Wir fordern die Bayerische Staatsregierung auf, die rechtlichen Grundlagen zu schaffen, dass auch die Schülerinnen und Schüler der aktuellen 5. und 6. Klassen der Gymnasien in Bayern die Chance erhalten, ein G9 zu wählen. Bislang plant nämlich die Regierung die Einführung erst 2018/2019, so dass für die jetzigen Fünft- und Sechstklässler nur das bald überholte G8 zur Verfügung steht.

Obrazloženje

1) Bei einer Umfrage der bayerischen Landeselternvereinigung hat sich eine überwältigende Mehrheit für das G9 ausgesprochen. Daran haben auch die Eltern der aktuellen 5. und 6. Klassen der Gymnasien in Bayern teilgenommen. Diesem, durch Umfrage, artikulierten Wunsch der Eltern sollte man von Seiten der Bayerischen Staatsregierung entsprechen.

2) Man sollte nicht weitere Kinder und Klassen der Möglichkeit berauben ein G9 zu absolvieren. Dies ist in Bayern durch das zögerliche Handeln der Staatsregierung viel zu lange passiert.

3) Die Persönlichkeitsentwicklung der Kinder in der aktuellen 5. und 6. Klasse ist ebenso wichtig, wie die der Kinder der zukünftigen Klassen.

4) Auch die Kinder der aktuellen 5. und 6. Klassen haben mehr Zeit zum Lernen - mehr Zeit zum Leben verdient. So sollte auch ihnen die Gelegenheit gegeben werden, den Stoff gründlicher und nachhaltiger lernen zu können, um so dem oft zu starken Leistungsdruck entgegenzuwirken. Auch bliebe so mehr Zeit für Freizeitaktivitäten (und später möglichem gesellschaftlichen Engagement/Ehrenamt).

5) Diese Persönlichkeitsentwicklung kommt später auch der Gesellschaft, in Form von mündigen, reiferen und vielleicht gesellschaftlich engagierteren Bürgern, zu Gute.

Vielen Dank für Ihre Unterstützung, Prof. Dr. Michael Piazolo, MdL iz München
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  • Sehr geehrte Damen und Herren, liebe Schülerinnen und Schüler,
    liebe Eltern, liebe Lehrer, liebe Unterstützer der Petition,

    am Donnerstag, den 16.11.2017, ist unsere Petition im Bayerischen Landtag behandelt worden.
    Leider ohne Erfolg. Die Petition wurde aufgrund der ablehnenden Stellungnahme der Staatsregierung als erledigt erachtet, d.h. sie wurde im Ausschuss mehrheitlich abgelehnt.

    Im folgenden finden Sie die Stellungnahme der Staatsregierung, deren Empfehlung der Ausschuss mehrheitlich gefolgt ist:

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    Stellungnahme:

    Der Gesetzentwurf der Staatsregierung zur Einführung des neuen neunjährigen Gymnasiums in Bayern sieht die Einführung des neuen neunjährigen bayerischen Gymnasiums zum Schuljahr 2018/19 mit den Jahrgangsstufen 5 und 6 vor. Dies bedeutet, dass sowohl die Schülerinnen und Schüler, die im laufenden Schuljahr 2017/18 die Jahrgangsstufe 4 besuchen und im Herbst 2018 an das Gymnasium übertreten, als auch die Schülerinnen und Schüler, die im laufenden Schuljahr 2017/18 die Jahrgangsstufe 5 des bayerischen Gymnasiums besuchen, in die Umstellung einbezogen werden.

    Dieses Vorgehen wurde aus den folgenden Gründen gewählt:

    Jede Reform muss zu einem bestimmten „Stichtag“ in Kraft treten. Dabei ist sorgfältig abzuwägen, welcher Stichtag sich als günstigster erweist.
    Bei der Einführung des neuen Gymnasiums stellt einen wichtigen Faktor dar, dass für die Jahrgangsstufen 5 und 6 im Schuljahr 2018/19 der neue LehrplanPLUS gilt, der mit Beginn des Schuljahres 2017/18 an allen weiterführenden Schularten – und damit auch dem Gymnasium – in der Jahrgangstufe 5 eingeführt worden ist. Das neunjährige Gymnasium und der neue LehrplanPLUS wachsen somit gemeinsam von unten auf; der neue Lehrplan bildet die Trennlinie zwischen dem neuen neunjährigen und dem sukzessive auslaufenden achtjährigen Gymnasium, für das weiterhin der bisherige Lehrplan gilt.
    Der Umstellungsprozess nutzt somit eine ohnehin auftretende systemische Schnittstelle und ermöglicht es, die pädagogische und die strukturelle Neuausrichtung des bayerischen Gymnasiums insgesamt in den Blick zu nehmen.
    Dies wird sich z. B. an den neuen Lehrwerken für das Gymnasium bemerkbar machen, die in den nächsten Jahren weiter sukzessive eingeführt werden und die gleichermaßen für den neuen LehrplanPLUS wie für die grundständig neunjährige Lernzeit konzipiert sein werden.

    Zwischenlösungen, die auch höhere Jahrgangsstufen in die Umstellung einbezögen, könnten von derartigen Synergieeffekten nicht profitieren.
    Vielmehr müssten diese Schülerinnen und Schüler Qualitätseinbußen hinnehmen – auch und gerade im Vergleich zum achtjährigen Gymnasium. Denn eine qualitätvolle Ausgestaltung des zusätzlichen Lernjahres wäre in der Kürze der Zeit kaum zu leisten.
    Die Zwischenjahrgänge“ müssten sich mit einem Provisorium begnügen. Selbst wenn der auslaufende bisherige Lehrplan an die verlängerte Lernzeit angepasst würde, lägen für die wenigen Jahrgänge zwischen dem bisherigen achtjährigen Gymnasium mit dem alten und dem neuen neunjährigen Gymnasium mit dem neuen Lehrplan beispielsweise keine passenden Schulbücher vor.
    Die betroffenen Schülerinnen und Schüler, aber auch ihre Eltern würden dies zu Recht als ungenügend empfinden.

    Hinzu kommt, dass Schülerinnen und Schüler höherer Jahrgangsstufen einen Rechtsanspruch auf Beschulung im achtjährigen Gymnasium geltend machen können, da zum Zeitpunkt der Einschulung am Gymnasium noch nicht mit einer entsprechenden Gesetzesänderung zu rechnen war. Die Konsequenz wäre eine von den Schulen kaum zu bewältigende Parallelführung von drei verschiedenen Bildungsgängen:
    - auslaufendes reguläres G8;
    - provisorisches gestrecktes G8;
    - aufwachsendes reguläres G9.

    Dies gilt gleichermaßen, wenn den betreffenden Schülerinnen und Schülern – wovon die Eingabe auszugehen scheint – eine Wahlfreiheit zwischen acht- und neunjähriger Lernzeit eröffnet werden soll.
    Auf die Erfahrungen der Pilotschulen der Mittelstufe Plus mit der schulorganisatorischen Umsetzung zweier parallel geführter Lernzeitangebote wird in diesem Zusammenhang verwiesen.

    Mit dem bayerischen Gymnasium in seiner bestehenden, achtjährigen Form ist ein Bildungsgang eingeführt, der den Qualitätsanspruch dieser Schulart beständig bewahrt hat.
    Zwar unterzieht sich diese Schulart aktuell einer Weiterentwicklung, um auf aktuelle Herausforderungen - wie etwa die gestiegene Heterogenität der Schülerschaft oder die zunehmende Bedeutung der digitalen und politischen Bildung - zu reagieren.
    Dies bedeutet aber nicht, dass sich daraus für die Schülerinnen und Schüler, die weiter das achtjährige Gymnasium durchlaufen, qualitative Nachteile ergeben – bleibt doch das Bildungsziel des Gymnasiums, die Allgemeine Hochschulreife auf der Basis einer vertieften, breiten Allgemeinbildung, auch im Zuge seiner Weiterentwicklung unverändert. Zudem steht auch diesen Schülern ein umfangreiches, seit mehreren Jahren etabliertes Spektrum an Möglichkeiten der individuellen Förderung offen. Hierzu gehören z. B. die Angebote der „Individuellen Lernzeit“.
    Daher kann eine Einbeziehung höherer Jahrgangsstufen in die beabsichtigte Reform des bayerischen Gymnasiums nicht umgesetzt werden.
    Dennoch ist sichergestellt, dass auch diese Schülerinnen und Schüler sowohl die pädagogische Unterstützung als auch die qualitativ hochwertige Bildung erfahren, die mit dem Anspruch des bayerischen Gymnasiums verbunden sind. Dies gelingt aufgrund der langjährigen Erfahrungen der Gymnasien in der Umsetzung des achtjährigen Gymnasiums sehr verlässlich.
    Wie auch immer geartete Zwischenlösungen zur Einbeziehung höherer Jahrgangsstufen wären dagegen mit Nachteilen für die Schülerinnen und Schüler und die Schulen verbunden.

    Aus Sicht des Staatsministeriums sollte deshalb der Eingabe nicht gefolgt werden.

    Ende Stellungnahme.
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    Aus unserer Sicht, ist unser aller Anliegen allerdings nicht erledigt. Wir werden uns daher insbesondere und zumindest dafür einsetzen, dass auch die aktuellen G8-Jahrgänge von der Schritt für Schritt umzusetzenden Weiterentwicklung profitieren.

    Ich bin mir sicher, dass sich im Zuge der Umstellung nochmals eine Möglichkeit ergibt, unser Anliegen erneut einzubringen. Wir lassen unser Anliegen also trotz dieses Rückschlages nicht ruhen.

    Mit besten Grüßen und vor allem einem großen Dank für Ihre Unterstützung.

    Ihr
    Michael Piazolo

  • Liebe Unterstützer, liebe Eltern, liebe Lehrer und Schüler,

    nun ist es soweit. Nach der Petitionsübergabe am 25.09.2017 wird die Petition an morgigen Donnerstag, den 16.11.2017, voraussichtlich im Zeitraum zwischen 11:00 und 12:30 Uhr, im zuständigen Ausschuss für Bildung und Kultus im Bayerischen Landtag behandelt.
    Hierzu möchten wir noch einmal alle Unterzeichner und Unterstützer der Petition herzlich einladen.

    Die nachgereichten Unterschriften werden am Donnerstag auch noch eingebracht. Ein herzlicher Dank gilt daher allen, die auch nach dem 25.09. noch Unterschriften eingereicht haben.
    Wir sind guter Dinge, dass die Petition nochmals eine Diskussion darüber entfacht, wie wichtig für alle aktuellen G8-Jahrgänge und gerade auch die aktuelle Unterstufe eine chancengleiche und gerechte G9-Lösung wäre.

    Zugleich möchten wir Sie und die Mitglieder Ihrer Schulfamilie dazu aufrufen, parallel zur Petition individuelle Briefe an das Kultusministerium zu verfassen.
    Denn die Erfahrung lehrt, dass sich der Einsatz und die Beharrlichkeit einer möglichst breiten Basis aus Eltern, Schülern und Lehrkräften gerade in Bildungsfragen bezahlt machen kann.

    Sie können die möglichst individuellen Briefe an folgende Adresse schicken:

    Bayerisches Staatsministerium für Bildung und Kultus, Wissenschaft und Kunst
    Herrn Kultusminister Dr. Ludwig Spaenle
    Salvatorstraße 2
    80327 München

    Sobald das Ergebnis der Petition im Landtag vorliegt, erhalten Sie selbsverständlich eine ausführliche Information.

    Mit herzlichen Grüßen

    Ihr
    Michael Piazolo

  • Liebe Unterstützer, liebe Eltern, liebe Lehrer und Schüler,

    das neue Schuljahr hat begonnen und wir hoffen, dass Sie gemeinsam mit Ihrer Familie die Ferienzeit genießen und gesund und erholt die neuen Herausforderungen angehen konnten.

    Vor der Sommerpause ließ sich das Kultusministerium leider nicht mehr umstimmen und blieb bei der umstrittenen Regelung, das G9 2018 nur für die zukünftigen Gymnasiasten einzuführen.

    Wir wollen das ändern. Am kommenden Montag, den 25. September 2017, soll daher die Petition im Bayerischen Landtag eingereicht werden.
    Unser Ziel ist, dass zumindest die aktuellen 6. und 7. Klassen doch noch vom neuen G9 und damit von mehr Zeit zum Lernen und mehr Zeit für die persönliche Entwicklung profitieren können.

    Ich lade Sie daher herzlich dazu ein, die Übergabe der Petition an den Vizepräsidenten des Bayerischen Landtags, Herrn Peter Meyer, am Montag, den 25.09.2017, um 15.00 Uhr, im Bayerischen Landtag, möglichst zahlreich zu begleiten.

    Im Anschluss an die Übergabe möchte ich auch die Gelegenheit nutzen, Sie zu einem bildungspolitischen, rund einstündigen Hintergrundgespräch in den Bayerischen Landtag einzuladen.

    Wir können uns dabei nicht nur über das neue G9 und die nicht zufriedenstellende Frage nach der Einführung des G9 für die aktuellen Schüler, sondern auch über Themen wie die Schülerzahl pro Klasse, die Zahl der Lehrkräfte und Pädagogen sowie den Zustand und die Digitalisierungschancen und -möglichkeiten an unseren Bayerischen Schulen unterhalten.
    Selbstverständlich sind auch Ihre eigenen Erfahrungen, Anregungen und Wünsche bei der Diskussion gefragt, denn Ihre Meinung als Mitglied der Schulfamilie ist mir wichtig.

    Da eine Anmeldung an der Pforte des Landtags zwingend notwendig ist, bitte ich um einen kurze Anmeldung unter Nennung des Vor- und Nachnamens sowie Ihrer Anschrift, die Sie mir auch per Mail an buero@fw-muenchen-landtag.de zukommen lassen können.

    Für Ihre Unterstützung und die Unterzeichnung der Petition möchte ich mich herzlich bedanken. Ich halte Sie über weitere Entwicklungen auf dem Laufenden, würde mich aber auch sehr über Ihr Kommen am 25. September freuen.

    Mit herzlichen Grüßen

    Ihr Michael Piazolo

Za

Das sehen wir genauso. Die jetzigen 7. Klassen der Gymnasien warten auch auf eine Lösung. Alle Kinder sollten die Möglichkeit zu mehr Lernzeit bekommen. Ein fairer Kompromiss wäre z.B. die Einführung der Mittelstufe plus an allen bayrischen Gymnasien. Bisher ist dafür der Wohnort entscheidend. Eigentlich sollte die Bildungsreform das berücksichtigen. Es geht hier schließlich um Kinder!

Protiv

Umstellung für die 7. Klassen?? .. warum dann nicht auch die 8. Klassen, die 9. und gleich die Jahrgangsstufe 12 ?? Dann ist das Chaos perfekt! Hier müssen Lehrpläne angepasst werden, Lehrer eingestellt werden (sonst funktioniert Schule nicht!), Räume bereit gestellt werden ... Es braucht einen Stichtag und der darf nicht zu früh liegen. M.E. ist sogar der Übergang im Schuljahr 2018/2019 für die Schüler und Schülerinnen der 5. und 6. Klassen, wie derzeit geplant sehr, sehr ambitioniert... Ich möchte meinen Kindern (derzeit 5. und 7. Klasse) eine Umstellung nicht zumuten....