Der Deutsche Bundestag bzw. die Kultusministerkonferenz möge die Einführung einer Bildungspflicht nach österreichischem System als Ersatz für eine Schulpflicht beschließen. Dabei sollte die Rahmenkompetenz für die Gesetzgebung im Bildungsbereich auf Bundesebene liegen.

Begründung

Jeder Mensch hat gemäß der UN-Menschenrechtserklärung das Recht auf Bildung. In Artikel 26 (3) steht festgeschrieben: "Die Eltern haben ein vorrangiges Recht, die Art der Bildung zu wählen, die ihren Kindern zuteil werden soll." In fast allen europäischen Ländern gibt es eine Bildungspflicht, die dieses Recht vollumfänglich verwirklicht, leider nicht in der Bundesrepublik Deutschland. An unseren heutigen staatlichen Schulen läuft vieles falsch. Dies zeigt auch der gerade erschienene Doku-Film "Alphabet". An fast allen staatlichen Schulen fehlen Lehrer, es gibt sehr viel Ausfall. Außerdem sind die (Lern-)Methoden an den Schulen ineffizient und veraltet. Die Lehrer können sich bei den überfüllten Klassen (32 Personen) nicht mehr um jeden einzelnen Schüler kümmern, so bleiben manche auf der Strecke. Zudem werden viele Schüler gemobbt oder gar körperlich angegriffen, nur weil sie z.B. andere Interessen haben als die Masse, intelligenter sind oder in keinem sozialen Netzwerk Mitglied sind. Man hört auch immer wieder von Kindern und Jugendlichen, die unter psychischen oder körperlichen Beschwerden leiden und trotz mehreren Anträgen in die staatliche Schule gezwungen werden. In Deutschland besteht die Möglichkeit, per Antrag Bildungspflicht genehmigt zu bekommen, jedoch ist eine Genehmigung praktisch unerreichbar. Auch die Gründung von Privatschulen ist in Deutschland nur unter erschwerten Bedingungen möglich.

Für alle diese Missstände würde eine Bildungspflicht Abhilfe schaffen. Diese wird in fast allen europäischen und englischsprachigen Ländern erfolgreich praktiziert.

Bei einer Bildungspflicht muss jede(r) Schüler(in) mindestens zwei mal im Jahr eine verbindliche Prüfung ablegen, wodurch sichergestellt wird, dass das erforderliche Lernziel erreicht wird. Wie die Schüler(innen) sich darauf vorbereiten, ist freigestellt. Falls die Prüfung nicht bestanden wird, muss im nächsten Schuljahr eine staatliche Schule besucht werden. Selbstverständlich besteht bei einer Bildungspflicht weiterhin die Möglichkeit, unentgeltlich an einer staatlichen Schule zu lernen.

Damit diese Regelung in allen Bundesländer durchgesetzt werden kann, muss die Rahmengesetzgebungskompetenz auf Bundesebene liegen.

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  • Liebe Mitzeichner(innen),
    nun läuft diese Petitionsinitiative schon mehrere Monate und die Zeichnungsfrist endet am 13. Mai. Somit verbleibt nur noch wenig Zeit. Die Petition hat derzeit 231 Unterstützer. Ich befürchte, dass sich diese geringe Anzahl der Unterzeichnungen bei einer solchen langen Zeichnungsfrist eher negativ als positiv beim Petitionsemfänger auswirkt. Da die Nutzungsbedingungen von openPetition vorsehen, dass die Petition nach Ende der Zeichnungsfrist einzureichen ist, habe ich mich entschlossen, diese zurückzuziehen. Ich hoffe, Sie teilen meine Einschätzung und bitte hierfür um Ihr Verständnis. Trotzdem gilt auch hier für mich: Nie aufgeben!

    Danke für Ihre Unterstützungen!
    Georg Janke

Pro

Ich als Schüler der 11. Klasse bin dieser Ansicht: Da in der Schule jeder die selben grundlegenden Ansichten haben muss, ist der Unterricht der Ausprägung einer eigenen Individualität nicht zugute kommend. Man wird benachteiligt, wenn man keinen E-Mail-Dienst nutzen will oder nicht den weiterhin trotz angeblicher Ende-zu-Ende-Verschlüsselung unsicheren Benachrichtigungsdienst "WhatsApp" nutzen will. Die heutzutage psychisch gestörten anzutreffenden Smartphone-Menschen und unfreundlichen Menschen sind kein guter Umgang! Die Kinder müssen vor Beeinflussung durch die Meinung anderer geschützt w.

Contra

Wie man an den Beispielen "Ich mag Kekse", sehen kann wurden die Leute in dieser Argumentation nicht zur Schulde geschickt . Um so was zu vermeiden sollten Schüler zur Schule gehen! Somit würde die "Schulpflicht" zwar zu Beginn(während der Schulzeit) als Freiheitsberaubend wirken, jedoch wäre ohne den Schulbesuch die Jobauswahl im Erwachsensein deutlich eingeschränkter.