Die Jamaica-Koalition des Kreises Wesel plant ab 2016 massive finanzielle Einsparungen bei den Schwangerschaftsberatungsstellen, das hätte zur Folge, dass die Beratungsstellen der AWO geschlossen werden müssten. Ein großer Teil des Beratungsangebotes im Kreis Wesel würde damit weg fallen, obwohl die Menschen einen Rechtsanspruch darauf haben.

Begründung

Das würde zum Beispiel für die Menschen im Kreis Wesel bedeuten: - dass sie keine Schwangerschaftskonfliktberatung in einer nicht-konfessionellen Beratungsstelle in Anspruch nehmen könnten, - dass sie nicht mehr die Möglichkeit hätten, sich nach einer traumatischen Schwangerschaft oder Geburt durch Fachkräfte unterstützen zu lassen, - dass sie keine finanziellen Mittel von der Bundesstiftung „Mutter und Kind“ in einer nicht-konfessionellen Beratungsstelle beantragen könnten, - dass keine Präventionsveranstaltungen an Schulen durch das AWO Team zur Körperaufklärung, Wertevermittlung und zum Schutz vor ungewollten Schwangerschaften und vor sexueller Gewalt mehr stattfinden könnten.

Vielen Dank für Ihre Unterstützung, Thomas Zenge Wesendonk aus Wacchtendonk
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Neuigkeiten

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    Wir bedanken uns herzlich für Ihr Engagement und die Unterstützung,
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  • Am 17.3.2016 wurde im Weseler Kreistag der neue Haushaltsplan mit einschneidenden Kürzungen im sozialen und kulturellen Bereich beschlossen.
    Der ursprüngliche Vorschlag des Jamaica Bündnisses, die Personalkostenzuschüsse für die Schwangerschaftsberatungsstellen zu halbieren, wurde dank unseres gemeinsamen Protestes geändert.
    Bereits zur Sitzung des Kreisausschusses am 10.3.16 wurden die rund 1300 gesammelten Unterschriften dem Landrat übergeben und am 17.3.16 hat der Kreistag beschlossen, dass die Personalkostenzuschüsse auf dem Stand von 2015 eingefroren werden.
    Damit sind die befürchteten Schließungen der Schwangerschaftsberatungsstellen vermieden. Für die Zukunft bleibt jedoch das Problem, wie die langfristige Finanzierung gesichert werden kann, um das Beratungsangebot, auf das die Menschen im Kreis Wesel einen Rechtsanspruch haben, aufrecht zu halten. Das Ergebnis kann insofern nur als Teilerfolg gesehen werden, die Sparpolitik in den sozialen Bereichen darf so nicht weitergehen.
    Wir bedanken uns an dieser Stelle bei allen Unterstützerinnen und Unterstützern!

Pro

Eigentlich müsste es überflüssig sein, ein "Pro-Argument" für den Erhalt der Beratungsstelle zu nennen, weil sich die Notwendigkeit einem ganz von selber erschließt. Abgesehen davon, dass eine konfessionsfreie Beratungsstelle sowieso sein muss, um Menschen mit nicht-christlichem Hintergrund ebenfalls eine Beratung zu ermöglichen, sollten wir doch aus der aktuellen Flüchtlingsthematik gelernt haben. Soziale Kerneinrichtungen abzubauen und Personal in die Wüste zu schicken ist m.M.n. dumm und bestenfalls bis zur nächsten Wahl gedacht. Das kurzfristige Sparen bringt nichts für die Zukunft.

Contra

Bei den Schwangerschaftskonfliktberatungsstellen werden 80 % vom Land finanziert, 20 % sollen die Träger nach einem Urteil des Bundessozialgerichts von 2003 selber tragen. Diesen Anteil hat bisher der Kreis übernommen. Aufgrund der katastrophalen finanziellen Situation der Kommunen sollen künftig die Träger die Hälfte des bisherigen Kreiszuschusses selber übernehmen. Denn die regionale Beratungsversorgung ist keine Aufgabe des Kreises oder einer Kommune, sondern alleinige Aufgabe des Landes NRW. Die kommunale Ebene ist finanziell nicht mehr in der Lage, sich um Landesaufgaben zu kümmern.