Erhalt Monheimer Grünzug - Kein Bayer04 Leistungszentrum

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Mitglieder des Regionalrates der Bezirksregierung Düsseldorf und kommunale Gremien

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  1. Launched March 2025
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Petition is addressed to: Mitglieder des Regionalrates der Bezirksregierung Düsseldorf und kommunale Gremien

Wir, das sind Monheimer und die Bewohner der Blee, wenden uns entschieden gegen die geplante Ansiedlung des Bayer 04-Leistungszentrums auf über 20 Hektar im Süden Monheims. Nach der Ablehnung eines vergleichbaren Vorhabens am Laacher Hof rückt das Projekt nun direkt an Monheimer Wohngebiet heran. Dies würde nicht nur die letzten verbliebenen Grünflächen und notwendige Frischluftschneise für das gesamte Monheimer Stadtgebiet zerstören, sondern auch die Infrastruktur des Monheimer Südens unwiderruflich überlasten.

Unsere Bedenken:

  • Nachhaltige Überlastung des Monheimer Südens: Die geplante Erweiterung des Gewerbegebiets und des Creative Campus stellt die Stadt bereits vor große Herausforderungen. Die zusätzliche Ansiedlung eines großflächigen Leistungszentrums würde die bestehenden Kapazitäten von Verkehr und Infrastruktur weiter überschreiten.
  • Monheim als Ersatzlösung für ein Leverkusener Problem? Das für Bayer 04 tätige Planungsbüro TecArena hat rund zehn alternative Flächen in Köln, Langenfeld und Leverkusen – darunter direkt hinter dem Bayer Campus Monheim auf Leverkusener Stadtgebiet – geprüft. Alle diese Kommunen haben das Projekt abgelehnt, im Wesentlichen aufgrund der dort herrschenden ausgeprägten Flächenknappheit. Doch ausgerechnet Monheim, die kleinste der genannten Städte, soll nun einspringen? Wieso soll Monheim - im Zeichen von eigener Flächenknappheit - eigene notwendige Fläche opfern, während sich deutlich größere Kommunen auf Flächenknappheit berufen? Bayer 04 Leverkusen ist kein Monheimer Verein – warum also soll unsere Stadt eine Entwicklung übernehmen, die Leverkusen selbst nicht stemmen kann oder will?
  • Widersprüchliche Aussagen des Planungsbüros: In der Ratssitzung der Stadt Monheim vom Oktober 2024 äußerte sich der Geschäftsführer der TecArena-Plus GmbH, Herr Wölfer, kritisch zur Landesentwicklungsplanung und stellte infrage, ob ein „Leistungszentrum eines Bundesligisten“ überhaupt als Sportanlage gewertet werden könne. Er erklärte zudem:
  • „Man möge sich vorstellen, wir würden direkt an einen allgemeinen Siedlungsbereich, in dem Leute gerade für teuer Geld ihre Einfamilienhäuser gebaut haben, zwölf Sportplätze in direkter Nähe quasi an den Gartenzaun bauen mit dem Hinweis, dies sei die Idee der Landesentwicklungsplanung.“
  • Und weiter: „Also ich sage mal, die Beitrittsformulare für die Bürgerinitiative könnte ich schon im Vorfeld drucken.“
  • Diese Aussagen sind heute umso bemerkenswerter, da sich genau dieses Szenario nun realisiert. Nachdem der ursprüngliche Standort aufgrund der Wasserschutzproblematik scheiterte, verfolgt man nun genau die von Herrn Wölfer damals selbst als problematisch dargestellte Lösung: die Ansiedlung an ein Siedlungsgebiet.

Unsere Forderung:
Wir fordern die Mitglieder des Planungsausschusses und des Regionalrats auf, dieses Vorhaben nicht weiterzuverfolgen und stattdessen den Erhalt der Flächen im Monheimer Süden, die offiziell als "Schutz der Landschaft und landschaftorientierten Erholung" und "regionaler Grünzug" im Regionalplan ausgewiesen, sicherzustellen.

Mit Ihrer Unterschrift unterstützen Sie den Inhalt des beigefügten Briefes. Ihre Unterschrift wird zusammen mit diesem Brief an die Mitglieder des Planungsausschusses des Regionalrates und an den Regionalrat der Bezirksregierung Düsseldorf versendet.

Lassen Sie uns gemeinsam ein starkes Zeichen setzen!

Reason

Mit Ihrer Unterschrift unterstützen Sie den folgenden Text, der an die Mitglieder des Ausschusses für Planung und an die Mitglieder des Regionalrates gesendet wird:

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Petition details

Petition started: 03/06/2025
Collection ends: 03/06/2027
Region: Monheim am Rhein
Topic: Environment

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News

  • Nach dem Jahreswechsel möchten wir den aktuellen Sachstand zum geplanten Bayer-Campus einordnen. Bayer 04 hat zum Ende des letzten Jahres eine veränderte Planung präsentiert und werbewirksam als deutliches Entgegenkommen deklariert. Eine detaillierte Analyse macht jedoch deutlich, dass es sich hierbei um eine weitgehend kosmetische Anpassung handelt, durch welche die grundlegenden Probleme keineswegs gelöst werden.

    1. Veränderte Planung ist weiterhin ein massiver Eingriff in den regionalen Grünzug

    Die veränderte Planung stellt nach wie vor einen massiven Eingriff in den regionalen Grünzug dar. Da lediglich zwei Trainingsplätze mit ca. 1 ha entfallen und das Parkhaus ausgelagert wurde, reduziert sich die beanspruchte Fläche nur marginal um etwa 3 ha. Ein gravierendes Problem bleibt die Isolation des geschützten Waldstücks, das nun seine Anbindung an die Umgebung und damit seine ökologische Wirksamtkeit verliert.
    In der Konsequenz befinden sich weiterhin ca. 66 % des Campus-Geländes innerhalb des regionalen Grünzugs. Zentrale ökologische Funktionen – insbesondere die Kaltluftentstehung, der Biotopverbund sowie wichtige Funktionen zur Hochwasser- und Klimaanpassung – werden beeinträchtigt oder zerstört, da der verbleibende Grünstreifen lediglich einen engen Korridor bildet.
    Damit wird die zentrale politische Forderung, den regionalen Grünzug unberührt zu lassen, nicht im Ansatz erfüllt.

    2. Nur die Flächen östlich/südlich „Crop Science“ sind eine verträgliche Alternative in Monheim

    Als einzig verträgliche Alternative in Monheim kommen die Flächen östlich und südlich von „Crop Science“ in Betracht.
    Der aktuell in der Planung befindliche Standort „Alfred-Nobel-Straße“ wurde sowohl vom Dezernat für Regionalentwicklung als auch von dem von Bayer 04 beauftragten Planungsbüro aufgrund der genannten ökologischen Risiken als eindeutig ungeeignet eingestuft.
    Zudem erfüllt diese Grünfläche eine wichtige städteplanerische Funktion, indem sie das Gewerbeindustriegebiet vom Wohngebiet trennt. Da gemäß des Regionalplans Düsseldorf lediglich 3 ha als Gewerbegebiet zulässig sind, fehlt selbst dem bestehenden B-Plan 59M die vollständige regionalplanerische Legitimation.
    Hinzu kommt, dass die täglichen Belastungen eines intensiv betriebenen Leistungszentrums die eines Gewerbegebietes mit Bürogebäuden qualitativ und quantitativ deutlich übersteigen, was die mangelnde Eignung des Standortes „Alfred-Nobel-Straße“ untermauert.
    Im Gegensatz dazu ist im Bereich östlich/südlich des Pflanzenschutzzentrums „Crop Science“ bereits ein Gewerbeindustriegebiet von ca. 25 ha zulässig, in dem der Campus stadtplanerisch und ökologisch verträglich realisiert werden kann. Eine Zersiedelung oder Zerschneidung des regionalen Grünzuges ließe sich dort vollständig vermeiden.
    Gemäß der Forderung des Regionalrats Düsseldorf muss Bayer 04 die bereits rund 70 Alternativflächen erneut prüfen und dabei die kleinere Planungsvariante zugrunde legen.
    Insbesondere die bereits bisher als geeignet eingestuften Areale in Leverkusen, Köln und Langenfeld müssen dabei bevorzugt vor dem Standort „Alfred-Nobel-Straße“ in die engere Auswahl genommen werden.

    3. Kritische Würdigung der Kommunikation von Bayer 04

    Wir betrachten die aktuelle Kommunikationsstrategie von Bayer 04 mit großer Skepsis. Das klare Votum der Bürger gegen den Standort ‚Alfred-Nobel-Straße‘ wird faktisch ignoriert. Stattdessen setzt der Verein auf eine PR-Kampagne, die wesentliche Fakten – wie die negative Standortanalyse des eigenen Planungsbüros – nicht oder nur verkürzt wiedergibt. Die einseitige Darstellung in den sozialen Medien klammert potenzielle Nachteile aus und suggeriert eine ergebnisoffene Bürgerbeteiligung, die in dieser Form nicht stattfindet.

    Wir werten dieses Vorgehen als Versuch, mit nicht haltbaren Suggestionen Partikularinteressen über das Gemeinwohl zu stellen.

    4. Appell an die Monheimer Politik

    Wir danken der neuen Mehrheit im Stadtrat für die bisherige klare Haltung, bekräftigen unsere Unterstützung für den Kurs des Stadtrats und fordern die Verantwortlichen auf:

    • Den regionalen Grünzug als unverzichtbaren Bestandteil unserer Stadt konsequent zu schützen.
    • Eine Spaltung durch die Missachtung demokratischer Voten zu verhindern.
    • Nur solche Lösungen mitzutragen, die ökologisch und städtebaulich nachhaltig sind.

    Gefragt sind nun politischer Mut und eine faktenbasierte Beurteilung eines verträglichen Standortes statt PR Kampagnen oder kosmetischer Korrekturen.
    Die ökolgische und stadtplanerische Verantwortung liegt in den Händen der Monheimer Politik. Wir erwarten, dass Wahlversprechen und Parteipositionen (s. unser Update v. 13.09.25) konsequent eingehalten werden. Es wäre nicht vermittelbar, eine ökologisch und stadtplanerisch schädliche Planung einer verträglichen Planung südlich/östlich „Crop Science“ vorzuziehen.

    Wir bedanken uns bei allen für ihr Engagement für eine zukunftsorientierte und verträgliche Stadtplanung und wünschen ein frohes neues Jahr!
  • Am 5. November 2025 hat der neu gewählte Stadtrat Monheims auf Antrag von CDU, SPD, Grünen und FDP das laufende Bauleitverfahren für den geplanten Bayer 04 Campus offiziell aufgehoben. Damit folgt der Stadtrat den vielfach geäußerten Bedenken der Fachbehörden, der Bürgerinnen und Bürger sowie der Position des Regionalrats Düsseldorf.
    Wir danken den antragstellenden Fraktionen ausdrücklich für ihr konsequentes Handeln – gerade angesichts des zuletzt enormen medialen Drucks und einer aggressiven Kampagne, die die Debatte emotional aufgeladen und bewusst verzerrt hat. Umso mehr verdient es Anerkennung, dass die gewählten Vertreterinnen und Vertreter zu ihren Argumenten und Wahlversprechen stehen.

    - Mangelnde Eignung des Standortes „Alfred-Nobel-Straße“ und zukünftige Perspektive
    Mit der Aufhebung ist nun wieder eine faire und ergebnisoffene Bewertung aller möglichen Standorte möglich – ohne Vorfestlegung, ohne politischen Druck. Genau diesen offenen Prozess hatte die vorherige Ratsmehrheit unter Führung der PETO-Partei verhindert, indem sie gemeinsam mit Bayer 04 eine hoch umstrittene Planung auf den Weg brachte – gegen alle fachlichen Einwände und ohne Rücksicht auf ökologische, städtebauliche und gesellschaftliche Auswirkungen.
    Unter Würdigung dieser stichhaltigen Bewertungen ist der Standort „Alfred-Nobel-Straße“ für den Bau eines Leistungszentrums eindeutig ungeeignet.

    Trotzdem erklären die Verantwortlichen von Bayer 04 Leverkusen im Anschluss an die Entscheidung des Stadtrats: „Die Fläche muss regionalplanerisch genehmigungsfähig sein. Diese Kriterien erfüllt in Monheim allein der ursprünglich angedachte Standort.“
    Diese Aussage widerspricht eindeutig dem festgelegten Schutzstatus der Fläche als „regionaler Grünzug“ und „Schutz der Landschaft und landschaftsorientierter Erholung“.
    Das Dezernat 32 für Regionalentwicklung der Bezirksregierung Düsseldorf sowie sogar das eigens von Bayer 04 Leverkusen beauftragte Planungsbüro bewerten die Fläche - neben weiteren, ungeeigneten Eigenschaften - explizit aufgrund des regionalen Grünzuges als ungeeignet (vgl. Ausschuss fur Planung des Regionalrates Düsseldorf, 13.03.2025, sowie Monheim.de > Stadtleben & Aktuelles > Mitmach-Portal > Aktuelle Projekte > Bayer-04-Sportcampus > Bayer_04_Sportcampus_Standortanalyse.pdf).

    Auch eine propagierte Alternativlosigkeit und konstruierte Dringlichkeit aufgrund einer nur theoretisch vorhandenen Gefahr des Lizenzverlustes ändern an der mangelnden Eignung nichts.

    Aus diesen Gründen bekräftigen wir unsere Position, dass der Standort „Alfred-Nobel-Straße“ für jegliche Planungen des Leistungszentrums - unabhängig der Größe - ausscheidet und die Stadt Leverkusen in die Pflicht zu nehmen ist sowie – wie auch vom Regionalrat gefordert - alle bereits analysierten Standorte erneut mit einer verkleinerten Planung zu prüfen sind.

    - Fragwürdige Kommunikation von Bayer 04 Leverkusen
    Die Art und Weise, wie sich Bayer 04 Leverkusen zuletzt öffentlich positioniert hat, wirft ein bedenkliches Licht auf das Verständnis des Vereins von Demokratie und einem respektvollen Umgang mit politischen Entscheidungsträgern.
    Die Strategie, öffentliche Kritik durch medialen Druck zu ersticken, statt den Dialog mit der Gesellschaft zu suchen, steht im Widerspruch zur Verantwortung, die ein solcher Verein für das Gemeinwohl und im Rahmen seiner Vorbildfunktion trägt. Diese Art des Vorgehens reiht sich nahtlos in die fehlende, ehrliche Auseinandersetzung mit Umweltbelangen oder den Interessen der Bürger ein: Trotz vielfach bestätigter mangelnder Eignung des Standortes wurden bedeutungsvolle Umweltaspekte bagatellisiert. Letztlich sei auch an die gescheiterte und vielfach kritisierte Kommunikationsstrategie des Lizenzverlustes zu erinnern.

    - Vorbildfunktion des neuen Stadtrates der Stadt Monheim
    Umso wichtiger ist das klare Signal des Stadtrats: Es braucht politische Glaubwürdigkeit, demokratische Kultur und die Bereitschaft zur Abwägung. Diese Entscheidung ist ein Schritt zur Versachlichung von Debatten – und zur Wiederherstellung von Vertrauen in die kommunale Politik. Dafür sagen wir Danke.

    Gleichzeitig bleibt festzuhalten: Die neue Ratsmehrheit steht vor der Aufgabe, mit den Fehlern und der verbrannten Erde aus der vergangenen Regierungsperiode verantwortungsvoll umzugehen.
    Wir setzen auf einen transparenten, umweltbewussten und konsensorientierten Weg für die Zukunft unserer Stadt.

Das Vorhaben zerstört einen der letzten zusammenhängenden Grünzüge in Monheim. Die Fläche dient laut Regionalplan dem Schutz der Landschaft, der Erholung und der klimatischen Entlastung. Ihre Bebauung würde einen wertvollen Natur- und Frischluftkorridor unwiederbringlich unterbrechen und die ökologische Verbindung zwischen Rheinauen und Monbagsee dauerhaft zerstören.

Meiner Meinung nach gibt es in Monheim noch genügend Grünflächen. Die Hauseigentümer sollten nicht so überheblich sein und ein Trainingscenter zu verhindern wollen. Es geht hier schließlich um Sport und ich wüsste nicht was daran störend sein soll. Aber als Alternative hätte ich sonst den Vorschlag dort Flüchtlingsunterkünfte zu bauen.

Why people sign

Erhalt einer natürlichen Erholungszone ist wichtiger als Kommerz, zumal Wohngebiete in unmittelbarer Nähe vorhanden sind.
Ruhe hat Vorrang vor sportwirtschaftlichen
Aspekten, die zudem stadtfremd sind.

Rainer Schmieder

Erhalt der Natur

Grünflächen müssen erhalten bleiben

Ich unterstütze das, weil wir auch etwas erreichen wollen. Ich hoffe, Ihr schafft das und könnt uns auch Helfen, die Delta Waldeck Frankenberg GmbH zu erhalten. Hoffe auch auf Eure Unterschriften. Ich verbreite auch gerne Eure Petition.

Hier der Link:

openpetition.de/!hqbgx

Vielen Dank

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