• Von: Sigrid Krech (Schulelternsprechering FÖZ ... mehr
  • An: Landrat Peter Heimrich
  • Region: Landkreis Schmalkalden...
    Kategorie: Bildung mehr
  • Status: Die Petition ist bereit zur Übergabe
  • Zeichnung beendet
  • 683 Unterstützer
    Sammlung abgeschlossen

Pro Förderzentren "Anne Frank" und "Pestalozzischule"

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Wir fordern den Erhalt des Förderzentrums "Anne Frank" Förderschwerpunk Sprache und den Erhalt der Pestalozzischule Meiningen Förderschwerpunkt Lernen mit jeder seiner Schulleitung. Eine Änderung der Förderzentren ergeben keine Vorteile für den Landkreis. Beide Schulen sind voll ausgelastet, eine Änderung ist nicht notwendig. Es besteht hier also keinen Grund in der nächsten Kreistagssitzung hierzu einen Beschluss herbeizuführen.
Die Förderzentren "Anne Frank" Förderschwerpunkt Sprache und "Pestalozzischule" Förderschwerpunkt Lernen in Meiningen sollen zum 31.07.2013 aufgelöst werden und ein "Förderzentrum Meiningen entstehen".
Ziel des Kreises/Schulamtes soll damit sein nur noch eine Schulleitung mit zwei Schulteilen zu führen, wo Eltern hier Bedenken haben.
Beide Schulen sind in einem Schulgebäude untergebracht und voll ausgelastet.
Die Sprachheilschule ist eine Durchgangsschule, wo die Kinder nach oder während der Grundschule bzw. Regelschule bis zur 6. Klasse das Förderzentrum verlassen und in Ihre Heimatschulen wieder umgeschult werden. Die Schüler werden auf die weiterführenden Schulen in der Sprachheilschule vorbereitet.
Die Pestalozzischule lehrt nach dem Bildungsgang Förderschwerpunkt Lernen von der 3. - 10. Klasse.
In beiden Schularten benötigen Kinder unterschiedliche individuelle Förderungen.
Die Pestalozzieschule ist einer der ältesten Schulen in Meiningen und blickt bereits auf 112 Jahre Erfahrungen zurück. Das Förderzentrum "Anne Frank" feierte im letzten Jahr sein 60jähriges Bestehen und ist nur noch eine von 3 Sprachheilschulen in ganz Thüringen.
Die Petition wird voraussichtlich am 14.11.2012 geschlossen!!! Sie muss bis 01.12.2012 fortgeführt werden und der Landrat erhält zur Kreistagssitzung ein Zwischenergebnis.

Begründung:

Die Zusammenlegung von Förderzentren halten wir als Eltern für einen fatalen Irrweg, da wir damit den bewährten Pfad der sonderpädagogischen Spezialisierung verlassen.
Fusionen in anderen Förderschulen in Thüringen führten dazu, dass die Förderzentren fast alle Förderschwerpunkte aufnehmen können, dies ist durch entsprechenden Antrag mögich und auch politisch gewollt.
Ebenso würde man bei einer Vermischung den Kindern mit mehreren Förderschwerpunkten den Weg in die Heimatschule bzw. einen Schulabschluss erschweren oder wäre nicht mehr möglich. Da die Sprachheilschule nach dem Grundschul- und Regelschullehrplan lehrt und die Pestalozzischule nach dem Förderschullehrplan Lernen, welcher stark differenziert ist. Ebenso gibt es Probleme bei der Stundentafel und bei der Koordinierung der Unterrichtszeit, Pausenzeiten usw., da die Unterrichtszeiten unterschiedlich sind und auch sein müssen. Die Pestalozzischule ist insbesondere auf das lebenspraktische Lernen ausgerichtet, wo Doppelstunden bzw. individuelle Unterrichtszeiten vorgehalten werden müssen.
Die Eigenständigkeit mit je einem eigenen Schulleiter ist wegen ihrer speziellen sonderpädagogischen Ausrichtung der Schulen zwingend notwendig.
Im Artikel des Meininger Tageblatts vom 3.9.12 wurden 23% aller eingeschulten Kinder mit Sprachstörungen eingeschult. Das sind von ca. 900 Einschulungen 180-200 Kinder mit Sprachstörungen in je einem Schuljahr aus dem ehemaligen Schulamtsbereich (Suhl, Schmalkalden-Meiningen), in der Sprachheilschule eingeschult werden davon max. 12 – 14 Kinder.
Es gibt nur noch 3 Sprachheilschulen in Thüringen, zwei weitere in Weimar und bei Rudolstadt von der 1. Bis 10. Klasse. Der Kreis könnte, wenn er weitere Spezialschulen aufgibt, auch Einwohnerverluste hinnehmen, da Eltern ihren Lebensmittelpunkt dahin verlagern könnten, wo die richtige Schulform für ihr Kind vorgehalten wird. Eine Attraktivität eines Landkreises zeichnet auch eine breite Schullandschaft aus, die weiter vorgehalten werden muss und sollte. Sollte man Qualitätsverluste hinnehmen, werden die Probleme in ein paar Jahren für den Kreis größer und langfristig gesehen teurer, dies hat Folgen in der Berufsausbildung.
Langfristig gesehen profitiert der Landkreis sogar vom Erhalt dieser spezialisierten Schulen, da hier in 5 – 10 Jahren gute Fachkräfte in unserem Landkreis sein können und vielleicht nicht die Heimat verlassen, weil die Eltern in Weimar für ihre Kinder wegen einer optimalen Förderung umgezogen sind. Außerdem würde sich der Landkreis weiterhin von langjährigen Schultraditionen im Landkreis verabschieden.
Kooperationen zwischen beiden Schulen soll nichts im Wege stehen und ist von der Elternseite sogar erwünscht.

Im Namen aller Unterzeichner/innen.

Meiningen, 04.11.2012 (aktiv bis 01.12.2012)


Neuigkeiten

Wir gehen dem Endspurt der Petition entgegen. Obwohl hier bereits am 15.11.2012 eine Entscheidung für die Eigenständigkeit der beiden Schulen getroffen wurde läuft die Petition wie vorgesehen bis 01.12.2012. In nur 3 Wochen und trotz des positiven Ergebnisses ...

>>> Zu den Neuigkeiten


Debatte zur Petition

PRO: Der Landkreis würde mit dem Erhalt der beiden Schulen mit getrennten Schulleitungen verhindern, eine Schule mit allgemeinsonderpädagogische Ausrichtung sich zu entwickeln.

PRO: Es ist nicht nachvollziehbar, warum der Landkreis sich mit dieser Schulfusion beschäftigt. Festlegen der Schularten ist einziges Hoheitsrecht des Kreises. Der Kreis stellt die räumlichen und sächlichen Mittel zur Verfügung und das Land die personellen.

Noch kein CONTRA Argument.
>>> Schreiben Sie das erste CONTRA-Petition Argument



Petitionsverlauf

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