Region: Diepholzer Moorniederung/Wagenfeld-Ströhen/Niedersachsen
Environment

Petition gegen Fracking in der Diepholzer Moorniederung

Petitioner not public
Petition is directed to
Herrn Klaus Krumfuß, Petitionsausschuss des Niedersächsischen Landtages
2.731 Supporters
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  1. Launched 2012
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Große Energiekonzerne, allen voran Exxon Mobil, wollen schon im Sommer dieses Jahres in unserer Region nach unkonventionellem, d. h. im Schiefergestein gebundenem Erdgas bohren. Sie planen, dabei die hoch problematische Fracking-Methode anzuwenden, deren Gefahren und Risiken nach wie vor nicht abschließend geklärt sind. Die Konzerne erklären uns nun, Fracking sei sicher und führe zu keiner Umweltverschmutzung. Währenddessen häufen sich Pressemeldungen über Wasservergiftungen infolge von Fracking- Bohrungen auch in Niedersachsen. Wir sind alarmiert und überzeugt davon, dass diese Methode der Energieförderung eine Bedrohung für unser Land und seine Bewohner ist.

Unsere Forderungen

Wir schließen uns in vollem Umfang den Forderungen des Umweltbundesamtes (Stellungnahme zur Schiefergasgewinnung aus dem Dezember 2011) an und fordern auf der Basis eines reformierten Bergrechts:

  • kein Fracking in sensiblen Gebieten (lt. UBA: Trink- und Mineralwasservorkommen, Naturschutzgebiete, Naturparks)
  • Beteiligung der Wasser- u. Naturschutzbehörden
  • verpflichtende Umweltverträglichkeitsprüfung

darüber hinaus:

  • Umkehr der Beweislast bei Schäden
  • Ewigkeitsversicherungen

Daraus resultiert die Forderung des Aktionsbündnisses No Moor Fracking:

Kein Fracking in Wagenfeld-Ströhen und der Diepholzer Moorniederung!

Reason

Die ökologische Bedeutung der Diepholzer Moorniederung

Unsere Region, die Diepholzer Moorniederung, ist ein Gebiet, das in vielfältiger Weise dem Wasserschutz verpflichtet ist:

  • Feuchtgebiete von internationaler Bedeutung werden hier unter Klimaschutzaspekten gepflegt und erhalten; -ambitionierte Naturschutzprojekte rund um das Moor werden z.T. von der EU gefördert;
  • die Region hat sich in den letzten Jahren zu einem der größten Durchzugs- bzw. Rastgebiete für den Kranich entwickelt nicht zuletzt geben qualitätsvolle Trink- und Mineralwasservorkommen der Region einen besonderen Stellenwert;
  • zudem profiliert sich die Diepholzer Moorniederung zunehmend als Tourismusregion mit naturnahen Erholungsmöglichkeiten im und rund um den Naturpark Dümmer.

Unsere Befürchtungen im Bezug auf Schiefergaserschließung mittels Fracking

a) Wasser- und Bodenverseuchung durch Fracking-Chemikalien

Wir sind alarmiert, dass beim Fracking ein Cocktail von bis zu 600 Chemikalien in den Boden unserer Region gepresst werden soll, darunter krebserregende, hormonverändernde und stark wassergefährdende Toxine wie z. B. Tetramethylammoniumchlorid, (das lt. Verordnung keinesfalls ins Grundwasser gelangen darf, auch nicht in kleinsten Mengen). Uns besorgt, dass ein nicht unerheblicher Teil dieses vergifteten Wassers nach der Bohrung im Boden verbleibt - eine tickende Zeitbombe für unser Wasser und das Land, auf dem und von dem wir leben.

Selbst der wieder zurück geförderte Teil des Giftwassers, das sich im Boden möglicherweise noch einmal um zusätzliche Stoffe wie z.B. Quecksilber, Benzol und radioaktive Isotope aus Lagerstättenwasser angereichert hat, wird nicht sorgfältig behandelt, sondern durch Kunststoffrohre abgeleitet, die - wie sich unlängst gezeigt hat- für diesen Zweck nicht geeignet sind. An jeder Stelle dieser kilometerweit führenden Leitungen können also wiederum unbemerkt Chemikalien in den Boden sickern, was bereits mehrfach in Erdgasfördergebieten auch geschehen ist.

Das Fernsehen berichtete kürzlich über Bodenverseuchungen, die zu teilweise großflächigen, aufwendigen Sanierungsversuchen durch Abtragungen bzw. Bodenaustausch geführt haben. Darüber hinaus besorgt uns die nicht geklärte Frage nach dem Verbleib des hoch wassergefährdenden Lagerstättenwassers und des Flowbacks.

b) Gefahren durch die Art der Bohrung

Bohrungen, wie bei uns geplant im Schiefergestein, im konkreten Fall in sehr geringer Bohrungstiefe von nur 800 m unter der Erdoberfläche, lassen das Verfahren noch riskanter erscheinen.

c) Landschaftszerstörung und Beeinträchtigung der Lebensqualität

Überdies wäre die Landschaftszerstörung bei der Erschließung und Ausbeutung eines Schiefergasfeldes hoch. Bohranlagen könnten sich bald in einem engmaschigen Raster flächendeckend über die Diepholzer Moorniederung verteilen. Gerade die Schiefergaserschließung mit der Vielzahl an benötigten Bohrplätzen erfordert unzählige LKW-Transporte zur Bereitstellung der Infrastruktur, der Chemikalien, des Wassers etc.

Solch ein Szenario ist für uns in einem Gebiet, in dem Mineralwasser (Auburg Quelle) und Trinkwasser gewonnen, mit EU-Fördergeldern die letzten wertvollen Hochmoore renaturiert und der Naturschutz allgemein vorangetrieben werden, schlicht unvorstellbar. Wir schließen uns der Forderung des Umweltbundesamtes an, dass es kein Fracking geben darf in sensiblen Gebieten mit Trink- und Mineralwasservorkommen, Naturschutzgebieten und Naturparks und weisen ausdrücklich darauf hin, dass all diese Charakterisierungen auf unsere Region zutreffen. Darum fordern wir: Wasserschutz vor Schiefergasgewinnung.

Wir fühlen uns verantwortlich für das Land, auf dem wir wohnen und das wir der nächsten Generation hinterlassen werden und verweigern uns darum einem derart weitreichenden Eingriff in unsere Natur. Die Risiken sind derzeit unkalkulierbar.

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News

  • Eil-Appell: Keine Chemie ins Grundwasser! Fracking stoppen!


    Hallo liebe Freunde und Fracktivisten,

    überall in Niedersachsen wollen Mineralölkonzerne künftig Erdgas mit "Fracking" fördern - mithilfe giftigster Chemikalien und unter massiven Umweltrisiken. Am 14. Dezember stimmt Niedersachsen im Bundesrat darüber ab, ob mit einer strengen Umweltverträglichkeitsprüfung eine hohe Hürde gegen Fracking errichtet werden soll und sich das Laenderparlament generell gegen umweltgefährdendes Fracking ausspricht.

    Ich habe gerade einen Appell an den niedersächsischen Ministerpräsident McAllister unterschrieben. Unterzeichne auch Du den Campact-Appell:

    www.campact.de/Fracking-Aktion

    Beste Grüße
    Wibke Langhorst


    Aktionsbündnis... further

  • Hallo liebe Freunde und Fracktivisten,

    überall in Niedersachsen wollen Mineralölkonzerne künftig Erdgas mit "Fracking" fördern - mithilfe giftigster Chemikalien und unter massiven Umweltrisiken. Am 14. Dezember stimmt Niedersachsen im Bundesrat darüber ab, ob mit einer strengen Umweltverträglichkeitsprüfung eine hohe Hürde gegen Fracking errichtet werden soll und sich das Laenderparlament generell gegen umweltgefährdendes Fracking ausspricht.

    Ich habe gerade einen Appell an den niedersächsischen Ministerpräsident McAllister unterschrieben. Unterzeichne auch Du den Campact-Appell:

    www.campact.de/Fracking-Aktion

    Beste Grüße
    Wibke Langhorst


    Aktionsbündnis No-Moor-Fracking

    info@no-moor-fracking.de
    www.no-moor-fracking.de

  • Hallo liebe Mitstreiter!

    Unsere Fracktivisten-Kollegen haben uns den folgenden Link zu einem Youtube Video geschickt, das das Thema Fracking in Polen beleuchtet.

    www.youtube.com/watch?v=nxO8lfWerU0&feature=email

    Ich weiss, der Beitrag ist auf Englisch und ich habe ihn vielen von Euch schon einmal geschickt, aber bitte nehmt Euch die Zeit, ihn Euch in Ruhe anzusehen. Das Video liefert sehr gute zusätzliche Info, Daten, Zahlen und Fakten, die auch für uns extrem wichtig sind.

    - mangelnde Dichtigkeit der Bohrungen - eine von 20 Bohrungen ist nach offiziellen Industrie-Angaben schon von Anfang an oder nach kurzer Zeit undicht.
    - Investoren werden gewarnt wegen des zu erwartenden extremen Wassermangels
    - Rekordgewinne der Konzerne... further

Link zum Film Gasland www.putlocker.com/file/F16E6F8F06836587# Dieser Film sagt alles.

Ich bin suizidgefährdet und finde Krebs, Sondermüll im Trinkwasser und Erdbeben toll, endlich mal was los! Massensuizid ist was feines- gibt eh zuviele Menschen auf der Welt. Oder???

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