Die Gemeinde Emmerthal hat am 22.1.2015 das Gebiet unterhalb des Scharfenbergs in Richtung Grohnde bis hin zum Umspannwerk als Konzentrationsfläche B für bis zu acht 200 m hohe Windkraftanlagen ausgewiesen. Demnächst erfolgt die öffentliche Auslegung und die förmliche Beteiligung.

Begründung

Wir lehnen die Konzentrationsfläche B ab:

Das Gebiet ist durch das Umspannwerk, die vorhandenen Hochspannungsleitungen, das AKW, das Zwischenlager, Bahn, Bundesstraße und den geplanten Südlink genug belastet. Eine weitere Zerstörung der Landschaft durch 200 m hohe Windkraftanlagen ist den Anwohnern nicht zumutbar.

Windräder erzeugen ständige Unruhe, Lärm, Infraschall und Licht-Schatten-Wirkung. Faktoren, die die Lebensqualität der Anwohner mindern und gesundheitliche Schäden verursachen können.

Grundstücke und Immobilien im Nahbereich solcher Windkraftanlagen verlieren erheblich an Wert. Mit finanziellen Einbußen von bis zu 30% ist zu rechnen.

Der Standort ist durch seine Lage im Windschatten des Scharfenbergs nur mittelmäßig, es ist fraglich, ob hier Windkraftanlagen überhaupt rentabel betrieben werden können.

Die Gemeinde Emmerthal ist geografisch so angelegt, dass die Mehrzahl der Einwohner Ihre Hauptsichtachse in Richtung Scharfenberg hat. Mit bis zu acht 200 m hohen Windkraftanlagen wäre die Lebensqualität dieser Bürger dauerhaft verschlechtert und deren Immobilie entwertet.

Die Windkraftanlagen zerstören die Harmonie der Landschaft, den Lebensraum vieler Tiere und beeinträchtigen den Tourismus nachhaltig.

Die Gemeinde wird durch imaginäre Geldversprechungen zerspalten.

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  • Sehr geehrte Unterstützerinnen und Unterstützer,
    ich darf Ihnen zuerst einen allgemeinen Überblick über unserer sogenannten Energiewende geben.
    Was zur Zeit in unserem Land versucht wird, ist eine Stromerzeugungswende. Man will aus den konventionellen Kraftwerken aussteigen und den Strom mit erneuerbaren Energien erzeugen. Hierzu muss man wissen, dass der Strom zu 80 % aus konventionellen Kraftwerken kommt und nur 20 % aus erneuerbaren Energien, wobei die Windkraft mit zur Zeit 25000 Windrädern 8 % des Stroms erzeugt.
    Betrachtet man den Gesamtenergieverbrauch unseres Landes, also auch Verkehr, Heizung usw., so liegt der Anteil der Windenergie am Gesamtenergieverbrauch bei 1,2 %.!
    Das Problem an der Windkraft ist, dass es keinen Strom gibt, wenn kein Wind weht. Und dass wenn er weht, es zu viel Strom gibt, der dann im ausländischen Stromnetz verklappt werden muss. Da das europäische Ausland aber gar kein Bedarf an dem deutschen Ökostrom hat, ist er selbst geschenkt noch zu teuer, was zu der netten Wortwahl des Negativpreises geführt hat. Im Klartext, wir zahlen dem Abnehmer Geld, damit er unseren Strom auch abnimmt. Da die Überkapazitäten aber mittler Weilen zu einer Bedrohung der benachbarten Stromnetze wird, werden von unseren europäischen Nachbarn Stromsperren gebaut, die Ihre Netze vor unserem Ökostrom schützen sollen.
    Die zur Zeit in ganz Deutschland installierte Leistung an Windkraftanlagen und Solaranlagen recht nicht aus, um ein Land wie Niedersachsen mit Strom zu versorgen. Jedes Windrad braucht im Hintergrund ein herkömmliches Kraftwerk.
    Der Strom aus Windkraft ist nicht speicherbar. Wenn Sie drei Wochen Flaute in Deutschland abpuffern wollten, müssten Sie den Bodensee 300 m hoch pumpen.
    Neben der theoretisch denkbaren Speichermethode der Pumpspeicher, gibt es noch die Möglichkeit von Methangasspeichern. Problem hierbei: Bei der Speicherung der Stromerzeugung geht die Hälfte der ursprünglichen Energie verloren. Zur Deckung der Verluste muss die Zahl der Windräder verdoppelt werden.
    Wie sieht das vom Frauenhofer Institut Freiburg entwickelte Gesamtkonzept zur 100% Stromversorgung unseres Landes aus erneuerbaren Energien aus?
    Der Einfachheit halber beschränke ich mich dabei auf Wind, Solar und Biomasse:
    Wir bräuchten 80000 Windräder der 3 MW Klasse, unter der Annahme, dass sie 2000 Volllaststunden pro Jahr laufen. In ganz Hessen gibt es zur Zeit 2 Windräder, die diese 2000 Vollaststunden erreichen, alle anderen liegen darunter. Das bedeutete alle 2000 m ein Windrad in ganz Deutschland in alle Himmelsrichtungen.
    Wir bräuchten 1800 km² Solarfläche, das entspricht ca 2/3 der Fläche des Saarlandes
    Und wir bräuchten 10000 km² Maisfelder, das entspricht der Hälfte ganz Hessens.
    Sie sehen, dass ein solches Gesamtkonzept nicht realisierbar ist.
    Kommen wir zum Thema Wertschöpfung:
    Die Netzbetreiber kaufen den Strom für 22 Milliarden Euro pro Jahr ein und verkaufen Ihn für 2 Milliarden pro Jahr weiter. Die Wertvernichtung pro Jahr beträgt 20 Milliarden Euro. Wer das bezahlt ist klar, den sehen sie jeden Morgen beim Zähneputzen im Spiegel.
    86 von 101 Windkraftfonds produzieren weniger Strom als geplant. Im Durchschnitt 16 % weniger Strom.
    Trotz der auf 20 Jahre garantierten Vergütung: Eine Anlage in Windkraft stellt immer ein nicht zu vernachlässigendes unternehmerisches Risiko dar.
    Die Energiewende ist schon lange gescheitert
    An den Gesetzten der Physik
    An den Gesetzten der mathematischen Statistik
    Und an den Gesetzten der Ökonomie
    Ich möchte Ihnen nicht vorenthalten was unser Wirtschaftsminister Siegmar Gabriel in Kassel am 17.4.2014 vor Vertretern der Erneuerbaren Energien Branche gesagt hat: Zitat:
    „Die Wahrheit ist, dass die Energiewende kurz vor dem Scheitern steht.“
    „Die Wahrheit ist, dass wir auf allen Feldern die Komplexität der Energiewende unterschätz haben.“
    „Für die meisten anderen Länder in Europa sind wir sowieso bekloppt.“

    Und Reinhold Messner sagt: „Alternative Energiegewinnung ist unsinnig, wenn sie genau das zerstört, was man eigentlich durch sie bewahren will: Die Natur.“
    Die BI Keine Windkraft im Emmertal e.V. setzt sich auch weiterhin gegen die Konzentrationsfläche B ( 8 Windräder/Höhe je 200m) und für eine Minimierung der weiteren Ausbaues der Windkraft in der Gemeinde Emmerthal ein.
    Hierbei bitte ich Sie auch um finanzielle Unterstützung. Da wir als Verein allgemeinnützig sind, bekommt jeder Spender eine Spendenquittung, die er entsprechend steuerlich geltend machen kann.
    Es geht um unserer Heimat, um unserer Natur und um unsere Zukunft. Bitte unterstützen Sie uns mit Ihrer Spende:
    Stephan Stallmann
    IBAN: DE71254501100031028202
    BIC: NOLADE21SWB
    Vielen Dank.
    Mit freundlichen Grüßen
    Stephan Stallmann
    BI Keine Windkraft im Emmertal e.V.

  • Sehr geehrter Herr Stallmann,



    urlaubsbedingt komme ich erst heute dazu. Ihre unten stehende Email zu beantworten.



    Die weitere Behandlung des sachlichen Teilflächennutzungsplans Windenergie ist nach gegenwärtiger Planung für die öffentlichen Sitzungen des AOLBB am 08.10.2015 und eventuell des Rates am 13.10.2015 vorgesehen.



    Mit freundlichen Grüßen



    Gemeinde Emmerthal
    Der Bürgermeister

    In Vertretung

    Elmar Günzel
    Erster Gemeinderat

    Berliner Str. 15
    31860 Emmerthal

    Tel.: 05155 - 69-101
    Fax: 05155 - 69-119

    mail: guenzel@emmerthal.de

  • Sehr geehrte Unterstützerinnen und Unterstützer,

    anbei die aktuellen Informationen der BI Keine Windkraft im Emmertal e.V.:

    Die BI hat es nicht geschafft, dass die Fläche B im laufenden Verfahren aus der weiteren Planung genommen wird.
    Allerdings ist der Amtlichen Bekanntmachung der Dewezet vom 30.7.2015 zu entnehmen, dass eine erneute öffentliche Auslegung des Entwurfs des sachlichen Teilflächennutzungsplans Windenergie der Gemeinde Emmerthal nach §4a Abs. 3 Bau GB in der Zeit vom 7.8.2015 bis zum 31.8.2015 erfolgt.
    Die Unterlagen können im Rathaus der Gemeinde, Berliner Str.15, 31860 Emmerthal, montags bis freitags von 8.30 Uhr bis 12.00 Uhr und montags zusätzlich von 14.30 Uhr bis 17.30 Uhr eingesehen werden. Die Planungsunterlagen können auch auf der homepage www.emmethal.de/bekanntmachungen abgerufen werden.
    Warum die Fläche A vergrößert wird und die Alternativflächen 8 und 6 ins Spiel gebracht werden, können wir nicht sagen (8: Nordöstlich Esperde 91,4 ha/6 Nördlich Börry 70,8 ha).
    Auch hätte unserer Meinung nach die Fläche B neu ausgelegt werden müssen, da hier aufgrund unserer Eingaben Änderungen nötig sind. Z.B. wegen der Mindestabstände zu den Hochspannungsleitungen und zum Umspannwerk, Berücksichtigung zu Trinkwasserschutzgebiet, kein ausreichendes Windaufkommen. Es scheint sich da aber nichts zu bewegen.
    Ich appelliere daher an Sie, sich die Zeit zu nehmen, um die Unterlagen einzusehen und Ihren Einspruch fristgerecht bei der Gemeinde einzureichen.
    Die öffentliche Ratssitzung zum Beschluss des Teilflächennutzungsplanes findet wahrscheinlich im Oktober statt, hier sollten alle Mitglieder und Unterstützer der BI teilnehmen, um auf das Abstimmungsverhalten Einfluss nehmen zu können. Bis dahin bitte ich Sie um weitere Unterstützung bei den Unterschriftenlisten (www.keinewindkraftimemmertal.de).

    Mit freundlichen Grüßen

    Stephan Stallmann

Pro

Noch kein PRO Argument.

Contra

Also ich frage mich echt was in Ihrem Kopf vor geht, sprechen von einem AKW in der nähe und meinen wirklich durch Windräder würde Ihre Gesundheit leiden. ?. Freuen Sie sich doch das es endlich voran geht in der Energie Wende. Leider noch viel zu langsam, meiner Meinung nach sollten wir alles versuchen zu nutzen was uns diese Erde bietet ohne sie dabei für Tausende von Jahren zu belasten,der Kohle Ausstieg versteht sich von selbst Wir müssen was ändern wenn wir diese Welt nicht in ein noch größeres Chaos stürzen wollen. Das heißt was ändern !!!! Und da wo Wind ist (Windräder) gibt es Strom!!!