Region: Germany
Welfare

Pflicht, Essensreste sinnvoll zu verwerten

Petition is directed to
Petitionsausschuss des Deutschen Bundestages
126 Supporters 125 in Germany
Collection finished
  1. Launched December 2020
  2. Collection finished
  3. Filed on 14 Jun 2021
  4. Dialog with recipient
  5. Decision

Betriebe, Großküchen, Kantinen, Pflegeeinrichtungen und ähnlichen Etablissements sollen verpflichtet werden, angefallene Essensreste so gut wie möglich zu verwerten. Mitarbeiter*innen in diesen Betrieben sollen diese Essensreste straffrei mit nach Hause nehmen können, vor Ort verzehren oder die Essensreste müssen an gemeinnützige Organisationen wie z.B. der örtlichen Tafel gespendet werden. Eine Verwertung als Tierfutter soll nicht darunter zählen. Dies sollte gesetzlich geregelt werden.

Die Essensversorgung von Bedürftigen darf nicht an den Besitzansprüchen der Betriebe enden!

Reason

Das Mitnehmen von Gegenständen (darunter auch Essensreste) vom Arbeitsplatz wird als Straftat gewertet und aufgrund dieses „Vertrauensbruchs“ sind die Arbeitgeber*innen dazu berechtigt, die fristlose Kündigung auszusprechen. Dies kam auch schon mehrmals vor und einige Arbeitnehmer*innen verloren plötzlich ihren Arbeitsplatz.Dabei ist die Verwertung von Essensresten keineswegs eine Untat sondern eine Wohltat. Ich persönlich habe schon in mehreren Pflegeeinrichtungen gearbeitet und kann täglich beobachten, wie viel Essen dort weggeschmissen wird. Das Essen ist beim Wegschmeißen noch vollständig warm und komplett genießbar, da es auch zu keinem Kontakt zwischen Bewohner*in und Essen gekommen ist, wo es hygienische Bedenken geben könnte. Es ist traurig, die Mengen an weggeworfenem Essen täglich zu sehen.

Essen ist nach Artikel 11 im UN-Sozialpakt ein Menschenrecht und dennoch werden in Deutschland pro Jahr rund 12 Millionen Lebensmittel weggeworfen. Das muss sich schnellstmöglich ändern!

Wir sind außerdem der Meinung, dass für die Essensreste keine Kosten mehr verlangt werden dürfen und die Arbeitnehmer*innen auch keine Pauschale für das Verzehren oder Mitnehmen von Essen bezahlen müssen sollten.

Das von uns geforderte Gesetz soll Essensreste ausdrücklich als „Gegenstände vom Arbeitsplatz“ ausschließen und die Betriebe - bei denen Essensreste anfallen - dazu verpflichten, diese sinnvoll zu verwerten.

Thank you for your support, Paul Schwendrat from Zella-Mehlis
Question to the initiator

News

  • Liebe Unterstützende,

    schlechte Nachrichten: Der Petitionsausschuss hat über das Anliegen der Petition beraten. Der Petition konnte nicht entsprochen werden. Die Stellungnahme finden Sie im Anhang.

    Beste Grüße
    das openPetition Team

  • Liebe Unterstützende,

    das Anliegen wurde an den zuständigen Petitionsausschuss weitergeleitet und hat das Geschäftszeichen Pet 3-19-10-2128-046977 erhalten. Wir werden Sie auf dem Laufenden halten und regelmäßig über Neuigkeiten informieren.


  • openPetition hat die von Ihnen unterstützte Petition offiziell im Petitionsausschuss des Deutschen Bundestages eingereicht. Jetzt ist die Politik dran: Über Mitteilungen des Petitionsausschusses werden wir Sie auf dem Laufenden halten und transparent in den Petitionsneuigkeiten veröffentlichen.

    Als Bürgerlobby vertreten wir die Interessen von Bürgerinnen und Bürgern. Petitionen, die auf unserer Plattform starten, sollen einen formalen Beteiligungsprozess anstoßen. Deswegen helfen wir unseren Petenten, dass ihre Anliegen eingereicht und behandelt werden.


    Mit besten Grüßen,
    das Team von openPetition

Not yet a PRO argument.

Ich bin explizit gegen Verschwendung, insbesondere von Nahrungsmitteln. Es sollten alle diesbezüglichen Verbote und Sanktionen aufgehoben werden. Aber eine gesetzliche Verpflichtung ist problematisch. Mein Vorschlag: Neue Petition: Straffreiheit für Müllsammler, Containerer.

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