Region: Rostock
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Offener Appell für Verhältnismäßigkeit und Transparenz

Petition richtet sich an
Kirchgemeinde St.-Johannis Rostock

521 Unterschriften

15 %
285 von 1.900 für Quorum in Rostock Rostock

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  1. Gestartet 10.06.2026
  2. Sammlung noch > 5 Monate
  3. Einreichung
  4. Dialog mit Empfänger
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Petition richtet sich an: Kirchgemeinde St.-Johannis Rostock

Wir sind Eltern von Chorkindern, Sängerinnen und Sänger, ehemalige Mitglieder der Kantorei sowie Menschen, denen die St.-Johannis-Kantorei Rostock, die Kirchenmusik und das geistliche Leben dieser Gemeinde am Herzen liegen.

Mit großer Sorge und Fassungslosigkeit nehmen wir zur Kenntnis, dass Kirchenmusikdirektor Prof. Dr. h. c. Markus Johannes Langer seine Tätigkeit als Kantor der St.-Johannis-Kantorei beendet hat oder beenden soll.

Wir haben keine Informationen aus erster Hand — weder von Markus Johannes Langer noch vom Kirchengemeinderat. Wir wollen keine privaten Vorgänge öffentlich verhandeln, keine Persönlichkeitsrechte verletzen und keine Gerüchte verbreiten. Gerade deshalb gründet sich dieser Appell nicht auf Spekulationen, sondern auf das, was für Hunderte Betroffene unmittelbar erfahrbar ist:

Eine Entscheidung von größter Tragweite wurde offenbar sehr schnell, kurzfristig und ohne erkennbare Beteiligung der Chor- und Gemeindegemeinschaft getroffen. Kinder, Jugendliche, Eltern, erwachsene Sängerinnen und Sänger sowie Gemeindemitglieder wurden damit überrumpelt — teils unmittelbar vor einem Konzert. Es gab für die Betroffenen keinen erkennbaren Prozess, keine Anhörung, keine Vorbereitung und keine Möglichkeit, die Folgen für die Kantorei gemeinsam zu bedenken.

Die St.-Johannis-Kantorei ist keine beliebige Einrichtung. Unter der Leitung von Markus Johannes Langer ist über mehr als 25 Jahre ein geistlicher, kultureller, pädagogischer und menschlicher Ort gewachsen. Für rund 400 Kinder, Jugendliche und Erwachsene ist diese Kantorei ein Raum von Musik, Vertrauen, Bindung, Glaubenserfahrung, Bildung und Gemeinschaft.

Gerade deshalb darf über die Zukunft dieser Arbeit nicht hinweg über die Köpfe der Betroffenen entschieden werden.

Nach unserem Kenntnisstand stehen keine straf- oder zivilrechtlichen Vorwürfe im Raum, die dem Dienstverhältnis entgegenstehen. Uns sind auch keine Umstände bekannt, wonach Kinder, Jugendliche, Chormitglieder, Gemeindemitglieder oder andere anvertraute Menschen durch Markus Johannes Langer Schaden genommen hätten. Sollte es solche Umstände geben, erwarten wir selbstverständlich eine verantwortungsvolle Prüfung durch die zuständigen Stellen. Wenn dies aber nicht der Fall ist, stellt sich umso dringlicher die Frage, wie eine so weitreichende Entscheidung ohne transparente Abwägung und ohne Beteiligung der Betroffenen getroffen werden konnte.

Wir bitten die Verantwortlichen, innezuhalten, die Folgen dieser Entscheidung für Hunderte Menschen ernst zu nehmen und einen Weg zu suchen, der der Kantorei, den Kindern, den Familien, den Sängerinnen und Sängern, der Gemeinde und dem Geist des Evangeliums gerecht wird.

Für Transparenz.
Für Beteiligung.
Für Barmherzigkeit.
Für die St.-Johannis-Kantorei Rostock.

Begründung

Hinweis zur Unterzeichnung: Dieser Appell verzichtet bewusst auf private Details und auf die Nennung weiterer Personen. Wir bitten alle Unterzeichnenden, ebenfalls keine Gerüchte, Namen oder privaten Vorgänge öffentlich zu verbreiten.

Vielen Dank für Ihre Unterstützung, Tilman Schubert, Rostock
Frage an den Initiator

Angaben zur Petition

Petition gestartet: 10.06.2026
Sammlung endet: 09.12.2026
Region: Rostock
Kategorie: Kultur

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Warum Menschen unterschreiben

Weil mich eine Freundin, der die Aufarbeitung des Falles wichtig ist, darum gebeten hat.

Ich weiß nicht, was vorgefallen ist und denke, da es keine strafrechtliche Sache ist, dass es doch möglich sein muss, miteinander zu sprechen. Vor allem denke ich an die Familie. Von Herzen wünschen ich Kraft und Durchhaltevermögen.

Weil Markus eine Person ist die das gesamte Chorleben positiv gestaltet hat.

Für Transparenz und Aufklärung!

Dieser Eintrag dient ausschließlich dazu, in diesem Forum um Mäßigung zu bitten.

Es ist für alle eine schwere Zeit: Vergangene Erlebnisse, zukünftige Pläne, alles steht in Frage.
Es ist für keinen, wie auch immer beteiligt, leicht.

Wenn niemand etwas weiß, legitimiert das aber trotzdem keinen Automatismus zur Annahme unrechtmäßiger Behandlung oder unverhältnismäßiger Konsequenzen.
Denn: Ohne Wissen gibt es keine argumentative Grundlage für die eine oder andere Sichtweise.

Wir leben in einem demokratischen Rechtsstaat und es gibt gesetzlich festgeschriebenes Recht und Unrecht. Und es besteht sicher Einigkeit darüber, dass dies auch gut so ist.

Das schwere, aber angemessene Gebot der Stunde ist, Ruhe zu bewahren.
Dem laufenden System, das es aus gutem Grund gibt, etwas Zeit zu geben.
Den Verantwortlichen zuzugestehen, dass auch sie an gesetzliche Grenzen gebunden sind, innerhalb derer sie nur einen gewissen Handlungsspielraum haben. Keiner der Menschen, die gerade Entscheidungen treffen müssen, wollte vermutlich in dieser Situation sein.

Es ist für niemanden leicht. Trauer und Wut zu empfinden, ist absolut nachvollziehbar und menschlich. Und dennoch dürfen sie nicht den Verstand vernebeln.
Informationen zu erhalten, um sich positionieren zu können, ist das erklärte Ziel dieser Petition.
Emotional aufgeladener Personenkult ohne Wissen um die Hintergründe war in der Menschheitsgeschichte noch nie wirklich hilfreich.

(Bearbeitet)

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