Die Unterzeichner dieser Petition fordern:

  1. Die niedersächsische Landesregierung wird aufgefordert, durch geeignete Maßnahmen unverzüglich dafür Sorge zu tragen, dass Wölfe nicht länger a) ohne sofortige Abwehrmaßnahmen durch Siedlungen, über Hofstellen oder in einer Distanz von weniger als 300 m von Waldkindergärten umher streifen, ohne das sie durch spürbare Abwehr abgeschreckt werden, b) Weidetiere oder Wild in Gehegen attackieren können ohne dabei negtive Erfahrungen zu machen, die sie von künftigen Überfallen auf Nutztiere abhalten
  2. Die Landesregierung und der Landtag haben unverzüglich klar zustellen, bis zu welchem Gesamtbestand die Zahl der Wölfe in Niedersachsen noch anwachsen soll und wie in Niedersachsen durch sinnvolle Prävention sichergestellt wird, dass dieses große Raubtier vom Menschen und von domestizierten Tieren ferngehalten wird.

Begründung

In den zurückliegenden Wochen und Monaten ist in Niedersachsen erkennbar geworden, dass die Begegnung zwischen Mensch und Wolf keine Seltenheit mehr ist, sondern insbesondere im Heidekreis schon jetzt Wolfsbeobachtungen für viele Menschen zum Alltäglichen gehören. Deshalb werden Wolfssichtungen in der Regel auch keineswegs mehr den Wolfsbeauftragten gemeldet oder statistisch erfasst, wurde das Umherstreifen des Waldkindergartens in Wietzendorf durch einen Wolf nicht durch die Presse veröffentlicht etc.

Die Bevölkerung stand der Rückkehr des Wolfes offen und grundsätzlich vorbehaltlos gegenüber.

Die weitere Entwicklung, die jetzt jedoch zu den Forderungen dieser Petition Anlass gibt und die massive Besorgnis in weiten Teilen der Bevölkerung insbesondere des Heidekreises ausgelöst hat, ist folgende:

Immer öfter kommen Wölfe einzeln oder auch zu mehreren in die unmittelbare Nähe von Wohnhäusern, streifen durch Ortschaften, werden in der Nähe von Spielplätzen oder Waldkindergärten gesehen, ohne dass sie auch nur ein Mindestmaß von Scheu vor dem Menschen zeigen;

Die Zahl der Wolfsübergriffe auf Schafe in Weidehaltung, auf Dam- und Muffelwild in Gattern steigt, wobei auch gut gebaute Zäune bis zur Höhe von 2 Metern für Wölfe kein Hindernis darstellen und Wölfe etliche Tiere töten, die dann nicht gefressen werden und weitere Tiere so massiv verletzt werden, dass sie anschließend getötet werden müssen;

In der Folge geben Hobbytierhalter die Beweidung von Extensivgrünland auf, so dass die Gefahr der Verbuschung solcher Flächen droht und diese als Lebensraum für andere Tierarten verlorengehen;

Rinder und Pferde werden von Wölfen gehetzt und brechen aus ihrer Umzäunung aus, die Tiere erleiden dabei zum Teil Verletzungen und laufen in die Nähe stark befahrener Straßen;

die erholungssuchende Bevölkerung muss faktisch immer und überall damit rechnen, dass umherstreifende Wölfe vor Menschen nicht ausweichen sondern sich diesen sogar nähern, dies gilt insbesondere dann, wenn Spaziergänger Hunde ausführen;

das Verhalten der Wölfe stellt ein Risiko für die Sicherheit von Freizeitreitern im offenen Gelände dar, insbesondere für Kinder, die bei Reiterferien noch wenig erfahren mit der Situation überfordert sind;

Wölfe nähern sich nicht nur einzeln sondern auch als Rudel Viehställen oder beispielsweise einer Fischräucherei, weil die Gerüche für die Raubtiere natürlich verlockend sind. Die Auswertung der im Internet verfügbaren internationalen Literatur belegt, dass dieses Verhalten der Wölfe in Niedersachsen nicht etwa atypisch ist sondern in allen Ländern als Regelverhalten festzustellen ist, in denen Wölfe durch den Menschen keinerlei Bedrohung durch massive Vertreibung bzw. Bejagung erleben.Der Wolf entwickelt sich ohne „Bedrohung“ durch den Menschen zum Kulturfolger und lernt als intelligentes Säugetier, dass er sich ohne Risiko menschlichen Siedlungen oder domestizierten Tieren als potentieller Beute gefahrlos nähern kann. Der Wolfsbestand in Niedersachsen besteht gegenwärtig aus ausnahmslos jungen Tieren, die körperlich in der Lage sind, ihre Beute aus Wildtierbeständen zu erjagen. Bei zunehmendem Alter und damit einhergehender abnehmender Fähigkeit freilebendes Wild zu erjagen, werden die an die Nähe zum Menschen gewöhnten Raubtiere dann jedoch teilweise darauf angewiesen sein, „leichte Beute“ zu machen, was die Risikolage für Menschen und Haustiere erhöht. Auf dieser Grundlage fordern wir die Verantwortlichen in Politik und Verwaltung auf, einer weiteren Fehlentwicklung beim Umgang mit dem großen Raubtier Wolf bereits heute präventiv entgegenzuwirken und dem Wolf in unserer dichtbesiedelten Kulturlandschaft Grenzen zu setzen. Es muss der Grundsatz gelten: Mensch vor Wolf.

Vielen Dank für Ihre Unterstützung, Claus-Heinrich Schlange aus Soltau
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Neuigkeiten

  • Liebe Unterstützende,
    der Petent oder die Petentin hat innerhalb der letzten 24 Monate nach dem Einreichen der Petition keine Neuigkeiten erstellt und den Status nicht geändert. openPetition davon aus, dass die Bearbeitungsfrist des zuständigen Ausschusses bzw. des Empfängers abgelaufen ist.

    Wir bedanken uns herzlich für Ihr Engagement und die Unterstützung,
    Ihr openPetition-Team

  • Sehr geehrte Unterzeichner,
    zur Petition möchte ich zur Information über den Stand der Dinge mitteilen, dass diese als Eingabe vom Niedersächsischen Landtag angenommen wurde und sich der Ausschuss für Umwelt, Energie und Klimaschutz damit befassen wird. Die Eingabe wird dort unter der Eingabenummer 02141/09/17 geführt. Die Eingabe wird im Rahmen der Beratung der Landtagsdrucksache 17/3709 voraussichtlich in öffentlicher Sitzung behandelt werden. Um sicherzustellen, dass die beteiligten Abgeordneten und die Landesregierung von meiner Eingabe Kenntnis erhalten, wurde diese als Beratungsvorlage verteilt.
    Der Ausschuss wird dann die Beratung meiner Eingabe mit einer Empfehlung abschließen, über die der Landtag beschließt.
    Sobald dieser Beschluss vorliegt, werde ich hier darüber informieren.
    Claus-Heinrich Schlange

  • Danke für die großartige Unterstützung. Wann und in welcher Form die Petition jetzt an den Petitionsausschuss des Niedersächsischen Landtages übergeben wird, zeigt sich in den nächsten Tagen. Sie alle werden über den Stand der Dinge immer zeitnah und umfänglich von mir auf diesem Wege informiert.
    Mit besten Grüßen
    Claus-Heinrich Schlange

Pro

Der Wolf ist ein Raubtier und bleibt es auch. Mittlerweile habe ich auch echt Angst meine kleinen Kinder alleine im Wald spielen zu lassen! Niemand hat den Wolf bisher gebraucht, wieso wird sowas hier unterstützt? Sollen auch noch Braunbären ausgesetzt werden? Die Unterstützer sollen sich die Biester im Garten halten aber nicht frei laufen lassen.

Contra

Seit 10 Jahen streifen Wölfe durch Schsen. Es gab nicht einen (!) Angriff auf Menschen. Seit 60 Jahren streifen Wölfe durch Europa. Es gab nicht einen (!) bestätigten Angriff auf Menschen. Warum sollte das im Rest von Deutschland irgendwie anders sein? Das Argument mit dem Herdenschutz ist auch hinfällig, ein Stromzaun und/oder ein-zwei Herdenschutzhunde halten Wölfe fern. Klappt überall in Europa, klappt also auch hier. Außerdem gehören Wölfe schlicht zur natürlichen Fauna Deutschlands. Wir waren so blöd, sie zu vernichten. Jetzt sollten wir klüger sein.