Region: Magdeburg

Magdeburg: Abpflastern statt Hitzschlag

Petition richtet sich an:
Oberbürgermeisterin Simone Borris

1.184 Unterschriften

49 %
1.020 von 2.100 für Quorum in Magdeburg Magdeburg

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  1. Gestartet 28.06.2026
  2. Sammlung noch > 3 Monate
  3. Einreichung
  4. Dialog mit Empfänger
  5. Entscheidung
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Petition richtet sich an: Oberbürgermeisterin Simone Borris

Temperaturen bis 40 °C sind leider kein Freibadwetter, sondern gefährlich. Fußballturniere für Kinder, Übungen der Jugendfeuerwehr oder der Halbmarathon in Hamburg – alles kurzfristig abgesagt, weil es niemand verantworten kann, die Gesundheit der teilnehmenden Menschen zu gefährden. 

Die Hitzewelle zeigt: Wir befinden uns in der Klimakrise. Das Deprimierende ist, dass wir in den nächsten 10 bis 20 Jahren noch härtere Hitzewellen durchmachen müssen. Dieses Schicksal wollen wir nicht einfach über uns ergehen lassen. Wir wollen aktiv werden! Vorangestellt sein muss der Leitgedanke „Jedes Zehntelgrad zählt!" Je schneller die CO2-Emissionen weniger werden, desto weniger krass wird die Klimakrise ausfallen und die Herausforderung, unser Umfeld und unsere Lebensweise anzupassen, wird geringer.

Momentan wird in Magdeburg immer mehr Fläche versiegelt, also z. B. Grünflächen, guter Bördeboden und Kleingärten. In der Deutschen Nachhaltigkeitsstrategie hat sich die Bundesregierung zum Ziel gesetzt, den täglichen Zuwachs an Siedlungs- und Verkehrsfläche in Deutschland von heute rund 51 Hektar pro Tag bis zum Jahr 2030 auf unter 30 Hektar pro Tag zu reduzieren, um bis zum Jahr 2050 einen Flächenverbrauch von netto Null im Sinne einer Flächenkreislaufwirtschaft zu erreichen. 

Die Landeshauptstadt Magdeburg tut leider zu wenig.
Zwar wurde nach zahlreichen Anfragen (Magdeburger Hitzeschutzplan; Hitzeschutz im Sommer 2023 - Senior*innen und Kinder schützen; Hitzebelastung in Magdeburg und Anpassungsstrategien) sowie einschlägigen Anträgen und Drucksachen (Sofortschutzmaßnahmen für Kitas; Hitzeaktionsplan Magdeburg) ein Entwurf eines Hitzeaktionsplan durch die Landeshauptstadt Magdeburg erstellt, aber dieser wurde jüngst wieder zurück in die Ausschüsse zurücküberwiesen.

In dieser Petition geht es darum, dass der Hitzeaktionsplan echte Maßnahmen enthalten soll. Konkret wollen wir die Maßnahme "abpflastern" in der Landeshauptstadt Magdeburg verankern. "abpflastern ist ein deutschlandweiter Wettbewerb, bei dem in Städten und Gemeinden in einem freundschaftlichen Wettstreit Flächen entsiegelt werden. Beim abpflastern nehmen Anwohner:innen, Kommunen und Organisationen gemeinsam die Schippe in die Hand – für den Sieg im Wettbewerb und für die Zukunft ihres Wohnortes."

Schon kleine Grünflächen machen Unterschiede. An den konkreten Stellen gerne mal um über 20 °C. Sich auf mehr als 50 °C heißen Asphalt setzen, ist eine schlechte Idee, wenn man eine 30 °C Wiese haben kann.
Wir wollen, dass die Landeshauptstadt Magdeburg offiziell am Wettbewerb teilnimmt und Flächen veröffentlicht, auf denen Privatleute aktiv werden können. Natürlich können alle auch privat mitmachen. 
An die Schippe, fertig, los!

Begründung

Viele Menschen in Magdeburg sind akut betroffen. Durch den demographischen Wandel gibt es in Magdeburg besonders viele ältere Menschen, die häufig in Wohnungen in der Innenstadt leben. Auch Babys, Kleinkinder sowie chronisch kranke Personen sind besonders betroffen. Nach Untersuchungen im Hitzeaktionsplan der Stadt könnten es in Teilen der Magdeburger Innenstadt an einem normalen Sommertag gefühlt bis zu 52 Grad Celsius im Jahr 2045 werden. Das ist absolut nicht hinnehmbar. Die aktuelle Hitzewelle, mit Toten und Rekordtemperaturen zeigen auf: Wir müssen jetzt handeln und Klimaanpassung sowie Hitzeschutz viel höher priorisieren sowie richtige, wirkvolle Maßnahmen ergreifen!

Vielen Dank für Ihre Unterstützung, Madeleine Linke, Magdeburg
Frage an den Initiator

Angaben zur Petition

Petition gestartet: 28.06.2026
Sammlung endet: 27.12.2026
Region: Magdeburg
Kategorie: Gesundheit

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Neuigkeiten

  • Hallo zusammen,

    erstmal danke für eure Unterschrift für "Abpflastern statt Hitzschlag".
    Ich möchte mit dieser Mail vier Anliegen an euch bringen.

    1. Am Sonntag (6. September) ist Landtagswahl in Sachsen-Anhalt.
    Die allermeisten von euch werden schon zahllose Wahlaufrufe erhalten haben. Aber vielleicht gibt es noch die ein oder andere Person die durch diese Mail motiviert wird. 
    Zur Transparenz gehört dazu, dass ich hier mitteile, dass ich auf Listenplatz 3 von Bündnis 90/ DIE GRÜNEN kandidiere. 
    In dieser Mail möchte ich nur folgendes mitteilen. Geht wählen und wählt demokratisch. Wenn ihr noch Entscheidungshilfe braucht, nutzt gerne:https://www.wahl-o-mat.de/sachsenanhalt2026/app/main_app.html
    oder https://taktisch-waehlen.de

    2. In Halle (Saale) hat die erste Abpflastern-Aktion stattgefunden. https://dubisthalle.de/spitzhacke-und-schaufel-fuer-ein-besseres-stadtklima-auftakt-der-aktion-abpflastern-in-halle-saale-baeume-in-der-geiststrasse-vom-pflaster-korsett-befreit/#google_vignette

    3.) Im Stadtrat Magdeburg fand eine aktuelle Debatte zu den Themen Hitze, Niedrigwasser und Klimaanpassung statt. Hier kann man sie nachsehen: https://www.youtube.com/watch?v=v9zvd4Glpp4

    4.) Otto pflanzt! hat eine Abpflastern-Aktion gestartet: 💚 Entsiegelung: Neues Team „Abpflastern“

    Als ein Leuchtturmprojekt der Workshops vom 20. Januar hat sich das Thema Entsiegelung herauskristallisiert. Inspiriert von Initiativen wie dem niederländischen Tegelwippen nehmen auch in Deutschland immer mehr Städte an Wettbewerben zum Abpflastern teil.
    Da eine Anfrage an die Stadt ergab, dass von kommunaler Seite aktuell keine Teilnahme an solchen Wettbewerben geplant ist, werden wir selbst aktiv: Wir haben bei Otto pflanzt! ein eigenes Team Abpflastern ins Leben gerufen und suchen momentan ein Pilotprojekt!

    In der nächsten Stadtratssitzung wird dann die Drucksache zum Hitzeaktionsplan behandelt. Es lohnt sich also gerade jetzt noch einmal Werbung für die Petition zu machen.

    Freundliche Grüße
    Madeleine Linke

Heiße Tage gab es schon immer und wir reden ja auch nicht von einem ganzen Sommer mit über 30 Grad, wenn wir heute mal aus dem Fenster gucken. Dennoch bin ich, abgesehen von Ihrer genannten Klimakrise, natürlich für mehr Grünflächen. Was hier in den letzten Jahren abgeholzt wurde kann ich nicht verstehen. Mehr Bäume, mehr Natur... Das kann ich unterstützen.

Abreißen möchte ich auch nichts in der Stadt. Es hat ja auch alles mal Geld gekostet, das aufzubauen. Allerdings bin ich auch ein Fan von grünen Ecken und unterstütze das Pflanzen von Bäumen, Hecken, Sträuchern oder urbanes gärtnern. Da ist übrigens Otto pflanzt ein guter Ansprechpartner. Also mehr Grün ja - abreißen nein

Warum Menschen unterschreiben

Verhindern könnenwir die Hitzewellen nicht mehr - zuviel Zeit ist mit diskutieren und kleinreden verschwendet worden. Das Themas macht mich langsam wütend. Aber zumindest sollte der Hitzeschutz vorangetrieben werden.

Ich bin selbst chronisch krank, die Hitzewellen sind für mich unerträglich..es ist zusätzlich so furchtbar, die Natur so leiden zu sehen.

Wenn wir schon den Klimaschutz nicht auf die Reihe bekommen , müssen wir wenigstens den Folgen adäquat begegnen.

Weil Dürren und Starkregen die Zukunft sein werden. Wasser muss in der Stadt gehalten werden.

Ich lebe in dieser Stadt, man kann bei Hitze in vielen Gebieten kaum atmen. Hohe Gebäude und Betonböden sind wie ein Hitzekessel.

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