Der Kreistag Lüchow-Dannenberg hat am 14.12.2015 auf Antrag der „Gruppe X“ einen Prozess initiiert, dessen Ziel es ist, am Standort Dannenberg eine Integrierte Gesamtschule (IGS) zu errichten.

Dies würde für die bestehenden Schulen, für Kinder und Eltern aber auch für den gesamten Standort Nordkreis gravierende Folgen haben. Wir wenden uns mit aller Entschiedenheit gegen diese Pläne.

Wir fordern den Landrat, Herrn Jürgen Schulz, sowie alle Abgeordneten im Kreistag Lüchow-Dannenberg auf,

• für den Erhalt des Fritz-Reuter-Gymnasiums mit seiner gymnasialen Oberstufe und

• der aktuellen, vielfältigen Schullandschaft im Nordkreis einzutreten und zu stimmen.

Begründung

  1. Die prognostizierten Schülerzahlen im Landkreis lassen eine IGS zusätzlich zu den bestehenden weiterführenden Schulen nicht zu. Eine neu errichtete IGS in Dannenberg ist „ersetzende Schule“ und damit gleichbedeutend mit der Schließung • der Nicolas-Born-Oberschule in Dannenberg, • der Bernhard-Varenius-Schule (Haupt- und Realschule) in Hitzacker • und des Fritz-Reuter-Gymnasiums (FRG) in Dannenberg.

  2. In Dannenberg kann zukünftig kein Abitur mehr abgelegt werden, da die Zahl der Schülerinnen und Schüler, die auf erhöhtem Niveau lernen, für die Genehmigung einer gymnasialen Oberstufe an der neuen IGS nicht ausreichen wird. Das bedeutet auch das Aus für die gymnasiale Oberstufe an der Kooperativen Gesamtschule in Clenze im Südkreis (Außenstelle des FRG).

  3. Ein Wechsel der Schulform ist den Schülerinnen und Schülern im Nordkreis nicht mehr möglich. Die Eltern und Erziehungsberechtigten verlieren vollständig ihre Entscheidungs- und Wahlmöglichkeiten.

  4. Wer nicht auf die IGS gehen möchte, muss täglich lange Wege in Kauf nehmen. Die zumutbare Fahrtzeit nach dem neuen Schulgesetz beträgt für den Weg zur Schule und zurück 150 Minuten, dazu kommen die Wartezeiten. Dies ist eine große Belastung für die betroffenen Schülerinnen und Schüler und eine Verschwendung von Lebenszeit.

  5. Die vom Schulträger zu bestreitenden Kosten für die Schülertransporte werden sich erheblich verteuern, da Schülerinnen und Schüler aus allen Teilen des Landkreises das Recht haben, nach Dannenberg zur IGS transportiert zu werden. Die Fahrtkosten in der Oberstufe müssen dagegen von Schülerinnen und Schülern selbst getragen werden. Der Besuch einer gymnasialen Oberstufe hängt damit künftig von der finanziellen Lage der Eltern ab. Er wird an einer staatlichen Schule im Landkreis nur noch in Lüchow möglich sein.

  6. Der Attraktivität der Standorte Dannenberg und Hitzacker (Zuzug von Familien und Fachkräften aus der Metropolregion Hamburg) werden gravierende Nachteile erwachsen.

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Neuigkeiten

  • Liebe Unterstützen, lieber Unterstützer,

    nachdem es über längere Zeit keine Neuigkeiten gab, kommt jetzt eine sehr gute und definitive:
    In ihrer morgigen Ausgabe berichtet die Elbe-Jeetzel-Zeitung die Ergebnisse der (vom Gesetzgeber vorgeschriebenen) Befragung aller Eltern mit Kindern im 1. bis 3. Grundschuljahr und im letzten Kitajahr.
    Insgesamt hat der Landkreis 1585 Fragebögen verschickt, 606 kamen zurück.
    Davon haben nur 26 (!) Eltern und Erziehungsberechtigte ein Interesse an der Einrichtung einer IGS in Dannenberg bekundet.

    Die erforderliche Mindestzahl von 96 Schülerinnen und Schülern pro Schuljahrgang ist damit weit verfehlt (4,2 % der Stimmen), die bestehenden Schulen in Dannenberg und in Hitzacker bleiben erhalten, eine alle ersetzende Gesamtschule in Dannenberg darf nicht beantragt werden.
    Damit hat sich auch unsere Vermutung eindrucksvoll bestätigt, dass nur eine Handvoll lokaler Politiker hinter dieser Initiative standen und keineswegs eine breite Öffentlichkeit.

    Möglich wurde dieses klare Ergebnis nicht zuletzt dank der monatelangen unermüdlichen und kreativen Arbeit vieler engagierter Menschen, zu denen auch die Unterzeichnerinnen und Unterzeichner dieser Petition zählen. Dafür noch einmal herzlichen Dank!!

    Im September stehen im Landkreis Lüchow-Dannenberg Kommunalwahlen an. Für die Entscheidung, wo die Kreuzchen sinnvoll platziert werden können, empfehle ich einen erneuten Blick in die "Antworten vom Parlament", rechts oben auf der Seite unserer Petition.

    www.openpetition.de/petition/online/fuer-den-erhalt-des-fritz-reuter-gymnasiums-in-dannenberg-elbe-und-der-vielfaeltigen-schullandschaft

    Hier kann man sich ein gutes Bild sowohl über die Kompetenz, als auch das Engagement unserer aktuellen Volksvertreter und möglichen Kandidaten machen.

    Eine letzte Bitte: Open Petition finanziert sich durch Spenden und freut sich vermutlich auch über kleinere Summen von vielen Menschen. Danke auch dafür!

    Mit ebenso erleichterten wie freudigen Grüßen

    :-)

    Wilhelm Bschor

  • Liebe Unterstützerin, lieber Unterstützer,

    am Donnerstag, dem 21.04.2016, habe ich die 2.396* Unterschriften unserer Petition an den Landrat übergeben. Parallel dazu überreichte Katharina Rohwedder aus Dannenberg 101 Unterschriften von Unternehmen aus dem Landkreis. Überraschend tauchte auch noch Ralf Prahler mit einem Unterstützerschreiben des EMT-Netzwerkes (Zusammenschluss der produzierenden Unternehmen im Landkreis) auf. Weitere moralische Unterstützung bei der Übergabe kam von Kira Dreyer-Deward (mit zwei vorbildlich entspannten Kindern) und Michael Ketzenberg.
    Herr Schulz nahm sich 45 Minuten Zeit für uns und war sehr verbindlich. Er machte den Eindruck, unser Anliegen - auch in Details - verstanden zu haben und ihm grundsätzlich gewogen zu sein. Eine Festlegung haben wir nicht bekommen, was allerdings auch nicht zu erwarten war.
    Den Fraktionen im Kreistag habe ich die Unterschriftenlisten ebenfalls mit einem kleinen individuell angepassten Anschreiben zugeschickt.

    Für die Lokalpresse waren Jans Feuerriegel von der EJZ und Björn Vogt vom Generalanzeiger anwesend. In der EJZ war die Übergabe am Freitag der Aufmacher auf Seite eins mit Farbbild und rundweg für unser Anliegen positivem Text. Der Generalanzeiger erscheint erst am Sonntag, wir dürfen auch dort auf einen dicken, uns gewogenen Artikel hoffen.

    In der kommenden Woche beginnen die Informationsveranstaltungen an den fünf Schulstandorten, dann folgt die Abstimmung der dazu berechtigten Eltern, die zurzeit Kinder im letzten Kita-Jahr bzw. in einem Jahrgang der Grundschule haben. Das Schulgesetz will es so, demokratisch und fair erscheint mir diese Regelung nicht.

    Wir werden sehen und ich werde weiter informieren.

    Beste und zuversichtlichste Grüße

    Wilhelm Bschor

    * Diese Zahl ist bereinigt um doppelte Unterschriften und Tippfehler. 1.911 Unterschriften stammen aus dem Landkreis DAN, viele andere von ehemaligen Schülern und Lehrern, die nicht mehr hier wohnen.

  • Liebe Unterstützerin, lieber Unterstützer,

    die Zeichnungsfrist unserer Petition ist am Montag, dem 11. April ausgelaufen.
    Insgesamt haben 2396 Bürgerinnen und Bürger, davon 1881 aus dem Landkreis Lüchow-Dannenberg für den Erhalt des Fritz-Reuter-Gymnasiums und der vielfältigen Schullandschaft im Nordkreis eingesetzt. Das Sammelziel von 920 Stimmen ist damit zu 260% erfüllt. Dies ist eine eindrucksvolle Zahl, die auch unsere politischen Vertreter/innen im Kreistag nicht übersehen können.

    Weiterhin unklar bleibt dagegen die Anzahl der Befürworter einer IGS in Dannenberg. Hier hält sich der Verdacht, dass diese Initiative nicht auf einer breiten Basis von Eltern, Lehrern, Vertretern der Wirtschaft der Region und Politiker/innen ruht. Stattdessen versucht eine kleine Zahl von Amtsträgern noch vor den Wahlen eine Entscheidung entsprechend ihrer politischen Ideologien durchzudrücken Die besondere Situation im Landkreis und die gravierenden negativen Folgen werden dabei völlig verdrängt.

    Die Gelegenheit zur öffentlichen Stellungnahme auf der Petitionsseite nutzten nur 16 von 39 Kreistagsabgeordneten einschließlich des Landrats. Diese Aussagen bleiben auch nach dem Ende der Petition im Internet abrufbar (linke Spalte, "Stellungnahmen"). Sie geben meines Erachtens wichtige Entscheidungshilfen für die Kommunalwahlen im September. Auch (und gerade) die Entscheidung, sich nicht zu äußern, ist dabei eine Aussage.

    Wie geht es weiter?
    Am 21. April um 14:30 Uhr werde ich die Petition in Lüchow an den Landrat, Herrn Schulz, übergeben. Gleichzeitig wird Katharina Rohwedder aus Dannenberg ihre Sammlung von ca. 100 Unterschriften von Firmen und Unternehmern aus dem Landkreis für den Erhalt des FRG überreichen. Auch die lokale Wirtschaft setzt sich also massiv für unser Anliegen ein. Ich werde die lokale Presse informieren und zu dem Termin einladen.
    Die Abgeordneten des Kreistags erhalten die Listen als Datensatz per E-Mail zusammen mit einem Anschreiben.

    Demnächst läuft auch die Befragung der Eltern der Grundschul- und Kitakinder mit Infoveranstaltungen an den fünf Schulstandorten an. Sie bildet die Grundlage für eine mögliche Entscheidung des Kreistags, die Einrichtung einer IGS in Dannenberg bei der Landesschulbehörde zu beantragen. Dies soll offensichtlich noch vom aktuellen Kreistag, also vor den Wahlen im September beschlossen werden. Demokratischer wäre es, das Thema im Wahlkampf aufzugreifen und alle Bürgerinnen und Bürger an dieser wichtigen Entscheidung teilhaben zu lassen. Auch darauf sollten wir nicht müde werden hinzuweisen. Die letzte Entscheidung liegt dann bei der Landesschulbehörde.

    Detaillierte Informationen gibt es auf der Seite www.erhalt-frg.de. Dort kann man auch den wöchentlichen Newsletter bestellen.

    Eine letzte Bitte:
    Die online-Petition ist meiner Meinung nach ein hervorragendes Instrument, um dem Willen der Bürgerinnen und Bürger demokratisch Gehör zu verschaffen. Ich bin froh und dankbar, diese Möglichkeit zu haben.
    Die Organisation open-Petition ist unabhängig und auf Spenden angewiesen. Bitte nicht vergessen, auch kleine Beträge helfen!

    Vielen Dank und herzliche Grüße

    Wilhelm Bschor

Pro

Ohne Schulvielfalt, ohne Gymnasium ist Dannenberg um einen Zentralitätsfaktor ärmer. Je mehr die Bedeutung Dannenbergs sinkt, umso weniger wirtschaftliches Wachstum, umso weniger Zuzug umso mehr Überalterung ist zu erwarten. Gerade auf dem Land ist Attraktivität wichtig!

Contra

Veränderungen gleich welcher Art gehören geradezu zwangsläufig zu jedem System. Veränderungen durchzuführen ohne sich besonders nach besseren Alternativen umzusehen oder nur der Einfachheit halber oder kurzgeschlossen zu entscheiden, zeichnet den Personenkreis, der dafür verantwortlich sein will nicht aus. Sie entscheiden zu Lasten von Kindern, die ohnehin schon genug unter offensichtlichen Fehlentscheidungen für unser Bildungssystem leiden.