Environment

Initiative Wald Krainhagen: Verschont unser schönes Waldstück! Für Mensch, Tier, Klima, Naherholung!

Petition is directed to
Klosterkammer Hannover, Klosterforsten, Direktor des Klosterforstbetriebes Constantin von Waldthausen
113 Supporters 51 in Obernkirchen
18% from 290 for quorum
  1. Launched 11/11/2021
  2. Time remaining > 5 Wochen
  3. Submission
  4. Dialog with recipient
  5. Decision

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Bitte unterstützen Sie unsere Initiative! 

Wir die Anwohner*innen von Krainhagen sowie die Bürger*innen aus Obernkirchen und den angrenzenden Ortschaften kämpfen gemeinsam dafür, dass die Klosterkammer Hannover „unser“ so schönes Waldstück endlich in Ruhe lässt.

Wir fordern die sofortige Beendigung des übertriebenen Kahlschlags. Stoppt die kommerzielle Abholzung gesunder Bäume. Wir fordern eine behutsame Entnahme einzelner kranker Bäume und die Säuberung und Aufforstung der bereits abgeholzten Kahlflächen.

Wir fordern die Klosterkammer auf, Ihr bereits im Jahr 2014 gegebenes Versprechen einzuhalten und hier in „unserem“ Krainhäger Wäldchen behutsamer vorzugehen. Hin zu einer nachhaltigen Forstwirtschaft unter ökologischen Gesichtspunkten, anstatt kommerzielle Ausbeutung einer Waldfläche, die direkt an ein Wohngebiet grenzt, welches vielen Familien mit Kindern, vielen Spaziergänger*innen und Sportler*innen zur Naherholung dient. 

Bereits seit vielen Jahren kämpfen einzelne Anwohner*innen für die Erhaltung des Waldes. Im Jahr 2014 hatte Constantin von Waldthausen, Direktor des Klosterkammer Forstbetriebes noch versprochen, die Bewirtschaftung des bei Krainhagen gelegenen Waldes künftig mit mehr Feingefühl anzugehen und die Interessen der Bevölkerung stärker zu berücksichtigen. Diese Zusicherung hat er aber, im Laufe der Jahre, wohl leider wieder vergessen.

Seit Sommer 2019 wurden allein in dem kleinen, an Krainhagen angrenzenden Waldstück links und rechts der Forststraße (K 10), bis zur Rintelner Straße (L442) und dem FFH Gebiet Teufelsbad, zahlreiche großflächige Kahlschläge – in der Regel > 50 × 50 m – durchgeführt, die mittlerweile nahezu nahtlos aneinander grenzen. Oft sind diese nur noch durch eine „Alibi Baumreihe, einen schmalen Waldstreifen, oder eine Straße getrennt. Dadurch wurde das Landschaftsbild bereits ganz massiv zum Negativen hin verändert. Es ist geschätzt bereits ein Viertel der gesamten Waldfläche kahl geschlagen. Und wenn wir nicht bald handeln wird es noch weitergehen. Die bereits, ausgehend von dem neu befestigten Forstweg hinter dem Freizeitzentrum, angelegten Schneisen im Abstand von jeweils 20 Metern weisen darauf hin, was hier in der nächsten Zeit noch passieren soll. Der riesige Harvester wird wieder zum Einsatz kommen und dann ist von unserem schönen Wald bald gar nichts mehr übrig.

Selbstverständlich befanden sich unter den bereits gefällten Bäumen auch mehrere mit Borkenkäferbefall. Aber insbesondere die in den letzten Monaten gefällten Bäume zeichnen sich durch folgende Merkmale aus: kräftiger und gerader Stamm, großer Umfang und ein saftig grünes Nadelkleid. Auch geht es offensichtlich gar nicht allein um das Verdrängen des Borkenkäfers. Denn definitiv befallene Bäume, bei denen bereits das gesamte Nadelkleid braun ist, sogar in unmittelbarer Nähe der erfolgten Kahlschläge, bleiben stehen. Genauso verbleiben die nicht verkäuflichen Äste und Baumkronen im Wald und dienen damit als Brutstätte für weitere Borkenkäfergenerationen.

Dort wo es früher einen Waldlehrpfad, einen Trimm Dich Pfad, romantische, waldumsäumte Straßen und schöne Waldwege gab, findet man heute abgeholzte Kahlflächen mit den dauerhaft darauf verbleibenden Baumstümpfen und den nicht verkäuflichen Abfällen. Was zurückbleibt gleicht zunächst einem Schlachtfeld. Es kommt zur Verkrautung und entwickelt sich dadurch in den darauffolgenden Jahren zur wilden Walachei. Wiederaufforstungen finden in den meisten Fällen nicht statt. Auch die Waldränder, sowohl die dem Ort zugewandten als auch die links und rechts der Zufahrtsstraßen nach Krainhagen (Forststraße K 10) wurden zwischenzeitlich massiv verunstaltet. So sind mittlerweile große Teile der zur Bebauung weisenden Waldränder kahl geschlagen und verwildern.

Muss die Klosterkammer bei einer Gesamtfläche von über 26.000 ha Wald, ausgerechnet dieses kleine, an mehrere Orte angrenzende Waldstück, welches unser unmittelbares Lebensumfeld darstellt, derart intensiv forstwirtschaftlich ausbeuten und dieses Gebiet dabei so zurichten? 

Dabei mögen einzelne der durchgeführten Maßnahmen durchaus begründbar und zu rechtfertigen sein, allerdings scheinen sie uns in ihrer Gesamtheit überzogen und absolut unangemessen. So ist der Umbau zu einem Mischwald sicherlich langfristig sinnvoll, aber doch nicht durch Abholzen sämtlicher Fichten, die einen erheblichen Teil des gesamten Waldes darstellen, innerhalb kürzester Zeit. Zudem ist zu bezweifeln, dass in einem Land mit einer parlamentarischen Demokratie, Entscheidungen mit derart weitreichenden Konsequenzen, im alleinigen Ermessensspielraum eines Revierförsters, also einer einzelnen Person, die nicht einmal demokratisch legitimiert ist, liegen kann. Darüber hinaus bestehen erhebliche Zweifel, dass das aktuelle Vorgehen mit den derzeit stark in den Fokus gestellten bundespolitischen und europapolitischen Zielen im Bereich Klimaschutz, Umweltschutz, Arten- und Vielfaltsschutz, Landschaftsschutz und Tierwohl korrespondiert.

Reason

Klimaschutz

Das jüngste Urteil des Bundesverfassungsgerichts (2021) bestätigt allen Bürger*innen ein Grundrecht auf Klimaschutz bzw. auf Schutz vor den Folgen der Klimakrise und erklärt die 1,5-Grad-Grenze des Pariser Klima-Abkommens letztlich für verfassungsrechtlich verbindlich. Zudem verweist das Bundesverfassungsgericht auf die Verantwortung gegenüber zukünftigen Generationen. Damit korrespondiert aus unserer Sicht das aktuelle Vorgehen nicht mit dem bundespolitischen Klimaziel, sondern konterkariert es sogar.

Selbst wenn die kahlgeschlagenen Gebiete unmittelbar wieder aufgeforstet würden, werden diese in den nächsten Jahren signifikant weniger zur CO2 Reduktion beitragen als die großen jetzt gefällten Bäume, da die Speicherung in den ersten Jahren noch sehr gering ist. Dies verschiebt die Last auf zukünftige Generationen.

Abholzen, Temperatur, Luftqualität und Wasserhaushalt

Doch neben dem CO2 Aspekt kommt dem Wald eine weitere wichtige Funktion als grüne Lunge, als Naherholungsgebiet, aber auch als Wasserreservoir zu. Der Wald gleicht Temperaturschwankungen aus und erhöht die Luftfeuchtigkeit. Es findet ein ständiger Luftaustausch statt. Die negativen Auswirkungen der in der Summe sehr umfangreichen kahlgeschlagenen Fläche auf den Wasserhaushalt und die Temperatur in diesem Waldgebiet sind damit vorhersehbar. Die Wissenschaft geht von zukünftig immer heißeren und trockeneren Sommern aus. Nur ein dichter Wald mit großen Bäumen kann den Menschen und Waldtieren hinreichend Schatten und Abkühlung spenden und ein ausreichendes Wasserreservoir sichern. Einen solchen wird es aber nach diesen massiven Einschlägen in frühestens 30-50 Jahren in diesem Gebiet wieder geben.

Überflutungsgefahr

Laut Meteorologen sind auch immer mehr extreme Wetterverhältnisse zu erwarten. Dies betrifft nicht nur extreme Hitzeperioden, sondern auch Starkregen. Welch verheerende Konsequenzen dies haben kann, wurde in einigen Regionen in NRW und Rheinland-Pfalz ersichtlich, wo ursprünglich kleine Bäche zu massiven Überflutungen führten. Wie werden sich die vielen kahlgeschlagenen Flächen im hiesigen Waldgebiet auf die Menge und den Weg des ablaufenden Wassers auswirken, und kommt es dadurch zu mehr Überflutungen in der ohnehin diesbezüglich gefährdeten Gemeinde Krainhagen? Die großen kahlgeschlagenen Flächen werden definitiv stärker austrocknen, die Oberflächen verhärten und verkrusteten. Im Falle von Starkregen kann hierdurch deutlich weniger Wasser aufgenommen werden. Es kommt zu Hangwasser, welches ungehindert abfließen, und damit zu massiven Überflutungen in tiefer gelegenen Gebieten führen kann.

Gifteinsatz

Wie passt es zusammen, dass in einem Waldgebiet, welches Wasserschutzgebiet ist, ein nicht ungefährliches Gift, Karate Forst gespritzt wird, welches nach unserer Information in Wasserschutzgebieten definitiv nicht appliziert werden darf. Bezeichnend ist auch, dass nur die gefällten Baumstämme, bevor diese verladen werden, um ihre Reise nach Übersee anzutreten, besprüht werden, die im Wald verbleibenden Äste und Kronen aber nicht.

Artenschutz

Der Einsatz von Karate Forst ist auch mit großer Wahrscheinlichkeit nicht dem Erhalt der Artenvielfalt dienlich. Es kann sicherlich nicht davon ausgegangen werden, dass die eingesetzten Giftstoffe Karate Forst sowie die bis vor kurzem aufgestellten Giftdreiecke (TRI-NET), ganz explizit nur den schädlichen Borkenkäfer ausrotten. Auch Schmetterlinge, Bienen und andere Insekten nehmen das Gift auf.

Brut-und Setzzeit

Selbst in der Brut- und Setzzeit fanden massive Abholzungen statt, während ein privater Gartenbesitzer in dieser Zeit nicht einmal eine Hecke schneiden darf.

Waldbrandgefahr

Die im Wald verbleibenden, nicht verkäuflichen Äste und Kronen der gefällten Bäume, oft sogar zu höheren Haufen aufgetürmt, stellen spätestens ab dem zweiten Jahr, aufgrund der zunehmenden Hitze- und Trockenheitsperioden, aber auch durch unachtsame Raucher, eine massive Waldbrandgefahr dar. Hierfür gibt es bereits hinreichend Beispiele aus anderen Regionen.

Auswirkung auf den Wert der Immobilie

Mit den großflächigen Kahlschlägen und der Verunstaltung der Waldränder geht auch eine immense Wertvernichtung bei den Immobilien einher. Man muss sicherlich kein Immobilienexperte sein, um zu begreifen, wie sich das auf den Wert der Krainhäger Immobilien auswirkt.

So scheint uns das Vorgehen der Klosterkammer auch vor allem deswegen wenig nachvollziehbar, da es sich bei ihr um eine Unterbehörde des Landes Niedersachsen handelt. Es kann nicht sein, dass dieses Abholzen des Waldes und die Zerstörung der Natur immer weiter fortgesetzt wird, während die aktuelle Politik Klima, Landschaftsschutz, ökologische Landwirtschaft, Gesundheit, Artenschutz in den Fokus ihrer Bemühungen stellt und selbst vor massiven Maßnahmen wie Atomausstieg, Kohleausstieg, Verbot von Ölheizungen und Verbrennungsmotoren, usw., sowie einer Besteuerung der CO2-Emissionen auch bei privaten Haushalten nicht Halt macht.

Thank you for your support, Fabienne Kremers-Gundlach from Obernkirchen
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