Debatte
Noch kein PRO Argument.
Wieso ist die Bevölkerung für die Hygiene der Frau verantwortlich. Da gibt es essentiellere Themen.
Petition richtet sich an: Deutscher Bundestag Petitionsausschuss
Kostenlose Bereitstellung im öffentlichen Raum & am Arbeitsplatz: Binden, Tampons und nachhaltige Menstruationsprodukte müssen in allen öffentlichen Gebäuden, Bildungseinrichtungen, Behörden und an allen privaten Arbeitsstätten kostenfrei, anonym, leicht zugänglich und geschlechtsinklusiv auf den Sanitärräumen bereitgestellt werden.
Staatliche Preisdeckelung & Subventionen im Einzelhandel: Zur wirksamen Bekämpfung von Periodenarmut ("Period Poverty") im Alltag soll der Staat gezielte Handelssubventionen einführen, um die Verkaufspreise für Menstruations- und Hygieneartikel im Einzelhandel dauerhaft und verlässlich zu deckeln.
Bezahlte, attestfreie Ausgleichstage bei Beschwerden: Schaffung eines gesetzlichen Anspruchs auf bis zu 12 bezahlte, stundenweise nutzbare Ausgleichstage pro Kalenderjahr bei physischen (z. B. Dysmenorrhö, Endometriose) oder mentalen (z. B. PMDS, angst- oder depressionsfördernde hormonelle Schwankungen) Beschwerden. Für die Inanspruchnahme der Ausgleichstage muss eine unverzügliche Selbsterklärung genügen. Ein ärztliches Attest darf auch bei bestehenden Tag-1-AU-Pflichten im Betrieb nicht verlangt werden. Es dürfen keinerlei Diagnosen, Symptom- oder Zyklusdaten erfasst werden.
Staatlicher Umlageausgleich (Anti-Diskriminierungsschutz): Die Lohnfortzahlung an Ausgleichstagen wird für Arbeitgeber vollständig über ein bundesweites Erstattungsverfahren (analog zum Aufwendungsausgleichsgesetz / U2-Umlagesystem) ausgeglichen. Dadurch entstehen Unternehmen keine direkten Mehrkosten, was Arbeitsmarktnachteile für Betroffene wirksam verhindert.
Enttabuisierende Schulaufklärung: Verbindliche Verankerung von umfassender Zyklus- und Menstruationsgesundheit in allen schulischen Lehrplänen für alle Geschlechter – inklusive der Aufklärung über Erkrankungen (Endometriose, PMDS), den Umgang mit Produkten sowie den Abbau von Stigmata und Mobbing.
Menstruation ist ein biologischer Prozess, der jeden Monat Millionen Menschen in Deutschland betrifft. Dennoch begegnet die Gesellschaft dem Thema noch immer mit Tabus, ungleicher finanzieller Belastung und rechtlicher Unschärfe am Arbeitsplatz und in Schulen.
1. Periodenarmut und fehlende Infrastruktur bekämpfen: Menstruationsartikel sind keine Luxusgüter, sondern unverzichtbare Hygieneartikel des täglichen Grundbedarfs. Dass Tampons und Binden auf öffentlichen und betrieblichen Toiletten im Gegensatz zu Toilettenpapier oder Seife meist fehlen, ist eine Benachteiligung. Zudem führen gestiegene Lebenshaltungskosten dazu, dass einkommensschwache Haushalte an notwendiger Hygiene sparen müssen. Kostenlose Angebote in öffentlichen Gebäuden und staatlich subventionierte, gedeckelte Preise im Handel schaffen verlässliche Abhilfe und sichere Teilhabe am öffentlichen Leben.
2. Medizinische Realität anerkennen – Physisch und Mental: Schwere menstruations- und zyklusbedingte Beschwerden schränken die Arbeits- und Leistungsfähigkeit vorübergehend erheblich ein. Neben starken körperlichen Schmerzen (wie bei Endometriose) führen hormonelle Schwankungen bei Erkrankungen wie der Prämenstruellen Dysphorischen Störung (PMDS) zu schweren mentalen Belastungen, Panikattacken oder Erschöpfungszuständen. Wer unter solchen Symptomen leidet, braucht keine Krankschreibung wegen "Arbeitsunfähigkeit" im klassischen Sinne, sondern flexible, unbürokratische Ausgleichsmöglichkeiten ohne den Zwang, stundenlang in Arztpraxen auf ein Attest zu warten.
3. Arbeitnehmerinnen schützen, Arbeitgeber entlasten: Ohne gesetzliche Regelung melden sich Betroffene entweder regulär krank, arbeiten trotz starker Schmerzen unter Leistungsabfall (Präsentismus) oder fürchten Benachteiligungen bei Beförderungen und Einstellungen. Durch die Einbindung der Lohnfortzahlung in ein staatliches Umlagesystem (analog AAG) werden Arbeitgeber finanziell geschützt. Das verhindert, dass menstruierende Personen auf dem Arbeitsmarkt als "Kostenrisiko" eingestuft werden.
4. Entstigmatisierung durch Bildung von klein auf: Fehlendes Wissen an Schulen führt zu Scham, unsachgemäßem Hygienegebrauch und Mobbing. Erst wenn junge Menschen aller Geschlechter frühzeitig und umfassend über körperliche und mentale Zyklusabläufe aufgeklärt werden, schaffen wir eine solidarische und verständnisvolle Gesellschaft.Diese Petition fordert eine moderne, geschlechtergerechte und gesundheitsorientierte Politik, die biologische Realitäten anerkennt, Barrieren abbaut und die Lebensqualität von Millionen Menschen nachhaltig verbessert.
Petition gestartet:
12.08.2026
Sammlung endet:
11.02.2027
Region:
Deutschland
Kategorie:
Bürgerrechte
Noch kein PRO Argument.
Wieso ist die Bevölkerung für die Hygiene der Frau verantwortlich. Da gibt es essentiellere Themen.
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Weil ich es wichtig finde das es ungerecht ist das Frauen so noch mehr benachteiligt werden.