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Bild zur Petition mit dem Thema: Bessere steuerliche Förderung ehrenamtlichen Engagements. Bessere steuerliche Förderung ehrenamtlichen Engagements.
  • Von: Nicht öffentlich
  • An: Bundeskanzlerin Frau Dr. Angela Merkel
  • Region: Deutschland mehr
    Kategorie: Steuern mehr
  • Status: Bearbeitungsfrist abgelaufen
    Sprache: Deutsch
  • Gescheitert
  • 6.167 Unterstützende
    Sammlung abgeschlossen

Bessere steuerliche Förderung ehrenamtlichen Engagements.

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Sehr geehrte Frau Dr. Merkel,

mit dieser Petition regen die Unterzeichner an – nein sie fordern ganz konkret – dass ehrenamtliches Engagement auch deutlich intensiver in die Steuergesetzgebung einfließen muss. Einfließen in der Gestalt, dass ehrenamtliches Engagement und daraus entstehender Aufwand und Belastung steuermindernd geltend gemacht werden können. Die Rede ist nicht von Dingen wie beispielsweise dem kleinen Übungsleiterentgelt, das ein ehrenamtlicher Trainer bis zu einem bestimmten Freibetrag nicht versteuern muss. Die Rede ist von Arbeit, Aufwand und (auch finanzieller) Belastung, die Ehrenamtler erbringen – gerne erbringen – ohne dafür z.B. eine Aufwandsentschädigung oder eine Kostenerstattung zu bekommen.

Begründung:

Begründung:

Fakten

  1. In unserem Land sind viele Millionen Menschen ehrenamtlich tätig. Das ist eine Tatsache.

  2. Diese vielen Millionen ehrenamtlich engagierten Menschen erschaffen in diesem Land einen gewaltigen gesellschaftlichen Mehrwert. Das wird niemand bestreiten können. Unsere Gesellschaft profitiert vom Ehrenamt in erheblichem Maße!

  3. Würde man die von diesen vielen Millionen Menschen ehrenamtlich zum Wohle der Gesellschaft erbrachten Stunden stattdessen durch Arbeitnehmer/Dienstleister erbringen lassen, würde das Milliarden Euro kosten. Sprich, die Art und Weise, wie die Gesellschaft vom Ehrenamt profitiert, wäre, wenn man wollte, auch monetär quantifizierbar.

  4. Die von diesen vielen Millionen Menschen ehrenamtlich zum Wohle der Gesellschaft erbrachten Leistungen wären vom Staat unmöglich zu erbringen. Beispiel: Schon das Ersetzen der tausenden Freiwilligen Feuerwehren durch Berufsfeuerwehren wäre unmöglich zu finanzieren und damit nicht zu realisieren. Landesbrand- und Katastrophenschutzgesetze wären ohne Freiwilligkeit und Ehrenamt Makulatur.

  5. Diese vielen Millionen ehrenamtlich tätigen Menschen erbringen diese Leistungen durch bewundernswerten persönlichen, zeitlichen und nicht selten auch eigenen materiellen Aufwand.

Problem

Diese vorgenannten Fakten finden in der derzeitigen Steuergesetzgebung fast keinerlei Niederschlag. Hier nur einige wenige Beispiele:

  1. Kann der ehrenamtlich tätige Schiedsrichter die Fahrten mit dem privaten PKW zu den verschiedenen Spielen einer Saison steuermindernd gelten machen? NEIN! Kann ein ohne Entgelt oder Aufwandsentschädigung ehrenamtlich arbeitender Trainer die Fahrten von zu Hause zur Trainingsstätte steuermindernd gelten machen? Sie kennen die Antwort: NEIN!

  2. Kann ein Mitglied eines als Verein organisierten und finanzierten Rettungsdienstes (z.B. DLRG) die mit eigenem Geld getätigte Anschaffung von Einsatz- und Schutzkleidung (die absolut zweckgebunden ist) steuerlich geltend machen? NEIN!

  3. Kann ein Vereinsvorstand seine privaten für den Verein verbrauchte Materialien wie Papier, Tinte oder Toner aber auch Telefon- oder Faxgebühren steuermindernd gelten machen? NEIN!

Das sind nur drei sehr einfache Beispiele, die aber deutlich genug zeigen, dass ehrenamtlich engagierte Menschen ihre Freizeit, ihre Kompetenz und ihre Schaffenskraft unentgeltlich und gerne investieren, ihnen daraus aber beinahe noch ein finanzieller Nachteil entsteht.

Bleiben wir bei den unter 1. genannten Fahrten. Hohe Benzinpreise und auch der Verschleiß am Fahrzeug sind durch eine Kilometerauswertung quantifizierbare Kosten, die der Ehrenamtler für sein Engagement trägt. Er trägt sie, kann sie aber nicht steuermindernd gelten machen, obwohl sie sogar konkret bezifferbar und damit verwaltungstechnisch fassbar wären!

Forderung

Die Unterzeichner dieser Petition fordern, dass der Deutsche Bundestag die Steuergesetzgebung in diesen Aspekten modernisiert und anpasst. Wenn diese angepasste Steuergesetzgebung ermöglicht, dass ehrenamtliches Engagement und daraus entstehender Aufwand und Belastung steuermindernd geltend gemacht werden können, dann würde das diese unverzichtbaren Menschen nicht nur etwas entlasten. Es würde auch eine staatliche Anerkennung mit offiziellem Charakter und eine Motivation darstellen.

Im Namen aller Unterzeichner/innen.

Oppenheim, 07.05.2013 (aktiv bis 06.11.2013)


Neuigkeiten

Hallo liebe Unterzeichner, die Petition läuft noch drei Tage. Leider haben wir unser Ziel, die 20.000 Unterschriften, nicht erreicht. Trotzdem wird die Petition samt Unterschriftenliste selbstverständlich bei Frau Dr. Merkel eingereicht. Vielleicht ...

>>> Zu den Neuigkeiten


Debatte zur Petition

PRO: Eine Ehrliche Frage: Was wäre der Staat ohne das Ehrenamt? Was Will der Staat wirklich ohne Ehrenamt machen? Jeder der eins oder auch sogar zwei Ehrenämter bewältigt verbringt sehr sehr viel Zeit und Kosten für das umfangreiche Amt. Dies alles kann man ...

PRO: Im Katastrophenschutz werden den Einsatzkräften zwar die meisten Materialien gestellt, jedoch einige wichtige oder optimalere Materialen muss sich der Ehrenamtliche für teilweise sehr teures Geld kaufen. Zusätzlich fallen die Waschkosten der Einsatzkleidung ...

CONTRA: Es heißt doch "Ehren"amt. Ich bin selbst Freiwillig in der Feuerwehr. Die Motivation sollte nicht Geld sein.

CONTRA: Also ich finde die Idee generell gut und wichtig das Ehrenamt zu stärken und zu unterstützen. Ich bin mir nicht ganz sicher ob das der richtige Weg ist. Ich denke im Ehrenamt würde ich nochmal zwischen den BOS Ehrennämtern und den Vereinsämtern unterscheiden. ...

>>> Zur Debatte



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