Region: Germany
Health

Ein Rettungsring für pflegende Angehörige - Jetzt!

Petition is directed to
Bundesgesundheitsminister Jens Spahn
8.622 Supporters
86% achieved 10.000 for collection target
  1. Launched 02/01/2020
  2. Collection yet 10 months
  3. Submission
  4. Dialog with recipient
  5. Decision
I agree to the storage and processing of my personal data. The petitioner can see name and place and forward this information to the recipient. I can withdraw my consent at any time.

Sehr geehrter Herr Spahn,

bundesweit gibt es 3,41 Mio. Pflegebedürftige (Stand: 2017), von diesen werden 76% (2,59 Mio.) zu Hause in ihrem häuslichen Umfeld von der Familie versorgt.

Die Gruppe der pflegenden Angehörigen hat eine Gesamtgröße von 4,5 Mio, ist zu 90% weiblich und zwischen 45 bis 70 Jahre alt, wenn sie die Pflege eines Angehörigen übernehmen. Darunter befinden sich auch rund 480.000 Kinder und Jugendliche, welche aktiv in der häuslichen Pflege tätig sind.

Im Durchschnitt beansprucht die Pflege eines Angehörigen im häuslichen Umfeld neun Stunden täglich.

Damit ist die Familie das Rückgrat und der größte Pflegedienst in unserem Land.

Die physische und psychische Belastung der Angehörigen ist sehr hoch. Ein Urlaub oder „eine Auszeit“ von der Pflege des Angehörigen, ist oftmals nur schwer umzusetzen.

Das Resultat dieser Dauerbelastung ist seit Jahren deutlich sichtbar:

  • pflegende Angehörige werden häufiger krank als andere Arbeitnehmer
  • knapp die Hälfte aller pflegenden Angehörigen leidet unter Rückenschmerzen
  • fast jeder dritte pflegende Angehörige leidet unter Schlafstörungen
  • mehr als jeder vierte entwickelt unter dem enormen psychischen Druck oftmals psychischen Störungen

Aber trotz dieser enormen gesundheitlichen Probleme, pflegen sie unermüdlich weiter.

Der Lohn dieser Aufopferung ist eine enorme Entlastung unseres Gesundheitssystems.

Sie wird auf dem Rücken dieser Personengruppe ausgetragen, auf Kosten ihrer Gesundheit und ihrer sozialen Absicherung im Alter.

So kann es nicht mehr weitergehen!

Reason

Daher fordern wir:

  • endlich eine leistungsgerechte soziale Absicherung für pflegende Angehörige.

  • eine Umwandlung der Pflegeversicherung in eine Vollversicherung, um damit alle pflegebedingten Leistungen finanzieren zu können.

  • bessere Bildungsangebote für pflegende Angehörige.

  • eine 24/7 Beratungsmöglichkeit für schwierige Situationen und Notfälle im häuslichen Umfeld.

  • einen deutlichen Ausbau der Kurzzeit-, Tages- und Nachtpflege und mehr Kombinationsmöglichkeiten von Tages-, Kurzzeit- und Verhinderungspflege.

  • für alle pflegenden Angehörigen niedrigschwellige Entlastungsleistungen die an den tatsächlichen und aktuellen Pflegebedarf/Pflegesituation angepasst werden können.

  • die Einbindung der pflegenden Angehörigen in den Landespflegeausschuss der Bundesländer um stärkere Mitsprache/Mitentscheidung zu erreichen.

Für die betroffenen Kinder und Jugendlichen fordern wir:

  • eine Unterstützung in Form einer Haushaltshilfe, welche ihnen zur Seite steht und sie bei der Bewältigung des Haushaltes unterstützt und entlastet.

  • eine Schnelleinstufung im Rahmen der häusliche Pflege.

  • eine psychologische Unterstützung bei Notfällen. Diese muss für die betroffenen Kinder und Jugendlichen leicht erreichbar sein (z.B. über eine spezielle Service-Nummer).

  • eine Sensibilisierung von Krankenkassen, Schulen und Beratungsstellen für die besondere Situation der betroffenen Kinder und Jugendlichen.

Sehen Sie nicht weiter tatenlos zu, wie pflegende Angehörige und betroffene Kinder und Jugendliche hilflos an Ihrer Überlastung ertrinken, werfen Sie endlich den Rettungsring - jetzt!

Thank you for your support, "Pflegekräfte in Not" from Nieder-Olm
Question to the initiator

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News

  • Ein herzliches Danke an alle, die bisher diese Petition unterstützt haben.

    Seit dem 02.01.2020 kann sie unterzeichnet werden, aktuell stehen wir bei mehr als 6.800 Unterschriften von 10.000 benötigten. Nach nicht einmal einem Monat!

    Es zeigt wie wichtig und brandaktuell dieses Thema ist. Selbst wenn wir die 10.000 Unterschriften schnell erreichen sollten, geht die Petition weiter. Jeder Unterschrift zusätzlich ist mehr Druck, den unser Gesundheitsminister Spahn zu spüren bekommt.

    Eine Schlagzeile aus dem Ärzteblatt vom 14.01.2020 ist mir direkt ins Auge gesprungen:

    „Pflege von Angehörigen mindert Einkommen“

    Dies ist nicht mehr akzeptabel, dafür muss es endlich eine Regelung geben. Pflegende Angehörige müssen finanziell entlastet werden... further

  • Neues zur Kampagne „Ein Rettungsring für pflegende Angehörige – Jetzt!“

    Nach dem Start der Kampagne am 01.01.2020 haben wir heute am 11.01.2020 bereits 1.000 Unterschriften gesammelt von 10.000 benötigten.

    Außerdem hat es die Petition, und damit auch die Situation der pflegenden Angehörigen, in einige Beiträge der Altenpflege von Vincentz geschafft:

    am 09.01.2020 auf Homepage plus Newsletter:
    www.altenpflege-online.net/Infopool/Nachrichten/Rettungsring-fuer-pflegende-Angehoerige

    am 09.01.2020 als Beitrag auf Twitter: twitter.com/Altenpflege_AP/status/1215257312555872256?s=19

    am 10.01.2020 als Beitrag inkl. Zitat auf Facebook:
    m.facebook.com/story.php?story_fbid=2739398532788037&id=272535419474373

    Zudem wurde die... further

  • Eine Geschichte, welche die Hilflosigkeit vieler pflegender Angehöriger zeigt, hat mir Isabell aus Niedersachsen geschrieben.

    Bitte lest Euch diese Geschichte durch, teilt sie und unterstützt die laufende Petition „Ein Rettungsring für pflegende Angehörige - Jetzt!“

    Ihr findet sie unter:

    OpenPetition.de/!Rettungsring

    „Sehr geehrter Herr Heyde,

    ich bin nach zehn Jahren der Pflege meiner an Demenz erkrankten Mutter an einen Punkt gestoßen, an dem ich nicht mehr weiter kann.

    Den Verlauf der Erkrankung habe ich mit all ihren Höhen und Tiefen mitbekommen. Diese Krankheit hat mir so viel genommen. Ab und an erkannte sie mich noch und es kamen Erinnerungen kurz zurück. Aber sie gingen auch schnell wieder. Eine Frau, die mir soviel bedeutet... further

Viele Hilfebedürftige möchten nicht in ein Heim! Da ist es wunderbar wenn sich ein Angehöriger findet, der mit ganzer Kraft Unterstützung leisten kann! Diese Pflege ist meist intensiver, menschlicher und zeitaufwändiger als wenn sich der zu Pflegende im Heim oder durch einen Pflegedienst behandeln lässt. Private Pflege verbessert das Wohlbefinden des betroffenen Menschen und verdient eine höhere Wertschätzung!!! Der Pflegende muss deshalb mehr Unterstützung erfahren, ideell und finanziell.

No CONTRA argument yet.

Why people sign

  • 3 h. ago

    Mehr Pflegekräfte, bessere Bezahlung, bessere Betreuung in der häuslichen Umgebung für inmobile Menschen, Geld ist für Politiker da aber nicht für das arbeitende Volk Bürger

  • 9 h. ago

    Habe betroffene im Bekannten - und Familienkreis. Zudem halte ich für eine Verschiebung der Werte wichtig. Wie kann es sein dass Pflege, ob professionell oder privat, in diesem land so wenig gewürdigt und gefördert wird, wo Wirtschaftsanliegen zum Teil trotz fahrlässiger Haltung und Handlung unterstützt werden?! Das fürsorgliche Handeln von Menschen am Menschen sollte in jedem Fall gefördert werden.

  • Sylvia Koch Friedrichroda

    1 day ago

    Damit meine Schwester und alle anderen zu Hause bleiben können in der Familie

  • 1 day ago

    bin Betroffene und mit der Willkür darf Spahn nicht durchkommen

  • 1 day ago

    Pflegende Angehörige arbeiten oft im Stillen und weit über ihre eigenen Kraftgrenzen. Mit ihrer Arbeit entlasten sie auch die Gesellschaft insgesamt. Pflegende Angehörige brauchen eine Lobby!

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