Sehr geehrter Herr Kardinal Marx,

Gleichgeschlechtliche, tiefe Bindungen werden sowohl im Neuen, als auch im Alten Testament wertschätzend beschrieben (1 Sam 18, 1-4; Rut 1, 14-17; Joh 13, 23-26; Joh 19, 26-27). Eine Ablehnung von Homosexualität im heutigen Verständnis findet in der Bibel kein Argument. Die Verurteilung homosexueller Menschen zur Enthaltsamkeit lässt sich weder aus dem Alten Testament noch aus dem Neuen Testament ableiten.

Die Bibel verurteilt Sexualität, die darauf ausgerichtet ist, anderen Menschen Schaden zuzufügen. Dazu gehören Vergewaltigung und Kindesmissbrauch (Gen 19, 1-29; 1 Kor 6, 9-10, 1 Tim 1, 10). Sexualität, die darauf abzielt, Macht auszuüben, andere zu erniedrigen, zu unterdrücken, zu verletzen, zu demütigen oder ihre Würde zu verletzten, ist abzulehnen. In Röm 1, 24-27 wird eine Abwendung von Gott thematisiert. Eine Verurteilung von gleichgeschlechtlicher Liebe im heutigen Sinne lässt sich daraus nicht ableiten.

Für alle Menschen - seien sie heterosexuell, homosexuell oder bisexuell - gilt: "Lebe Sexualität und Partnerschaft im Geiste des Doppelgebotes der Liebe." Oder einfacher: "Lebt und liebt im Geiste des Doppelgebotes der Liebe". Alle Menschen sollen wir im Geiste der Nächstenliebe behandeln. Unabhängig von ihrer sexuellen Orientierung.

Die Abschnitte 2357 bis 2359 des Katechismus der Katholischen Kirche zu Keuschheit und Homosexualität sind obsolet und gehören gestrichen. Ein Ausschluss von Menschen aufgrund ihrer sexuellen Orientierung vom Priesteramt findet in der Bibel kein Argument.

Die Alt-Katholische Kirche in Deutschland und mehrere evangelische Landeskirchen ermöglichen eine Segnung von gleichgeschlechtlichen Paaren. Die katholische Kirche sollte diesem Beispiel folgen. Diskriminierung schadet der seelischen und physischen Gesundheit von Lesben, Schwulen und Bisexuellen.

Psychotherapien und seelsorgerische Interventionen, die auf einer Veränderung der sexuellen Orientierung abzielen, sind kontraindiziert!

Mit freundlichen Grüßen

Christof Wagner und alle Mitunterzeichner

Begründung

Diese Petition richtet sich an alle, die davon überzeugt sind, dass niemand aufgrund seiner sexuellen Orientierung benachteiligt werden darf.

Alle, die daran glauben, dass Gotte ALLE Menschen - unabhängig von der sexuellen Orientierung - liebt, sind dazu eingeladen, diese zu unterzeichnen.

Vielen Dank für Ihre Unterstützung, Christof Wagner aus Karlsruhe
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Pro

Fachliteratur zum theoretischen Hintergrund: Gortz, S. (Hrsg.) (2015). "Wer bin ich, ihn zu verurteilen?" : Homosexualität und katholische Kirche. Freiburg: Verlag Herder.

Contra

Warum muss sie das? Warum sagt Ihr nciht-heterosexuell, was genau meint ihr? WArum schließt ihr heterosexuelle Frauen aus, die stehen auch nicht gut da, die zu diskriminieren ist also nicht nur hinnehmbar, nein ihr diskriminiert sie höchst selbst! Wo bleibt die gleiche Petition bzgl islamischen Vereinen?

Warum Menschen unterschreiben

  • vor 14 Std.

    Weil ich selbst betroffen bin.

  • Louisa Schulze Dippoldiswalde

    vor 20 Std.

    Ich bin selbst zwar nicht gläubig, aber unterstütze den Gedanken sehr das jeder Mensch gleich behandelt werden sollte, egal welchea Geschlecht er liebt. Ich hoffe auch die katholische Kirche versteht das auch irgendwann.

  • Stefanie Claudia Minten Frankfurt am Main

    vor 6 Tagen

    Das Gebot der Nächstenliebe gilt gegenüber jeden Menschen unbeachtet seiner sexuellen Veranlagung, solange er niemandem schadet. Homosexuelle und Bisexuelle, Pansexuelle und andere leben heute oftmals in festen Partnerschaften und übernehmen für ihre*n Partner*in genauso lebenslang Verantwortung, wie die Bibel für Partnerschaften vorsieht. Es verstößt gegen den Glauben an die Gleichheit aller Menschen vor Gott, wenn wir hier im praktizierten Glauben und deren Ritualen Unterschiede zwischen Menschen unterschiedlicher sexueller Veranlagung machen. Wer sind wir, dass wir uns über Gottes Liebesgebot stellen und entscheiden, wer unser Nächster sein darf und wer nicht, wenn wir im Namen Gottes Menschen "aussortieren" und ausschließen. Das steht uns nicht zu und ist eine reale Benachteiligung Gläubiger.

  • vor 6 Tagen

    Aus- und Abgrenzung gibt es bei Gott nicht!

  • Anna Ilic Aschaffenburg

    vor 6 Tagen

    Weil Toleranz und Nächstenliebe ein katholisches Gut ist, dass in alle Richtungen und unabhängig von der Sexualität geschehen muss.

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