Begründung: Ich zitiere die gesetzliche Vorschrift des Landes Hessen für die Vermittlung von Sozialwohnungen. Nach § 1 Abs. 1 des Hessischen Wohnungsaufsichtsgesetzes (HwoAufG) sollen die Gemeinden Wohnungssuchenden bei der Beschaffung einer gesunden, familiengerechten und ihren wirtschaftlichen Verhältnissen entsprechenden Wohnung unterstützen, soweit sie hierbei der Hilfe bedürfen. Ein Rechtsanspruch auf die Beschaffung einer Wohnung besteht gemäß § 1 Abs. 2 HwoAufG allerdings nicht.

Des weiteren gelten die Vorschriften des Hessischen Wohnraumförderungsgesetzes (HwoFG). Voraussetzung für den Bezug einer geförderten Mietwohnung für geringe Einkommen ist die Einhaltung bestimmter Einkommensgrenzen. Ferner ist in diesem Gesetz die Förderung des Sozialen Wohnungsbaues mit der Förderung privaten Eigentums gleichgestellt.

Das führt automatisch zu Ungleichheiten in der Behandlung von Bürgern. Die ausführenden Verwaltungsvorschriften definieren "angemessene Mieten-Kosten" - Kosten der Unterkunft. Es ist der gesetzgebenden Politik seit ca. 1990 bekannt, dass die reale Entwicklung des Bedarfs von Bürgern von niedrigen bis zur Zeit schon mittleren Einkommen oder auch anderen Personen, die die Zugangskriterien für den sozialen Wohnungsbau nicht erfüllen, nicht dem Angebot des Staates entspricht. Selbst öffentliche und/oder landeseigene Wohnungsbaugesellschaften erfüllen ihren gesetzlichen Gesellschafts-Auftrag nicht sondern handeln wie "ganz normale " Investoren. Hierdurch entstehen den betroffenen BürgerInnen und durch Kostenumverteilungen auch dem Steuerzahler entsprechende materielle wie auch lebenseinschränkenden Schaden. Daher laufen vorhandene Gesetze ins Leere und die Umsetzung ist gefährdet, nicht möglich, nicht durchsetzbar. Diese Tatsache gefährdet die Vorschriften unseres Grundgesetzes § 1 - § 14 (2) und insbesondere § 20 (1) das Sozialstaatlichkeitsgebot.

Nach meiner Auffassung ist hier eine Reform nötig, damit ein Ausgleich für Betroffene möglich wird. Alle Menschen in unserem Land haben einen gleichwertigen Anspruch auf eine "leistbare Miete". Wohnen ist ein Menschenrecht, eine verankerte UN-Konventition, aber in Hessen bisher nur durch die genannten Grundgesetzartikel repräsentativ.

In Frankreich gibt es seit dem Jahr 2007 ein gültiges Gesetz, welches bis zum Jahr 2012 novelliert wurde (ursprünglich Vorbild Schottland). Hiernach ist vor dem Verwaltungsgericht ein einklagbares Recht auf eine Sozialwohnung durchsetzbar. Dieses Gesetz wird zur Finanzierung von Sozialwohnungsbau verwandt.

Ferner möchte ich die Promotion aus dem Jahr 1991 unseres neuen Bundespräsidenten Herrn Dr. Frank Walter Steinmeier nicht unerwähnt lassen "Bürger ohne Obdach" - (Justus von Liebig Universität Gießen). Herr Dr. Steinmeier hatte sich dieser Thematik gewidmet. Meine Forderung: Vorrangig ist die Forderung an die Landesregierung von Hessen (Gremien Hessischer Landtag) eine gesetzgeberische Regelung einzuführen, wonach der Rechtsanspruch auf eine Sozialwohnung einklagbar ist. Ein Element einer erfolgversprechenden staatlichen Wohnungspolitik muss auf die bedarfsgerechte Zuverfügungsstellung von ausreichendem "leistbaren - Mieten" Wohnraum für einkommensschwache Haushalte gerichtet sein. Was in der EU bereits möglich ist muss in einem so reichen Land wie Deutschland verfassungsrechtlich geschützt werden.

Begründung

Die geplante Vorgehensweise der Petition entspricht einer basisdemokratischen Entwicklung von nicht profitorientiertem Sozialwohnungsbau in Hessen und soll dem Gesellschaftsproblem der Gentrifizierung, Segregation und Obdachlosigkeit entgegenstehen.

Die Petentin beabsichtigt die "open-online Petition" in Schriftform an den Landtag einzureichen. Brunhilde Fahr - 14. Februar 2017

Vielen Dank für Ihre Unterstützung, Brunhilde Fahr aus Wöllstadt
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Neuigkeiten

  • Sehr geehrte Damen und Herren,

    mittlerweile liegt mir eine Mitteilung der Landesregierung vor; hier suche ich inform meiner vorläufigen Rückantwort per Email den Dialog. Im Hinblick auf das bevorstehende Wahlwochenende werde ich diese Petition bis zum endültigen Vorliegen eines Wahlergebnisses der Landtagswahl und der vorgesehenen hessischen Verfassungsänderung konsequent weiterverfolgen und diesen Petitionsblog auf keinen Fall schließen, selbstverständlich auch nicht nach diesen Ergebnissen. Deutschland hat den dritten Weltrang in Sachen Innovation, und ich kann mir nicht erklären, warum das Grundrecht Wohnen hier nicht gesetzlich einklagbar gestaltet werden kann? Andere EU-Länder und einige Bundesländer sind da Vorreiter. Man kann und soll meine Wut ruhig spüren, die stereotypische Verhaltensweise aller Politik-Verantwortlichen muss ein Ende haben. Auf jeden Fall - HESSEN KANN MEHR, als der Landtag erlauben will!
    An Sie die Bitte, gehen Sie wählen und wählen Sie nur jemanden, den Sie als Freund/in mit in Ihr Wohnzimmer nehmen würden, solange Sie noch eines haben. Ihre Petentin wünscht Ihnen ein entspanntes Wochenende Brunhilde Fahr

  • Sehr geehrte UnterstützerIn,

    am 28.8.18 erhielt ich ein Schreiben des Hessischen Landtags Präsident Bereich Petitionen. Ich zitiere;
    Betr. Beschluss des Hess. Landtags zur Petition Nr. 03520/19 Recht auf Sozialwohnung einklagbar gestalten - für den Erhalt des sozialen Wohnungsbaues - Eingabe vom 14.5.2017 -

    "...der Hessische Landtag hat in seiner 145. Plenarsitzung am 22.08.2018 beschlossen, die Petition der Landesregierung mit der Bitte zu überweisen, Sie über die Sach- und Rechtslage zu unterrichten. Diese Entscheidung beruht auf der Behandlung und Beschlussempfehlung des Petitionsausschusses bzw. des zuständigen Fachausschusses.
    Das bedeutet, dass das in Ihrem Fall zuständige hessische Ministerium mit der Umsetzung dieses Beschlusses beauftragt wurde. Von dort erhalten Sie ein Schreiben, in dem Ihnen das Ergebnis der Behandlung Ihrer Eingabe durch den Hessischen Landtag erläutert wird...Unterschrift des Sachbearbeiters.

    Ihre Petentin macht Sie darauf aufmerksam, dass in den größeren Städten in Hessen nun die Informationskampagne zur Verfassungsänderung an Samstag auf Märktplätzen zu finden ist. Sie können die Stationen auf der Homepage des HLT mit Datum finden. Das nächste "rote Herzzelt" ist am 8.9. auf dem Roßmarkt in Frankfurt zu Main hoffentlich gut sichtbar aufgestellt. Mit herzlichem Gruß Brunhilde Fahr - Petentin -

  • Sehr geehrte Unterstützerin, sehr geehrte Unterstützer,
    im Laufe der Bearbeitung dieser so wichtigen Petition eines Grundrechtes mussten wir alle sehr viel Geduld aufbringen. Alleine das zeigte schon, wie weit die Politiker von den Menschen entfernt sind. Ich entnehme dem Protokoll der 145. Plenarsitzung im Hessischen Landtag am 22.8. nun dass wohl eine Entscheidung getroffen wurde starweb.hessen.de/cache/DRS/19/8/06638.pdf. Mir liegt als Petentin natürlich noch keine offizielle Mitteilung in der angesagten Schriftform vor. Im Klartext heisst aber die Formulierung in der Drucksache zur Petiton 03520/19, dass diese wohl abgelehnt wurde. In der Zwischenzeit meiner zurückliegenden Bloginformation war ich nicht untätig und ich möchte Ihnen das im Bild/Anhang von mir verfasste Schreiben an den Hessischen Landtag vom 15. Juli 2018 nicht vorenthalten. Es blieb wie gewohnt unbeantwortet. Ich bin nach wie vor der Auffassung "HESSEN KANN MEHR" - wenn der politische Wille vorhanden wäre. Vielleicht könnten Sie als Unterstützer dafür sorgen, in dem Sie Ihre Meinung dem Landtag mitteilen, dass Bürger ein Recht auf politische Umsetzung Ihrer Forderungen haben. Darum möchte ich Sie ALLE bitten. Ich bedauere es sehr, dass ich meine Meinung nicht ändern kann; ich glaube nämlich nicht daran, dass sich nach der kommenden Landtagswahl 2018 in Hessen etwas ändern wird - wechseln werden nur "die Tröge". Es grüßt Sie für heute Ihre Petentin Brunhilde Fahr - mit der Bitte sich am 28.10. bei jedem Wetter sich in die Wahllokale mit Bedacht zu begeben -.

    PS: Das Schreiben vom 15.7. ging natürlich mit freundlichen Grüßen nach Wiesbaden an die Staatskanzlei / ULA / Petitionsreferat und ALLE FRAKTIONEN IM HESSISCHEN LANDTAG

Pro

Noch kein PRO Argument.

Contra

Noch kein CONTRA Argument.