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Bild zur Petition mit dem Thema: Erhalt Kitezone Kugelbake/Cuxhaven + Aufhebung d. Kiteverbotes Okt. bis Apr. im ges. NDS Wattenmeer Erhalt Kitezone Kugelbake/Cuxhaven + Aufhebung d. Kiteverbotes Okt. bis Apr. im ges. NDS Wattenmeer
  • Von: Nicht öffentlich
  • An: Umweltminister NDS Stefan Wenzel sowie Nationalparkverwaltung ...
  • Region: Niedersachsen mehr
    Kategorie: Sport mehr
  • Status: Die Petition wurde vom Petenten zurückgezogen bzw. wird nicht weiter verfolgt
    Sprache: Deutsch
  • Gescheitert
  • 1.869 Unterstützende
    Sammlung abgeschlossen

Erhalt Kitezone Kugelbake/Cuxhaven + Aufhebung d. Kiteverbotes Okt. bis Apr. im ges. NDS Wattenmeer

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Am Strand an der Kugelbake in Cuxhaven und in Cuxhaven/ Sahlenburg wird seit mehr als 15 Jahren der Kitesurfsport betrieben. Der junge Sport begeistert viele Menschen und Zuschauer. Touristen reisen nach Cuxhaven, um hier den Sport auszuüben und unter sicheren Bedingungen zu erlernen.

Diese ökologische Sportart in der Natur setzt den Respekt vor den Naturgewalten Wind, Regen, Sonne, Wasser, Wellen voraus, um sicher diesen Sport auszuüben. Rücksichtnahme auf die Natur und die Mitmenschen untereinander ist Bestandteil des Kiteunterrichtes und ist der Kitegemeinschaft in die Wiege gelegt. Das Kitesurfen macht uns immer wieder bewusst, wie klein wir Menschen tatsächlich sind und wie schutzbedürftig die Natur gleichwohl ist.

Die in den vergangenen vier Jahren zwei Mal genehmigte Kitezone in Cuxhaven/ Kugelbake ist von der Nationalparkverwaltung seit Ostern 2014 nicht weiter genehmigt worden. Als Begründung nennt die Nationalparkverwaltung, dass die einige Kilometer weiter bereits genehmigte Kitezone in Sahlenburg ausreiche und es kein öffentliches Interesse für die zweite Kitezone Cuxhaven Kugelbake gäbe. Darüber hinaus begründet die Verwaltung, dass eine Schließung der Kitezone an der Kugelbake kein wirtschaftlicher Nachteil wäre. Die Frage sollte aber nicht lauten, ob die Ausübung eines Sports sich aus wirtschaftlichen Gründen rechtfertigt, sondern gibt es wirklich ein weit überwiegendes öffentliches Interesse, einen Sport an bestimmten Stellen zu verbieten. Dabei ist zu berücksichtigen, dass das Kitesurfen nur auf 0,3 % der Fläche des Nationalparks Wattenmeer überhaupt erlaubt ist.

Die Nationalparkverwaltung Niedersächsisches Wattenmeer geht in Ihrer Begründung in keiner Zeile auf den Naturschutz ein und ignoriert dabei ihre eigene Nutzungserklärung in der steht, dass „ein Nationalpark kein Totalreservat für die Natur ist“. Trotzdem schränkt sie ohne fundierte Begründung die Zonen, die von Menschen genutzt werden ein und gefährdet dadurch sogar die Sicherheit der Kitesurfer. Darüber hinaus wurden in 12 Zonen die Zeiten, in denen diese Zonen befahren werden dürfen auf die Zeit von April bis Oktober und teils noch kürzer begrenzt. Nur vordergründig wird zur Rechtfertigung der Vogelschutz angeführt, denn die von der Nationalpark Verwaltung selbst beauftragten und veröffentlichten Gutachten belegen eindrucksvoll, dass von Kitesegeln nicht die behauptete besondere „Scheuchwirkung“ ausgeht und die weit überwiegende Zahl an „Störungen“ von Vögeln, wozu bereits das kurze Auffliegen gehören soll, durch Spaziergänger mit und ohne Hund verursacht wird. Für die zeitliche Limitierung zum kitesurfen von April bis Oktober bestehen keine Gründe, die dem Naturschutz entgegenstehen. Dies ist uns von dem BIOS Institut mündlich bestätigt worden. Zu Recht kommt jedoch niemand auf die Idee, das Wattwandern oder Spazierengehen am Strand und im Watt zu verbieten. Weder im Sommer noch im Winter.

Zum Hintergrund:

Seit dem im Jahr 2009 das Niedersächsische Wattenmeer mit 345.000 Hektar Fläche den Titel des UNESCO Weltnaturerbes (trotz Kitesurfer) trägt, wurden von der Nationalparkverwaltung Kitezonen eingerichtet, um die Natur und deren Nutzung durch den Menschen zu regeln. Die anfänglich 17 Kitezonen wurden auf 14 Kitezonen weiter reduziert. Die Zonen haben aktuell eine Fläche 1113 Hektar. Das entspricht der besagten Nutzung von lediglich 0,3% des Gesamtparks.

Begründung:

Gründe die Kitezone an der Kugelbake zu erhalten:

• Öffentliches Interesse: Wie groß das öffentliche Interesse ist, den Spot an der Kugelbake zu erhalten, zeigt eine Unterschriftenaktion mit tausenden von Unterstützern, eine Facebook-Gruppe mit rund 5000 Mitgliedern sowie die Demonstration am 1. Mai an der Kugelbake mit rund 1.000 Teilnehmern. Diese Personen sehen keine Gefahr durch Kitesurfer für Natur und Umwelt sondern einen Nutzen für Cuxhaven. Das Interesse besteht darin die Attraktivität des Urlaubs- und Tourismusstandortes weiter zu erhalten und zu erhöhen. Ein Entzug der Genehmigung würde sich negativ auf ökonomische Aspekte, Sicherheit, Naturschutz, Image und soziale Gründe auswirken.
• Sicherheit und Standort: Durch die Schließung des Ostwind-Ausweichspots Kugelbake gäbe es keine sichere Alternative bei Ostwind in Cuxhaven kiten zu gehen. Die Gefahr, dass es hochmotivierte Kiter bei reinem Ostwind in Sahlenburg doch probieren, ist gegeben. Bei Ostwind geht der Wind ablandig. Durch diese Windbedingungen gibt es die große Gefahr von Strömungsabrissen, hinunterstürzenden Kites und Abtreiben auf die offene See und in das angrenzende Naturschutzgebiet. Desweiteren führt eine herbeigeführte Konzentration bei Nord-Ostbedingungen auf ein Kiterevier zu Überfüllungen, so dass sich mehrere Kites ineinander kreuzen könnten, damit unkontrollierbar werden und eine Gefahr für die Kiter selbst, die Sicherheit der Touristen und des Naturschutzes darstellen. Außerdem ist ein sicheres Schulen unter diesen Bedingungen nicht möglich. 2013 sind an guten Tagen bis zu 150 Kites in der Luft gewesen. Durch den Wegfall der Kugelbake bei Nord-Ost Wind würde dies sich noch weiter verdichten. Es ist unverantwortlich, die stets mehr werdenden Kitesurfer, in immer kleinere Gebiete zu zwängen. Schwere Unfälle sind danach nicht mehr eine Frage des „ob“, sondern nur des „wann“. • Ökonomische Gründe: Dem Ort Cuxhaven entgeht, durch den Wegfall der Kugelbake, die Möglichkeit bei Ostwind kiten zu gehen, ein Standortnachteil. Durch ein breit aufgestelltes Angebot der Stadt Cuxhaven werden Touristen zum Urlaub machen angelockt. Siehe hierzu: www.die-nordsee.de/kitesurfenkitesurfen Je attraktiver das Angebot, desto höher auch das Touristenaufkommen und somit die wirtschaftliche Leistung im Tourismusbereich. Darüberhinaus sind durch das Kitesurfen Existenzen und Arbeitsplätze entstanden, die sich durch den Kitesport finanzieren. Kitesurfen ist bald olympische Disziplin und kein Nischensport mehr (weltweit ca. eine halbe Mio. Menschen). Für mögliche Kite-Events käme Cuxhaven dann nicht mehr in Frage.
• Naturschutz: Das Kiterevier befindet sich direkt an einer Weltschifffahrtstrasse. Es fahren hier im Minutentakt riesige Frachtschiffe vorbei. Es gibt keine Gräser oder Dünen, die eine Brutmöglichkeit wären. Darüber hinaus ist die Kugelbake bei Ebbe stark durch Besucher frequentierte. Eine „Scheuchwirkung“ und damit ein verlassen von Nestern durch Kitesurfer ist insbesondere an der Kugelbake damit nicht gegeben. Auch gibt es dort in unmittelbarer Nähe erhebliche bauliche Anlagen und eine „Bimmelbahn“ darf dort fahren. Ferner ist zu berücksichtigen, dass die Anzahl der Tage, die aufs Jahr gerechnet überhaupt zum kitesurfen geeignete Bedingungen bieten, äußerst gering ist. • Image Weltkulturerbe Kitesurfen ist eine emissionsfreies Fortbewegungsmittel und fügt sich durch die Windnutzung in das ökologische Bild des Weltkulturerbes ein. Durch Einbindung Einheimischer wird eine Weltnaturerbe-Identität geschaffen. Ortsansässige Kiteschulen weisen auf den Naturschutz und das Weltkulturerbe hin. www.waddensea-worldheritage.org/de/nachrichten/2013-10-04-4-weltnaturerbe-forum-niedersachsen • Soziale Gründe: Kitesurfen schult gegenseitige Verantwortung und Rücksichtnahme durch einheitliche Schulungsinhalte (VDWS). Kitesurfen fördert die körperliche Gesundheit und trägt positiv zum Image der Stadt bei. Jugendliche lernen durch Kitesurfen Verantwortungsgefühl, Achtsamkeit für die Natur und sie werden in soziale Netze eingebunden.

Bitte helfen Sie uns, diese naturverbundene Sportart, die nur auf Wind und Wasser setzt, zu erhalten. Den Menschen völlig aus der Natur zu verbannen und ihn zum Zaungast zu machen, kann nicht das Ziel sein. Was der Mensch nicht am eigenen Leib erfahren darf, wird er nicht in der Lage sein zu schützen. Es ist nicht der Sportler, der der Natur schadet, sondern übertriebener Konsum, Gewinnstreben, Industrie und motorisierter Verkehr.

Im Namen aller Unterzeichner/innen.

Bremen, 09.05.2014 (aktiv bis 24.05.2014)


Neuigkeiten

Danke an alle, die sich mit ihrer Unterschrift der Petition für den Erhalt der Surfreviere und die ungerechtfertigte Regelwut der Nationalparkverwaltung eingesetzt haben. Durch eine Vielzahl von Aktivitäten ist es gelungen, einen Teilerfolg zur erreichen. ...

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Debatte zur Petition

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CONTRA: Generaliesiertes Problem in Niedersachsen nicht isoliert auf Cuxhafen zu betrachten Leider lese ich in der PEtition wenig vom Rest der NIedersächsischen Nordsee ist ja nicht ein Isoliertes Problem von Cuxhafen sondern der Ganzen Nordsee in Niedersachsen. ...



Petitionsverlauf