Wir fordern ein kostenloses, gesundes Frühstück für alle Kinder in Kindertagesstätten in Dessau-Roßlau.

Begründung

Mit einem kostenlosen, gesunden und ausgewogenen Frühstück können wir unsere Stadt familienfreundlicher machen und einen Teil zur gesunden Entwicklung und Ernährung der Kinder in unserer Stadt beitragen. Eine falsche Ernährung kann zu Übergewicht und damit auch zu Krankheiten und dadurch zu höheren Kosten für die Gesellschaft führen. Es besteht hier unserer Meinung nach eine soziale Verantwortung.

Aber auch Kinder von Eltern in ärmeren Gesellschaftsschichten oder von Alleinerziehenden sind häufiger, aber nicht ausschließlich von einseitiger, ungesunder Ernährung betroffen. Hier spielen sowohl der Faktor Geld als auch Zeit eine Rolle. In der morgendlichen Hektik ist es einfacher, eine kalorienreiche Milchschnitte einzupacken, als ein Vollkornbrot zu belegen oder frisches Obst zu schneiden. Oder es wird überhaupt kein Frühstück mitgegeben. Auf Grund dessen soll das kostenlose Frühstück für alle Kinder, unabhängig vom Elternhaus, gelten.

Mahlzeiten haben auch einen pädagogischen Wert. Einige Kinder sind es aus ihrem Elternhaus nicht gewöhnt, gemeinsam mit anderen zu essen oder selber Mahlzeiten zuzubereiten. Mitunter ernähren sich die Kinder sehr einseitig und scheuen sich auch davor, gesunde Speisen wie Obst, Gemüse und frisches Vollkornbrot überhaupt zu probieren. Besonders das gemeinschaftliche Frühstück in der Kita kann hier wichtige soziale Kompetenzen vermitteln.

Für schätzungsweise 500.000 € jährlich könnten wir das in allen Kitas Dessau-Roßlaus ermöglichen. Angesichts eines Haushalts von circa 225 Millionen Euro erscheint diese Investition vertretbar. Schließlich ist sie eine in unsere Zukunft. Wir möchten, dass in Dessau - Rosslau nicht länger in Beton, sondern in Familien und Zukunft investiert wird.

Vielen Dank für Ihre Unterstützung, Jusos in der SPD Dessau-Roßlau aus Dessau-Roßlau
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Pro

Zwar ist es wahr, dass die Eltern für das Frühstück verantwortlich sein sollten, jedoch zeigt die Realität, dass sie dieser Verantwortung nicht immer gerecht werden. Darunter leiden die Kinder, ohne dass sie etwas dafür können. Das ist ungerecht, deswegen besteht hier eine soziale Verantwortung

Contra

Sind die Eltern zu geizig, um ihre eigenen Kinder zu ernähren? Bei ALG2-Beziehern müßte der Betrag übrigesn vom ALG2-Bezug abgezogen werden.