Region: Germany
Health

Corona: Maskenpflicht in der Öffentlichkeit

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Deutscher Bundestag Petitionsausschuss
178 Supporters 179 in Germany
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  1. Launched 06/04/2020
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Der Anstieg der Neuinfektionen konnte gebremst werden. Man gewinnt wertvolle Zeit, um die medizinischen Kapazitäten hochzufahren.

Doch was passiert, wenn die aktuellen Maßnahmen sukzessive wieder gelockert werden (müssen)?

Wenn man sie bis dahin nicht durch andere Maßnahmen ersetzt, werden die Neuinfektionen wieder genau so rasant ansteigen, wie zuvor.

Die Zeit des Lockdowns muss genutzt werden, um dem vorzubeugen.

Laut handelsblatt sind 57% der Deutschen für eine Schutzmasken-Pflicht. Doch die Politik spricht nicht einmal eine klare Empfehlung aus.

Reason

Experten, Virologen, Mediziner bis hin zur US-Gesundheitsbehörde sind sich weitgehend einig, dass das Tragen von Mund/Nasenschutz in der Öffentlichkeit die Ausbreitungsgeschwindigkeit verringert. Wenn möglichst viele, idealerweise alle mitmachen.

Doch da liegt das Problem. Unsere Politik zögert, hier eine klare Empfehlung auszusprechen, oder das Tragen von Masken in der Öffentlichkeit gar vorzuschreiben, weil nicht einmal für das medizinische und pflegerische Personal genügend professionelle Schutzausrüstung beschafft werden kann.

Aber auch hier sagen die Experten mittlerweile, dass selbst der einfachste Schutz durchaus eine Wirkung hat und sehr viel besser ist, als gar keiner. Man muss nur richtig damit umgehen und sich nicht in einem falschen Sicherheitsgefühl wiegen und dadurch leichtsinnig werden (beispielsweise bei den Abstandsregeln).

Denn solch einfache Masken bieten nur einen unzureichenden Eigen- sondern vor allem Fremdschutz.

Deshalb haben die Experten schon immer empfohlen, dass Infizierte und Menschen mit Symptomen solche Masken tragen sollen.

Aber woher soll man wissen, ob man nicht bereits infiziert ist? Deshalb lautet die Empfehlung nun, dass möglichst alle solche Masken tragen sollten, überall, wo der 2-Meter-Abstand nicht eingehalten werden kann.

Dies wäre ein Zeichen der Solidarität gegenüber anderen, vor allem der gefährdeten Gruppen.

Hierbei denkt man gleich an hochbetagte Senioren, welche ihr Leben gelebt haben, und schon seit Jahren in Pflegeheimen kaserniert sind. Aber es geht auch um den kleinen Jungen mit der transplantierten Niere, um die junge Mutter mit einem bisher unentdeckten Herzklappenfehler, um die Verkäuferin mit einer Auto-Immunerkrankung, um den Busfahrer mit Kurzatmigkeit, um die Lehrerin mit Diabetes, die Nachbarin mitten in einer Chemotherapie, oder auch jeden jungen Gesunden, der einfach Pech haben kann...

Und wer schützt die Krankenschwester oder den Altenpfleger, welche darauf angewiesen sind, täglich mit ÖPNV zur Arbeit zu kommen und auf dem Heimweg noch in den Supermarkt müssen, um für den eigenen Bedarf und vielleicht ihre gehbehinderte Mutter einzukaufen?

Ja, da sollte man sich wirklich solidarisch zeigen. Und zwar nicht nur durch abendlichen Applaus vom Balkon, sondern durch verantwortliches Handeln.

„Mein Mundschutz schützt Dich, Dein Mundschutz schützt mich!“

Sicher wären viele Menschen zu diesem solidarischen Handeln gerne bereit.

Andere benötigen da vielleicht ein wenig Unterstützung. Die sind noch immer der Ansicht: „Ich bin jung und gesund, ich habe keine Angst vor dieser Grippe.“ „So eine Maske schützt mich doch nicht zuverlässig, warum sollte ich eine tragen?“ „Es sollte jedem selbst überlassen bleiben, ob er eine solche Maske tragen will, oder nicht.“

Vielleicht sollte man diesen Leuten mal klar sagen: „Hallo, wenn Du Dich infizierst, könnte ich daran sterben...“

Ob man sich selbst schützen möchte oder nicht, könnte man tatsächlich jedem selbst überlassen. Bei Fremdschutz sieht das anders aus.

Deshalb fordern wir:

  • sofortige Einführung einer Schutzmaskenpflicht in der Öffentlichkeit (und wenn es zunächst ein Baumwolltuch sein muss)

  • sofortige Einrichtung einer Koordinierungsstelle für inländische Produktion von FFP-2-Masken (Eigenschutz), OP-Masken (Fremdschutz), FFP-2-Masken ohne Ventil (Eigen- und Fremdschutz) in ausreichenden Mengen zunächst für das medizinische und pflegerische Personal, dann sukzessive für andere systemrelevante Berufe und die Allgemeinheit.

  • Erwerb von Patenten/Nutzungsrechten, sodass bereits zertifizierte Maskentypen kurzfristig in Lizenz gefertig werden können.

  • Entsprechende Maßnahmen zum Hochfahren der Kapazitäten und Produktion von Schnelltests, sodass flächendeckend auf Viren und Antikörper getestet werden kann.

Koordiniert, gefördert und notfalls angeordnet von Gesundheits- und Wirtschaftsministerium. Es genügt einfach nicht, wenn die Regierung solche Eigeninitiative von Bürgern, Industrie und Mittelstand zwar begrüßt, aber selbst so passiv und zögerlich bleibt.

Thank you for your support, Klaus Wunderlich from Bad Herrenalb
Question to the initiator

News

Nationale Gesundheitsorganisationen - CDC (US), Österreich, die Tschechische Republik, die Slowakei und viele andere finden Hinweise darauf, dass jede Deckung die Ausbreitung besser reduziert als keine. Papiere und Artikel: https://n.pr/3bw1xYh https://bit.ly/3eKCy5y. Das Virus gelangt durch die Nase hinein und durch den Mund wieder heraus. Der gesunde Menschenverstand sagt, dass das Schließen dieser beiden Löcher die Ausbreitung verringern wird. Es handelt sich nicht um ein Heilmittel oder einen Impfstoff. Es wird die Ausbreitung nicht zu 100% verhindern. Aber wenn man auch nur 1% der Todesfä

Das Gesundheitswesen, genauer gesagt Krankenhäuser, Pflegeeinrichtungen und ähnliche, klagt schon seit Monaten über Lieferengpässe bei medizinischen Masken (FFP und Nase-Mundschutz). Die dort arbeitenden Menschen und deren Patienten sind auf diese Utensilien angewiesen! Eine "Maskenfplicht" verschärft jedoch den Andrang auf diese ohnehin schon rare Ware noch mehr und darf somit nicht erlassen werden, ohne den Verkauf von medizinisch-geprüften Masken (s.o.) zu regulieren oder für Privatpersonen zu begrenzen.

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