• Von: Reiner Pilz mehr
  • An: Landtag
  • Region: Hessen mehr
    Kategorie: Bildung mehr
  • Status: Petent ist im Dialog mit dem Petitionsempfänger
  • Im Dialog
  • 14.810 Unterstützer
    13.866 in Hessen
    Sammlung abgeschlossen

Kostenfreies Schülerticket für ganz Hessen

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Die Unterzeichnerinnen und Unterzeichner ersuchen den Hessischen Landtag, den §161 Hessisches Schulgesetz zu streichen.

Er soll ersetzt werden durch folgenden Absatz:
"Die Schülerbeförderung in Hessen ist bis Ende der Sekundarstufe II kostenfrei.
Die Schülerinnen und Schüler in Hessen erhalten ein Schülerticket."

Chancengleichheit statt Benachteiligung auf dem Schulweg!
Der Landeselternbeirat Hessen und die Bildungsgewerkschaft GEW (als Erstunterstützerin dieser Petition) wollen Chancengleichheit für alle Schülerinnen und Schüler. Dazu gehört auch, dass der Besuch einer Schule nicht am Geldbeutel der Eltern scheitern darf, nur weil die Fahrkarte zu teuer ist. Das kostenfreie Schülerticket ist ein Baustein für Chancengleichheit.

Begründung:

Die bisherige Regelung des Schülerverkehrs in Hessen ist nicht mehr zeitgemäß und muss dringend verändert werden.
Heute arbeiten viele Schulen im Ganztagsbetrieb. Die ausgedehnten Schulzeiten bringen es mit sich, dass sämtliches Schulmaterial (nicht nur Bücher und Hefte, sondern auch Sporttaschen, Musikinstrumente uvm. ) auf dem Rücken zur Schule getragen werden muss.
Schulwege von zwei oder drei Kilometern - wie sie im §161 als zumutbar erachtet werden – können nicht täglich mit 3,5 bis 8 kg Gepäck bewältigt werden. Das würde auch keinem Erwachsenen zugemutet.
Die zwei, beziehungsweise drei Kilometer-Regelung im jetzigen Schulgesetz hat auch soziale Auswirkungen: finanzkräftigere Familien werden ihren Kindern die Busfahrkarte kaufen – Kinder einkommensschwacher Familien müssen zur Schule laufen.
In den Städten und größeren Gemeinden stellt das Verkehrsaufkommen eine permanente Gefährdung für die Schülerinnen und Schüler dar – insbesondere für die Grundschüler/innen.
Auf dem Land ist ein Schulweg von einem Dorf zum anderen über unbeleuchtete, oft unbefestigte Feldwege, ohne Winterdienst und soziale Kontrolle, nicht zumutbar.
Nicht zuletzt bedeutet die Überprüfung der Berechtigung und die Ausstellung der Schülerfahrkarten einen Verwaltungsaufwand, der auch Kosten verursacht. Würde ein Schülerticket für alle ausgestellt (ähnlich wie das Semesterticket der Studierenden) verringerten sich die Verwaltungskosten deutlich. Die eingesparten Mittel könnten ein Schülerticket schon teilweise finanzieren.

Im Namen aller Unterzeichner/innen.

Wiesbaden, 14.01.2016 (aktiv bis 13.07.2016)


Neuigkeiten

Der Landeselternbeirat von Hessen möchte sich bei allen Eltern sowie Unterstützerinnen und Unterstützer bedanken, die unsere Petition unterzeichnet haben. Die eingereichte Petition wurde vom Parlament an die Landesregierung überwiesen. Wir haben unser ...

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Debatte zur Petition

PRO: Leute lasst uns endlich das antiquierte Ehegattensplitting abschaffen, dann wird ausreichend Geld für eine neue Bildungsoffensive frei. Geld für Kitas, Unis, Schulen, dann geht wirklich vieles was den Kindern und Jugendlichen zu Gute kommt. Die Ausbildung. ...

PRO: Ich bin dafür den Kindern von sozial benachteiligten Eltern das Fahren kostenlos zu ermöglichen. Dafür sollten dann die Kosten für Eltern mit höhrem Einkommen steigen. Muss ja nun nicht jeder ein eigenes Haus haben, nur weil die Allgemeinheit den Rest ...

CONTRA: Diese Forderung ist Unsinn, weil sie nicht fördert wo Förderung erforderlich ist, sondern nach dem Gieskannenprinzip Wohltaten über eine bestimmte Klientel - hier die Eltern - ganz unabhängig von der Bedürftigkeit ausschüttet. Es gibt Massen an vermögenden ...

CONTRA: Aha, die Eltern denken mal wieder darüber nach wie sie sich die Kohle der anderen in die eigenen Taschen stopfen können.

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Petitionsverlauf

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