In Deutschland sind die Anfänge der Elektromobilität (nachhaltiger Antriebstechnik im allgemeinen) bisher bescheiden. Es besteht ein erheblicher Preis­unterschied zwischen elektrisch angetriebenen Fahrzeugen und vergleichbaren Fahrzeugen mit Erdöl verbrennenden Motoren ('fossiler' Antriebstechnik). So kostet der elektrische 'VW up' meines Wissens zur Zeit etwa 27.000€, ein vergleichbares, konventionell angetriebenes Auto wird dagegen für weniger als die Hälfte angeboten. Diese Preisunterschiede sollten aus Gründen des Klimaschutzes durch ein entsprechendes Fördersystem reduziert, ausgeglichen oder sogar umgekehrt werden.

Begründung

Der Käufer könnte beispielsweise aus einem speziellen, privat oder öffentlich finanzierten Fördertopf eine Prämie erhalten, wie dies in einigen Ländern bereits geschieht. In dem im September beschlossenen Entwurf des Gesetzes zur Förderung der Elektromobilität ist von einer finanziellen Förderung leider nirgendswo die Rede.

In Deutschland werden jeden Monat etwa 250.000 Fahrzeuge mit fossiler Antriebstechnik zugelassen. Ein Verbrennungsmotor wandelt mehr als 70% der im Treibstoff enthaltenen Energie direkt in Wärme um, bei einem Elektromotor liegt dieser Anteil unter 10%. Eine kleine CO2-Ersparnis ergibt sich daher bereits durch den Ersatz eines Verbrennungsmotors durch einen mit dem aktuellen deutschen Strom-Mix angetriebenen Elektromotor. Mit dem weiter wachsendem Anteil der erneuerbaren Energien bei der Stromerzeugung wird dann auch diese CO2-Ersparnis immer weiter ansteigen. Die Förderung sollte prinzipiell jede Art von nachhaltiger Antriebstechnik einbeziehen (jedoch nicht, wie im o.g. Gesetzentwurf vorgesehen, die sogenannten Hybrid-Techniken, da hier der CO2-Ausstoß lediglich ein bisschen reduziert und nicht ganz vermieden wird). Neben dem Straßen­verkehr muss auch der extrem angewachsene Schiffs- und Flugverkehr einbezogen werden.

Im Hinblick auf die Art, wie insbesondere in den Industriestaaten oder auf ihre Nachfrage hin mit Energie umgegangen wird, wie sie erzeugt und eingesetzt (verschwendet) wird, im Hinblick auf die davon ausgehende Bedrohung menschlichen Lebens und Wohlergehens und die Bedrohung des Lebens auf dieser Erde überhaupt muss hier stärker regulierend eingegriffen werden.

Die dringende Notwendigkeit zu Handeln wird insbesondere aus der Keeling-Kurve ersichtlich, einer Darstellung der Entwicklung des CO2-Gehalts in der Atmosphäre, beruhend auf Messungen des Scripps-Instituts in Kalifornien, siehe zB 'http://keelingcurve.ucsd.edu/'. Der massive Anstieg des CO2-Gehalts hält nunmehr seit etwa 60 Jahren an, hat sich bis heute kontinuierlich beschleunigt und liegt mittlerweile bei mehr als 2 ppm pro Jahr. Dies ist eine Entwicklung, die es auch erdgeschichtlich seit langen Zeiten so sicherlich nicht gegeben hat.

Die heutige Wirtschafts­weise ist untragbar und hinterlässt schlimme Zerstörungen. Es ist damit zu rechnen, dass sich das Wettergeschehen in den nächsten Jahren weiter in bedrohlicher Weise verändern wird. Diese Veränderungen könnten sich so beschleunigen, dass Gegenmaßnahmen aufgrund von politischer Trägheit und technischer Gegebenheiten nicht mehr schnell genug erfolgen und wirksam werden können.

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