• Von: raumpiraten: Thomas Fischer/ Stefan Höffken/ ... mehr
  • An: Oberbürgermeister Klaus Weichel
  • Region: Kaiserslautern mehr
    Kategorie: Kultur mehr
  • Status: Die Petition ist bereit zur Übergabe
  • Zeichnung beendet
  • 2.759 Unterstützer
    1.681 in Kaiserslautern
    Quorum für Kaiserslautern (1.400) erreicht

Pfaff erhalten - Stadt gestalten!

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Kein Abriss der baukulturell wertvollen Bausubstanz auf dem PFAFF-Areal!

Wir fordern demokratische Mitbestimmung über die Zukunft des PFAFF-Areals durch einen öffentlichen Dialog von Stadtgesellschaft, Politik und Experten!

Begründung:

„Willkommen in der Stadt der PFAFF-Nähmaschinen“ – nichts beschreibt besser als dieser Slogan die bis heute andauernde emotionale Verbindung der Stadt Kaiserslautern und ihrer Bürgerschaft zu ihrem einstmals größten Arbeitgeber. Sechs Generationen Lauterer haben „bei es Herrn Paffe“ geschafft, in den besten Zeiten standen dort ca. 5.000 Menschen in Lohn und Brot.
Welcher Lauterer kennt nicht das riesige von geschmückten Sandsteinmauern umgebene ehemalige Firmengelände mit den charakteristischen Seeberger-Bauten der 1950er Jahre und der prägenden Silhouette aus Pförtnerloge, Verwaltungsgebäuden, Schornstein und Fabrikhallen – von Grün umgeben wie kaum ein anderes Industrieareal in der Stadt?
Der Name PFAFF steht bis heute für ein wichtiges Stück lebendiger Stadt- und Industriegeschichte die weit über die Stadtgrenzen hinaus reicht.

Umso beschämender ist nun zu sehen, dass dieses städtebaulich prägende Industrieareal nach den bisherigen Plänen der Verantwortlichen offenbar sang- und klanglos einer beliebigen intransparenten Immobilienverwertung geopfert werden soll. Die Kaiserslauterer Bürgerschaft soll dabei tatenlos zusehen.

Die bisher bekannt gewordenen Vorstellungen der Pfaff Areal Entwicklungsgesellschaft (PEG), ab Februar 2016 von der historischen, städtebaulich wie architektonisch teilweise bedeutsamen Bausubstanz allenfalls die frühere PFAFF-Pförtnerloge und unter Umständen auch das alte PFAFF-Verwaltungsgebäude bzw. das PFAFF-Kraftwerk zu erhalten, machen eine rasche entschlossene Reaktion der Bürgerschaft und aller Interessierten notwendig, um zu verhindern, dass hier abermals eine einmalige Chance für die Stadtentwicklung Kaiserslauterns vertan wird.

Es wird höchste Zeit, dass der Stadtrat wie auch der Gestaltungsbeirat sich des Themas PFAFF-Entwicklung bewusster als bisher annehmen. In einem transparenten Beteiligungsverfahren muss ausgehandelt werden, was, wie und wo erhalten werden kann, und welchen Weg die städtebaulichen Entwicklung gehen soll. Ein solcher PFAFF-Diskurs darf nicht allein der Politik und wenigen Fachleuten überlassen bleiben, die Bürgerschaft muss aktiv eingebunden werden!

Nur so lassen sich erstens das industriegeschichtliche Erbe und Wissen von Generationen anhand der noch vorhandenen authentischen Orte bewahren und kompetent vermitteln, zweitens ein für die Pfalz einmaligen Ort der Industriekultur im Sinne einer modernen Stadtentwicklung verantwortungsvoll einbinden und drittens ehrenamtliches bürgerschaftliches Engagement sowie Technikbegeisterung wecken, um in der Westpfalzmetropole gezielt für den Industriekulturtourismus zu öffnen.

Noch ist es nicht zu spät! Der nahezu vollständig erhaltende bauliche PFAFF-Nachlass bietet die Chance, den Wert des industriellen und technischen Erbes in Kaiserslautern anzuerkennen und aktiv zu nutzen!

Phantasie und Wille versetzt Berge und bringt neue Lösungen.

Für eine gemeinsame Zukunft auf dem PFAFF-Areal!

Im Namen aller Unterzeichner/innen.

67663, 07.12.2015 (aktiv bis 06.02.2016)


Neuigkeiten

Sehr geehrte Petentinnen und Petenten, es geht weiter - und zwar diesmal von Seiten unserer Petenten selbst! Sehr geehrte Damen und Herren, da ich weiß, und mir bekannt ist, dass Du/Sie die aktuelle Entwicklung des Pfaff-Areals des letzten Jahres ...

>>> Zu den Neuigkeiten


Debatte zur Petition

PRO: neue Flächen/Räume für Kunst und Kultur, Ateliers, creatives Schaffen, Musik, Proberäume etc. Hier könnte sich KL mal ein Beispiel an richtigen Großstädten nehmen, in denen funktionieren solche Projekte nämlich blendend. Außerdem wäre es ja auch schön ...

PRO: Was hat KL in den vergangenen 150 Jahren für KL und viele Familien geleistet! Wieviel Jugendliche wurden ausgebildet?! Ist das nicht genug Verpflichtung, das Andenken in Form der Erhaltung der Baukultur zu bewahren? Muss denn die Interessen der Profitgeier ...

CONTRA: Die Bürobauten auf dem Gelände sind nicht besonders erhaltenswert von der Archetektur her, Energetisch sowieso nicht.

CONTRA: Ein ideales Areal für Flüchtlinge.

>>> Zur Debatte



Antworten vom Parlament

Petitionsverlauf

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