Petition addressed to:
Bürgermeister und Gemeinderat
Ein Hallenbad definitiv ja: Jedoch weitere Beschlüsse zum geplanten Bad bis zum Amtsantritt des neuen Gemeinderates im Mai 2026 aussetzen.
Unterstützen Sie bitte diese Forderung und unterzeichnen jetzt!
Reason
Pfronten braucht und will ein neues Hallenbad. Die Planungen müssen jedoch verantwortungsvoll und fair mit Blick auf die Zukunft künftiger Generationen und auf Grundlage einer vollständigen und transparenten Faktenlage erfolgen.
Diese Voraussetzungen sind aktuell nicht gegeben, sondern sollen ganz offensichtlich im Wahlkampf geopfert werden.
Die Gemeinde Pfronten plant den Bau eines neuen Hallenbades mit einem Investitionsvolumen in zweistelliger Millionenhöhe. Aktuell steht die Summe von 21 Millionen (ohne Abrisskosten für das Alpenad in Meilingen) im Raum.
Zur Verdeutlichung und Einordnung: Der Verwaltungshaushalt (laufende Einnahmen und Ausgaben) beläuft sich 2025 auf ca. 31 Millionen Euro und der Vermögenshaushalt (Investitionen und Vermögensbewegungen) liegt bei ca. 14 Millionen Euro. Neben den Kosten für den Bau des neuen Hallenbades und den Abrisskosten für das Alpenbad in Meilingen müssen noch die nicht unerheblichen Betriebskosten, die Jahr für Jahr anfallen, in die Planungen einbezogen werden. Bis heute liegt jedoch keine transparente und nachvollziehbare Gesamtfinanzierung vor, obwohl sich die Gemeinde in einer angespannten Haushaltslage befindet.
Zentrale Fragen – etwa zu den tatsächlichen Gesamtkosten, zur Finanzierung sowie zur verkehrlichen Erschließung und Stellplatzsituation – sind weiterhin ungeklärt. Gleichzeitig wird ab dem 1. Mai 2026 ein neu gewählter Gemeinderat die Verantwortung für die Umsetzung und diese finanziellen Folgen tragen, die die kommenden Generationen treffen: uns, unsere Kinder und Kindeskinder.
Darüber hinaus sind wesentliche Punkte noch ungeklärt, insbesondere beispielsweise die verkehrliche Erschließung des vorgesehenen Baugrundstücks und die Parksituation. Die hierzu beauftragte Verkehrsuntersuchung muss sorgfältig geprüft und bewertet werden, was eine fundierte Entscheidungsfindung erst zu einem späteren Zeitpunkt ermöglicht.
Zudem gibt es starke und berechtigte Vorbehalte gegen das gesamte Betriebskonzept.
Ab dem 1. Mai 2026 wird ein neu gewählter Gemeinderat seine Arbeit aufnehmen. Dieser neue Gemeinderat muss:
die finanziellen und organisatorischen Konsequenzen verantworten,
die Umsetzung der Beschlüsse verantworten,
und sicherstellen, dass die Gemeinde weiterhin handlungsfähig bleibt.
Es erscheint daher nicht verantwortungsvoll, wenn der derzeitige Gemeinderat auf Biegen und Brechen noch weitreichende Schnellschuss-Beschlüsse zu diesem Projekt fasst, die der neue Gemeinderat umzusetzen hat, ohne diese maßgeblich mitgestalten zu können. Eine solche Vorgehensweise widerspricht dem Grundsatz einer fairen, transparenten und verantwortungsvollen Kommunalpolitik.
Eine sachlich zwingende Notwendigkeit, noch vor dem Amtsantritt des neuen Gemeinderates weitere Entscheidungen zu treffen, ist nicht erkennbar.
Pfrontens Zukunft braucht Transparenz, Sorgfalt und verantwortungsvolle Entscheidungen. Dafür setzt sich diese Petition ein. Daraus ergibt sich die Forderung Bürgermeister und Gemeinderat stellen alle weiteren Beschlüsse zum Hallenbad bis mindestens 1. Mai 2026 zurück, um dem neu gewählten Gemeinderat eine verantwortungsvolle und faire Entscheidungsfindung zu ermöglichen.
Bürgermeister Haf hat die Übergabe der Petition und ein Gespräch verweigert. Gemeinsam mit dem Architekturforum Allgäu planen wir deshalb nach der Wahl eine Informationsveranstaltung.
Zur unabhängigen, unvoreingenommenen und fachlich fundierten Information.
Pressemitteilung:
Petition endet: Transparenz und Neubewertung gefordert
Die Online-Petition endete am 15. Februar. „Bürgermeister Haf hat es versäumt, die geäußerten Bürgerbedenken ernst und kurzzeitig den Fuß vom Gas zu nehmen, um dieses wichtige Thema im Wahlkampf nicht weiter zuzuspitzen“, bilanziert Joachim Wohlfart. Der Bürgermeister hat die Petition mehrfach öffentlich als „wertlos“ und „rechtlich unzulässig“ bezeichnet. „Diese rechtliche Einordnung ist nachweislich falsch und damit haltlos“, so Wohlfart. Und die Klassifizierung als „wertlos“ bezeichnet der Initiator der Petition als Ausdruck mangelnder Bürgernähe und als undemokratisch. „Das ist meine klare Auffassung und ich überlasse die persönliche Einschätzung gerne jedem selbst“, so Wohlfart. Darüber hätte er gerne mit dem Bürgermeister persönlich gesprochen, dieser stehe für einen Übergabetermin jedoch nicht zur Verfügung. „Eine direkte Begegnung hat der Bürgermeister in seiner Mail an den Briefkasten oder seinen Hauptamtsleiter delegiert“, so Wohlfart.
Das Architekturforum Allgäu wird nach der Wahl eine Informationsveranstaltung im Pfarrheim anbieten. „Unser 2001 gegründeter gemeinnütziger Verein befasst sich mit der Gesamtheit aller kulturellen, gesellschaftlichen, ökologischen, finanziellen, technischen und ästhetischen Aspekte des Entwickelns, Planens, Bauen, Umbauens und Erhaltens unserer gebauten Umwelt“, erläutert dessen Geschäftsführer Franz Schröck. Baukultur umfasse nicht nur Architektur im engeren Sinne, sondern alle Prozesse, Akteure und Rahmenbedingungen, die unsere Städte, Dörfer und Landschaft prägen, von der ersten Idee bis zur langfristigen Nutzung und nachhaltigen Pflege, erläutert Schröck. Mit diesem Grundansatz wird das Architekturforum in einer unabhängigen Veranstaltung fachlich fundiert und unvoreingenommen über alle Aspekte dieser komplexen Thematik informieren. „Aus dieser unabhängigen und ungefilterten Information kann sich durchaus ein Bild ergeben, das Anlass für ein Bürgerbegehren ist. Das dann auch nicht mehr einfach als wertlos und rechtlich unzulässig ignoriert werden kann“, so Wohlfart.
Verpasste Chance Ursache für heutige Misere
Nach eigenen Angaben motiviert Wohlfart der Leitspruch „Wer die Vergangenheit nicht kennt, kann die Gegenwart nicht verstehen und die Zukunft nicht gestalten“. Er sehe die Verantwortung für die heutige Situation eindeutig bei SPD und Pfrontner Liste: „Ich bin der festen Überzeugung, dass vor 20 Jahren eine große Chance vertan und damit die Ursache für die Schließung des Alpenbades sowie die jetzige Misere gelegt wurde.“ 2006 hat der damalige CSU-Bürgermeisterkandidat Dr. Thomas Jahn eine Privatisierung von Eisstadion und Alpenbad vorgeschlagen. Solche geldsparenden Private-Public-Partnership-Modelle (PPT) können Haushaltsmittel für andere Projekte freimachen und hätten es gleichzeitig ermöglicht, das Alpenbad nicht nur zu renovieren, sondern auch zu attraktivieren und nachhaltig im Bestand zu sichern. In Zusammenarbeit mit dem privaten Partner wäre durch den Bau eines Hotels und einer mit dem Alpenbad verbundenen Wellnessanlage eine für den gesamten Ort wichtige touristische Erschließung möglich gewesen. Verbunden mit vertraglichen Regelungen, die die gewohnte Nutzung durch Vereine und familienfreundliche Eintrittspreise festschreiben und darüber hinaus ein Wellnessangebot auch für Einheimische bietet, erläutert Wohlfart.
SPD und Pfrontner Liste wiesen die vorgeschlagene Privatisierung mit den Worten zurück: „So konzipierten wir das Hallenbad gemeinsam bewusst als günstiges Familienbad, das auch Vereinen und Schulen zur Verfügung steht“. Mit dem auf den Gegenkandidaten gemünzten Seitenhieb „Die auf zahlreichen Gebieten führende Gemeinde Pfronten brauche nicht den parteipolitischen Streit, den ein „offensichtlich einseitig informierter Außenstehender“ hineintrage, sondern das bewährte, sachliche Miteinander der erfolgreichen vergangenen Jahre“, zitiert Wohlfart aus der Berichterstattung.
Grundsätzlich prüfen – nachhaltig entscheiden
Wo diese „bewusst konzipierte Strategie“ und das Wegwischen dieses Vorschlages eines als „offensichtlich einseitig informierten Außenstehenden“ geführt hat, musste Pfronten bei der Schließung des Alpenbades erleben, spannt Wohlfart den Bogen zur heutigen Situation. Und ergänzt, dass der heutige Bürgermeister damals schon Gemeinderat war und im Bürgermeisterwahlkampf als Moderator von Wahlkampfveranstaltungen aufgetreten ist.
Es lohne sich deshalb, nach der Wahl noch einmal grundsätzlich hinzuschauen und alles im Zusammenhang genau zu durchdenken, um dieses Mal nicht wieder zu kurz zu springen, sondern eine umfassende, vernünftige und nachhaltige Lösung zu erreichen, appelliert Wohlfart.
Bürgermeister Alfons Haf hat die persönliche Übergabe der Unterschriften dieser Online-Petition und ein direktes Gespräch verweigert. Wir informieren zeitnah in einer weiteren Mail, was nun, nach Ende der Zeichnungsfrist und nach dem Wahltag am 8. März 2026 geplant ist: Ein unabhängiges und sachgebundenes Informationsangebot für alle Pfrontenerinnen und Pfrontener.
Zunächst senden wir Ihnen jedoch den Faktencheck zu einem durch die Pfrontener Liste erstellten Video, in dem Alfons Haf behauptet, Dr. Mori schließe seine Spende in Höhe von 10 Millionen Euro aus, wenn ein Investor in das Hallenbad eingebunden wird.
Aus gegebenem Anlass, weißt doch die Vorgehensweise beim Seniorenzentrum „Dahoim“ am Bahnhof Pfronten-Ried starke Parallelen auf. Wobei hier erschwerend hinzu kommt, dass hier nicht nur die genaue Ausgestaltung der Vereinbarung mit dem Spender im Verborgenen bleibt – hier wird nicht einmal der Name des potentiellen Spenders genannt.
Auszug aus einem Artikel der Allgäuer Zeitung vom 7. Februar 2026:
„Geplant sind östlich des Bahnhofs und südlich des alten Lokschuppens zwei Häuser, die laut Bürgermeister Alfons Haf ein Investor, der sich der Gemeinde Pfronten sehr verbunden fühlt, komplett als Spende errichten möchte. Darin sollen 20 betreute Wohnungen für Senioren und Hilfsbedürftige, ein Bereich für Tagespflege und eine Arztpraxis entstehen. Laut Haf ist man bereits mit möglichen Betreibern für die Tagespflege im Gespräch, ebenso mit Ärzten, die die neue Praxis nutzen wollen.“
Der oben angekündigte 𝗙𝗔𝗞𝗧𝗘𝗡𝗖𝗛𝗘𝗖𝗞 – so wie er bereits in den Sozialen Medien veröffentlicht ist:
Genau diese Art einer verhärteten und von Wahlkampfinteressen getriebenen Auseinandersetzung wollte die Online-Petition „Hallenbad Pfronten – Entscheidungen verantwortungsvoll und transparent treffen“ vermeiden.
„𝘌𝘪𝘯 𝘎𝘦𝘴𝘤𝘩𝘦𝘯𝘬 𝘯𝘪𝘮𝘮𝘵 𝘮𝘢𝘯 𝘢𝘯 𝘶𝘯𝘥 𝘣𝘦𝘥𝘢𝘯𝘬𝘵 𝘴𝘪𝘤𝘩.“
So ist ein Video überschrieben, das die Pfrontener Liste auf ihren Social Media-Kanälen veröffentlicht hat.
1
In diesem Video erklärt Alfons Haf, er habe nicht gelogen. Gleichzeitig stellt er eine neue Behauptung auf: Die 10-Millionen-Euro-Spende von Dr. Mori werde es nicht geben, wenn ein Investor in das Projekt eingebunden wird.
2
Diese Aussage ist falsch.
Dr. Mori hat eine solche Bedingung zu keinem Zeitpunkt formuliert.
3
In der schriftlichen Stellungnahme von Dr. Mori heißt es eindeutig, dass die Spende gegeben wird und dass die Bürgerinnen und Bürger von Pfronten entscheiden, wie das Hallenbad ausgestaltet wird.
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Eine Einschränkung oder ein Ausschluss in Bezug auf eine mögliche Beteiligung eines Investors kommt in dieser Erklärung nicht vor.
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Die im Video hergestellte Verbindung
Investor = keine Spende
ist daher frei erfunden. Sie ist weder belegt noch durch Aussagen des Spenders gedeckt.
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Damit wird erneut ein künstlicher Zwang konstruiert:
Bestimmte Optionen werden als unvereinbar mit der Spende dargestellt, obwohl es dafür keine Grundlage gibt.
7
Dieses Muster ist nicht neu. Bereits in der Vergangenheit wurde öffentlich der Eindruck erweckt, die Spende sei an einen bestimmten Standort gebunden. Auch dafür gibt es keine entsprechende Aussage von Dr. Mori.
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Jetzt wird dieselbe Logik auf ein anderes Thema übertragen:
Erst Standort, jetzt Betreibermodell.
In beiden Fällen wird Alternativlosigkeit behauptet, wo tatsächlich Entscheidungsspielraum besteht.
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Dass Alfons Haf im Video erklärt, ein Investor hätte die Spende ausgeschlossen, ist deshalb keine Interpretation, sondern eine falsche Tatsachenbehauptung.
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Diese Behauptung dient erkennbar dazu, Kritik an früheren Entscheidungen und an fehlender Offenheit im Nachhinein zu delegitimieren.
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Gleichzeitig werden kritische Kommentare unter dem Video gelöscht, eine Petition mit über 500 Unterstützerinnen und Unterstützern (darunter aktuell 437 aus Pfronten) nicht angenommen und berechtigte Nachfragen als unsachlich dargestellt.
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Wer Transparenz für sich reklamiert, darf Kritik nicht unterdrücken. Wer Fakten behauptet, muss sie belegen. Beides geschieht hier nicht.
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Die Faktenlage ist eindeutig:
Dr. Mori hat die Spende zugesagt.
Er hat keine Standortbindung formuliert.
Er hat kein Ausschlusskriterium (Einbindung eines Investors) formuliert.
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Dass weiterhin der Aussage Dr. Moris widersprechende Bedingungen öffentlich behauptet werden, ist irreführend. Das klar zu benennen ist keine Kampagne, sondern eine notwendige Klarstellung im Interesse der Bürgerinnen und Bürger von Pfronten.
Ich unterstütze das, weil es eine sinnvolle Sache ist und wir auch etwas erreichen wollen. Ich hoffe, Ihr schafft das und könnt uns auch Helfen, die Delta Waldeck Frankenberg GmbH zu erhalten. Es sollen wichtige Arbeitsplätze im sozialen Bereich vernichtet werden. Hoffe auch auf Eure Unterschriften. Ich verbreite auch gerne Eure Petition. Vielen Dank Hier der Link: openpetition.de/!hqbgx
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