Kein Abriss der baukulturell wertvollen Bausubstanz auf dem PFAFF-Areal!

Wir fordern demokratische Mitbestimmung über die Zukunft des PFAFF-Areals durch einen öffentlichen Dialog von Stadtgesellschaft, Politik und Experten!

Reason

„Willkommen in der Stadt der PFAFF-Nähmaschinen“ – nichts beschreibt besser als dieser Slogan die bis heute andauernde emotionale Verbindung der Stadt Kaiserslautern und ihrer Bürgerschaft zu ihrem einstmals größten Arbeitgeber. Sechs Generationen Lauterer haben „bei es Herrn Paffe“ geschafft, in den besten Zeiten standen dort ca. 5.000 Menschen in Lohn und Brot. Welcher Lauterer kennt nicht das riesige von geschmückten Sandsteinmauern umgebene ehemalige Firmengelände mit den charakteristischen Seeberger-Bauten der 1950er Jahre und der prägenden Silhouette aus Pförtnerloge, Verwaltungsgebäuden, Schornstein und Fabrikhallen – von Grün umgeben wie kaum ein anderes Industrieareal in der Stadt? Der Name PFAFF steht bis heute für ein wichtiges Stück lebendiger Stadt- und Industriegeschichte die weit über die Stadtgrenzen hinaus reicht.

Umso beschämender ist nun zu sehen, dass dieses städtebaulich prägende Industrieareal nach den bisherigen Plänen der Verantwortlichen offenbar sang- und klanglos einer beliebigen intransparenten Immobilienverwertung geopfert werden soll. Die Kaiserslauterer Bürgerschaft soll dabei tatenlos zusehen.

Die bisher bekannt gewordenen Vorstellungen der Pfaff Areal Entwicklungsgesellschaft (PEG), ab Februar 2016 von der historischen, städtebaulich wie architektonisch teilweise bedeutsamen Bausubstanz allenfalls die frühere PFAFF-Pförtnerloge und unter Umständen auch das alte PFAFF-Verwaltungsgebäude bzw. das PFAFF-Kraftwerk zu erhalten, machen eine rasche entschlossene Reaktion der Bürgerschaft und aller Interessierten notwendig, um zu verhindern, dass hier abermals eine einmalige Chance für die Stadtentwicklung Kaiserslauterns vertan wird.

Es wird höchste Zeit, dass der Stadtrat wie auch der Gestaltungsbeirat sich des Themas PFAFF-Entwicklung bewusster als bisher annehmen. In einem transparenten Beteiligungsverfahren muss ausgehandelt werden, was, wie und wo erhalten werden kann, und welchen Weg die städtebaulichen Entwicklung gehen soll. Ein solcher PFAFF-Diskurs darf nicht allein der Politik und wenigen Fachleuten überlassen bleiben, die Bürgerschaft muss aktiv eingebunden werden!

Nur so lassen sich erstens das industriegeschichtliche Erbe und Wissen von Generationen anhand der noch vorhandenen authentischen Orte bewahren und kompetent vermitteln, zweitens ein für die Pfalz einmaligen Ort der Industriekultur im Sinne einer modernen Stadtentwicklung verantwortungsvoll einbinden und drittens ehrenamtliches bürgerschaftliches Engagement sowie Technikbegeisterung wecken, um in der Westpfalzmetropole gezielt für den Industriekulturtourismus zu öffnen.

Noch ist es nicht zu spät! Der nahezu vollständig erhaltende bauliche PFAFF-Nachlass bietet die Chance, den Wert des industriellen und technischen Erbes in Kaiserslautern anzuerkennen und aktiv zu nutzen!

Phantasie und Wille versetzt Berge und bringt neue Lösungen.

Für eine gemeinsame Zukunft auf dem PFAFF-Areal!

News

  • Liebe Unterstützende,
    der Petent oder die Petentin hat innerhalb der letzten 12 Monate nach Ende der Unterschriftensammlung keine Neuigkeiten erstellt und den Status nicht geändert. openPetition geht davon aus, dass die Petition nicht eingereicht oder übergeben wurde.

    Wir bedanken uns herzlich für Ihr Engagement und die Unterstützung,
    Ihr openPetition-Team

  • Liebe Petentinnen und Petenten.

    Durch unseren Hinweis und dem beherzten Einspruch einiger Stadträte ist es Gelungen, die geplante Beschlussfassung des PFAFF-Rahmenplans vom 06.02.2017 auf den 20.02.2017 zu verschieben.

    Das gibt Ihnen die Möglichkeit, dass Sie am kommenden Mittwoch, den 08.02.2017 um 18.00 Uhr in die Fruchthalle Kaiserslautern kommen. Dort wird der PFAFF-Rahmenplan durch die beauftragte Planungsgemeinschaft Astoc/mess öffentlich zur Diskussion gestellt. Damit besteht für Sie die Möglichkeit, inhaltlichen Einfluss zu nehmen und eigene Akzente zu setzten.

    Also auf geht’s mitmachen lohnt sich!

    Mit freundlichen Grüßen, die Initiative „Pfaff erhalten – Stadt gestalten“

    Johannes Neuhaus / Thomas Fischer/ Dieter Burghaus/ Jörg... weiter

  • Liebe PFAFF-Petenten,
    seit unserem Petitionsaufruf genau vor einem Jahr, liegt ein sehr ereignisreiches Jahr 2016 hinter uns. Nachfolgend wollen wir die Gelegenheit nutzen Sie/Euch über den aktuellen Stand der Dinge zu informieren: Zum besseren Verständnis haben wir im Anhang die wichtigsten Presseartikel zusammengefasst.

    PFAFF-Online-Petition ist Forschungsgegenstand
    Dank Ihrer aktiven Mithilfe war unsere Petition PFAFF erhalten – STADT gestalten nicht nur in der Sache selbst erfolgreich, sondern wurde als Fallstudie im Forschungsfeld Smart Cities – Webbasierte Medien in der Stadtentwicklung des Bundesinstituts für Bau-, Stadt- und Raumforschung (BBSR) geworden.

    www.bbsr.bund.de/BBSR/DE/FP/ExWoSt/Studien/2015/SmartCities/Webbasierte-Medien/01_Start.html?nn=1201440¬First=true&docId=1430966

    Grund... weiter

pro

neue Flächen/Räume für Kunst und Kultur, Ateliers, creatives Schaffen, Musik, Proberäume etc. Hier könnte sich KL mal ein Beispiel an richtigen Großstädten nehmen, in denen funktionieren solche Projekte nämlich blendend. Außerdem wäre es ja auch schön eine kulturelle Brache wieder mit Leben zu füllen... KL trau dich...!

contra

Die Bürobauten auf dem Gelände sind nicht besonders erhaltenswert von der Archetektur her, Energetisch sowieso nicht.