Die politisch unabhaengige Facebook-Initiative Occupy Mercator wendet sich - ebenso wie der BUND (Bund fuer Umwelt- und Naturschutz in Deutschland) und die Gruenen - dagegen, dass die alten Platanen vor dem Duisburger Hauptbahnhof zerstoert werden und damit der Alleecharakter der Mercatorstrasse verloren geht.

Razões

Im Gegensatz zu vielen anderen Metropolen hat Duisburg ein intaktes Bahnhofsumfeld. Kein schmuddeliges Bahnhofsviertel mit Rotlicht - saemtliche Wohnviertel im Umkreis des Hauptbahnhofs (Dellviertel, Wasserviertel, Neudorf, Duissern) gelten als gute Wohnlagen. In welcher Metropole findet man das schon heutzutage?

Auch wenn Duisburg im Gegensatz zu Duesseldorf nie Residenzstadt war, über keinen Kurfuersten Jan Wellem und keinen Gartenkuenstler namens Maximilian Friedrich Weyhe verfuegte, der die Koe und den Hofgarten gestaltete, und keine riesige Messe wie die GeSoLei in der Weimarer Republik hatte, der die Tonhalle, der Ehrenhof und die Rheinterrasse zu verdanken sind, hat Duisburg auf ganz natuerlich gewachsenem Wege einen Gartenstadt-Charakter entwickelt. Mercatorstrasse, Koenigstrasse, Friedrich-Wilhelm-Strasse, Kantpark, Duesseldorfer Strasse und Boeningerpark zu der einen Seite, Muelheimer Strasse, Schweizer Strasse und Kaiserberg zur anderen Seite bilden einen zusammenhaengenden Gruenzug.

Dieses praechtige staedtebauliche Ensemble in seiner grosszuegigen Raumwirkung darf nicht zerstoert werden! Wir muessen uns wieder mehr ins Gedaechtnis rufen, welche Schaetze Duisburg zu bieten hat und dass es mitten im Stadtzentrum eine lebenswerte Stadt der Gruenoasen ist. Die Planer des Projekts Duisburg2027 haben dieses enorme Potenzial unserer Stadt in ihren Veranstaltungen immer wieder betont. Gerade deshalb muessen wir dringend an sie appellieren, dass sie die erste Visitenkarte der Stadt - den Bahnhofsvorplatz - nicht verhunzen und kurzfristigen Investoreninteressen opfern. Graue Ausfallstrassen - und so wuerde die Mercatorstrasse nach dem Raubbau aussehen - sind ein veraltetes Rezept der Nachkriegszeit und des Kalten Krieges und haben nichts in der Stadtplanung des 21. Jahrhunderts verloren!

Vielen Dank für Ihre Unterstützung, Jens Schmidt De Duisburg
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  • Liebe Unterstützende,
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    Wir bedanken uns herzlich für Ihr Engagement und die Unterstützung,
    Ihr openPetition-Team

  • Liebe Unterstützerinnen und Unterstützer,

    da von Seiten der Stadtspitze leider kein Einlenken in Sicht war, habe ich (als Gründer der Facebook-Seite "Occupy Mercator") gestern gemeinsam mit den BUND-Mitgliedern Wolfgang Rovers und Gerd Schwemm ein vom BUND Duisburg initiiertes Bürgerbegehren eingereicht, um die Fällung der Alleebäume an der Mercatorstraße durch einen Volksentscheid zu verhindern. Ich leite Ihnen hiermit die Pressemitteilung des BUND Duisburg sowie eine vorangegangene E-Mail von Frau Kerstin Ciesla (BUND Duisburg) weiter, welche den aktuellen Sachstand enthält. Am Donnerstag, dem 1. August um 19:00 Uhr findet im Café Museum (neben dem Lehmbruck-Museum) eine gemeinsame Informationsveranstaltung statt.

    Glückauf! Ihr Jens Schmidt.









    ***
    Hier die offizielle Pressemitteilung des BUND:

    Pressemitteilung
    Einreichung eines Bürgerbegehrens Bezirk Mitte gemäß §26 der Gemeindeordnung
    Für eine Straßenverkehrsführung unter Beibehaltung der Platanen an der Mercatorstraße

    Der Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND) hat mit Datum 30.07.13 um 13:00 Uhr ein Bürgerbegehren nach §26 der Gemeindeordnung für den Bezirk Mitte in Duisburg initiiert. Die Fragestellung des Bürgerbegehrens lautet: „Stimmen Sie dafür, dass die Platanen in der Mercatorstraße Duisburg (zwischen Königstraße und Friedrich-Wilhelm-Straße), Bezirk Mitte erhalten werden sollen und damit der Beschluss der Bezirksvertretung Mitte für die Fällung aufgehoben werden soll?“


    Die Stadt Duisburg hatte nach der Beteiligung der Bevölkerung und der Verbände die Verkehrsführung plötzlich so geändert, dass die Allee in der Mercatorstraße gefällt werden soll. Dies ist nicht notwendig, es gibt Alternativen.

    Einer der Initiatoren des Bürgerbegehrens ist Wolfgang Rovers, ein aktiver Natur- und Umweltschützer des BUND aus Duissern, der bereits seit Gründung der Kreisgruppe Duisburg in den 80er Jahren aktiven Naturschutz in Duisburg betreibt: „Für mich ist der Erhalt der Platanen sehr wichtig und ich habe mich spontan entschlossen das Bürgerbegehren mit zu initiieren. Dem Alleenschutz kommt auch innerstädtisch eine große Bedeutung zu. Nicht umsonst hat das Ministerium für Klimaschutz, Umwelt, Landwirtschaft, Natur- und Verbraucherschutz NRW in der Novelle des Landschaftsschutzgesetzes NRW in 2007 (§47a LG) Alleen an Straßen und Wegen unter Schutz gestellt. Die Platanen der Mercatorstraße tragen wesentlich zur städtebaulichen Qualität bei und sind durch Ihre Feinstaubfilterung, der Verbesserung des lokalen Klimas der Mercatorstraße und als Sauerstofflieferant von großer Bedeutung.“

    Ein weiterer Initiator des Bürgerbegehrens ist Jens Schmidt, Gründer der Facebook Gruppe „Occupy Mercator“. Er ist seit einigen Jahren bekennender Wahl-Duisburger, lebt in der Innenstadt und kommt jeden Tag auf dem Weg zum Bahnhof an den Platanen vorbei. Jens Schmidt: „Es wäre unverantwortlich, wenn vorweg vollendete Tatsachen für ein Bauprojekt geschaffen werden sollen, dessen Verwirklichung in den Sternen steht. Hier muss der Beschluss, dass die Platanen vor dem Hauptbahnhof für eine neue Verkehrsführung gefällt werden sollen, sofort aus der Welt geschafft werden!"

    Der dritte Initiator des Bürgerbegehrens ist Gerd Schwemm, BUND Mitglied aus Neudorf „Der Fällbeschluss der Bezirksvertretung Mitte wurde ohne Bürgerbeteiligung getroffen. Wir haben gesehen, wie wichtig den Menschen der Erhalt dieser Bäume ist, daher wollen wir allen wahlberechtigten Deutschen und EU-Bürgerinnen ab dem Alter von 16 Jahren mit Erstwohnsitz im Bezirk Mitte die Möglichkeit einräumen sich mit diesem Bürgerbegehren für den Erhalt der Platanen und gegen den Fällbeschluss der Bezirksvertretung auszusprechen.“

    Der Bezirk Mitte umfasst die Postleitzahlen 47051 – 47059.

    Mit Einreichung des Bürgerbegehrens liegt zunächst die Arbeit bei der Stadtverwaltung. Hier muss jetzt eine Kostenschätzung durchgeführt werden. Erst nachdem diese den Initiatoren des Bürgerbegehrens vorliegt, kann mit der Unterschriftensammlung im Bezirk Mitte begonnen werden. Es gilt eine Frist von 3 Monaten seit dem Fällbeschluss der Bezirksvertretung Mitte (20.06.13) zur Sammlung der Unterschriften. Die Zeit, welche die Stadtverwaltung für die Kostenschätzung benötigt, wird nicht angerechnet, so dass die ca. 6.500 Unterschriften bis Ende September / Anfang Oktober 2013 zusammen kommen müssen, um dann die eigentliche Abstimmung durchzuführen.

    Weitere Informationen werden bei der angekündigten Informations- und Diskussionsveranstaltung am Donnerstag 01.08. 19:00 Uhr im Cafe Museum (Friedrich-Wilhelm Straße 64, 47051 im Kantpark) bekannt gegeben.








    ***
    Hier die E-Mail von Kerstin Ciesla (BUND):

    Sehr geehrte Damen und Herren,

    wir möchten Sie hiermit über den aktuellen Stand zum Thema Mercatorstraße - Planung zur Fällung der Platanen unterrichten und Sie vor allem auf die BUND Informations- und Diskussionsveranstaltung am 01.08. 19:00 im Cafe Museum (Friedric

  • Liebe Unterstützerinnen und Unterstützer,

    in der Zeit seit der Abgabe der Petition haben sich einige Neuigkeiten ergeben, über die ich sie hiermit informieren möchte.

    Kerstin Ciesla hat es geschafft, für den BUND satte 3.091 Unterschriften gegen die Fällung der Platanen an der Mercatorstraße in Duisburg einzusammeln. Letzte Woche Freitag erfolgte eine persönliche Übergabe an Oberbürgermeister Sören Link vor dem Rathaus unter Anwesenheit von Planungsdezernent Carsten Tum und Ralf Krumpholz. Der Beschluss der Fällung konnte leider nicht verhindert werden. Jedoch hat OB Link angesichts des großen Widerstands die Aussetzung der Fällung angeordnet.

    Am kommenden Mittwoch, dem 17. Juli, findet um 19:00 Uhr eine Diskussionsveranstaltung zu den geplanten Baumfällungen statt. Veranstaltungsort ist der Kleine Prinz, Schwanenstraße 5, 47051 Duisburg. Dieser liegt in unmittelbarer Nähe der Straßenbahn-Haltestelle Rathaus Duisburg, Linie 901. Hier die Ankündigung in der Zeitung: www.rp-online.de/niederrhein-nord/duisburg/nachrichten/infoveranstaltung-zum-platanen-streit-1.3531749 .

    Ich kann allen, die die Fällung der Platanen verhindern wollen, nur empfehlen, wenn es irgendwie einzurichten geht, zu dieser Veranstaltung zu kommen! Sagen Sie auch Ihrer Familie, Ihren Freunden und Ihren Kollegen Bescheid, damit sie die Veranstaltung nicht verpassen! Die Stadtspitze hat sich dialogbereit gezeigt, aber in der Sache noch nicht eingelenkt. Nur wenn wir viele sind und mit Nachdruck unsere Interessen dort vertreten, können wir die Herren Link und Tum überzeugen, dass die Entscheidung abgeändert werden soll.

    Eine wichtige Information noch als Diskussionsgrundlage: Der Investor Multi Development selbst, der vor dem Duisburger Hauptbahnhof ein Bürogebäude errichten wird, hat sich ausdrücklich gegen eine Fällung der Alleebäume ausgesprochen. Zu lesen hier: www.derwesten.de/staedte/duisburg/platanen-am-hauptbahnhof-duisburg-muessen-nicht-fuer-neubau-gefaellt-werden-id8173225.html . Das bedeutet, die Stadtspitze kann sich nicht mehr damit herausreden, dass man die Bäume fällen müsse, um den Investor in Duisburg zu halten. Das Gegenteil ist der Fall - und wir dürfen nicht müde werden, auch das am kommenden Mittwoch zu betonen!

    Glückauf! Ihr Jens Schmidt.

Pro

Der stadtökologische Wert von 30 alten Straßenbäumen ist immens hoch 30 ausgewachsene Bäume verdunsten an einem heißen Sommertag bis zu 12.000 l Wasser 30 ausgewachsene Bäume binden chemisch so viel CO2, wie ein großer Mittel- klassewagen oder zwei Kleinwagen im Jahr ausstoßen ( 5.000 kg) eine Allee verringert die Oberflächentemperatur der Straße durch Verschattung dramatisch: bei Schwarzdecken um bis zu 50 Grad C ! eine Allee ist die Klimaanlage der Anlieger ! 30 ausgewachsene Straßenbäume binden jährlich Tonnen Staub. Alleen machen an einem heißen Tag den Aufenthalt in der Stadt

Contra

Es geht hier - leider - auch um rund 20 Mio Euro Fördergelder für den gesamten Bereich des ausbau Mercatorstraße. Es geht auch um Vertragstreue. Die Verwaltung unter dem CDU Bürgermeister hat mit der Multi Development verbindliche absprachen getroffen. Keine sensationellen Gründe, aber man sollte sie dennoch einmal bedenken.