Petition richtet sich an:
Gemeinderat
Die Bürgerinitiative Langenlöchle richtet ihren Appell an Behörden, Gemeinderat, Planungsbüro und Auftraggeber:
- Setzen Sie das Vorhaben aus, bis klar ist, dass Natur, Artenvielfalt und Recht gewahrt bleiben.
- Prüfen Sie offen und fair alternative Standorte, an denen Klima‑ und Naturschutz gemeinsam möglich sind.
- Erhalten Sie den Langenlöchle Wald - beim Schnaufer / Trollinger - zwischen den 7 Teichen als sensiblen Biotopverbund und Rückzugsort zahlreicher Tier‑ und Pflanzenarten.
- Handeln Sie transparent, im Dialog mit den Menschen vor Ort und mit Blick auf eine naturverbundene, verantwortungsvolle Gemeinde der Zukunft.
Begründung
Wir sind die Initiative Langenlöchle, unterstützt von BUND und NABU, und wir kämpfen um ein Stück Heimat, das uns allen ans Herz gewachsen ist. Dieses Gebiet ist mehr als nur Wald und Teiche – es ist Lebensraum, Erholungsort, Atemraum. Hier gehen wir spazieren, unsere Kinder staunen über Frösche, Libellen und das Rascheln im Laub. Hier spüren wir: Natur ist kein Luxus, sie ist Lebensgrundlage.
Doch jetzt droht die Rodung von 3,5 Hektar Wald – mitten in einem sensiblen Biotopverbund, der von Experten des BUND und NABU als besonders schützenswert bestätigt wird. Diese Fällung wäre ein tiefer Schnitt ins ökologische Herz unserer Gemeinde. Was über Jahrzehnte gewachsen ist, würde in wenigen Tagen vernichtet.
Das Bundesnaturschutzgesetz (§ 21 BNatSchG) und das Landesnaturschutzgesetz Baden‑Württemberg (§ 22 NatSchG BW) verpflichten uns, solche Lebensräume zu bewahren. Diese Schutzpflicht ist kein Hindernis, sondern Ausdruck unserer Verantwortung gegenüber den Generationen, die nach uns kommen.
Wir sind nicht gegen Recycling, im Gegenteil – wir bekennen uns zu Klimaschutz und verantwortungsvollem Umgang mit Ressourcen. Aber echter Fortschritt darf nicht bedeuten, dass wir unsere letzten Naturinseln opfern. Eine Anlage kann man verlegen, ein Biotop nicht.
Unsere Bitte ist schlicht, aber dringend: Prüfen Sie Alternativen, schützen Sie den Biotopverbund, hören Sie auf die Menschen, die hier leben. Bevor wieder etwas verloren geht, das niemals zurückkehren kann.
Weitere Informationen:
https://www.bund-althengstett.de/langenlochle/
Für solche, sehr fortschrittliche Werke wurde das Industriegebiet Lindenrain geschaffen. Dort gibt es viel freie Fläche. Solange es also eine realistische Alternative gibt, darf nicht noch mehr Natur ge- bzw. zerstört werden.