Region: Germany
Animal rights

Forderung der Abschaffung der Massentierhaltung

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Deutscher Bundestag Petitionsausschuss
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  1. Launched May 2020
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Etwa 150 Milliarden Tiere werden jährlich weltweit getötet, das entspricht fast 5000 Tieren pro Sekunde! Getötet, damit ihr Fleisch, ihre Leichenteile von Menschen gegessen werden In Deutschland kommen knapp 99% des verkauften Fleisches aus Massentierhaltung: https://www.live-counter.com/weltweit-getoetete-tiere/

• Die meisten Tiere werden mit Gewalt den Haltungsformen angepasst: Hörner, Ringelschwänze, Schnäbel und z. T. auch Zähne werden ohne Betäubung gekürzt/abgetrennt (die Hühnermast bildet eine Ausnahme, da die Tiere sehr jung geschlachtet werden). • Die Bewegungsfreiheit der Tiere wird immens stark eingeschränkt und wesentliche Grundbedürfnisse der Tiere werden ignoriert. • Um die Tiere trotz unpassender Haltung leistungsfähig zu erhalten, ist eine häufig routinemäßige Abgabe von Antibiotika unvermeidlich geworden, was auch Gefahren für die menschliche Gesundheit mit sich bringt, da hierdurch multiresistente Keime gefördert werden. https://albert-schweitzer-stiftung.de/massentierhaltung • Aktuell häufen sich zudem die Coronafälle, da die ArbeiterInnen eng an eng stehen, um die Tiere teils mit Gewalt auf den Schlachtbändern voranzuzwingen und da die Arbeitskräfte, die oft aus dem Ausland kommen, um diese billig bezahlen zu können, in Minibussen zusammengestopft zu ihren billigen Unterkünften gebracht werden, wo ebenfalls würdelose Bedingungen vorherrschen. https://www.deutschlandfunkkultur.de/deutsche-fleischindustrie-ein-klima-von-stress-und-gewalt.1008.de.html?dram%3Aarticle_id=477035&fbclid=IwAR2Mq34PQ2maHNvL4jytWvUpn9dPGLnQ6U9bOa8RW0F4Yc-2bFw0KJgOIvQ

Von tierischen Produkten ging zudem schon immer die Gefahr aus, dass diese mit pathogenen Keimen belastet sein können. Man denke z. B. an Salmonellen, Campylobacter spp., enterohämorrhagische E. coli, Yersinia enterocolitica, Listeria monocytogenes, Clostridium perfringens, Clostridium botulinum, Staphylococcus aureus und Bacillus cereus. Es sind über 200 Krankheiten bekannt, die zu den Zoonosen gezählt werden. Dazu gehören die ältesten bekannten Infektionskrankheiten wie Tollwut, Pest, Tuberkulose und Influenza sowie zahlreiche mit Lebensmitteln assoziierte Infektionen, aber auch neu auftretende Erkrankungen („emerging diseases“) wie Ebola, SARS (Severe Acute Respiratory Syndrome), MERS (Middle East Respiratory Syndrome) oder BSE (Bovine Spongiforme Enzephalopathie) und verschiedene antibiotikamultiresistente Keime. https://www.aerzteblatt.de/archiv/194109/Zoonosen-(2)-Die-Gesundheit-von-Menschen-und-Tieren-ist-untrennbar-verknuepft

Diese Zustände müssen sich ändern! Erreicht werden kann dies nur durch eine Abschaffung der Massentierhaltung, die hiermit gefordert wird!

Reason

Folgende Gründe sprechen grundsätzlich gegen das Töten von Tieren und den Verzehr von Fleisch:

  1. Fleisch zu essen ist weder natürlich noch notwendig – auch wenn durch die Ideologie des Karnismus dies propagiert wird. Menschen sind keine Raubtiere. Raubtiere würden nicht überleben, wenn sie keine anderen Lebewesen essen würden, da ihr Organismus nicht für den Verzehr von Pflanzen ausgestattet ist. Im Gegensatz zu Menschen: Fleischfresser müssen Vitamin C selbst synthetisieren können, da sie nur wenig Vitamin-C-reiche Pflanzenkost zu sich nehmen. Der Mensch kann kein Vitamin C bilden, er muss es also mit reichlich pflanzlicher Nahrung zu sich nehmen. Überdies weisen wir eine andere Darmflora sowie einen bedeutend längeren Verdauungstrakt als Fleischfresser auf, da pflanzliche Nahrung länger im Körper verbleiben muss, um gut verdaut zu werden. Für die Verdauung von Fleisch aber würde ein kurzer Darm genügen. Wir haben ein Gebiss, das mit großen Backenzähnen ausgestattet ist, mit deren Hilfe wir ballaststoffreiches, pflanzliches Gewebe perfekt zerkleinern können. Wir weisen hingegen kein für Fleischfresser typisches, so genanntes Scherengebiss auf, welches eindeutig von Vorteil wäre, wenn man Tiere reißen und ihr Fleisch zerkleinern will. Der Mensch ist ein Omnivore, ein Allesfresser. Es ist ihm möglich, alles zu essen. Allerdings tut ihm nicht alles gut. Für die Verdauung von Pflanzen ist der Mensch wie gemacht (siehe oben), für das Verspeisen von Leichenteilen weniger gut – auch wenn es möglich ist, (um in der Not nicht verhungern zu müssen). Zitat Dr. Christina Warinner, Archäogenetikerin: „Menschen verfügen über keine bekannten anatomischen, physiologischen oder genetischen Anpassungen (Adaptationen), die ihnen den Fleischkonsum besonders erleichtern würden.“ […] "Damit wir uns darüber also im Klaren sind: Ja, sicher, die Menschen haben auch Fleisch gegessen, vor allem in den arktischen Gebieten und in Gegenden, in denen über längere Zeiträume pflanzliche Nahrung einfach nicht vorhanden war. In all diesen Gebieten wurde tatsächlich sogar sehr viel Fleisch gegessen. Aber Menschen, die in gemäßigteren Klimazonen oder in den Tropen gelebt haben, haben einen überwältigenden Großteil ihrer Ernährung aus pflanzlichen Quellen bestritten." [...] "...können wir eindeutig sagen, dass wir im Zahnstein der Steinzeitmenschen ausreichend hohe Mengen an pflanzlichen Rückständen feststellen konnten, um erstens auszuschließen, dass sie bevorzugt von Fleisch gelebt hatten und um zweitens zu bestätigen, dass sie nebst pflanzlichen Knollen längst auch Getreide (besonders Gerste) und Hülsenfrüchte aßen." [...] "Menschen in arktischen Gebieten haben grundsätzlich andere Dinge konsumiert als Menschen in den Tropen. Menschen, die in Gegenden lebten, wo wenige Pflanzen wuchsen, neigten dazu, mehr Fleisch zu essen. Und Menschen in grüneren Landstrichen neigten dazu, sich eher vegetarisch zu ernähren." https://www.youtube.com/watch?v=BMOjVYgYaG8&vl=en

  2. Tierische Leichenteile können für die meisten Menschen nur verzehrt werden, wenn Abwehrmechanismen (insbesondere der der Leugnung) zur Anwendung kommen. Es kommt dadurch zur Entfremdung von der Natur- und Tierwelt (vgl. u. a. die Studien der Psychologin Melanie Joy): https://www.derstandard.at/story/1331207287200/wir-folgen-unsichtbarem-glaubenssystem

  3. Fleischkonsum (und der damit einhergehende Sojaanbau, von dem 90 % für Tierfutter gebraucht wird) ist einer der größten Verursacher des Klimawandels. https://www.freitag.de/autoren/der-freitag/ist-soja-so-schlimm-wie-fleisch

  4. (der wichtigste Punkt): Tiere sind fühlende Lebewesen, denen entgegen ihres Lebenstriebes Gewalt angetan wird, indem sie unfreiwillig abgeschlachtet werden. Dass die Tötung gegen ihren Trieb zu leben geschieht, ist daran zu erkennen, dass die empfindsamen Tiere sich dagegen wehren und qualvolle, schrille Laute von sich geben. Ein Lebewesen zu töten ist der Gipfel an Gewalt und lebensvernichtend. In der Ethik fragt man sich, was "gut" im Sinne von lebenserfüllend und was "böse" im Sinne von lebensvernichtend/destruktiv ist. Ein Lebewesen zu töten ist lebensvernichtend und damit ethisch durch nichts zu rechtfertigen. https://www.bpb.de/gesellschaft/umwelt/bioethik/176364/tierethische-positionen?p=all

Die Tötung von Tieren widerspricht aufgrund der oben genannten Gründe dem Grundsatz des Tierschutzgesetzes: „Niemand darf einem Tier ohne vernünftigen Grund Schmerzen, Leiden oder Schaden zufügen“ (§1 Satz 2). https://www.bpb.de/gesellschaft/umwelt/bioethik/176364/tierethische-positionen?p=all

Da es nicht möglich sein wird, von heute auf morgen das Töten von Tieren gänzlich zu verbieten, wird hiermit dennoch eine baldige Abschaffung der Massentierhaltung gefordert!

Thank you for your support, Juliane T. from Oberhausen
Question to the initiator

News

für die Tiere, die Umwelt und die Gesundheit der Menschen. Es gibt keine Gegenargumente.

Pflanzenfresser sind Nahrung für Carni- und Omnivoren. Das ist natürlich und völlig in Ordnung und nennt sich Nahrungskette. Einige wenige Idealisten wollen hier ihre Moral allen Menschen aufzwingen. Massentierhaltung bedeutet nicht zwangsläufig auch Leiden (bedenkt, dass ein Stallschwein es nicht anders kennt und daher nichts vermisst). Eine vegane Ernährung erfordert zudem Nahrungsergänzungsmittel (B12) wodurch beweisen ist, dass sie nicht geeignet ist. Der Mensch ist ein Omnivore und benötigt beides.

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