openPetition wird europäisch. Wenn Sie uns bei der Übersetzung der Plattform von Deutsch nach Deutsch helfen wollen, schreiben Sie uns.
close
Bild zur Petition mit dem Thema: Landesentwicklungsplan stoppen - Fracking-Verbot festlegen Landesentwicklungsplan stoppen - Fracking-Verbot festlegen
  • Von: Jürgen Blümer mehr
  • An: Staatskanzlei des Landes Nordrhein-Westfalen ...
  • Region: Nordrhein-Westfalen mehr
    Kategorie: Umwelt mehr
  • Status: Die Petition wurde vom Petenten zurückgezogen bzw. wird nicht weiter verfolgt
    Sprache: Deutsch
  • Gescheitert
  • 5.055 Unterstützende
    Sammelziel erreicht

Landesentwicklungsplan stoppen - Fracking-Verbot festlegen

-

Folgende Aussage des Landesentwicklungsplan ist offensichtlich falsch:

"Die oberirdischen Einrichtungen zur Gewinnung oder Förderung unkonventionellen Erdgases lösen in der Regel keinen raumordnerischen Handlungsbedarf aus Daher bedarf es keiner Festlegungen in den Regionalplänen."

Aufgrund dieser falschen Aussage ist der aktuelle Entwurf des Landesentwicklungsplans, wie er bis zum 28. Februar ausgelegt ist, abzulehnen und von Grund auf neu zu überarbeiten. Insbesondere die Förderung von unkonventionellen Erdgasvorkommen ('Fracking') ist abzulehnen, das es wesentlichen Zielen und Grundsätzen der Raumplanung widerspricht.

Website zum Landesentwicklungsplan NRW: www.nrw.de/landesregierung/landesplanung/erarbeitung-des-neuen-lep-nrw.html

Begründung:

Die Förderung von unkonventionellem Erdgas hat erhebliche negative Auswirkungen auf den Raum, in dem diese betrieben wird. Folgende Gutachten geben dazu Auskunft:

Gutachten mit Risikostudie zur Exploration und Gewinnung von Erdgas aus unkonventionellen Lagerstätten in Nordrhein-Westfalen (NRW) und deren Auswirkungen auf den Naturhaushalt insbesondere die öffentliche Trinkwasserversorgung: www.umwelt.nrw.de/umwelt/pdf/gutachten_fracking_nrw_2012.pdf

Umweltauswirkungen von Fracking bei der Aufsuchung und Gewinnung von Erdgas aus unkonventionellen Lagerstätten: www.umweltbundesamt.de/sites/default/files/medien/461/publikationen/k4346.pdf

Wasserwirtschaftliche Risiken bei Aufsuchung und Gewinnung von Erdgas aus unkonventionellen Lagerstätten im Einzugsgebiet der Ruhr: www.awwr.de/fileadmin/download/download_2013/studie_fracking_einzugsgebiet_ruhr.pdf

Die Kritik der Gutachter reicht von nicht vorhandenen Entsorgungskonzepten für die anfallenden hochtoxischen und teilweise radioaktiven Abfälle über einsetzende Erdbeben wie in den Fördergebieten von Niedersachsens und Gronigen bis hin zu der Bedrohung des Trinkwassers. Hinzu kommen umfangreiche Eingriffe in den Raum durch: - Aufbau von Infrastruktur wie Straßen und Rohrleitungssystemen - Erhebliche Zunahme des Güterverkehrs - Beeinträchtigung des Landschaftsbildes - Flächenversiegelung in Außenbereichen - Verdrängung von Raumnutzungskonzepten wie Landwirtschaft, Freizeit, Naturschutz und Tourismus

Zusätzlich weist das Gutachten der Arbeitsgemeinschaft der Wasserwerke and der Ruhr und des Ruhrverbands nach, dass aufgrund der Bedrohung des Trinkwassers Ausschlussgebiete für Fracking festzulegen sind.

Damit ist ein raumplanerischer Handlungsbedarf objektiv gegeben.

Darüber hinaus wird aus den oben gelisteten Gutachten und den bisherigen Erfahrungen mit der Technologie deutlich, dass wesentliche Ziele und Grundsätze des Landesentwicklungsplans unmittelbar von der Erdgasförderung berührt sind:

  • Erhalt der Vielfalt von Kulturlandschaften im besiedelten und unbesiedelten Raum
  • Ressourcenschutz, effizienten Nutzung von Ressourcen und Energie, Energieeinsparung, Ausbau der erneuerbaren Energien, weitesmögliche Reduktion des Ausstoß von Treibhausgasen
  • Sicherung von Trinkwasservorkommen
  • Substitution vor Rohstoffausbeutung
  • flächensparender und umweltschonender Rohstoffabbau
  • nachhaltige Energieversorgung bei Vorrang für erneuerbare Energien

Es ist also offensichtlich, dass bezüglich der Förderung von Erdgas raumordnerischer Handlungsbedarf besteht. Der Landesentwicklungsplan scheitert damit an der Herausforderung, die Landesentwicklung planerisch zu lenken. Dieser Fehler kann nicht in Nachfolgeprozessen geheilt werden, sondern muss bereits zu Beginn beseitigt werden. Daher ist eine Neuerarbeitung des Landesentwicklungsplan unausweichlich.

Im Namen aller Unterzeichner/innen.

Drensteinfurt, 24.02.2014 (aktiv bis 23.03.2014)


Neuigkeiten

Liebe Freundinnen und Freunde, die ersten Meldungen der neuen CDU-FDP-Landesregierung sind erschreckend. Nicht nur das Klimaschutzgesetz soll auf den Müllhaufen der Geschichte. Auch der Zubau regenerativer Energien soll wesentlich erschwert werden, ...

>>> Zu den Neuigkeiten


Debatte zur Petition

PRO: Fracking einfach stoppen! Ohne wenn und aber! Ausbau der regeneratioven und dezentralen Energiegewinnungsformen weiter fördern! Damit wir friedlich (!) in ein post fossiles Zeitalter kommen! Bitte mitmachen: www.atomausstieg-selber-machen.de

PRO: Als Unterstützung zur Petition möchte ich unbedingt den großartigen Dokufilm von Josh Fox weiter empfehlen: www.arte.tv/guide/de/048120-000/gasland?autoplay=1 Die Katastophe des Frackings in den USA wird ausführlich erklärt. Das wollen wir nicht auch ...

CONTRA: Es gibt kein Contra gegen die Forderung, die Natur nicht weiter zu zerstören. Letztlich soll alles zu Geld gemacht werden oder der Bereicherung dienen. Dazu dienen unehrliche oder halbwahre Studien (z.B. von der BGR zu Schiefergas und Schieferöl) oder ...

>>> Zur Debatte



Petitionsverlauf

Woher kamen Unterstützer