklich bewiesen oder psychosomatisch? Gibt es Alternativen das ganze in Schach zu halten? Auch hier Nutzen - Risiko Faktor abwägen.

Selbst wenn diese Petition abgelehnt wird, hoffe ich, Sie damit zum nachdenken bewegt zu haben.

Vielen Dank für Ihre Aufmerksamkeit.

Mit freundlichen Grüßen

Im Namen aller Unterzeichner/innen.

Schnaittach, 21.11.2014 (aktiv bis 02.12.2014)


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Debatte zur Petition

PRO: Ich selber bin betroffen. Nichts wirkt bei mir ausser Benzodiazepinen. Enorm gesteigerte Lebensqualität die ich nicht mehr missen möchte. Lieber noch 10 gute Jahre als 30 schlechte. Und wer nicht betroffen ist der kann es einfach nicht verstehen ! Lasst ...

PRO: Also ich finde es ne Frechheit,was hier geschrieben wird,ich bin selber in der Gruppe und es wurde nicht einmal jemand überredet oder gar unter Druck gesetzt um die Petition zu unterschreiben und öffentlich Namen nennen,kann auch noch ein Nachspiel haben.

CONTRA: Kommentare, die die Person des Petenten diskutieren werden entfernt. Bitte schreiben Sie Argumente für oder gegen die Inhalte der Petition. Beachten Sie dabei die openPetition-Netiquette: www.openpetition.de/blog/netiquette/ (die openPetition-Redaktion)

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