274 Unterschriften
Petition richtet sich an: Rat der Stadt Köln, Rats-Ausschuss für Stadtentwicklung und regionale Zusammenarbeit; Dezernat VI - Planen und Bauen der Stadt Köln
Wir fordern die Stadt Köln auf, keine Bebauung auf dem Gelände von Garten Müller in Köln-Weiden zuzulassen und die Fläche dauerhaft rechtssicher als Grün- und Freiraum zu sichern. Der seit Jahrzehnten geplante Grünzug West ist endlich vollständig und ohne weitere Versiegelung umzusetzen.
Begründung
In Köln-Weiden soll erneut ein Teil der letzten großen zusammenhängenden Grünfläche verschwinden. Auf dem Gelände von Garten Müller an der Ignystraße könnten bald 500 Wohnungen entstehen.
Im dicht besiedelten Köln-Weiden mit seinen 18.000 Einwohnerinnen und Einwohnern gibt es nur noch wenige Grünflächen. Lediglich südlich der Wohnbebauung zwischen dem Autobahnkreuz Köln-West und der westlichen Stadtgrenze befindet sich eine größere zusammenhängende Freifläche. Dieser Bereich ist Teil des seit den 1990er Jahren versprochenen, nie fertig gestellten „Grünzug West“, der den Äußeren Grüngürtel mit den Waldgebieten der Ville verbinden soll.
Im Laufe der Jahre wurden wiederholt große Teile des ursprünglichen Grünzugs zur Bebauung freigegeben und versiegelt. Beispiele hierfür sind die dichte Wohnbebauung südlich der Kronstädter Straße, westlich der Ignystraße und westlich der Kronstädter Straße.
Jetzt ist eine der wenigen verbliebenen Flächen in Gefahr:
Der Inhaber des Gartencenters an der Ignystraße möchte seinen Betrieb aufgeben und hat das Grundstück an einen Investor verkauft. Der Betrieb Garten Müller durfte sich 2006 unter Berufung auf einen Ausnahmetatbestand im Baugesetzbuch als „Betrieb der gartenbaulichen Erzeugung“ unter Auflagen im Grünzug an der Ignystraße ansiedeln. Im Flächennutzungsplan ist das Grundstück als Grünfläche festgelegt und liegt größtenteils im Landschaftsschutzgebiet mit geschützten Landschaftsbestandteilen. Bereits die Ansiedlung von Garten Müller im Grünzug war äußerst umstritten. Zur Beruhigung der Bürger:innen hieß es damals, der Betrieb müsse nach seiner Aufgabe zurück gebaut und das Gelände renaturiert werden.
Die neue Eigentümerin tritt aktiv als Projektentwicklerin auf und plant dort den Bau von 500 Wohnungen. Obwohl der ganz überwiegende Teil der Fläche in dem erst kürzlich aufgestellten Masterplan Stadtgrün als sogenanntes „Immergrün“ beschrieben wird – also als Fläche, die dauerhaft als Grün- und Freiraum gesichert werden soll, weist die Stadt das Grundstück jetzt als „Potenzialfläche für Wohnungsbau“ aus.
Es ist zu befürchten, dass Politik und Verwaltung dem Druck des einflussreichen Investors nachgeben. Die Folgen wären gravierend:
- Verlust einer wichtigen Grünfläche für das Stadtklima
- weniger Abkühlung bei zunehmenden Hitzeperioden
- geringere Aufnahme von Regenwasser bei Starkregen
- Verlust von Naherholungsraum für tausende Menschen
- Verkehrskollaps in den schon heute überlasteten Wohnstraßen in Weiden und Junkersdorf
Der Kölner Westen hat in den vergangenen Jahrzehnten bereits überproportional zum Wohnungsneubau in Köln beigetragen, ohne dass die soziale und verkehrliche Infrastruktur im gleichen Maße ausgebaut wurde. Das Grundstück ist verkehrlich nicht erschließbar und zusätzlicher Verkehr dort nicht mehr zuzumuten.
Am 25. April 2026 haben bereits über 200 Menschen vor Ort gegen die Bebauung und für einen Erhalt als Kühlungsfläche bei Hitzeperioden, Rückhaltefläche bei Starkregenereignissen und Naherholungsfläche demonstriert. Der Widerstand wächst – jetzt braucht es ein klares Signal an Politik und Verwaltung.
- Diese Fläche darf nicht weiter versiegelt werden
- Der Grünzug West muss endlich Realität werden.
Unterschreiben Sie jetzt und helfen Sie mit, diese wichtige Grünfläche dauerhaft zu erhalten!
Angaben zur Petition
Petition gestartet:
06.05.2026
Sammlung endet:
05.11.2026
Region:
Köln
Kategorie:
Umwelt
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