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Bild zur Petition mit dem Thema: Innehalten mit der übereilten und konzeptionslosen Energiewende–für Besonnenheit und Effizienz - ll Innehalten mit der übereilten und konzeptionslosen Energiewende–für Besonnenheit und Effizienz - ll
  • Von: Nicht öffentlich
  • An: Landtag, Petitionsausschuss Konrad-Adenauer-Str. ...
  • Region: Baden-Württemberg mehr
    Kategorie: Energie mehr
  • Status: Der Petition wurde nicht entsprochen
    Sprache: Deutsch
  • Beendet
  • 1.569 Unterstützende
    Sammlung abgeschlossen

Innehalten mit der übereilten und konzeptionslosen Energiewende–für Besonnenheit und Effizienz - ll

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Diese Petition wurde im 1. Durchgang bereits von 2845 Unterzeichnern unterstützt!

Hier der Link zum 1. Durchgang: www.openpetition.de/petition/online/innehalten-mit-der-uebereilten-und-konzeptionslosen-energiewende-fuer-besonnenheit-und-effizienz

Wir sind gegen eine von Ideologie und Lobbyismus gesteuerte Energiewende.

Wir wollen keine Industrialisierung unserer Lebens- und Naturräume.

Unsere Gesundheit und Lebensqualität darf nicht einseitigen Wirtschaftsinteressen geopfert werden.

Wir wollen eine mensch- und naturverträgliche Energieerzeugung.

Wir wollen mehr Effektivität und Achtsamkeit beim Energieeinsatz und Energieverbrauch.

Wir wollen ökonomisch und ökologisch vernünftige Alternativen.

Wir wollen, dass die Errungenschaften und Wertestandards des Natur- und Landschaftsschutzes gewahrt und respektiert werden. Wir wenden uns gegen den Ausverkauf unserer Lebens- und Naturräume im Namen einer vermeintlichen Ökostromerzeugung.

Wir fordern ein nachhaltiges, umsichtiges und tragfähiges Energiekonzept, das der ganzheitlichen Verantwortung für Natur und Gesellschaft gerecht wird.

Diese Petition wurde vom Verein Mensch Natur www.mensch-natur-bw.de initiiert und wird von der Bundesinitiative für Besonnenheit in der Energiepolitik Vernunftkraft unterstützt www.vernunftkraft.de

Begründung:

Die höchsten Schutzgüter „Mensch“ und „Natur“ dürfen bei einer „Energiewende“ nicht vernachlässigt oder gar in Frage gestellt werden.

Die Gesetzgebung des Bundes und der Länder hat dem Schutz der Gesundheit des Menschen, dem Erhalt seines kulturellen Umfeldes und dem Schutz unserer natürlichen Lebensgrundlagen, nämlich dem Erhalt von Landschaft und Natur stets die höchste Priorität eingeräumt. Das muss auch so bleiben! Der Staat wird seiner Verpflichtung nicht mehr gerecht, sondern diese Priorität wird mehr und mehr vernachlässigt.

Mit dem gesetzlichen Einspeisevorrang für Wind- und Sonnenstrom und der gesetzlich garantierten Einspeisevergütung nach dem EEG hat der Staat ökonomische Anreize gesetzt, die in einigen Bundesländern bereits zu einem teilweise unkontrollierten Ausbau der Stromproduktion aus Wind- und Sonnenenergie zu Lasten vieler Menschen und erhaltenswerter Naturräume geführt haben. Energieeffizienz sollte stärker ins Blickfeld genommen werden.

Es gibt keine “grüne” oder “saubere” Energie. Jede Form der Energieerzeugung birgt ökologische Probleme. Die einzig wirklich umweltfreundliche Energie ist die Energie, die nicht produziert, sondern eingespart wird.

Im windschwächsten Bundesland Baden-Württemberg befindet man sich leider auf einem verhängnisvollen Irrweg. Das Landesplanungsgesetz wurde geändert und den Regionalverbänden die Ausweisung von Windvorranggebieten vorgegeben. Mit Aufhebung der Ausschlussgebiete ist damit der Bau von Windkraftwerken grundsätzlich überall möglich. Selbst Schutzgebiete und Wälder sind kein Tabu mehr!

Die Verantwortung für den Menschen, die Landschaft und die Natur wird durch die Gesetzeslage auf die Landkreise, Gemeinden und Energiegesellschaften übertragen. Es ist zu erwarten, dass diese rechtlichen Gegebenheiten durch die falschen ökonomische Anreize des EEG (Einspeisevorrang und garantierte Einspeisevergütung) selbst in windschwachen Gebieten zum Bau einer Vielzahl von Windkraftanlagen führen werden, bei denen die Schutzgüter „Mensch“ und „Natur“ weitgehend auf der Strecke bleiben werden.

Dieser Entwicklung leistet das Land durch sein Handeln Vorschub, obwohl es zum Schutz der Menschen und der natürlichen Lebensgrundlagen verpflichtet wäre. Man will so viele Windkraftwerke wie möglich, so schnell als möglich und an so vielen Orten wie möglich bauen.

In BW sollen bis 2020 über 1200 Windkraftanlagen mit mindestens 200 m Höhe aufgestellt werden. Investoren planen z.B. den Schurwald mit hunderten gigantischer Windradriesen mit über 200 m Höhe zu überziehen. Hinzu kommt eine neue 380.000-Volt-Stromtrasse, angeblich für den Transport des Windstroms aus dem Norden. Die meisten Bürger wissen nicht was, auf sie zukommt.

Wind- und Sonnenstrom sind nicht „grundlastfähig“, Deutschland und Baden-Württemberg benötigen aber eine sichere, verbrauchsorientierte und konstante Versorgung mit elektrischer Energie. Der Einspeisevorrang von Wind- und Sonnenstrom verursacht bereits jetzt erhebliche Probleme hinsichtlich der Belastung der öffentlichen Stromnetze und beeinträchtigt die Versorgungsicherheit. Bei entsprechender Überproduktion von Wind- und Sonnenstrom wird dieser bereits zu Niedrigstpreise ins Ausland „verschleudert“.

Der Bau von Windkraftanlagen stellt schwerste Eingriffe in die Natur dar. Flora und Fauna werden erheblich geschädigt, insbesondere in Waldgebieten. Menschen leiden in der Nähe von Windkraftanlagen unter einer Reihe erheblicher Belästigungen (Schall, Infraschall mit gesundheitlichen Konsequenzen, Eiswurf, Brandgefahr, Wertverlust von Immobilien etc.)

Mit dem Wahnsinn eines weiteren zügellosen Ausbaus der Windkraft wird gleichzeitig die Zerstörung jahrhundertealter Kultur- und Waldlandschaften durch Industrialisierung betrieben und – zu Lasten von Menschen und Natur – billigend als angeblich unvermeidbar in Kauf genommen.Damit muss Schluss sein! Der Verein Mensch Natur fordert deshalb ein Moratorium. Eine „Energiewende“ ist nötig, denn Atomkraft ist keine Lösung. Aber ein zügelloser und unbeschränkter Ausbau der Windkraft ist auch keine „Energiewende“.

Wir fordern alle Politiker auf, sich auf ihre verfassungsmäßigen Aufgaben und Verpflichtungen zu besinnen: Die höchsten Schutzgüter „Mensch“ und „Natur“ dürfen bei einer „Energiewende“ nicht vernachlässigt oder gar in Frage gestellt werden.

Wir fordern ein nachhaltiges, umsichtiges und tragfähiges Energiekonzept, das der ganzheitlichen Verantwortung für Natur und Gesellschaft gerecht wird.

Link zur ausführlichen Begründung: www.mensch-natur-bw.de/index_htm_files/Petition_MenschNatur_Innehalten.pdf

Im Namen aller Unterzeichner/innen.

Göppingen, 23.11.2013 (aktiv bis 22.05.2014)


Neuigkeiten

Die Petition wurde abgelehnt. Wir haben die Ablehung kommentiert und widersprochen. www.gegenwind-stuehlingen.de/Widerspruch_v3.pdf Hier finden sie die gsamte Dokumentation über die Petitionsbearbeitung. www.gegenwind-stuehlingen.de/die_Petition.html

>>> Zu den Neuigkeiten


Debatte zur Petition

PRO: Die Petition kann man durchaus unterschreiben - auch wenn ich der Auffassung bin, dass "Innehalten" zu kurz greift. Die von der Politik auf Druck diverser Lobbyverbänden forcierte "Energiewende" ist tatsächlich eine echte "Wende" - ein Umkehren von vorwärtsgerichteten ...

PRO: Sicher ist, dass die Energiepolitik basierend auf Atomkraft und fossilen Ressourcen keine Zukunft hat. Wichtig ist aber auch, dass die Umsetzung von Alternativen auch gut geplant und durchdacht sein muss. Sicher, es gibt keine Lösung ohne Preis. Wenn ...

CONTRA: "Strom kommt aus der Steckdose" ich weiss das ist böse, wenn man es so liest. Aber ich denke heute ein Windrad oder eine Photovoltaikanlage ist bestimmt nicht so toll, doch diese Anlagen sind wenn Besseres verfügbar problemlos zurückzubauen, ohne Altlasten ...

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