Bürgerpetition: Stoppt den Kita- und OGS-Beitrags-Hammer in Voerde!

Petition richtet sich an:
Bürgermeister Dirk Haarmann, der Rat der Stadt Voerde und der Jugendhilfeausschuss

1.333 Unterschriften

100 %
1.105 von 640 für Quorum in Voerde (Niederrhein) Voerde (Niederrhein)

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  1. Gestartet 10.09.2026
  2. Sammlung noch > 4 Monate
  3. Einreichung
  4. Dialog mit Empfänger
  5. Entscheidung
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Petition richtet sich an: Bürgermeister Dirk Haarmann, der Rat der Stadt Voerde und der Jugendhilfeausschuss

Wir, die Bürgerinnen und Bürger sowie Eltern der Stadt Voerde, fordern den Stadtrat, den Jugendhilfeausschuss und Herrn Bürgermeister Dirk Haarmann auf, die geplante, drastische Gebührenerhöhung für Kitas, Kindertagespflege und den Offenen Ganztag (OGS) ab 2027 sofort zu stoppen.

Konkret fordern wir:

  • Keine Anhebung des OGS-Höchstsatzes auf 249 Euro im Monat (bisher 150 Euro).
  • Vollständiger Erhalt des Geschwisterbonus: Geschwisterkinder müssen beitragsfrei bleiben!
  • Faire Einkommensgrenzen: Normale Doppelverdiener- und Facharbeiterhaushalte ab 84.000 Euro Haushaltsbrutto dürfen nicht pauschal als „Spitzenverdiener“ abkassiert werden.
  • Haushaltskonsolidierung an den richtigen Hebeln – und nicht auf dem Rücken unserer Kinder und der arbeitenden Mitte!

Begründung

Die Stadtverwaltung Voerde plant einen, unserer Meinung nach, beispiellosen finanziellen Eingriff in die Haushaltskassen von Familien. Die Betreuungsbeiträge sollen um bis zu 66 Prozent steigen. Gleichzeitig soll der Geschwisterbonus gestrichen werden, was Mehrkindfamilien extrem hart trifft. Allein durch den Wegfall dieses Bonus will die Stadt 360.000 Euro zusätzlich eintreiben.

Das ist nicht nur unsozial, es ist ein wirtschaftlicher Bumerang:
Unserer Ansicht nach gilt: Wenn die explodierenden Betreuungs- und Essenskosten den Zuverdienst am Ende des Monats komplett auffressen, lohnt sich Teilzeitarbeit schlichtweg nicht mehr. Mütter und Väter werden aus dem Beruf gedrängt. Das zerreißt Erwerbsbiografien, führt direkt zu Rentenlücken (Altersarmut von Frauen) und verschärft den ohnehin schon kritischen Arbeits- und Fachkräftemangel in unseren Voerder Betrieben, im Handwerk und in der Pflege massiv.

Mangelverwaltung bei Premium-Gebühren:
Wir Eltern sind bereit, unseren Beitrag zu leisten – aber der Gegenwert in Voerde stimmt schon lange nicht mehr. Während wir Familien zur Kasse gebeten werden und bei der Grundsteuer B mit 690 Prozent bereits Spitzenwerte zahlen, verbringt an der Otto-Willmann-Schule eine ganze Generation ihre Grundschulzeit in provisorischen Behelfscontainern. Der Sanierungsstau wird nur noch verwaltet. Gleichzeitig nutzt man unsere Stadt (z. B. am Deltaport) als Transitraum für Schwerlastverkehr ab, ohne die logistischen Profiteure hart genug an der Finanzierung der städtischen Infrastruktur zu beteiligen (Hierzu ein Beispiel).
Wir meinen: Wer über Jahre die Einnahmen verschläft und keine vorausschauende Haushaltspolitik betreibt, darf die Zeche am Ende nicht den Kleinsten und ihren Familien präsentieren. Voerde darf keine Stadt werden, die junge Familien und die arbeitende Mitte vertreibt.

Bitte unterstützen Sie diese Petition mit Ihrer Unterschrift – für eine lebenswerte und zukunftssichere Stadt Voerde!

Vielen Dank für Ihre Unterstützung, Sebastian Laakmann, Voerde (Niederrhein)
Frage an den Initiator

Angaben zur Petition

Petition gestartet: 10.09.2026
Sammlung endet: 09.03.2027
Region: Voerde (Niederrhein)
Kategorie: Familie

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Neuigkeiten

  • Hallo Leute

    Die NRZ hat bereits am Dienstag ausführlich über unser Treffen mit Bürgermeister Haarmann und der Verwaltung berichtet. Da ich, wie die meisten von uns, beruflich stark eingebunden bin und diese Initiative in meiner Freizeit stemme, melde ich mich erst heute mit einem transparenten Update dazu.
    Zuerst das Positive: Es war ein sachlicher Austausch auf Augenhöhe. Wir konnten unsere kaufmännische Sichtweise und die existenziellen Nöte der Familien glasklar platzieren.

    Der Bürgermeister zitiert mich in der Presse damit, dass wir für die Petition bewusst polarisierende Formulierungen gewählt haben. Absolut richtig, dazu stehe ich zu hundert Prozent! Wenn eine Kommune Familien mit massiven OGS-Steigerungen von 66 Prozent konfrontiert und im Extremfall – wie von der FDP offiziell errechnet – Mehrbelastungen von bis zu 7.000 Euro jährlich im Raum stehen, hilft kein leises Flüstern mehr. Wir mussten laut sein. Unsere mittlerweile über 1.300 Unterschriften zeigen mehr als deutlich, dass dies kein Selbstzweck war, sondern ein echter Notruf der Mitte.

    Wir sind uns mit Herrn Haarmann in einem zentralen Punkt völlig einig: Bund und Land lassen die Kommunen im Stich und verletzen das Konnexitätsprinzip. Sie bestellen teure Leistungen, bezahlen sie aber nicht. Dennoch bleibt unsere Haltung klar: Es kann nicht die Lösung sein, dieses politische Versagen am Ende immer beim schwächsten Glied abzuladen. Wie fatal das System ist, sehen wir genau heute. Während wir noch über explodierende Kita- und OGS-Gebühren streiten, titelt die NRZ bereits den nächsten Hammer und kündigt an, dass die Grundsteuer B auf über 1000 Prozent steigen soll.
    Ob über Kita-Gebühren für Familien oder über die Grundsteuer für alle Eigentümer und Mieter – am Ende ist der Bürger immer der Ausfallbürge für alles. Es ist ein Teufelskreis, der das Leben in Voerde Stück für Stück weniger attraktiv macht.

    Genau diese finanzielle Not untermauert unsere Kernforderung. Wenn die Kassen so leer sind, dass man Familien existenziell belastet und die Grundsteuer in solche Höhen jagen muss, dann ist es eine wirtschaftliche Selbstverständlichkeit, dass alle freiwilligen Millionen-Investitionen zwingend auf den Prüfstand müssen. Gesetzliche Pflichtaufgaben wie die Kinderbetreuung gehen vor freiwilligen Bauprojekten wie dem geplanten 20-Millionen-Kombibad. Wenn das Geld nicht reicht, gilt eine klare Priorisierung der Daseinsvorsorge.

    Der Ball liegt nun bei der Politik. Ein kleiner Teilerfolg durch den Kompromiss der Fraktionen ist zwar da, aber die Belastung für die arbeitende Mitte ist nach wie vor viel zu hoch. Wir werden die anstehenden Ratsentscheidungen ganz genau beobachten. Wir bleiben sachlich, wir bleiben kaufmännisch und vor allem: Wir bleiben dran.

    Danke für Euren massiven Rückenwind!

    Euer Basti

  • Hallo zusammen,

    in der gestrigen Ausgabe der NRZ hat der Vorsitzende des Voerder Bädervereins, Dr. Günther Jacobi, unsere Elterninitiative öffentlich kritisiert. Er bezeichnete unseren sachlichen Vergleich zwischen den explodierenden OGS-Gebühren und dem geplanten 20-Millionen-Kombibad als „verantwortungslos“ und „irreführend“.

    Wir lassen solche pauschalen Vorwürfe nicht unkommentiert im Raum stehen. Wir reagieren darauf nicht emotional, sondern transparent und mit harter kaufmännischer Logik. Daher habe ich mich heute mit einem offenen Brief direkt an Herrn Dr. Jacobi gewandt.

    Für Euch zur absoluten Transparenz – hier ist meine E-Mail an den Bäderverein im genauen Wortlaut:

    Betreff: Ihr Kommentar in der NRZ / Konstruktiver Dialog zur städtischen Priorisierung & kaufmännischen Realität
    Sehr geehrter Herr Dr. Jacobi,
    ich habe Ihren Kommentar in der gestrigen Ausgabe der NRZ aufmerksam gelesen. Um zu verhindern, dass unsere Elterninitiative öffentlich als unreflektiert wahrgenommen wird, ist mir eine sachliche und ausgewogene Antwort sehr wichtig.
    Ich stimme Ihnen in einem wesentlichen Punkt ausdrücklich zu: Ein funktionsfähiges Schwimmbad ist ein essenzieller Bestandteil der kommunalen Daseinsvorsorge. Es ist allgemein bekannt, dass das bestehende Bad das Ende seiner Lebensdauer erreicht hat und eine Sanierung wirtschaftlich kaum darstellbar ist. Die Notwendigkeit des Schul- und Vereinsschwimmens steht für unsere Initiative nicht zur Disposition.
    Dennoch weise ich den Vorwurf, unsere Argumentation sei „verantwortungslos“ oder „irreführend“, im Namen der betroffenen Familien entschieden zurück.
    Unsere Kritik entspringt einer vollumfänglichen kausalen Betrachtung der städtischen Finanzen, die in Ihrer Argumentation für das Bad leider einen entscheidenden Punkt ausblendet: die ungeschönte kaufmännische Realität. Wenn wir über die Notwendigkeit des Projekts sprechen, müssen wir auch so ehrlich sein, die Belastung für die Stadt Voerde vollumfänglich zu benennen.
    Selbst bei einer erfolgreichen Inanspruchnahme von Fördermitteln verbleibt stets ein Eigenanteil bei der Kommune. Ein Blick auf städtische Maßnahmen der jüngeren Vergangenheit – wie etwa der Umbau des Marktplatzes oder die energetische Sanierung der Erich-Kästner-Turnhalle – zeigt, dass Voerde in der Regel einen Eigenanteil von mindestens 20 Prozent stemmen muss. Bei einem 20-Millionen-Projekt sprechen wir hier von Eigenmitteln in Millionenhöhe, für die aktuell nicht einmal ein konkretes Förderprogramm existiert. Schwerwiegender ist jedoch die betriebswirtschaftliche Perspektive: Ein kommunales Schwimmbad wird perspektivisch niemals mit einer schwarzen Null betrieben. Es ist ein strukturelles Defizitgeschäft, das den städtischen Haushalt durch hohe laufende Kosten Jahr für Jahr massiv belasten wird.
    Die Stadt Voerde leidet extrem unter der strukturellen Unterfinanzierung durch Bund und Land, die den Kommunen immer neue Pflichten (wie den OGS-Rechtsanspruch) aufbürden, ohne diese ausreichend gegenzufinanzieren (Stichwort: Konnexitätsprinzip). In einer derart prekären Haushaltslage greift jedoch unweigerlich eine strikte kommunalrechtliche Priorisierung: Die Sicherstellung von Kita- und OGS-Plätzen ist eine gesetzliche Pflichtaufgabe der Stadt. Der Neubau und Betrieb eines Kombibades bleibt, ungeachtet seiner hohen gesellschaftlichen Bedeutung, rechtlich eine freiwillige Leistung.
    Wenn die Politik gezwungen ist, Familien mit einem neuen OGS-Höchstsatz von 249 Euro (eine direkte Steigerung von 66 Prozent) zur Kasse zu bitten – und wir im Extremfall laut Berechnungen der FDP von bis zu 7.000 Euro jährlicher Mehrbelastung und Steigerungen von 176 Prozent sprechen –, werden Familien an die absolute Leistungsgrenze getrieben, um eine Haushaltssicherung abzuwenden. In dieser Situation ist es die bürgerliche Pflicht von Eltern zu hinterfragen, ob dauerhaft defizitäre, freiwillige Millioneninvestitionen noch umsetzbar sind. Dies ist kein Angriff auf Ihr Ehrenamt, sondern die Forderung nach einer wirtschaftlich gebotenen Reihenfolge.
    Sie fordern in Ihrem Artikel die Bürger auf, sich mit der Tragweite eines fehlenden Schwimmbads zu beschäftigen. Diese Bereitschaft zur Perspektivübernahme ist wichtig. Im Gegenzug erwarten wir jedoch auch von Ihnen, dass Sie sich im Vorfeld exakt mit der Sachlage und den existenziellen Anliegen junger Familien auseinandersetzen, bevor Sie deren legitimen Protest öffentlich abwerten – auch und gerade dann, wenn Sie von diesen drastischen Gebührenerhöhungen persönlich längst nicht mehr betroffen sind. Wer Verständnis für sein eigenes Anliegen fordert, muss auch die Lebensrealität der Gegenseite betrachten.
    Wir sollten vermeiden, uns in Voerde gegenseitig auszuspielen. Das eigentliche Problem liegt in der Unterfinanzierung der Kommunen. Ich lade Sie herzlich dazu ein, dieses Thema in einem persönlichen, ehrlichen Dialog auf Augenhöhe zu vertiefen.

    Mit freundlichen Grüßen
    Sebastian Laakmann

    Euer Basti

Die KiTa Gebühren setzen sich aus den Bruttojahreseinkünften zusammen. Also alle Einkommen in der Familie inkl. Kindergeld, Elterngeld, Dienstwagen,.. da kommt man schnell auf hohe Summen. Und der Geschwisterbonus soll wegfallen, was nicht hinnehmbar ist. Das ist kein Mittelstandsbonus, sondern unter dem Strich werden Familien mit mehreren kleinen Kindern bestraft.

Was da als Begründung im Text steht, ist schlichtweg falsch. Die 84.000€ Einkommen, die hier erwähnt werden, sind *aktuell* der Spitzensatz. Ab nächstem Jahr wären es 120.000€, darunter bezahlt man *weniger* als jetzt. Das ist Mittelstandsentlastung! Und die *sehr gut* Verdienenden werden stärker zur Kasse gebeten, was ja absolut Sinn macht. Zum Geschwisterbonus: bei zwei Kindern soll der niedrigere Beitrag halbiert werden. Ein drittes Kind würde frei bleiben.

Warum Menschen unterschreiben

Sparen bei Kindern geht gar nicht. Die Generation wird noch genug für uns „Alte“ zahlen müssen.

Da viele Eltern noch mehr arbeiten müssten bzw. beide um die Gebühren zu bezahlen. Und das Kind darunter leidet weil die Eltern noch mehr weg sind. Damit ist der Familie nicht geholfen und stellt ein weitern Stein im Weg

Werdender Vater

Wir haben selber Kinder in der Betreuung. Es ist eine Unverschämtheit die Beiträge zu erhöhen, ohne den Betreuungsstandart zu erhöhen. Derzeit wird nur aufgefangen aber nicht betreuut.

Habe selber 1 kind, dass bald in die Kita kommt.

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