Erhalt Monheimer Grünzug - Kein Bayer04 Leistungszentrum

Petition richtet sich an
Mitglieder des Regionalrates der Bezirksregierung Düsseldorf und kommunale Gremien

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2.800 für Sammelziel

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Petition richtet sich an: Mitglieder des Regionalrates der Bezirksregierung Düsseldorf und kommunale Gremien

Wir, das sind Monheimer und die Bewohner der Blee, wenden uns entschieden gegen die geplante Ansiedlung des Bayer 04-Leistungszentrums auf über 20 Hektar im Süden Monheims. Nach der Ablehnung eines vergleichbaren Vorhabens am Laacher Hof rückt das Projekt nun direkt an Monheimer Wohngebiet heran. Dies würde nicht nur die letzten verbliebenen Grünflächen und notwendige Frischluftschneise für das gesamte Monheimer Stadtgebiet zerstören, sondern auch die Infrastruktur des Monheimer Südens unwiderruflich überlasten.

Unsere Bedenken:

  • Nachhaltige Überlastung des Monheimer Südens: Die geplante Erweiterung des Gewerbegebiets und des Creative Campus stellt die Stadt bereits vor große Herausforderungen. Die zusätzliche Ansiedlung eines großflächigen Leistungszentrums würde die bestehenden Kapazitäten von Verkehr und Infrastruktur weiter überschreiten.
  • Monheim als Ersatzlösung für ein Leverkusener Problem? Das für Bayer 04 tätige Planungsbüro TecArena hat rund zehn alternative Flächen in Köln, Langenfeld und Leverkusen – darunter direkt hinter dem Bayer Campus Monheim auf Leverkusener Stadtgebiet – geprüft. Alle diese Kommunen haben das Projekt abgelehnt, im Wesentlichen aufgrund der dort herrschenden ausgeprägten Flächenknappheit. Doch ausgerechnet Monheim, die kleinste der genannten Städte, soll nun einspringen? Wieso soll Monheim - im Zeichen von eigener Flächenknappheit - eigene notwendige Fläche opfern, während sich deutlich größere Kommunen auf Flächenknappheit berufen? Bayer 04 Leverkusen ist kein Monheimer Verein – warum also soll unsere Stadt eine Entwicklung übernehmen, die Leverkusen selbst nicht stemmen kann oder will?
  • Widersprüchliche Aussagen des Planungsbüros: In der Ratssitzung der Stadt Monheim vom Oktober 2024 äußerte sich der Geschäftsführer der TecArena-Plus GmbH, Herr Wölfer, kritisch zur Landesentwicklungsplanung und stellte infrage, ob ein „Leistungszentrum eines Bundesligisten“ überhaupt als Sportanlage gewertet werden könne. Er erklärte zudem:
  • „Man möge sich vorstellen, wir würden direkt an einen allgemeinen Siedlungsbereich, in dem Leute gerade für teuer Geld ihre Einfamilienhäuser gebaut haben, zwölf Sportplätze in direkter Nähe quasi an den Gartenzaun bauen mit dem Hinweis, dies sei die Idee der Landesentwicklungsplanung.“
  • Und weiter: „Also ich sage mal, die Beitrittsformulare für die Bürgerinitiative könnte ich schon im Vorfeld drucken.“
  • Diese Aussagen sind heute umso bemerkenswerter, da sich genau dieses Szenario nun realisiert. Nachdem der ursprüngliche Standort aufgrund der Wasserschutzproblematik scheiterte, verfolgt man nun genau die von Herrn Wölfer damals selbst als problematisch dargestellte Lösung: die Ansiedlung an ein Siedlungsgebiet.

Unsere Forderung:
Wir fordern die Mitglieder des Planungsausschusses und des Regionalrats auf, dieses Vorhaben nicht weiterzuverfolgen und stattdessen den Erhalt der Flächen im Monheimer Süden, die offiziell als "Schutz der Landschaft und landschaftorientierten Erholung" und "regionaler Grünzug" im Regionalplan ausgewiesen, sicherzustellen.

Mit Ihrer Unterschrift unterstützen Sie den Inhalt des beigefügten Briefes. Ihre Unterschrift wird zusammen mit diesem Brief an die Mitglieder des Planungsausschusses des Regionalrates und an den Regionalrat der Bezirksregierung Düsseldorf versendet.

Lassen Sie uns gemeinsam ein starkes Zeichen setzen!

Begründung

Mit Ihrer Unterschrift unterstützen Sie den folgenden Text, der an die Mitglieder des Ausschusses für Planung und an die Mitglieder des Regionalrates gesendet wird:

https://c.gmx.net/@1479413296195966121/g8Pqclt7ESYvwRIIci-MOQ

Vielen Dank für Ihre Unterstützung, Interessengemeinschaft Monheim, Monheim
Frage an den Initiator

Angaben zur Petition

Petition gestartet: 06.03.2025
Sammlung endet: 06.03.2027
Region: Monheim am Rhein
Kategorie: Umwelt

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Neuigkeiten

  • Liebe Unterstützerinnen und Unterstützer,

    nach dem Abbruch bzw. Ende der Gespräche und der klaren Ablehnung der aktuellen Planung an der Alfred-Nobel-Straße durch die Bündnisparteien im Stadtrat geht Bayer 04 nun den nächsten Schritt: Am 08. Juni 2026 um 18:00 Uhr lädt Bayer 04 zu einer Informationsveranstaltung ins Bürgerhaus Baumberg ein.

    Wir rufen alle Unterstützerinnen und Unterstützer ausdrücklich dazu auf: Bitte nehmen Sie zahlreich an dieser Veranstaltung teil und äußern Ihre Meinung.

    Denn was hier geschieht, darf nicht unwidersprochen bleiben.

    Am 05.11.2025 wurde das Bauleitverfahren für den Bayer-04-Campus durch den neu gewählten Stadtrat aufgehoben. Danach fanden über ca. sechs Monate Gespräche mit den Parteien statt. Die überarbeitete Planung wurde geprüft – und am Ende war das Ergebnis eindeutig: Auch die neue Variante findet keine Zustimmung.

    Denn trotz einzelner Änderungen bleibt der Standort weiterhin ungeeignet. Geplant ist nach wie vor ein großflächiges Leistungszentrum mit rund 15 Hektar Fläche, 10,5 Fußballfeldern, Funktionsgebäuden und Lichtanlagen – mitten in einem sensiblen Bereich des regionalen Grünzugs und in unmittelbarer Nähe zu Wohngebieten. Die Konflikte rund um Klima, Freiraum- und Hochwasserschutz, Verkehr sowie Licht- und Lärmbelastung bleiben bestehen.

    Der Verzicht auf zwei Plätze und die Verlagerung eines Parkhauses lösen die grundlegenden Probleme nicht. Aus unserer Sicht vermittelt die Kommunikation von Bayer 04 den Eindruck, die Planung sei ein weitreichender Kompromiss. Diese Bewertung teilen wir nicht, weil die Änderungen aus unserer Sicht marginal sind und die grundlegenden Standortkonflikte nicht lösen.

    Aus unserer Sicht sollte Bayer 04 die politische Lage nach den Gesprächen respektieren und die Alternativenprüfung wieder in den Mittelpunkt stellen. Stattdessen wird unserer Meinung nach nun erneut öffentlicher Druck aufgebaut. Das halten wir für problematisch und respektlos gegenüber den gewählten Vertreterinnen und Vertretern – und auch gegenüber den vielen Bürgerinnen und Bürgern, die sich sachlich und mit stichhaltigen Argumenten gegen diesen Standort aussprechen.

    Monheim ist keine Ausweichfläche für ein Prestigeprojekt eines auswärtigen Vereins. Unsere letzten Grünzüge sind kein Verhandlungsgegenstand für PR-Kampagnen.

    Deshalb: Kommen Sie am 08.06.2026 um 18:00 Uhr ins Bürgerhaus Baumberg, Humboldtstraße 8, 40789 Monheim am Rhein. Bayer gibt an, Bitte eine Anmeldung unter campus.bayer04.de vorzunehmen.

    Hören Sie genau hin. Stellen Sie Fragen. Äußern Sie Ihre Sichtweise. Zeigen Sie, dass Monheim diese Planung nicht einfach hinnimmt.

    Es geht jetzt darum, sichtbar zu bleiben.

  • Nach ca. sechs Monaten intensiver Gespräche zwischen Bayer04, den Bündnisparteien im Monheimer Stadtrat und Bürgermeisterin Sonja Wienecke steht fest: Für den Standort an der Alfred-Nobel-Straße konnte keine tragfähige, gemeinsame Lösung gefunden werden.

    Die Bündnisparteien haben in Ihrer gemeinsamen Erklärung deutlich gemacht, die Anpassungen von Bayer ernsthaft geprüft zu haben. Zwar wurde die Planung verändert, dennoch umfasst die zuletzt vorgestellte Variante weiterhin 10,5 Fußballfelder, Funktionsgebäude sowie weitere Infrastruktur auf 15 ha Fläche.

    Damit bleibt der Kernkonflikt bestehen: Ein großflächiges, abgeschottetes Leistungszentrum für lediglich 250 Talente und Profisportler soll in einem besonders sensiblen Freiraum entstehen. Für eine der am dichtesten besiedelten Städte in NRW sind die wenigen verbleibenden Freiflächen jedoch von herausragender Bedeutung – für Natur, Klima, Naherholung und die Lebensqualität der über 40.000 BürgerInnen.

    Am 5.11.25 wurde das Bauleitverfahren durch den neu gewählten Stadtrat aufgehoben. Nach aufgeschlossenen Gesprächen und Vorschlägen zu umsetzbaren Alternativplanungen haben die Parteien CDU, SPD und Grünen nun deutlich gemacht, dass die Planung an der Alfred-Nobel-Str. keine Zustimmung erfährt. Letztlich fanden die Gespräche aufgrund fehlender Kompromissbereitschaft von Bayer04 ein Ende. Dennoch akzeptiert Bayer04 dieses Ergebnis nicht, sondern verkauft marginale Änderungen öffentlich als zustimmungsfähigen Entwurf.

    Auch die von Bayer hervorgehobenen Punkte ändern nichts am Grundproblem: Eine marginal kleinere Fläche ist nicht automatisch eine verträgliche Fläche. Ein vergrößerter Abstand zur Wohnbebauung beseitigt nicht die Konflikte durch Lärm, Flut- und Wachstumslichtanlagen, Verkehr und Betriebsabläufe. Wirtschaftliche Versprechen wie zusätzliche Arbeitsplätze oder mögliche Energieangebote dürfen nicht darüber hinwegtäuschen, dass ein ökologisch und städtebaulich hochsensibler Standort dauerhaft verändert werden soll. Im Ergebnis bleibt festzuhalten: Eine Verkleinerung des Campus um 2 Fußballplätze und 1 Parkhaus stellt nach wie vor keine tragfähige Lösung für Monheim dar.

    Die Annahme, der Campus koste nichts, täuscht. Hoher Wasserverbrauch und negative Klimafolgen schaden Monheims Infrastruktur und Lebensqualität dauerhaft – ein unwiderruflicher Preis, den künftige Generationen teuer bezahlen.

    Die von Bayer04 beworbene Flächenreduktion um 33% ist bei genauerer Betrachtung falsch, da sie auf der Vermischung von versiegelten und unversiegelten Flächen basiert. Bezieht man sich rein auf die entscheidende versiegelte Fläche, schrumpft diese im Vergleich zur Ursprungsplanung (Stand: 03/25) lediglich von 18 auf 15 Hektar – d.h. nur um 15%.

    Erst recht ist die von der PETO beworbene Verkleinerung um 50 % nicht zu erkennen. Dabei geht die PETO scheinbar von einer Bezugsgröße von 30 Ha aus, die am Standort Alfred-Nobel-Straße nie geplant und als unsachlich eingestuft werden muss.

    Selbst die überarbeitete Planung weist erhebliche ökologische Defizite auf: Da zwei Drittel der Fläche (66 %) nach wie vor im regionalen Grünzug liegen, lässt sich der drohende Funktionsverlust nicht durch einen schmalen Grünstreifen kompensieren. Die von Bayer genutzten Visualisierungen täuschen über die tatsächliche ökologische Entwertung hinweg.

    Die Parteien haben umsetzbare Alternativen vorgeschlagen – u.a. eine interkommunale Lösung mit Leverkusen. Diese wurden mit Verweis auf zukünftige Ausbaureserven für den Bayer Standort Crop Science von Bayer04 abgelehnt – trotz vorhandener, umfangreicher Ausbaureserven auf dem Crop Science Gelände. Mit der gleichen Begründung wurde die bayer-eigene Alternativfläche südlich Crop Science abgelehnt. Eine Bebauung der Fläche „Alfred-Nobel-Straße“ ist in diesem Kontext erst recht nicht vermittelbar.

    Für uns bleibt klar: Die Planung an der Alfred-Nobel-Straße darf nicht weiter verfolgt werden. Statt medialen Druck aufzubauen, sollte Bayer04 die demokratische Lage in Monheim akzeptieren und sich einer ergebnisoffenen Alternativenprüfung stellen.

    Wir danken den Bündnisparteien ausdrücklich für ihre Haltung u. für die klare Aussage, dass der Schutz von Freiflächen, Natur und Wohnumfeld der entscheidende Maßstab bleibt. Auch der Bürgermeisterin danken wir für Ihre Anerkennung der Bedeutung der Naturflächen und der damit verbundenen Bekräftigung ihres Wahlversprechens. 

    Das irreführende Agieren von Bayer04 in Zusammenarbeit mit der PETO zielt darauf ab, Zustimmung für den Campus in der Öffentlichkeit zu suggerieren und dadurch einen Gegensatz zu den politischen Entscheidungen der Parteien CDU, SPD und Grüne künstlich zu erzeugen und in der Konsequenz ihre Haltung zu delegitimieren. 

    Zu dieser Zielsetzung passt, dass Bayer04 am 08.06. im Bürgerhaus Baumberg Pläne bei den Bürgern bewirbt, für die sich gar keine politische Mehrheit abzeichnet.

    Wahlversprechen, Freiflächenschutz und demokratische Verantwortung zählen mehr als eine PR-Kampagne.

Das Vorhaben zerstört einen der letzten zusammenhängenden Grünzüge in Monheim. Die Fläche dient laut Regionalplan dem Schutz der Landschaft, der Erholung und der klimatischen Entlastung. Ihre Bebauung würde einen wertvollen Natur- und Frischluftkorridor unwiederbringlich unterbrechen und die ökologische Verbindung zwischen Rheinauen und Monbagsee dauerhaft zerstören.

Meiner Meinung nach gibt es in Monheim noch genügend Grünflächen. Die Hauseigentümer sollten nicht so überheblich sein und ein Trainingscenter zu verhindern wollen. Es geht hier schließlich um Sport und ich wüsste nicht was daran störend sein soll. Aber als Alternative hätte ich sonst den Vorschlag dort Flüchtlingsunterkünfte zu bauen.

Warum Menschen unterschreiben

Monheim hat bereits schon genug Grünflächen und Natur für Großprojekte geopfert. Jetzt heißt es doch retten, was noch zu retten ist!

Natur erhalten - Versiegelungen vermeiden, bzw. stoppen. Keine Spielflächen aus Plastik-Rasen - Monheim hat ein neues großes Sportzentrum und braucht nicht noch ein weiteres.

Nur noch wenige grüne Flächen in der Stadt.
Tierschutz: Fledermäuse, Vögel

Wir müssen Grünflächen erhalten

Profi Fußball darf nicht vor dem Interesse der allgemeinen Bevölkerung, Steuerzahlern und Natur stehen.

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