Erfolg

Gestaffelter Mutterschutz nach Fehlgeburten

Petent/in nicht öffentlich
Petition richtet sich an:
Deutscher Bundestag Petitionsausschuss
Abgegebene Stellungnahmen von Abgeordneten

52.893 Unterschriften

Der Petition wurde entsprochen

52.893 Unterschriften

Der Petition wurde entsprochen

  1. Gestartet 2022
  2. Sammlung beendet
  3. Eingereicht
  4. Dialog
  5. Erfolg

Die Petition war erfolgreich!

Neuigkeit lesen

Petition richtet sich an: Deutscher Bundestag Petitionsausschuss

Wir fordern einen gestaffelten Mutterschutz für Frauen, die vor der 24. Schwangerschaftswoche eine Fehlgeburt erleiden.
Aktuell steht Frauen nach Fehlgeburten, also Geburten bei denen Babys keine Lebensmerkmale gezeigt haben, deren Gewicht weniger als 500 Gramm betrug, und die Geburt vor der 24. Schwangerschaftswoche erfolgte, kein Mutterschutz zu.
Auch der Änderungsvorschlag der neuen Bundesregierung, der die 20. Schwangerschaftswoche als Grenze vorsieht, ist unzureichend. All den Frauen, die bereits in der 19. Woche oder früher eine Fehlgeburt hatten, steht weiterhin kein Mutterschutz zu. Das bedeutet, dass Frauen, die wochen- und monatelang ihr Kind unter dem Herzen getragen haben, weiterhin kein Anrecht auf Mutterschutz haben. 
Eine Krankschreibung der Frauen nach einer Fehlgeburt liegt damit alleine im Ermessen des betreuenden Arztes und erfolgt nicht automatisch, sondern oft nur auf Nachfrage und Bitten. Dieser Umstand stellt nicht selten eine zusätzliche Belastung für die oftmals traumatisierten Frauen dar. Auch das psychologische Element, dass eine Frau, die ihr ungeborenes Kind verliert, nicht als Mutter (der Mutterschutz zusteht) gewertet wird, spielt für viele Frauen eine große Rolle. Wir denken deswegen, dass ein Angebot des gestaffelten Mutterschutzes für Frauen nach Fehlgeburten ein großer Fortschritt wäre, der betroffenen Frauen Zeit, gibt das Erlebte zu verarbeiten und ihnen einen Schutz bietet, der ihnen zusteht. 
Die Staffelung und Höhe des Mutterschutzes sollte von einer Expertenkommission erarbeitet werden. Der gestaffelte Mutterschutz sollte außerdem ein Schutzangebot des Staates sein und für die Frau nicht verpflichtend.

Begründung

Laut Informationen des deutschen Bundestags erleidet jede dritte Frau vor der zwölften Woche eine Fehlgeburt (https://dserver.bundestag.de/btd/19/216/1921615.pdf), und auch zwischen der zwölften und der zwanzigsten Woche finden leider noch viele Fehlgeburten statt. Nur steht diesen Frauen aktuell kein einziger Tag Mutterschutz zu. Es ist wichtig, einen Raum für diese Frauen zu schaffen, innerhalb dessen sie das Geschehene realisieren und sich sammeln können. Auch Organisatorisches, wie Bestattungen, psychologische Hilfe oder Arztbesuche und Krankschreibungen über den Mutterschutz hinaus, kann in dieser Zeit umgesetzt werden.

Angaben zur Petition

Petition gestartet: 07.02.2022
Sammlung endet: 18.09.2022
Region: Deutschland
Kategorie: Familie

Neuigkeiten

  • Liebe Unterstützende,
    ihr habt mit eurer Stimme den Gestaffelten Mutterschutz unterstützt und einige von euch haben auch bereits für unsere große Aufklärungskampagne „Jede 3. Frau" gespendet. Dafür danken wir euch von Herzen. Nun möchten wir euch persönlich zu einem Abend einladen, den wir im Rahmen dieser Kampagne veranstalten: dem Her Space Day. Am 12. Oktober 2026 öffnen wir in Berlin einen Raum zum Austausch und zum Netzwerken rund um das Thema “Fehlgeburt”, das kein gesellschaftliches Tabu mehr sein darf. Jede dritte Frau erlebt eine Fehlgeburt und dennoch fehlt immer noch ein Ort, an dem Wissen, persönliche Geschichten und echte Begegnung zusammenkommen dürfen. Genau diesen Ort wollen wir im Rahmen unserer großen Aufklärungskampagne gemeinsam mit euch schaffen.

    Was: HER SPACE DAY - Wissen, Austausch und Begegnung rund um Fehlgeburten. 
    Wann: Montag, 12. Oktober 2026, 17–21 Uhr
    Wo: Berlin
    Wichtig: Die Teilnahme ist kostenlos, aber die Tickets sind begrenzt: Deswegen meldet euch bitte über folgenden Link zeitnah an (es gilt first come first serve) : Her Space
    Das Programm:

    • Panel mit Expert:innen und Betroffenen, u.a. Charlotte Weise, Hebamme Sissi Rasche und Anke Helle (Chefredaktion Freundin) 
    • Deep Talks mit Fachpersonen, u.a. Prof. Dr. Mandy Mangler
    • Weltpremiere eines Sternengeschwister-Songs von Hier kommt Nina
    • Kurzlesung “Jede 3. Frau”
    • Raum für Austausch und Vernetzung

    Mit dabei sind unter anderem Prof. Dr. Mandy Mangler, Chefärztin Gynäkologie, Sissi Rasche, Hebamme, Charlotte Weise, Creatorin und Anke Helle, Chefredaktion freundin. Daniela Nuber-Fischer steht uns als Expertin der Sternenkindersprechstunde zur Verfügung und die Kinderliedersängerin „Hier kommt Nina" wird den ersten Sternenkindergeschwister-Song präsentieren. Gastgeberin der Veranstaltung ist die BARMER mit Simone Schwering, stellvertretende Vorstandsvorsitzende. Ein besonderer Dank an dieser Stelle an alle Teilnehmenden ExpertInnen.

    Wir freuen uns außerdem sehr, wenn ihr die Einladung in eurem Netzwerk teilt. Und falls ihr die Aufklärungskampagne über den Abend hinaus stärken möchtet: „Jede 3. Frau" finanziert sich ausschließlich über Crowdfunding und eine kleine Stiftungsförderung der Margarethe Ammon Stiftung. Leider konnten wir unser Spendenziel bisher nicht erreichen, aber jede Spende bringt uns näher daran, diesem Thema Sichtbarkeit zu verleihen. Ihr bekommt natürlich auch Spendenquittungen ausgestellt, da wir gemeinnützig sind. 
    Jetzt spenden auf Betterplace
    Wir freuen uns, euch am 12. Oktober zu sehen und danken für eure Unterstützung!

    Herzliche Grüße
    Natascha Sagorski und das Team von Familie sind alle

  • Liebe Unterstützende,

    von einer Petition zum Bundesgesetz - unter anderem dank Ihrer Unterstützung.
    Das ist die Geschichte von Natascha Sagorski. Genau ein Jahr ist es her, dass Nataschas Einsatz zur Einführung eines gestaffelten Mutterschutzes nach Fehlgeburten geführt hat. Ein historischer Erfolg, der zeigt: Petitionen können Großes bewegen. 

    Damit noch mehr Menschen von diesem wichtigen Thema erfahren und ermutigt werden, selbst aktiv zu werden, haben wir von openPetition einen Post auf unseren Social-Media-Kanälen veröffentlicht - einfach auf die blauen Verlinkungen klicken & teilen, teilen, teilen:

    👉 Jetzt ansehen & verbreiten:
    Instagram
    TikTok 
    Facebook
    LinkedIn 
    Mastodon
    Bluesky

    Und es braucht weiterhin viel Aufklärungsarbeit rund um das Thema. Wer möchte, kann die “Aufklärungskampagne Fehlgeburten „Jede 3. Frau“” von “Familie sind alle” auch mit einer Spende unterstützen

    Herzliche Grüße
    Das Team von openPetition 👋

  • Liebe Unterstützende,

    dieses Jahr 2025 war etwas ganz besonderes, denn gemeinsam ist uns Großartiges gelungen: Die Petition wurde zum Gesetz und der gestaffelte Mutterschutz nach Fehlgeburten ist seit dem 1. Juni 2025 in Kraft!

    Das war ein großer und wichtiger erster Schritt, nun muss es weitergehen. Neue Rechte wie der gestaffelte Mutterschutz können Betroffenen nur dann helfen, wenn sie auch von ihnen wissen. Das gilt genauso für Informationen zu medizinischen Möglichkeiten (z.B. welche Alternativen es zur Ausschabung gibt), Basiswissen zu Fehlgeburten und Ansprüchen, die bestehen (z.B. Recht auf Hebammenbegleitung).

    Damit das Wissen zu Fehlgeburten Allgemeinwissen wird, müssen wir mit dem Thema weiter und beharrlich nach draußen gehen und es zu den Menschen bringen. Denn, und da dürfen wir uns keine Illusionen machen, meistens beschäftigt man sich proaktiv erst dann mit Fehlgeburten, wenn man selbst betroffen ist. Das wollen wir ändern und eine Aufklärungskampagne auf den Weg bringen!

    Dass wir Kampagne können, haben wir schon während der Gesetzesinitiative mit unserer Kampagne „Leere Wiege = Volle Arbeitskraft?!“ mit prominenten Unterstützenden wie Collien Ulmen Fernandes, Marie Nasemann, Arne Friedrich und vielen weiteren gezeigt. Nun wollen wir noch mehr in die Breite gehen und weiter dazu beitragen, das Thema Fehlgeburten zu enttabuisieren. Denn, auch wenn Fehlgeburten ein Tabuthema sind, ein Randthema sind sie nicht. Schätzungsweise jede 3. Frau ist betroffen. Grund genug mit einer großen Kampagne aufzuklären.

    Wie könnt ihr unterstützen?

    Mit eurer Spende bei betteplace: bit.ly/4rv8AYn
    Spendenquittungen werden natürlich ausgestellt.

    Warum starten wir das Crowdfunding jetzt?

    Wir hatten auf eine staatliche Kampagne zum Thema Fehlgeburten gehofft, aber aktuell sieht es stark danach aus, als würde diese nicht kommen. Deswegen machen wir dasselbe, was wir schon beim gestaffelten Mutterschutz gemacht haben: Wir kümmern uns selbst darum! Bitte unterstützt uns auch hierbei mit eurer Spende, damit wir die Kampagne auf den Weg bringen können.

    Link zur Spendenaktion:
    bit.ly/4rv8AYn

    Herzlichen Dank, eine gesunde und besinnliche Adventszeit und alles Gute!

    Natascha Sagorski und das Team von Familie sind alle

Es ist ein Zeichen der Menschlichkeit und Gerechtigkeit im Umgang mit Frauen nach dem Schicksalsschlag einer Fehlgeburt

Der Mutterschutz ist dafür da, sich nicht einer anstrengenden Geburt zu erholen und vor allen Dingen, sich um das Neugebörene kümmern zu können. Eine Fehlgeburt bzw. Totgeburt ist schlimm, aber Mutterschutz sollte nicht automatisch erfolgen. Dafür ist eine Krankschreibung, die auch die Psyche berücksichtigt da.

Helfen Sie mit, Bürgerbeteiligung zu stärken. Wir wollen Ihren Anliegen Gehör verschaffen und dabei weiterhin unabhängig bleiben.

Jetzt fördern