Region: Germany
Health

Covid-Impfungen in die Arztpraxen verlagern - Impfturbo einschalten

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  1. Launched 06/04/2021
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Es ist dringend erforderlich, dass die Impfkampagne gegen Covid Fahrt aufnimmt. Wir müssen alles unternehmen, damit nun innerhalb kürzester Zeit möglichst viele Impfungen verabreicht werden.

Die Bundesregierung und die Landesregierungen werden aufgefordert, sofort die Covid-Impfungen von den Impfzentren auf die Praxen der niedergelassenen Ärztinnen und Ärzte zu verlagern.

Bisher haben Bundes- und Landesregierungen festgelegt, dass die Impfungen in zentralen Impfzentren verabreicht werden. Zwar werden die Impfungen jetzt auch auf die Arztpraxen ausgeweitet, aber Vorrang haben weiterhin die Impfzentren. Das äußert sich darin, dass der Impfstoff bis zur Kapazitätsgrenze an die Impfzentren geliefert wird und lediglich der darüber hinausgehende Rest an die Arztpraxen gegeben wird.

Die Strategie muss sofort geändert werden. Die zentralen Impfzentren sollen bis auf wenige notwendige Einrichtungen geschlossen und die Impfungen auf die Arztpraxen verlagert werden mit Erstattung des situationsadäquaten Aufwand.

Reason

Der Weg aus der Covid-Pandemie wird nur über breit angelegte Impfungen führen. Um die Folgen für die Gesellschaft und die Wirtschaft nicht noch weiter zu verstärken, braucht die Impfkampagne einen Schub nach vorne. Notwendig ist dafür ein flächendeckendes enges Netz an Einrichtungen, in denen Impfungen angeboten werden können.

Für die niedergelassenen Haus- und Fachärzt*innen sind Impfungen Alltag. Jedes Jahr werden Millionen an Impfungen in den Praxen verabreicht – geräuschlos, effizient und kostengünstig. Genau diese Struktur muss nun genutzt werden. Zu Beginn der Impfkampagne war es richtig, die Covid-Impfungen auf Impfzentren zu konzentrieren, jetzt ist das nicht mehr vermittelbar.

In Baden-Württemberg sind beispielsweise rund 60 Impfzentren in Betrieb, aber sofort könnte in Tausenden von Haus- und Facharztpraxen geimpft werden.

Die Impfzentren sind teuer und erfordern einen riesigen Personalaufwand. Vor allem aber können sie für viele Patient*innen kein adäquates Impfangebot bereithalten. Denn die Patient*innen müssen in die Zentren kommen, was für viele Patient’innen entweder gar nicht möglich ist, oder nur mit hohem Aufwand.

Zudem ist die Vorgeschichte des Patienten beim Arzt bekannt. Impfzentren setzen eine zentrale, oft vergebliche Terminvergabe (über die 116117 oder online) voraus. Dies im Gegensatz zum Haus- oder Facharzt, der seine Patient*innen situationsgerecht kontaktieren kann. In Baden-Württemberg organisieren die niedergelassenen Ärzt*innen in ihren Praxen zwischen 150 und 200 Millionen Arzt-Patienten-Kontakte pro Jahr.

Die niedergelassenen Ärzt*innen in Deutschland wären in der Lage und bereit, schnell eine große Impfkampagne durchzuführen. Und genau das brauchen wir jetzt!

News

Viele ältere Mitbürger sind nicht mehr so mobil, dass sie die Strecke zum Impfzentrum zurücklegen können. Den Weg zum Hausarzt können diese Menschen meist jedoch noch bewältigen. Auch ist das Anmeldesystem für die Impfung in den Impfzentren für viele ältere Menschen zu kompliziert. Der Hausarzt kennt seine Patienten und weiß, für wen eine Corona-Infizierung besonders gefährlich wäre. Diese Menschen kann er dann gezielt zur Impfung einladen. Dies geht schneller und ist einfacher als das System mit den Impfzentren. Der Impfstoff sollte 50:50 zwischen Arztpraxis und Impfzentren geteilt werden.

Die Forderung "nur" in Praxen zu impfen, finde ich unverständlich. Wenn wir schneller werden wollen, brauchen wir ZUSÄTZLICHE Impf-Orte. Die Forderung bereits zum jetzigen Zeitpunkt Impfzentren zu schließen, finde ich kontraproduktiv. Diese Pandemie sollte nicht zur Klientelpolitik missbraucht werden...

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