Keine Abwertung von Kindern mehr durch schlechte mündliche Noten. Stille, introvertierte und schüchterne Kinder sollten die gleichen Bildungschancen haben. Die Endnote sollte nicht mehr schlechter ausfallen dürfen als die Note aus den schriftlichen Leistungen. In rein mündlichen Fächern sollten schüchterne und stille Kinder grundsätzlich die Chance bekommen über einen Test oder eine Hausarbeit eine ausreichende Note zu erreichen. Zusätzlich sollten Rethorikkurse und Selbstbehauptungskurse angeboten werden.

Begründung

Es ist wissenschaftlich inzwischen erwiesen, das es nun mal schüchterne und nicht schüchterne Kinder gibt. In der Regel wächst sich das aus. Da inzwischen die mündlichen Noten an Schulen zu 50% in die Gesamtleistung eingeht, haben es selbst sonst gute Schüler schwer, wenn sie schüchtern sind, eine gute Endnote zu erreichen. Das ist für diese Kinder sehr entmutigend und verstärkt das geringe Selbstbewußtsein eher, als das dem Kind geholfen wäre. Diese Kinder finden viel schneller aus ihrer Schüchternheit heraus, wenn sie erst mal so akzeptiert werden, wie sie sind. Ein Kind das kein Mathe kann, kämpft mit einer schlechten Note, ein Kind das nicht gut reden kann, bekommt in allen Fächern schlechte Noten. Dadurch wird z.B. vielen stillen Kindern der Weg auf das Gymnasium oder später zum Abitur verbaut. Unsere Politiker beschweren sich, das sich zu wenig Studenten für Naturwissenschaften oder technische Studiengänge einschreiben. Die wenigsten techisch/naturwissenschaftlich begabten Menschen, die mir bekannt sind, sind große Redner. Vielleicht werden in unserem Schulsystem ja gerade die zukünftigen Ingeniuere durch schlechte mündliche Noten frustiert und schaffen es an den vielen Gedichtinterpretationen in 3 Sprachen nicht vorbei zum Abitur. Es soll ja gerne weiterhin möglich sein, das sich die nicht schüchternen Kinder mit der mündlichen Leistung verbessern können. Statt das stille Verhalten von introvertierten Kindern mit schlechten Noten zu bestrafen, sollte diese lieber mit Rethorik oder Selbstbehauptungskursen in ihrem Selbstbewußtsein gestärkt und ihre Rednerischen Fähigkeiten gefördert werden.

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Pro

Es gibt Kinder, die sich erst melden, wenn sie 100 %-ig sicher sind. Dahinter steckt keine Faulheit, sondern eine teilweise extreme Angst vor dem Versagen. Diese Kinder müssten auch mal so rangenommen werden, das tun aber die wenigsten Lehrer. Ich bin Lehrerin und Mutter von einem schüchternen Kind, das wie eine Löwin kämpft, sich sehr gut vorbereitet, anderen per WhatsApp Lerntipps gibt, sich im Rahmen der Möglichkeiten meldet, aber meistens, wenn sie sich dazu entschlossen hat, ist es schon zu spät. das hat mit Erziehung relativ wenig zu tun.

Contra

Wer im Unterricht nicht mitarbeitet, erhält entsprechend schlechtere mündliche Noten! Das ist vollkommen normal und wie ein Vorschreiber schon mitteilte: Schule ist kein Fernsehberieselungsprogramm! Was soll diese ewige "Gleichmacherei"??? Gute Schüler haben gute Noten, schlechte Schüler habe eben schlechtere Noten! Es fehlt nun nur noch: Abschaffung der Gymnasien und Universitäten, damit es auch ja keine Laufbahnunterschiede im Leben mehr gibt! Ist manchen wirklich nicht bewusst, dass sich die Welt internationalisiert???