Region: Osnabrück

Busknoten Neumarkt und Ruhepol Johannisfreiheit erhalten! Keine Mehrbelastung der Johannisstraße!

Petition richtet sich an
Die Ratsmitglieder und die Oberbürgermeisterin der Stadt Osnabrück

2.624 Unterschriften

100 %
2.097 von 1.600 für Quorum in Osnabrück Osnabrück

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  1. Gestartet Januar 2026
  2. Sammlung noch > 2 Monate
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  4. Dialog mit Empfänger
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Petition richtet sich an: Die Ratsmitglieder und die Oberbürgermeisterin der Stadt Osnabrück

Am zentralen Busknoten Neumarkt in Osnabrück soll für 70% der Busse die Durchfahrt gesperrt werden.
So die Beschlüsse von CDU, Bündnis90/Die Grünen und SPD im Stadtrat Osnabrück. Für die in Ost-West-Richtung gesperrten 70 Meter vor dem Landgericht wird eine 1000 Meter lange Umfahrung durch die Innenstadt ausgebaut.
Die Umfahrung führt u.a. durch den historischen Kern der Neustadt, die begrünte Johannisfreiheit. Diese schmale Durchfahrt teilt sich der Radverkehr aktuell nur mit den Einsatzfahrzeugen auf dem Weg zu den Krankenhäusern. Die Öffnung der Johannisfreiheit für den dauerhaften Busbetrieb erfordert eine großflächige Betonierung wie schon die Johannisstraße.

Negative Folgen für die Innenstadt und deren Anbindung sind unter anderem:

  • Schlechtere Anschlussmöglichkeiten durch lange Wege zu Haltestellen in Seitenstraßen.
  • Längere Fahrtzeiten für täglich bis zu 800 Busse durch kilometerlange Umfahrungen.
  • Verlust der Verkehrsruhe für das Gesundheitsquartier (Marienhospital, Kinderhospital, weitere Einrichtungen) auf der Johannisfreiheit.
  • Zusätzlich hunderte Busse in der bereits stark belasteten Fußgängerzone Johannisstraße.
  • Höhere Kosten des Busverkehrs.

Mit den Plänen soll eine "Neue Mitte" geschaffen werden. Der Neumarkt wird von der Lyrastraße/Alte Münze bis zum Kollegienwall durchgängig mit Betonplatten gepflastert. Es entsteht ein 400 Meter langer "Steinerner Stadtplatz" mit wenig Grün und geringer Aufenthaltsqualität.

Wir fordern die Rücknahme dieser Beschlüsse und stattdessen

  • Ausarbeitung der vorliegenden Alternativen zum Fortbestand des zentralen Busknotens „Neumarkt“ mit der direkten Anfahrt aus allen Richtungen,
  • Vorrang für Sicherheit und Funktionalität auf dem Neumarkt, Stärkung des Ruhepols auf der Johannisfreiheit und Aufwertung der Fußgängerzone Johannisstraße.

Begründung

Die Mehrheitsentscheidung des Osnabrücker Rats führt zu erheblichen Nachteilen für Berufstätige, Schüler, Senioren, Patienten, Besucher, Pflege- und Hilfsbedürftige, den Einzelhandel und Gewerbetreibende und alle Bürgerinnen und Bürger.

  1. Die Anbindung vieler Stadtteile von Osnabrück, des Landkreis Osnabrück und von Gemeinden in NRW wie Lotte, Westerkappeln und Mettingen wird teurer und umständlicher.
  2. Die Planung und der Bau der Umfahrung über die Johannisfreiheit und die Johannisstraße sind kostenintensiv und verzögern die Umsetzung eines leistungsfähigen Busnetzes um Jahre.
  3. In der Folge verliert die gesamte Osnabrücker Innenstadt weiter an Zugkraft. Die Abwertung der Fußgängerzone Johannisstraße setzt sich fort. Die Abwärtsspirale im Einzelhandel verschärft sich.
  4. Durch Busverkehr im Minutentakt und den parallelen Zweirichtungsradweg wird es gefährlicher, die Johannisfreiheit zu Fuß zu queren. Betroffen sind Patienten, Besucher und Mitarbeiter des Gesundheitsquartiers (Marienhospital, Christliches Kinderhospital u.a.) und der Fußverkehr in/aus Richtung Hauptbahnhof.
  5. Die für die Gründungsgeschichte von Osnabrück bedeutsame Johannisfreiheit mit dem historischen Ensemble Johanniskirche und Neustädter Rathaus verliert ihre Ruhe und Erlebnisqualität. Der heute einspurige und begrünte verkehrsberuhigte Bereich zwischen den Krankenhäusern wird durch eine 14 Meter breite Betontrasse ersetzt. Für die Realisierung der Bustrasse muss die Kirchengemeinde einen Teil des Gräberfeldes ihres ehemaligen Friedhofs an die Stadt Osnabrück verkaufen.
  6. Die historische Bausubstanz an der Johannisfreiheit, die bei Baumaßnahmen in der Vergangenheit bereits geschädigt wurde und unter Beobachtung steht, wird weiteren Belastungen ausgesetzt. Die Auswirkungen des Fahrbetriebs der sehr schweren Elektrobusse im engen Kurvenverlauf sind nicht vorhersehbar.
  7. Die Situation für Radfahrende und Zufußgehende in der Neustadt wird schlechter: Sie werden sich auf der Johannisstraße im Dauerkonflikt mit dem verdichteten Busverkehr befinden. Der zu Stoßzeiten stark befahrene südliche Wallring, der bereits jetzt zu schmal für sichernde Maßnahmen des Radverkehrs ist, muss zusätzlich Busse aufnehmen.
  8. Trotz einer extremen Verschuldung der Stadt Osnabrück sollen mit insgesamt 27 Mio. Euro hohe Summen für die Umgestaltung des Neumarkt als "Neue Mitte" fließen. Ungeklärt sind viele weitere Kosten, so fehlen bisher Kostenplanungen für die Umfahrungen über die Johannisfreiheit, Pottgraben, Petersburger Wall. Die zusätzlichen Betriebskosten für die Umfahrungen werden nach ersten Schätzungen sechsstellig pro Jahr sein. Ungeklärt ist auch, ob beantragte Fördermittel in Millionenhöhe bewilligt werden. In jedem Fall werden weniger Mittel für dringende Investitionen, z.B. in Schulen zur Verfügung stehen.

Schließlich, aber nicht zuletzt: Klimaschutz und umweltverträgliche Verkehrsangebote werden geschwächt. Das von der Stadt Osnabrück für 2040 gesetzte Ziel, den ÖPNV-Anteil an der Gesamtmobilität deutlich zu erhöhen wird verfehlt. Den ca. 59.000 Einpendlern und ca. 27.000 Auspendlern wird keine ausreichende attraktive Alternative zum privaten Pkw angeboten. Ein weiteres Absinken der schon heute sehr niedrigen Akzeptanz des Busverkehrs in Osnabrück (66% negative Bewertungen) ist zu befürchten.

Vielen Dank für Ihre Unterstützung!

Weiterführende Informationen:
Ratsbeschluss 09.12.2025:
https://www.osnabrueck.sitzung-online.de/public/vo020?VOLFDNR=2001806&refresh=false&TOLFDNR=2006883
Ratsbeschluss 01.10.2024:
https://www.osnabrueck.sitzung-online.de/public/vo020?VOLFDNR=1020913&refresh=false&TOLFDNR=1107329
Planungsgrafiken zum "Steinernen Stadtplatz" der "Neuen Mitte":
https://entwickelt.osnabrueck.de/de/stadtraeume-gestalten/der-neumarkt/

Vielen Dank für Ihre Unterstützung, Zukunft Kernstadt Osnabrück, Osnabrück
Frage an den Initiator

Angaben zur Petition

Petition gestartet: 30.01.2026
Sammlung endet: 13.09.2026
Region: Osnabrück
Kategorie: Verkehr

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Neuigkeiten

  • Liebe Unterstützerinnen und Unterstützer der Petition gegen die Neumarktumfahrung,

    die Argumente gegen eine Bustrasse durch die Johannisfreiheit haben auch viele Ärzte und Ärztinnen überzeugt, die eine Belastung der Krankenhäuser Marienhospital und Christliches Kinderhospital ablehnen. Geplant ist nach aktuellem Stand, unmittelbar an beiden Krankenhäusern entlang bis zu 800 Busse täglich zu führen - das wäre ca. ein Bus pro Minute!.

    Welche Gefahren und medizinischen Folgen zu befürchten sind, haben jetzt vierzehn Ärzte in einem Offenen Medizinerbrief zusammengefaßt. Potenziell betroffen wären viele Tausend Patienten, darunter die jährlich über 5000 besonders schutzbedürftigen Patienten im Kindesalter im Kinderhospital. Ebenso betroffen ist das Hospiz.

    Bitte leiten Sie diese Information auch in Ihrem Umfeld weiter, wenn Sie eine Möglichkeit sehen!

    Die Zustimmung zu unserer Petition wächst kontinuierlich und wir wissen, dass die verantwortlichen Politikerinnen und Politiker das aufmerksam beobachten. Aber es gibt immer noch zu viele Menschen in Osnabrück, denen diese Planung und ihre negativen Folgen nicht bekannt sind. Jede Weiterleitung und jede zusätzliche Unterschrift ist wertvoll, um den Druck auf die Politik weiter zu erhöhen und diese Planung zu verhindern!

    Freundliche Grüße von Ruth Hammerbacher
    Initiative Zukunft Kernstadt Osnabrück

  • openPetition hat heute eine Erinnerung an die gewählten Vertreter im Parlament Rat der Stadt geschickt, die noch keine persönliche Stellungnahme abgegeben haben.
    Bisher haben 1 Parlamentarier eine Stellungnahme abgegeben.
    Die Stellungnahmen veröffentlichen wir hier:
    www.openpetition.de/petition/stellungnahme/busknoten-neumarkt-und-ruhepol-johannisfreiheit-erhalten-keine-mehrbelastung-der-johannisstrasse

Schon ästhetisch war es eine Schnapsidee den Neumarkt durch einen massiven Bauklotz einzuengen. Nicht nur Ortfremde geraten in Stress, wenn sie am Neumarkt umsteigen wollen und den Weg zum richtigen Bussteig nicht finden. "Irrfahrten im (fast)Kreis würden das Problem auf die Spitze treiben und die Fahrzeiten unnötig verlängern. Dies zusätzlich zu allen bereits genannten Argumenten.

Mir gefällt die Idee mit der Johannisfreiheit auch nicht. Allerdings muss der Zustand des Neumarktsund der vorderen Johannesstraße dringend verändert werden, von daher halte ich den vorgeschlagenen Weg für das kleinere Übel. Wir brauchen an der Stelle einfach zwingend eine Veränderung und kein Stillstand.

Warum Menschen unterschreiben

Die ganze Aktion ist für viele eine Zumutung.

Busverkehr in der Johannis Freiheit ist zu gefährlich und nicht für kranke Menschen geeignet

Was für ein Blödsinn, Zeitverlust und Belastung von Anwohnern, Krankenhaus und Hospiz

Busverkehr an der Kinderklinik, am St. Johann, am Hospitz sowie am Kindergartenvorbei ist störend und zugleich gefährlich für die Kinder

- Planung des Busverkehrs bedarf einer grundsätzlichen, den gesamtstädtischen Aspekten geschuldeten Struktur, kein zufälliges wie auch immer geartetes Flickwerk
- Wertschätzung der Besonderheit des Gesundheitsquartiers
- Wertschätzung des bestehenden öffentlichen Raumes mit Aufenthaltsqualitäten

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