Hannovers Eltern fordern die Abschaffung der Kita-Beiträge bei gleichzeitiger Weiterentwicklung der Qualität.

Die Stadt verlangt ab August 2017 höhere Elternbeiträge. Aber Kindertagesstätten sind Bildungseinrichtungen. Bildung muss für alle zugänglich sein, unabhängig vom Einkommen.

Familien werden durch Elternbeiträge für Kitas finanziell belastet. Viele Eltern mit mittleren Einkommen zahlen heute bereits die höchste Beitragsstufe. Familien mit geringem Einkommen sind mit den Elternbeiträgen oft überfordert. Die Staffelung der Beiträge ist sozial ungerecht.

Beitragsfreie und gute Kitas fördern die Chancen aller Kinder und die Vereinbarkeit von Familie und Beruf.

Die Landeshauptstadt muss jetzt familienfreundliche Signale setzen. Hannover muss die Elternbeiträge zeitnah abschaffen und die Kita-Qualität steigern.

Razões

Die Betreuungsentgelte, umgangssprachlich auch „Kitagebühren“ oder „Elternbeiträge“ belasten Familien finanziell. Die Höhe der Entgelte ist in Deutschland je nach Wohnort verschieden. Die Belastung der Familien ist also weder landes- noch bundesweit einheitlich. Die Staffelung der Elternbeiträge in Hannover erscheint vielen Eltern angesichts ihrer realen Lebenshaltungskosten willkürlich, die Bandbreite der Staffelung zu schmal. Eltern mit mittlerem Einkommen fallen häufig in die Stufe mit dem höchsten Betreuungsentgelt. Auch Eltern mit geringem Einkommen werden zur Kasse gebeten. Manchmal reicht selbst das Kindergeld nicht zur Deckung der Kita-Kosten. Das ist sozial ungerecht. Die frühkindliche Bildung darf nicht abhängig von der elterlichen Geldbörse sein.

Die Erhöhung der Kitagebühren, die ab August in Hannover gilt, kommt nicht den Kindertagesstätten zugute, sondern wurde 2015 zur Sicherung des städtischen Haushaltes beschlossen. Bildung für alle ist Aufgabe der öffentlichen Hand. Angesicht steigender Belastungen von Familien in Bezug auf Miete, Lebensmittelkosten u.a. ist die Kommune gefordert, für einen sozialen Ausgleich zu sorgen. Haushalts-Sicherungs-Programme dürfen nicht zu Lasten der Kinder erfolgen.

Die Stadt Hannover hat in den letzten Jahren neue Kitas gebaut und vor allem neue Krippenplätze geschaffen, um den Rechtsanspruch auf einen Platz gewährleisten zu können. In Krippen wird derzeit schrittweise die dritte Kraft eingeführt. Ansonsten lag beim Kita-Ausbau das Hauptaugenmerk auf Quantität anstatt auf Qualität („Masse statt Klasse“). Die teils mangelhafte Betreuungs-Qualität von Krippe bis zur Ganztagsgrundschule ist Eltern bewusst, die Medien berichteten ausführlich über Mängel in sozialpädagogischen Einrichtungen (Personalschlüssel, Ausbildung, Ausstattung, Standards). Die Qualität der Kindertagesstätten und gleichwertiger Kinderbetreuungseinrichtungen muss gesteigert werden. Die Qualtätsentwicklung darf durch eine Elternbeitragssenkung oder -freiheit nicht gefährdet werden.

Die Elternbeiträge können und müssen gesenkt und zeitnah abgeschafft werden. Gleichzeitig kann und muss die Kita-Qualität gesichert und weiter gesteigert werden. Der Kita-Stadtelternrat fordert im Namen der Elternschaft der Kindergärten und Kinderläden beitragsfreie und qualitativ hochwertige Kindertagesstätten.

Vielen Dank für Ihre Unterstützung, Kita-Stadtelternbeirat Hannover De Hannover
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Pro

Die Landespolitik, SPD und CDU haben angekündigt, dass sie sich nach den Wahlen Anfang 2018 im niedersächsischen Landtag die Abschaffung der Kita-Beiträge in die Wege leiten werden. Da macht es absolut keinen Sinn, dass ausgerechnet jetzt die Stadt Hannover noch einmal kjomplett ihre Kita-Beitragssatzung umstricken will. Zumal daraus große Ungerechtigkeiten gegenüber vielen Betroffenen entstehen. Kita-Beitreäge abschaffen jetzt! Ein Zögern der Stadt in dieser Frage ist nicht hinneghmbar!

Contra

Tolle Argumentation... Mehr Qaulität, aber umsonst. Doofe Frage, aber wer soll die Qualität denn bezahlen?