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  • Von: youngcaritas im Erzbistum Paderborn und Vinzenz-Konferenzen ...
  • An: Deutscher Bundestag
  • Region: Deutschland mehr
    Kategorie: Soziales mehr
  • Status: Petition in Zeichnung
  • 220 Tage verbleibend
  • 5.040 Unterstützer
    5.035 in Deutschland
    4% erreicht von
    120.000  für Quorum  (?)

Finanzierung von Brillen für Menschen mit wenig Geld

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In Deutschland sind Millionen Menschen auf eine Sehhilfe angewiesen. Fast zwei Drittel aller Erwachsenen tragen eine Brille.
Gesetzlich Krankenversicherte, die eine Brille benötigen, haben aber keinen Anspruch auf Unterstützung für den Kauf einer Sehhilfe.

Update: Am 16.02.2017 wurde das Gesetz zur Stärkung der Heil- und Hilfsmittelversorgung (HHVG) verabschiedet, indem festgelegt wurde, dass bei einer Sehstärke ab 6 Dioptrien und bei einer Hornhautverkrümmung bei über 4 Dioptrien die Brille von der Krankenkasse gezahlt wird.
Es besteht aber weiterhin Handlungsbedarf! Denn damit sind noch immer viele armutsgefährdete Brillenträger ausgeschlossen, die sich bei einer etwas geringeren Sehschwäche keine passende Brille leisten können.

Bisherige Ausnahme:
Bis zur Vollendung des 18. Lebensjahres besteht ein Anspruch auf Versorgung mit Brillengläsern. Für andere Personen besteht der Anspruch nur, wenn auf beiden Augen eine schwere Sehbeeinträchtigung der Stufe 1 vorliegt (dies bedeutet, dass TROTZ Brille ein Sehvermögen von weniger als rund 30 Prozent vorliegen muss!).

Auch die Existenzsicherungssysteme sehen regelmäßig keine zusätzlichen Leistungen für Sehhilfen vor. Gesetzlich Krankenversicherte mit einem geringen Einkommen, die z.B. von einer kleinen Rente leben, Arbeitslosengeld II oder Grundsicherung bekommen, erhalten also für den Kauf einer Brille keine finanzielle Hilfe.

So gibt es Menschen, die sich keine passende Brille leisten können.
Der Staat kommt somit seiner Verantwortung für die lebensnotwendige Unterstützung bedürftiger Menschen nicht nach!

Wir fordern die Mitglieder des Bundestages auf, Brillen in die Aufzählung des § 24 Abs. 3 S. 1 SGB II aufzunehmen bzw. im SGB V eine Härtefallregelung für Brillen zu schaffen, analog der Regelung für Zahnersatz (§ 55 Abs. 2 SGB V).

Weitere Informationen gibt es unter: www.dendurchblickbehalten.de

Begründung:

Millionen Menschen in Deutschland sind im Alltag auf eine Brille angewiesen.
Entgegen der viel verbreiteten Idee, dass Brillen für einen Nulltarif zu haben sind, entspricht dies nicht der Realität. Aufgrund der jeweiligen Sehschwäche und zum Beispiel notwendiger Entspiegelungen der Gläser, liegt der durchschnittliche Minimalpreis einer Brille bei ca. 180 Euro.
Für viele Menschen mit wenig Geld, z.B. Menschen, die von Hartz IV leben, eine Mini-Rente bekommen oder die aus Ihrer Heimat geflohen sind, stellt der finanzielle Aufwand für den Kauf einer Brille ein erhebliches Problem dar. Und so gibt es Menschen die sich keine Brille leisten können.
Für die betroffenen Menschen können daraus - auch bei leichten Sehschwächen - erhebliche Probleme im Alltag resultieren:
• ältere Menschen, die ständig stürzen
• Arbeitslose, für die die Aufnahme eines neuen Jobs durch das Fehlen einer Brille unmöglich wird
• Menschen, die am kulturellen Leben nicht teilnehmen können
• Menschen, die sich nicht gefahrlos im Straßenverkehr bewegen können
• geflüchtete Menschen, die Schwierigkeiten haben eine neue Sprache und Schrift zu erlernen
• …

Eine Brille ist somit von grundlegender Bedeutung, damit ein Mensch am gesellschaftlichen Leben teilhaben und sich ungefährdet im Alltag bewegen oder einer Erwerbsarbeit nachgehen kann.

Wer nicht gut sieht ist
• … abgehängt.
• … allein.
• … ohne Durchblick.

Im Rahmen ehrenamtlicher Besuchsdienste haben wir miterlebt, wie schwierig die Finanzierung einer Brille für Menschen mit wenig Einkommen ist und welche schwerwiegenden Folgen sich daraus für die betroffenen Menschen ergeben können. Engagierte der Vinzenz-Konferenzen setzen sich daher schon seit einigen Jahren für Menschen ein, die Unterstützung bei der Finanzierung einer Brille benötigen. Gemeinsam mit jungen Engagierten der youngcaritas wollen wir die Politik jetzt auch mit Hilfe neuer Aktionsformen und dieser Petition konkret auf die Lücke im Hilfesystem aufmerksam machen und uns für die betroffenen Menschen politisch stark machen.

Mit unseren Stimmen fordern wir Gerechtigkeit und Durchblick!

Im Namen aller Unterzeichner/innen.

Paderborn, 30.09.2016 (aktiv bis 29.09.2017)


Neuigkeiten

Verlängerung der Petiton bis zu den Bundestagswahlen im September. Die Petition wird dann an den neu konstituierten Bundestag überreicht. Neuer Petitionstext: In Deutschland sind Millionen Menschen auf eine Sehhilfe angewiesen. Fast zwei Drittel aller ...

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Debatte zur Petition

PRO: Sehr wichtig und richtig! Denn die NULLTARIFBRILLE gibt es nicht! Es gibt sogenannte Komplettpreisangebote von 17,50 - 19,90 - etc. aufwärts, wo die Fassung mit 0,00 € bewertet wird, um den Begriff Nulltarif "werbetechnisch" zu nutzen, aber man muss eine ...

PRO: Eine kleine Leistung für eine Brille sollte als Selbverständlichkeit in die Leistungen der gesetzlichen Krankenversicherungen gehören. Mir ist es ein Rätsel dass sich die Menschen scheinbar jeden Mist gefallen lassen. Protestieren Sie bei den Kassenverbänden, ...

CONTRA: ... ich habe -12 auf einem Auge ... und habe weniger als 20 EUR bezahlt man muss allerdings auf Firlefanz wie Beschichtung, hochbrechende Gläser etc. verzichten und eine passende Fassung (klein, rund) wählen ... Oder macht es einen besonders anspruchsvoll, ...

>>> Zur Debatte


Warum Unterstützer unterschreiben

Weil man zb unverschuldet in alg 2 gerutscht ist u davon keine gscheite brille von beim optiker gekauft bekommt, aber dringend braucht um überhaupt ...

Weil bedürftige Menschen dringend Unterstützung brauchen!

Ich arbeite in einem Altersheim und sehe, dass bei sehr vielen Bewohner, dass nichts unternommen wird, wegen ihrer Sehkraft, aus Angst eine neue und für sie zu teuere Brille anzuschaffen. Auch ich war vor ein paar Jahren in der Situation, wobei ich, ...

Weil ich selber Brillenträger bin.

Ich kenne jemanden, der sich keine neue Brille leisten konnte, aber trotzdem Auto gefahren ist. Das ist zwar unverantwortlich, aber war für seine weiteren Einkünfte unbedingt notwendig. Wenn wir das in Zukunft vermeiden wollen, sollten wir solche Men ...

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