Die derzeitige Schulpflicht der deutschen Bundesländer soll durch eine freiheitlichere Bildungspflicht nach dem Vorbild unserer europäischen Nachbarländer ersetzt werden. Hierdurch soll Fern-, Kleingruppen- und Einzelunterricht genauso wie Freilernen legalisiert werden. Ein- bis zweimal im Jahr soll eine verbindliche Prüfung an öffentlichen Schulen durchgeführt werden, um den Lernstand festzustellen.

Begründung

Der deutsche Schulzwang wurde erst 1938 durch die Nationalsozialisten unter Hitler etabliert. Auch vorher gab es schon eine Art Schulpflicht, welche von Preußen eingeführt worden war. Diese war aber wesentlich liberaler, Hausunterricht und andere Methoden waren zulässig. Nach Gründung der Bundesrepublik und der Wiedervereinigung übernahmen alle deutschen Bundesländer den Schulzwang Hitlers.

Es ist an der Zeit, die Bildung an moderne und freiheitliche Unterrichtsmethoden anzupassen, die bereits in fast allen europäischen Ländern praktiziert werden!

Auch Kinder und Jugendliche mit Schulproblemen unterschiedlichster Art werden derzeit rigoros und ausnahmslos der Institution Schule zugeführt. Der eigentlich demokratische deutsche Staat kennt bei Freistellungen keinerlei Kompromisse. Gerade für diese Schüler, natürlich auch für alle anderen, eignen sich alternative Lernmethoden. Solange ein vorgegebener Rahmen an Bildungszielen erfüllt wird, stehen Formen wie diese der Schulpflicht in keiner Weise nach. Meist gehen diese sogar besser auf die individuellen Bedürfnisse der Kinder und Jugendlichen ein. Das Kindeswohl sollte immer im Vordergrund stehen!

Nachgewiesen ist auch, dass Wissen bei freiem Lernen oder Einzelunterricht wesentlich umfassender und schneller aufgenommen wird.

Der Lernstand der Schüler kann lückenlos durch regelmäßige Prüfungen, z.B. halbjährlich, nachvollzogen werden. Falls diese nicht bestanden werden, wäre es möglich, im nächsten Schuljahr Unterricht an einer staatlichen Schule verpflichtend festzulegen.

Eltern, die sich engagiert für eine individuelle und würdige Bildung ihrer Kinder einsetzen, werden derzeit in unserem "Rechtsstaat" diskriminiert. Es wurden Fälle bekannt, bei denen Jugendämter Eltern von alternativ lernenden Schülern das Sorgerecht entziehen oder Erzwingungshaft anordnen ließen. Gegebenheiten, die man nur aus Nordkorea oder China erwarten könnte...

Alle Staaten in Europa mit Ausnahme von Weißrussland und zwei Schweizer Kantonen setzten die Bildungsfreiheit mit großem Erfolg um! 

Als besonders freiheitliches System in diesem Bereich ist Großbritannien zu nennen. Niemand kann behaupten, dass Großbritannien deshalb ein Land mit vielen Analphabeten oder Individualisten wäre.

Nur die deutschen Bundesländer verteidigen die Schulpflicht als "höchstes Gut". Bei einem Besuch des Sächsischen Landtages im vorigen Jahr meinten Abgeordnete, dass freiere Lernformen Ideen von Fundamentalisten und Anarchisten wären und hier eine Liberalisierung keinesfalls erfolgen dürfe. Diese Meinung entspricht insbesondere auch wegen der praktizierten Bildungspflicht bei unseren Nachbarländern nicht der Realität.

Bitte stimmen Sie für ein modernes, freiheitliches Bildungssystem!

Danke für Ihre Unterstützung!

Hinweis: Eine Adressierung an den Petitionsausschuss des Deutschen Bundestages ist leider nicht möglich, da dieser Petitionen in Angelegenheiten im Bildungsbereich aufgrund der ausschließlichen Gesetzgebungskompetenz der Länder (Art 70 GG) ablehnt.

Vielen Dank für Ihre Unterstützung

Übersetzen Sie jetzt diese Petition

Neue Sprachversion
Pro

Noch kein PRO Argument.

Contra

Eine Bildungspflicht ist ein fauler Kompromiss. Selbst wenn man genau die Inhalte des Lehrplanes lernt nur "in der falschen Reihenfolge", fällt man durch die Prüfungen durch und muss wieder zur Schule. Wir brauchen vielmehr ein Recht auf Bildung. Es ist doch absurd, dass man Menschen in Schulen zwingt, aber die Schulbesucher kein Recht darauf haben, dort auch etwas zu lernen! Auch die Schulpflicht wird heute sehr einseitig zu Lasten der Eltern ausgelegt. Wieso ist die Schule eigentlich nicht in der Pflicht, ihren Erfolg nachzuweisen?