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Bild zur Petition mit dem Thema: Recht auf zeitnahen Toilettengang im Pflegeheim statt Warten und Windeln Recht auf zeitnahen Toilettengang im Pflegeheim statt Warten und Windeln
  • Von: Christine Ruehl-Fehlert mehr
  • An: Ministerium für Gesundheit, Emanzipation, ...
  • Region: Nordrhein-Westfalen mehr
    Kategorie: Soziales mehr
  • Status: Der Empfang der Petition wurde bestätigt
  • In Bearbeitung
  • 1.062 Unterstützende
    166 in Nordrhein-Westfalen
    Sammlung abgeschlossen

Recht auf zeitnahen Toilettengang im Pflegeheim statt Warten und Windeln

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Immobile Pflegeheimbewohner müssen oft über eine Stunde warten, wenn sie einen Toilettengang benötigen, dafür auf Hilfe angewiesen sind und die Toilette nicht aus eigener Kraft erreichen können. Aufgrund von organischen Veränderungen (z.B Prostatavergrößerung, Senkung, Entzündung) und Medikation (Diuretika) haben alte Menschen sehr viel öfter das Bedürfnis zur Toilette zu gehen. Die Personaldecke ist oft für zeitnahe Hilfe zu gering. Einnässen führt automatisch dazu, dass die alten Menschen gewindelt werden.

Warten und Windeln (ebenso wie fehlende Leerung der Urinflasche am Bett) sind menschenunwürdig.

Es sollte ein Grundanliegen der Pflege sein, einen zeitnahen Toilettengang - notfalls auch vielfach täglich - zu ermöglichen. Hierzu müsste die Pflege mit mehr Geld ausgestattet werden, aber auch die Umsetzung müsste kontrolliert werden.

Begründung:

Ihnen als Angehörigen fällt es oft nicht auf, und die Alten wollen es nicht zum Thema machen, wenn der ersehnte Besuch endlich da ist. Aber im Verschwiegenen quälen sich immobile Heimbewohner oft täglich weil sie nicht rechtzeitig zur Toilette gebracht werden. Außer dem Warten und Windeln - das Letztere lässt dem gestressten Pflegepersonal etwas mehr Luft - ist eine weitere Möglichkeit, es aus Verzweiflung selbständig zu probieren mit der Gefahr zu verunglücken.

Jeder sollte seinen Angehörigen fragen, Heimaufsichten und Kontrollinstanzen sollten die immobilen Bewohner fragen. Der Missstand sollte in die Bewertung von Heimen einbezogen werden, damit es endlich eine Änderung gibt.

Ausreichendes Trinken wird propagiert, um der ärztlich feststellbaren Exsikkose vorzubeugen. Unlogisch (und unmenschlich) ist dann, Menschen, die diese Flüssigkeit wieder von sich geben müssen, hängenzulassen mit dem Erfolg, dass Trinken vermieden wird. Sie als Angehörige sehen es nicht, aber auch die Ärzte sehen es nicht. Prioritäten werden gesetzt, wo dokumentierbare Folgen entstehen. Dekubitus, Exsikkose, Gewichtsverlust und Sturzfolgen sind ärztlich feststellbar und gehen in die Unterlagen. Die volle Blase, die Qual mit dem Darm, das Einnässen bleiben undokumentiert, körperliche Folgen fehlen, die seelischen Folgen können von den Betroffenen oft nicht artikuliert werden. Daher haben sie nicht den gleichen Stellenwert.

Im Namen aller Unterzeichner/innen.

Wuppertal, 28.12.2017 (aktiv bis 27.03.2018)


Neuigkeiten

Der Eingang der Petition wurden vom Ministerium und vom Petitionsausschuss bestätigt. Eine Rückmeldung kann nach den Angaben des Anschreibens des Petitionsausschusses mehrere Wochen dauern. Das Ministerium verweist auf den Petitionsausschuss und darauf, ...

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Debatte zur Petition

PRO: Davon ausgenommen sind Heime im Alter, sie sollten aber inklusiv geführt werden.

PRO: Das wir mehr Pflegepersonal haben müssen ,weiss jeder auch Berlin. Leider tut keiner was und deshalb wird nur immer etwas Pflaster geklebt aber die Wunde wird nie von Grund gereinigt. Ich bin 61 Jahre alt und muß um 19,30h spätens ins Bett und wenn mir ...

CONTRA: Die Petition richtet sich gegen die Pflegenden, die sowieso am Limit in ihrer Leistungsfähigkeit sind. Die Petition müsste fordern, dass mehr Pflegende eingestellt werden müssen, um die Arbeit angemessen verrichten zu können. Dieses kann aber nur durch ...

CONTRA: Ein Land das sich gern als reich bezeichnet und dessen Verfassung mit der Unantastbarkeit der Menschenwürde beginnt - ein überaltertes Land, das eine solche Petition nötig hat, ein solches Land ist keines, in dem man alt werden möchte, erst recht nicht ...

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